LP6
- Allgemeine Pathologie - Hormonsystem - Zentralnervensystem & Sinnesorgane - Abwehrsystem - Blut
- Allgemeine Pathologie - Hormonsystem - Zentralnervensystem & Sinnesorgane - Abwehrsystem - Blut
-
- 1 / 82
-
Flashcards
41. Ein CVI bedeutet eine irreversible Schädigung des Gehirns-Stimmt diese Aussage?
- Nein, diese Aussage ist falsch
- CVI bedeutet cerebrovaskulärer Insult
42. Nennen sie die Symptome/Aspekte bei einer TIA.
- TIA= transitorische ischämische Attacke
- Je nach Ausdehnung und Lokalisation können zusätzliche neurologische Ausfälle(sprach- und Sehstörungen, kann sich mit der Zeit zurück bilden)
- Warnsignale: flüchtige Ausfälle
- Können nur kurzzeitig auftreten
- Innerhalb von Minuten bis Stunden wieder verschwinden
- Besonders häufig sind kurzzeitige Sehstörungen auf einem Auge
- Sensibiltätsstörungen oder Lähmungen
MKK S. 177
43. Woran liegt es, dass die Symptome bei einem CVI unterschiedlich sein können?
- Es ist vom Schweregrad der Durchblutungsstörung abhängig
- Je nach Schweregrad kommt es zu leichten bis hin zu schwerwiegenden Symptomen
44. Die Einfuhr von 100g tierischen Fetten pro Tag hat eine präventive Wirkung auf die Entstehung eines CVI.
Stimmt diese Aussage?
- FALSCH
- Man sollte pflanzliche Fett zu sich nehmen und nicht tierische, da diese das Risiko erhöhen
46. Was unterscheidet die zelluläre von der humoralen Abwehr?
Zelluläre Abwehr:
- Bezieht sich auf die zahlreichen Abwehrzellen, die direkt an der Beseitigung von Fremdstoffen beteiligt sind
Humorale Abwehr:
- Humoral= Körperflüssigkeiten betreffend
- Im Plasma oder in den verschiedenen Körperflüssigkeiten gelöste Substanzen wie die Antikörper und Enzymsysteme
MKK S. 254
47. Was ist das Spezielle an der unspezifischen Abwehr?
- ist antigenunabhängig
- steht von Geburt an zur Verfügung
- sie ist sehr schnell und sorgt dafür das z.B. Bakterien, die durch eine kleine wunde in die Haut eingedrungen sind rasch und noch am Ort des Eindringens unschädlich gemacht werden
- manchmal reicht die unspezifische Abwehr nicht aus, dann kann sie jedoch den Erreger so lange in „Schach halten“ bis ein zweites System einsatzbereit ist
MKK S.254
48. Was ist der Unterschied zwischen einer aktiven und passiven Impfung?
Aktive Impfung:
- Schutzimpfung--> Aktivimmunisierung
- Durch eine künstliche Infektion mit einer kleinen Menge abgetöteter Keime, speziell vorbehandelter, wenig gefährlicher lebender Erreger oder Toxinmoleküle
- Wird ein „kontrollierter“ Übungskampf erzeugt
- Das Immunsystem nutzt die vermeintliche Infektion, aktiv passende Antikörper und ein immunologisches Gedächtnis zu bilden
- Welches dann im Ernstfall, wenn es zu einer tatsächlichen Infektion kommt, parat steht
Passive Impfung:
- Das Immunsystem selbst wird nicht aktiv deswegen spricht man von einer passiven Immunisierung
- Es werden bereits spezifische Antikörper injiziert, die anstelle der nicht vorhandenen AK die Viren unschädlich machen sollen
- Schutzwirkung beschränkt sich auf 1-3 Monate, da die zugeführten Antikörper vom Organismus allmählich abgebaut werden
MKK S. 261
49. Die Tetanusimpfung soll bei jeder offenen Hautverletzung aufgefrischt werden.
Stimmt diese Aussage?
Kein eindeutiges nein
- Wenn sich jmd. Nie gegen Tetanus impfen lassen hat(aktive Impfung) dann muss sich jmd. nach einer Hautverletzung impfen lassen
- Man spritzt dann in so einem Fall den passiven Tetanus Impfstoff--> können die Symptome eines Wundstartkrampfes verhindern oder zu mindestens deutlich abschwächen
- Erwachsene müssen sich alle 10 Jahr impfen lassen
- Immunisieren fängt bereits im Säuglingsalter an
50. Bei einer Grippeimpfung wird erst nach 5 Jahren eine Nachimpfung empfohlen.
Stimmt diese Aussage?
- Diese Aussage ist falsch
- Jährlich muss eine Grippeimpfung aufgefrischt werden, da sich die Grippevieren jährlich verändern
- WHO legt jedes Jahr die drei im Impfstoff enthaltenen Stämme fest
51. Was gilt es im Zusammenhang mit einer Hepatitis B Impfung zu wissen?
- Virus wird über Blut oder Speichel übertragen
- Virus ist im Blut nachweisbar
- Die das Virus in sich tragen sind eine Infektionsquelle für Andere
- Impfstoff enthält die äußere Hülle des Virus
- Mit der Impfung wird das Ansteckungsrisiko um 95% reduziert
- Benötigt mehrere Impfungen (2-4) in Abständen von 6-12 Monate
- Mögliche Kombination mit Diphterie, Starrkrampf etc.
Nebenwirkungen:
- Rötung, Schmerzen und Schwellung der Einstichstelle
- Selten: Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit
Internetseite vom BAG
53.Erklären sie, was Autoimmunkrankheiten sind.
- Autoantikörper werden gegen das körpereigene Gewebe gebildet
MKK S. 264
54. Stimmt folgende Aussage:
Fieber ist die Folge einer Temperatursollwerterhöhung.
Richtig
- Fieber ist eine Erhöhung der Körperkerntemperatur auf über 38°C infolge Erhöhung des Temperatursollwertes
MKK S. 364
55. Stimmt folgende Aussage:
Die Körpertemperatur wird durch das Thermoregulationszentrum in der Hypophyse reguliert?
- Diese Aussage ist falsch
- Die Körperkerntemperatur wird durch das Thermoregulationszentrum im Hypothalamus reguliert
MKK S. 363
56. Was sind Pyrogene?
- das fiebererzeugende Stoffe, die von Bakterien und Viren im Körper freigesetzt werden und über Zytokine und die Ausschüttung von Prostaglandinen zu einer Erhöhung des Temperatursollwertes im Hypothalamus führen
MKK S: 364
57. Stimmt folgende Aussage?
Die Tageszeit und der Wasserhaushalt haben keinen Einfluss auf die normale Körpertemperatur eines Menschen.
- Diese Aussage ist falsch
- Innere Organe (Leber, Milz, Nieren, Herz, Rückenmark und Gehirn) brauchen eine konstante Temperatur des Körperinneren für ihre Stoffwechselleistung
- Die normale Körperkerntemperatur beträgt beim gesunden Menschen ca. 37°C
- Sie schwankt im tagesverlauf nur um etwa +- 0,5°C
MKK S. 363
58. Nennen sie innere und äussere Einflüsse, welche die Körperkerntemperatur des Menschen beeinflussen.
Innere Einflüsse:
- Bewegung
- Nahrung
- Stress
- Hormone
- Alter
- Krankheit
- Störung des Stoffwechsels
- Psychische Faktoren
Äußere Einflüsse:
- Wärme
- Kälte
- Umgebungsabhängiger Temperaturwechsel
59. Stimmt folgende Aussage:
Das Gehirn, der Darm und die Nieren besitzen die Fähigkeit die Körperkerntemperatur zu senken.
- Diese Aussage ist richtig
MKK S. 363
61. Welche zwei physiologischen Funktionen erfüllen Lymphknoten generell und wie verändern sich die Lymphknoten im Rahmen eines Infekts im Einzugsgebiet?
- Sind die Filterstation in den Lymphbahnen
- In den Lymphknoten wird die Lymphe gereinigt
- Die Lymphknoten sind bei einem Infekt schmerzhaft angeschwollen, vergrößert und verhärtet
MKK S. 250/251
65. Die im Körper gebildete Lymphe wird via Lymphgefäße wohin abgegeben?
- über den linken und den rechten Venenwinkel ins Blut abgegeben
MKK S. 249
66. Was ist mit den fünf Antikörperklassen gemeint und welche Eigenschaften haben sie?
IgG--> - können Komplementsystem aktivieren - Antigenpräsentation - sind plazentagängig und geben erste Abwehr mit
IgM--> - erste Antikörper nach Infektion - nicht plazentagängig
IgA--> - kommt in Körpersekreten vor und sind für die lokale Abwehr zuständig
IgE--> - Abwehr von Parasiten und bei Allergien
IgD--> - Erkennungsmolekül an der Oberfläche der B-Lymphozyten
68. Nenne sie die Aufgaben des Thymus.
- Der Thymus sezerniert verschiedene Hormone, die wahrscheinlich als Wachstumsfaktoren des Immunsystems wirken
- Im Thymus findet im Kindesalter die Prägung der T-Lymphozyten statt
- T-Zellen lernen dort „selbst“ von „fremd“ zu unterscheiden und nur die Fremdstoffe im Rahmen einer Immunantwort anzugreifen
69. Nennen sie die Strukturen, welche zum lymphatischen Rachenring gehören.
- Rachenring--> Ansammlung von lymphatischen Geweben im Mund-, Nasenhöhle und Pharynx
- Rachenmandel
- Tubenmandel
- Gaumenmandel
- Zungenmandel
- Seitenstrang
70. Definieren sie den Begriff Immuntoleranz.
- Bedeutet das nichtvorhergehen gegen die eigenen Antigene
- --> damit nur solche Abwehrzellen in die Blutbahn gelangen, die nicht gegen die Antigene des eigenen Körpers reagieren
MKK S. 264
71. Nennen sie die im Blutplasma physiologischer Weise enthaltenden Substanzen.
Es besteht ungefähr aus:
- 90 % Wasser
- 8% Proteinen
- 2% weiteren Substanzen z.B. Glukose, Vitaminen, Hormonen, Harnstoff,...
MKK S. 237
72. Stimmt folgende Aussage:
Blutplasma und Blutserum sind dasselbe?
FALSCH,
- Blutplasma „Blutwasser“
- Entfernt man aus dem Blutplasma das Fibrinogen und andere Gerinnungsfaktoren erhält man das Blutserum
- Merkhilfe!!!! Plasma= Serum plus Gerinnungsfaktoren
MKK S. 236
73. Welche Reaktionsabläufe greifen bei der Blutstillung ineinander?
Undichte Gefäße werden von innen heraus abgedichtet.
Dabei greifen drei Reaktionsabläufe:
- 1. Gefäßreaktion
- 2. Thrombozytenadhäsion und-aggregation
- 3. Blutgerinnung
- 1. Und 2. Werden als primäre Hämostase bezeichnet
- 3. Wird als sekundäre Hämostase bezeichnet
MKK S. 245-246
74. Jeder Mensch besetzt einer der vier Blutgruppen(AB0- System). Warum kann es zu einer Agglutination kommen, wenn Blut von Spendern mit verschiedenen Blutgruppen gemischt wird?
Machen sie ein Beispiel dazu.
Im Blutplasma mit den Blutgruppe A, B und 0 befinden sich Proteine(AK), die sich auf die Erythrozytenoberfläche der jeweils anderen Blutgruppen vorhandenen Antigene binden
- Plasma der Blutgruppe A enthält AK gegen Erythrozyten der Blutgruppe B (kurz Anti-B) und umgekehrt
- Plasma der Blutgruppe 0 enthält AK gegen Blutgruppen A, B und AB (kurz Anti-A und Anti-B)
- NUR das Plasma der Blutgruppe AB ist frei von solchen AK
- AB0 AK tragen die gleichen AG A und B wie die Erythrozyten
- Jedoch werden nur AK gegen die AG gebildet, die nicht auf den eigenen Erythrozyten vorhanden sind
76. Was passiert wenn ein Rhesus negativer Patient eine Bluttransfusion mit Rhesus positivem Blut erhält?
- beim 1. Kontakt des rhesuspositiven Blutes bildet der Körper Antikörper
- beim 2. Kontakt passiert auch eine Agglutination
77. Kann ein Rhesus Unverträglichkeit auch Auswirkung in einer Schwangerschaft haben?
- Diese Aussage stimmt
78. Wie stehen Fibrin, Prothrombin, Thrombin und Fibrinogen miteinander in Verbindung?
- Es sind Eiweißkörper im Blut
- durch das exogene und endogene System kann die Gerinnung stattfinden von Prothrombin zu Thrombin und durch das Thrombin kann Fibrinogen zu Fibrin umgewandelt werden
- Prothromin-->Thrombin, Prothrombin ist eine Vorstufe von Thrombin
- Fibrinogen-->Fibrin , Fibrinogen wird unter Einfluß von Thrombin gespaltet und in Fibrin umgewandelt
MKK S. 246
79. Was hat Kalzium (Ca++) mit der Blutgerinnung zu tun?
- Kalzium nimmt bei der Thrombinbildung teil
- Also ist ein Gerinnungsfaktor
80. Damit Gerinnungsfaktoren produziert werden können braucht der Mensch das Mineral Calcium und in wenigen Fällen Erythrozyten-stimmt diese Aussage?
- Diese Aussage ist richtig