Logistik und Prozessmanagement 04
Produktionslogistik
Produktionslogistik
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Flashcards
Schritte der
BOA
1. Terminierung: ausgehend vom Endtermin über den letzten bis zum ersten Arbeitsvorgang zurückrechnen und Übergangszeiten mit einplanen. Somit hieraus: spätester STarttermin
2. Ermittlung der dringlichen FAUF
- bekannte Fertigungstermine rückwärtsterminiert
- dringende FAUF nach Starttermin sortiert
wenn die Terminschranke am BKT n ist, dann müssen alle Aufträge dringlich gesetzt werden, die vor n anfangen, beginnend mit dem frühesten
3. Abwertung der FAUF
Wzu=\(Arbeitsinhalt der Planungsgrundlagen\times\prod Abgangswahrscheinlichkeiten W_abx\)
3. Freigabe FAUF
Belastungsschranke - aktueller Arbeitsstand + Auftrag A1 + A2 ... so lange, bis die Belastungsschranke gerade so überschritten wird
Alle Auftrge, die in einer Periode anfallen, weden so betrachtet, als begännen sie am gleichen Tag, unabhängig vom BKT
Prinzip der Fortschrittszahlen (für Serienfertigung)
Fortschrittszahlen: wie viel stk habe ich bis zu einem Tag gezählt
Planfortschrittszahl: wie viel Stk sollen es am Ende der Periode sein
Ist-Fortschrittszahl: Wieviel Stück habe ich bis heute produziert
Was sagt die Ist- FSZ
Auskunft über Rückstand oder Vorlauf (in Stk oder Tagen)
Vorgehensweise FZ
- SOLL-Fortschrittszahl in der Regel als Linie, IST-Fortschrittszahl stufenförmig
- Kontrollblöcke, zwischen einzelnen Kontrollblöcken werden die Fortschrittszahlen ausgelesen
- an den Kontrollblöcken müssen immer SOLL und IST Fortschrittszahl ausgelesen werden können, sonst ist kein Vergleich möglich
- zwischen Kontrollblöcken muss ein Lager sein, um den einzelnen Arbeitsstationen Spielraum zu geben.
- Durchlaufziet = Kontrollblockverschiebezeit
- je weiter man im Fertigungsprozess nach vorne geht, desto feiner sind ei lose und desto detaillierter die Kontrollblöcke
- je weiter vorne in der Kette, desto mehr Bestände gibt es i.d.R
Grenzen FZ
Keine Aussage über Arbeitssystemdurchlaufzeiten, -bestände und Auslastung, keine Kapazitätsplanung möglich
wichtig: Vorlaufzeit muss immer stimmen
Fortschrittszahl am besten bei QS messen, da durch Ausschuss Zusatzbedarfe anfallen könnten und hier direkt aufgenommen werden können
Anwendungsmöglichkeiten der FZ
- Soll FZ auf Basis von Vorlaufszahlen (Terminstufenrechnung), bedarfe zu einstufiger Stücklistenauflösung = Brutto-Bedarfs-Fortschrittszahl
- Programmplanung: Vorlauf verschiebung der Brutto Bedarfe = Verschiebung der Kurve nach links --> Zugangs- und Abgangsfortschrittszahlen
- Programmkontrolle: Vergleich von soll und ist
- Reichweitenermittlung bei Überlieferung, Rückstand bei Unterlieferung
- Netto-Bedarfsermittlung = Soll FZ zum Ende der Folgeperiode - aktuelle Ist-FZ (geänderte Soll-FZ passt automatisch Nettobedarfe und evtl. Prioriäten der Aufträge an)
- Bestandsführung: Bestand = IST-FZt - IST-FZt-1
- Durchlaufzeitermittlung durch Linearisierung (horizontaler Abstand beider Graphen)\(\varnothing Durchlauf/Puffer = {\varnothing Bestand\over\varnothing Abgabemenge}\)
FZ zwischen Betrieben, innerbetrieblich dann BOA. Koordinierung auch möglich, wenn jeder sein eigenes Steuerungsverfahren verwendet.
Koordinierungsfähigkeit einzelner Produktionsabschnitte im logistischen Ablauf. Terminstufenrechnung (berücksichtigt, dass nicht immer kontinuierliche, rein bedarfsorientierte Beschaffung möglich ist -> Losgrößenvorlauf) über die vollständige Kontrollblockhierarchie.
Kennzahlen der Reihenfolgeplanung in der Werkstattfertigung des Auftrags i
Ci Completion Time = Fertigstellungszeit
di Due Date = Fälligkeitstermin
Fi Flow Time = Fälligkeitstermin
Ri Ready Time = Bereitschaftszeit
Vi Tardiness Time = Verspätungszeit
M Makespan = Gesamtbearbeitungszeit
Prioritätsregeln für Reihenfolgeplanung in Werkstattfertigung
First-Come-First-Serve - Benchmark für andere Regeln
Shortest-Processing-Time (Bearbeitung entsprechend Belegungszeit) minimiert durchschnittliche Fertigungszeit
Earliest-Due-Date (Bearbeitung entsprechend Fertigstellungstermine) minimiert maximale Verspätung
Moore Algorithmus
zur Minimierung der Anzahl der Verspätungen
- Sortieren nach EDD. Benennung der REihenfolge R = {...} zusätzlich leere Menge J={}
- Wähle ersten verspäteten Auftrag c
- wähle den längsten Auftrag, der vor c ausgeführt wird und schreibe ihn in die Menge J. Neuberechnung der Verspätungen
- wiederholung 2 und 3, bis keine verpsäteten Aufträge mehr da sind
- hänge J hinten an R dran, prinzipiell in beliebiger Reihenfolge
Reihenfolgeplanung in der Fließfertigung - Johnson Algorithmus
bei 2 Maschinen, n Aufträgen, Reihenfolge identisch, bekannte Bearbeitungsdauern für die Maschinen
Minimierung der Zykluszeit
- Mengen J1 und J2
- für J1: TM1 < TM2
- für J2: TM1 > Tm2
- Sortiere Aufträge in J1 nach monoton zunehmendem Tm1 und in J2 nach abnehmendem Tm2
- Auftragsfolge durch Verkettung zur Menge R = {J1; J2}
Elemente des KANBAN Systems
Gliederung der Produktion in System vermaschter Regelkreise, je aus Senke und Quelle
Zwischenlager (Puffer) zwischen Senke und Quelle gegen Unregelmäßigkeiten/Störungen
Hol-Prinzip (Pull) für nachfolgenden verbrauchenden Bereich
Informationsträger (Kanban) zur eigentlichen Fertigungssteuerung
Verantwortung für kurzfristige Steuerung bei ausführenden Beschäftigten --> dezentral
das KANBAN selbst
läuft im Kreis, daher festers MAterial
maximale Anzahl von Karten, Anzahl x Füllmenge = Max. Bestand
wetiere Informationen: Teilebezeichnung, Behälterart, Kartennummer (x von y), erzeugender Bereich, verbrauchender Bereich, MAterialnummer
Kanban-Steuerung mit Transport-Kanban TK und Produktions-Kanban PK
Senke benutzt MAterial, legt TKin leeren Behälter
Logistiker nimmt TK mit un stellt ihn in der Produktion in vorgesehenen Bereich
Legt TK in vollen Behälter und legt ein PK in einen leeren Behälter
Produktion sieht Bedarf, produziert und füllt Behälter
Anzahl Kanban
\(AK = {\varnothing Teile Bedarf \times (1+\alpha) \over Behälterinhalt} \times (t_e \times Beh.Inhalt \times AKL + t_r + t_w \times AKL + t_a\)
RFID (Radio Frequency Identification)
Bit sequenz auf RFID Tag wird von RFID Lesegerät gelesen
Bit Sequenz wir zu Lokalem Server gesendet
Bit Sequenz in URI konvertiert
URI an ONS transferiert
URI in Domain namen konvertiert
NameServer liefert URI, die auf EPC-IS verweist
EPC-IS von logakelm server kontaktiert
EPC-IS liefert lokale Daten an DNS Wolke
Anwendung von Modellen in KVP
PLAN: Strukturierungshilfe, Erprobung der Funktion, Verbesserungspotenzial
DO: Absicherung der Funktion
CHECK: Ergebnisse kontrollieren, erfassen zusammenfassen, visualisieren
ACT: Soll-Ist-Vergleich, Problemidentifikation
Simulation nach VDI Richtlinie 3633
- Simulation vor Investition
- setzt vorherige Zieldefinition und Aufwandsschätzung voraus
- vor der Simulation analytische MEthoden ausschöpfen
- kein Ersatz für Planung
- Abbildungsgenauigkeit nicht so groß wie möglich, sondern so groß wie nötig
- Ergebnisse nur auf Basis korrekter Daten
- Ergebnisse nur so gut wie Zusammenarbeit des Personenkreises an Studie
Kennzahlen aus der Warteschlangen(=Bedien-)theorie
Ankunftsstrom \(\lambda\) Warteraum Bedienstelle Abgangsstrom \(\mu\)
Ankunftsrate ETA (Erwartungswert)
Bedienrate ETB (Erwartungswert)
Belegungsgrad \(\rho\)
- Anzahl Kunden in Warteschlange LQ
- Anzahl insgesamt LS
- Wartezeit in der Warteschlane MQ
- Aufenthaltsdauer WS
Ankunftszeit exponential-verteilt
Markov-Eigenschaft
Übergangswahrscheinlichkeit von einem in den anderen Zustand bleibt konstant
Zustandsraum S= {1,2,3,...,m} oder = {1,2,3,...}
Poisson verteilt
Abflussstrom \(\infty\)