Mikrobiologie


Svenja Schudel
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über Krankheiten, insbesondere Infektionskrankheiten, und deren Abwehrmechanismen. Sie behandeln Themen wie Bakterien, Viren, Antikörper, Antigene und die spezifische sowie unspezifische Abwehr des Organismus. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Gesundheitsberufe, die sich mit den Grundlagen der Krankheitslehre und Immunologie vertraut machen möchten.
Flashcards
60
Students
6
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
22.03.2014 / 10.09.2019

Cartes-fiches

Was sind Mikroorganismen?

Kleinstlebewesen

Welche Mikroorganismen können zu einer Infektion führen? (4)

- Bakterien

- Viren

- Pilze

- Parasiten

Aufbau eines Bakteriums. (Grösse, Speziell)

Eigenschaften (5)

Aubau:

- ähnlich wie eine Zelle aufgebaut, ca. 1- 10um gross

- ohne Kernmembran

Eigenschaften:

- haben eigenen Stoffwechsel, können s/s Eiweiss synthetisieren

- sind Einzeller, vermehren sich durch Zellteilung

- vermehren sich bei ihrem Wirt extrazellulär

- unter opitmalen Bedingungen verdoppeln sich Kolonien alle 30min.

- können auf unbelebten Nährböden gezüchtet werden und im Lichtmikroskop sichbar.

Wie lassen sich Bakterien bekämpfen?

mit Antibiotika

Was ist ein serologischer Nachweis (Bakterien und Viren)

spezifische Antikörper gegen eine bestimmte Krankheit können im Serum nachgwiesen werden

Krankheitsbeispiele die Bakterien auslösen (9)

- Starrkrampf

- Keuchhusten

- Tuberkulose

- Lyme- Borreliose (d. Zecke)

- Typhus

- Salmonellose

- Scharlach

- Abszess

- Umlauf

Gruppen von Bakterien (2)

- Mykoplamen

- Chlamydien

Aufbau Mykoplasmen (2)

- keine Zellwand (deshalb ohne feste Form, nicht färbbar)

- eigenen Stoffwechsel und Eiweiss selber synthetisierbar

Wie erfolgt die Diagnose von Mykoplasmen? (3)

- serologisch

- kulturell

- immunologisch 

Mit was werden Mykoplasmen behandelt?

Antibiotika

Welche Krankheiten lösen Mykoplasmen aus? (2)

- an Urogenital- Organen (sexuell übertragene Krankheit)

- Pneumonie (als Tröpfcheninfektion)

  • Aussehen und Stoffwechsel von Chlamydien?
  • Wo können sie sich vermehren?
  • Behandlung

  • keine Kernmembran, eigener Stoffwechsel, können s/s Eiweiss synthetisieren, Einzeller vermehren sich durch Zellteilung
  • vermehren sich nur im Inneren von lebenden Zellen (wie Viren)
  • Behandlung mit Antibiotika

Verhalten sich sonst geich wie kleine Bakterienl

Krankheitsbeispiele für Chalmydien (3)

  • Entzündungen der Schleimhäute im Augen-; Atemwegs;- und v.a. Urogenitalbereich

Viren:

  • Grösse
  • Stoffwechsel
  • Vermehrung

  • 100-mal kleiner als Bakterien, nicht vergleichbar mit einer Zelle
  • keinen eigenen Stoffwechsel, für Eiweissynthese auf lebende Substanz angwiesen
  • Vermehrung erfolgt intrazellulär in menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Zellen, benötigen eine Wirtszelle

  • Wie sind Viren züchtbar?
  • Wie sind Viren sichtbar?

  • nur auf lebender Substanz züchtbar z.B. auf Zellkulturen
  • im Elektronenmikroskop sichbar

Wie erfolgt die Vermehrung von Viren?

dringen in Wirtszelle ein und bauen ihr genetisches Material in das genetische Material der Wirtszelle ein, um sich auf diese Weise zu vermehren.

Nachweis von Viren

wie bei Bakterien: im Serum werden spezifische Antikörper gegen bestimmte Krankheiten nachgewiesen.

10 Krankheitsbeispiele bei Virusinfektion

  • Grippe
  • Masern
  • Mumps
  • Röteln
  • Kinderlähmung
  • Tollwut
  • Hepatitis
  • AIDS
  • FSME (FrühsommerMeningoEnzephalitis)
  • Herpes

Was ist eine Superinfektion?

Virusinfektion als Wegbereiter für bakterielle Infektion

  • Aussehen von Pilzen
  • Vermehrung von Pilzen

  • Pilze haben einen Zellkern
  • vermehren sich eigenständig, benötigen als Nahrung organische Substanzen

  • Wie nennt man Pilzerkrankungen?
  • Wie werden sie behandelt?
  • Sind alle Pilze pathogen

  • Mykosen
  • Antimykotika
  • wenige Pilze sind für Menschen pathogen

Was sind Parasiten?

Mikroorganismen, die auf Kosten des Wirtes leben

Welche Mikroorganismen gehören zu den Parasiten?

  • Würmer
  • Milben
  • Zecken
  • Flöhe
  • Läuse
  • Protozoen

Was sind Protozoen?

tierische Einzeller (auch Urtierchen genannt). Haben im Gegensatz zu Bakterien einen Chromosomenkern.

Was ist die Zoonose?

bezeichnet eine von einem Tier auf einen Menschen oder von einem Menschen auf ein Tier übertragene Infektionskrankheit.

Krankheitsbeispiele für Parasiten (Zoonose)

  • Malaria
  • Trichomoniasis
  • Toxoplasmose
  • Wurmerkrankung

Was sind Prionen?

Eiweisse, die im Organismus sowohl in physiologischen als auch in pathogenen Strukturen vorliegen können.

sind also KEINE Lebewesen sondern organische Gifte mit virusähnlichen Eigenschaften

  • Wie kommte es zu einer Erkrankung durch Prionen?
  • Krankheitsbeispiel?

  • krankhaft gefaltete Proteine nehmen massiv zu und lagern sich in den Nervenzellen- vor allem im Gehirn- ab und lassen sie zugrunde gehen
  • Creutzfeldt- Jabkob- Krankheit (CJK)

Definition Kontamination

Verunreinigung von Händen, Kleidern, Instrumenten, Tischflächen etc. mit Keimen

Definition Disposition

momentane Anfälligkeit des Wirtes auf eine Infektionskrankheit

Definition Virulenz

Anzahl von Keimen, mit denen der Wirt in Kontakt kommen muss, damit Krankheitserscheinungen ausgelöst werden

Definition Infektion

Eindringen von Krankheiterregern in einen lebenden Organismus und deren Vermehrung und die Reaktion des betroffenen Organismus darauf mit Abwehr und Reperatur

Definition Inkubationszeit

Zeit zwischen dem Eindringen des Erregers und dem Ausbruch der Krankheit

Definition Bakteriämie / Virämie

Bakterien oder Viren sind im Verlauf einer Infektionskrankheit vorübergehend im Blut vorhanden

Definition Sepsis und 4 Symptome

Überschwemmung der Blutbahn mit Bakterien, die nicht unter Kontrolle gebracht werden kann

Symptome:

  • hohes Fieber, Schüttelfrost
  • rasche Verschlechterung des AZ
  • ev. septischer Schock

Definition Resistenz

Widerstandsfähigkeit eines Organismus gegen Infektionskrankheiten

Widerstandsfähigkeit eines Kleinstlebewesens gegenüber einem Medikament

Welche zwei Abwehrmechanismen sind in unserem Körper möglich?

  • unspezifische Abwehr (Phagozytose)
  • spezifische Abwehr (spezifische Antikörperbildung)

Wie funktioniert die unspezifische Abwehr?

Fresszellen sind für die Abwehrreaktionen durch Phagozytose zuständig.

  • Durch Leukozyten gelangen mehr Phagozyten an den Entzündungsherd, wo sie "aufräumen" können.
  • Zelluläre Abwehr durch Granulozyten, Monozyten und Histiozyten

Wie funktioniert die spezifische Abwehr?

Immunzellen (B- Lymphozyten, T- Lymphozyten, Plasmazellen) sind für Abwehrreaktionen durch die spezifische Antikörperbildung (Immunglobuline) zuständig.

  • Es kommt zu einer Antigen- Antikörper- Reaktion, die die Erreger unwirksam macht (= humorale Abwehr)

  • Was sind Antigene?
  • Wozu dienen sie?

  • körperfremde Substanzen, die im Organismus die Bildung spezifischer Antikörper hervorrufen. Als Antigene wirken alle artfremden Eiweisskörper.
  • Führen in hohem Mass zur Antikörperbildung. Polysaccharide und Lipide können ebenfalls als Antigene wirken (z.B. Blütenpollen, Hausstaub)

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