Konstruktionswerkstoffe 1&2

Zur Vorbereitung auf die Klausur Konstruktionswerkstoffe 1&2

Zur Vorbereitung auf die Klausur Konstruktionswerkstoffe 1&2


Nic Herrmann
Diese Karteikarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Eigenschaften und Verarbeitung von Konstruktionswerkstoffen, insbesondere Stählen. Sie erläutern Begriffe wie Zeitstandkriechgrenze, Zeitstandfestigkeit und Dauerstandfestigkeit, sowie Prozesse wie CVD, PVD und thermisches Spritzen. Die Lernkarten behandeln auch die Auswirkungen von Temperatur, Oberflächenbehandlung und Legierungszusätzen auf die Materialeigenschaften wie Härte und Oxidationswiderstand. Diese Karteikarten sind ideal für Studierende und Fachleute, die ihr Verständnis von Werkstofftechnik vertiefen möchten.
Karten
70
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
25.08.2013 / 11.01.2018

Lernkarten

Nennen sie 10 Auswahlkriterien für Werkstoffe

  • Mindestwerte für Wekrstoffwiderstände (Härte, ReS , Rp0,2 , Rm , RW
  • Wärmebehandelbarkeit
  • Zerspanbarkeit
  • Umformbarkeit
  • Schweißeignung
  • Kerbempfindlichkeit
  • Verschleißwiderstand
  • Korrosionsbeständigkeit
  • Temperaturbeständigkeit
  • Wiederverwertbarkeit

Was bedeutet "unlegiert"?

  • keine beabsichtigte Zugabe von Legierungszusätzen
  • Grenzwerte für Begleitelemente: Si<0,6; Al<0,3; Ti<0,05; Cu<0,4; Mn<1,65

Erläutern sie die qualitativen Unterschiede bei unlegierten Stählen und nennen sie Beispiele

  • Massenstahl (zB: S235)
  • Qualitätsstahl -> Phosphor&Schwefel <0,045 (zB: C35)
  • Edelstahl -> Phosphor&Schwefel <0,025 (zB: C60E)

Was versteht man unter einem nierdriglegierten Stahl? Wie werden diese bezeichnet?

  • definierte Legierungszusätze mit Gesamtanteil <5%
  • zB: 30 Ni Cr Mo 16 6
  • 100 bei C, N, P, S
  • 4 bei Cr, Co, Si, Mn, Ni, W (CroCodiele Sieht Man Niemals Weinen)
  • 10 bei Restlichen (Al, Cu, Mo, Ti, Ta, V, Be, Zr, Nb, Pb)

Was versteht man unter hochlegierten Stählen und wie werden diese bezeichnet

  • definierte Legiergungszusätze mit Gesamtanteil >5%
  • zB: X12CrNi188
  • X für "hochlegiert", nach Anteil sortierte Legierungselemente, direkte Angabe in Ma-%

Was versteht man unter homogener Keimbildung? Erläutern sie in diesem Zusammenhang den kritischen Keimradius!

  • statistische Keimbildung über ganzez Volumen
  • Keime werden durch den Stoff selbst gebildet
  • kritischer Keimradius: oberhalb r* ist die freiwerdende Volumenenthalpie größer als die zur Oberflächenbildung benötigte Oberflächenenthalpie -> Keim wächst stabil
  • wird durch thermische Fluktuation erreicht
  • wachsende Unterkühlung verringert r*(Atome verweilen länger auf Gitterplätzen)
  • zu starke Unterkühlung führt zu starker Reduzierung der Beweglichkeit -> Keimbildung wird Verlangsamt

Was versteht man unter heterogener Keimbildung?

  • lokalisiert an Gitterstörungen des Austenits, Versetzungen, Korngrenzen, Verunreinigungen
  • Gitterstörungen verringern nötige Oberflächenenergie
  • kritische Keimbildungsenthalpie wird kleiner
  • bei gleicher Unterkühlung schnellere Keimbildungsgeschwindigkeit

Erläutern sie Ferrit, Zementit und Perlit!

Ferrit (α-MK):

  • Ferrit ist ein untereutektoides Gefüge
  • es bildet sich an den Korngrenzen des Austenits
  • sehr niedrige C-Löslichkeit (0,02 bei 723°)

Zementit (Fe3C, Carbid):

  • übereutektoides Gefüge
  • bildet sich an Korngrenzen des Austenit
  • sehr hohe C-Löslichkeite (6,67%)

Perlit (Ferrit + Zementit):

  • Eutektoid
  • besteht aus Ferrit mit Zementitlamellen
  • reines Perlit entsteht bei C=0,8%

Ferrit (α-MK) und Ferrit (α-MK) im Perlit sind die selbe Phase, aber als Gefügebestandteile unterscheidbar

 

Was versteht man unter Primär-, Skundär- und Tertiär Zementit?

  • Primärzementit: entsteht direkt aus Schmelze (C > 4,3 Ma-%)
  • Sekundärzementit: entsteht aus Austentit (0,8 Ma-% < C < 4,3 Ma-%)
  • Tertiärzementit: entsteht aus Ferrit (α-MK) ( C < 0,8 Ma-%)

Was ist Ledeburit? Welche 2 Arten gibt es?

Ledeburit ist ein Mischgefüge

Es entsteht  bei C-Gehalten > 2,06 Ma-%

Ledeburit I: oberhalb 723°, besteht aus Austenit, Primär- und Sekundärzementit

Ledeburit II: unterhalb 723°  besteht aus Perlit, Primär- und Sekundärzementit

Was passiert wenn die Abkühlgeschwindigkeit erhöht wird?

  • Für erhöhte Abkühlgeschwindigkeiten wird der Perlitpunkt in einen Perlitbereich aufgeweitet -> bestimmte über- bzw. untereutektoide Stähle wandeln rein perlitisch um.
  • Durch die erhöhte Keimzahl bei steigender Unterkühlung wird die Lammelenstrucktur feiner

 

  • Durch weitere Erhöhung der Abkühlgeschwindigkeit ensteht ein Zwischenstufengefüge -> Bainit (nadelförmiger Ferrit+körniger Zementit, Umwandlung unterhalb 550°C)
  • weniger hart und spröde als Martensit aber höhere Härte/Festigkeit als Perlit

 

  • Wenn eine kritische Abkühlgeschwindigkeit überschritten wird findet eine diffusionslose Umwandlung des Austenits in Martensit um
  • Höchste Härte, sehr Spröde, sehr geringe Bruchdehnung, hohe Streckgrenze

Was bedeuten die Linien A1, A2 und A3 im Eisen Kohlenstoff Diagramm?

A1: eutektoide Reaktion, waagrechte Linie bei 723°C, isotherme Umwandlung von Austenit zu Perlit

A2: 769°C (Curie-Punkt) Verlust des Ferromagnetismus im Ferrit

A3: Linie von (0%/911°C) zu (0,8%/723°C); bei überschreiten dieser Linie bilden sich Kohlenstoffarme Ferrit-MK (α-MK) und der Kohlenstoffgehalt des Austenits steigt bis die eutektoide Konzentration (0,8%) erreicht ist

Welche 3 Arten von Umwandlungsschaubildern kennen sie?

Isothermes ZTU:

  • Austenitisieren auf T>A3
  • rasche Abkühlung auf Umwandlungstemperatur
  • halten und beobachten der Umwandlung (zB. mikroskopisch)

Kontinuierliches ZTU:

  • Austenitisieren auf T>A3
  • Abkühlen nach vorgegebener T,t-Kurve
  • Verfolgung des Umwandlungsablaufs

ZTA:

  • isotherm und kontinuierlich (hier nur Isotherm)
  • rasches Aufheizen auf T>A1 (bzw A3)
  • Verfolgung der Umwandlung
  • mit steigender Überhitzung steigt auch die Umwandlungsgeschwindigkeit (Austenit wird grobkörnig)

Erläutern sie den Einfluss der Temperatur und der Legierungszusätze auf ein ZTU-Diagramm

"Nase" durch Temperatur:

  • zu hohe Temperatur -> Keime werden wieder aufgelöst
  • zu niedrige Temperatur -> Diffusionsträgheit der C-Atome überwiegt

Legierungseinflüsse:

  • C < 0,8% Verlangsamung der Umwandlung durch Stabilisirung des Austenit
  • C > 0,8% Beschläunigung durch erhöhte Keimzahl
  • Legierungszusätze verzögern meist die Umwandlung
  • Cr, M, W, V (Karbidbildende Legierungszusätze) verschieben Perlitstufe zu höheren und Bainitstufe zu niedrigeren Temperaturen
  • Ni, Mn verschieben Perlitstufe, Bainitstufe und Ms zu niedrigeren Temperaturen

Auf welche Verfestigungsmechanismen ist die martensitische Härte zurückzuführen?

  • Versetzungsverfestigung(+++)
  • Mischkristall-Verfestigung (+) 
  • Korngrenzen-Verfestigung (+)

Welche 3 Martensitarten kennen sie und bei welchen Kohlenstoffkonzentrationen findet man diese?

  • C<0,5%: Massivmartensit (Typ-1-Martensit, Lattenmartensit, Schiebungsmartensit)
  • 0,5%<C<1,1%: Mischmartensit (Massivmartensit(hohe Versetzungsdichte) und Plattenmartensit (stark verzwillingt))

  • 1,1%<C<1,9%: Plattenmartensit (Umklappmartensit, Typ-2-Martensit)

Welchen Einfluss hat der Kohlenstoffgehalt auf die Martensitische Härte?

  • Ab 0,5% C steigt der Restaustenitgehalt
  • ab 0,8% fällt die Härte durch erhöhten Restaustenitgehalt
  • Legierungszusätze haben nur eine geringe Auswirkung auf martensitische Härte -> wesentliche ist der C-Gehalt!

 

Einflussfaktoren auf martensitische Härtung

  • C-Gehalt
  • Wärmeinhalt
  • Abschreckmittel
  • Austenitisierungsbedingungen (grobe Austenitkörner erschweren die Perlit/Bainitbildung -> bessere Einhärtbarkeit)
  • Legierungszusätze (idR verinngerung von Ms -> bessere Einhärtbarkeit)

Welche Arten von Abschreckmitteln kennen sie? Ordnen sie diese nach der Wirkung!

  1. Luft
  2. Öl
  3. Wasser
  4. Salzwasser

Was kann beim Abschrecken unternommen werden um höhere Wärmeübergangszahlen zu erreichen?

große Badvolumina (geringe Aufheizung des Abschreckmediums)

Bewegung der Bauteile im Bad

Erschwerung der Gasblasenbildung durch Zusätze (5% NaCl; 10%NaOH)

Was versteht man unter dem Selbstanlasseffekt?

Randhärte nimmt ab, da die Wärme im Inneren zu langsam abgegeben werden kann

Was versteht man unter der Ein-, und Aufhärtbarkeit und durch was werden sie hauptsächlich beeinflusst?

Einhärtbarkeit:

  • Härte im inneren des Bauteils
  • wesentlichen durch Legierungszusätze bestimmt

Aufhärtbarkeit:

  • maximal ereichbare Härte (im Randbereich)
  • im wesentlichen durch C-Gehalt bestimmt

Was versteht man unter dem Ideal-Kritischen Durchmesser?

Der Ideal-Kritische Durchmesser ist der Durchmesser einer Zylindrischen Probe, bei der nach der Härtung im Inneren (entlang der Längsachse) 50% Martensit vorliegen

  • Dik = 3,89dγ0,231 sqr(C)
  • (dγ = Austenitkorngröße; C = Kohlenstoffgehalt in %)

Welche Arten von Eigenspannungen kennen sie?

  • Eigenspannungen I. Art: über größere Werkstoffbereiche (mehrere Körner) homogen; Eigenspannungsgleichgewicht über kompletten Körper; Eingriff in das Eigenspannungsgleichgewicht -> makroskopische Maßänderung
  • Eigenspannungen II. Art: über kleinere Werkstoffbereiche (ein Korn oder Kornbereiche) nahezu homogen; Eigenspannungsgleichgewicht über hinreichend viele Körner; Eingriff in das Eigenspannungsgleichgewicht -> mögliche makroskopische Maßänderung
  • Eigenspannungen III. Art: über kleinste Werkstoffberreiche (mehrere Atomabstände) inhomogen; Gleichgewicht über kleine Teile eines Korns; Eingriff in das Eigenspannungsgleichgewicht -> keine makroskopische Maßänderung

Durch was können Eigenspannungen induziert werden?

  • Thermische Eigenspannungen durch inhomogene Abkühlung
  • Umwandlungseigenspannungen durch Volumenänderung verschiedener Phasen
  • Härteeigenspannungen durch Überlagerungen der oben genannten

Was versteht man unter Gebrochenem Härten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Reduzierung der Härteeigenspannungen schon wärend der Härtung
  • zeitliche Unterbrechung der Abkühlung
  • Abschreckung in Wasser bis ca 400°C im Randbereich ggf. Temperaturausgleich in Luft abwarten; weitere Abkühlung in Öl
  • dann langsame Abkühlung
  • Erfolg stark geometrieabhängig

Was versteht man unter Warmbadhärten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Reduzierung der Härteeigenspannung
  • häufig bei Stählen mit C > 0,6%, da Ms hier niedrig genug liegt
  • führt zu Werkstücken mit sehr niedrigen Eigenspannungen

Vorgehensweise:

  • Rasches Abschrecken auf T > Ms im Salzbad
  • Halten bis zum Temperaturausgleich im Salzbad
  • weitere Abkühlung in Öl

Was versteht man unter Isothermischem Härten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Erzeugung von unterem Bainit und Martensit
  • Abschrecken auf T > Ms und isothermes Umwandeln
  • Unterer Bainit: Gefüge mit sehr guten Zähigkeitseigenschaften

Was versteht man unter Flammhärten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Härten begrenzter Oberschlächenberreichen
  • Lösung : Vorschubflammhärten
  • Erhitzung der zu härtenden Oberfläche mittels Gasbrenner auf T > TA
  • Direkte Abschreckung mit Wasser

Was versteht man unter Induktionshärten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Härten öberflächennaher Bereiche
  • Erhitzen von Oberflächenbereichen durch hochfrequenten Wechselstrom auf T>TA
  • Ausnutzung des Skineffekts (Größte Energiedichte im Randbereich)
  • Transformatorprinzip (Werkstück: kurzgeschlossene Sekundärwicklung; Induktor: Primärwicklung; Induzierung eines Kurzschlussstroms im Werkstück)
  • sehr starke Aufheizung
  • Eindringtiefe stark Frequenzabhängig d2~1/f
  • Bis zur Eindringtiefe werden 86% der Energie in Wärme umgesetzt (Rest weiter im Werkstoffinneren)
  • diverse Verfahren möglich (Standverfahren, Vorschub-, Umlauf-, Allzahnhärtung, Einzelzahn-, Zahnlücken-...)

Was versteht man unter Vergüten und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Erzeugung eines ferritisch-karbitischem Gefüge mit definierten Eigenschaften
  • Realisierung: Härten und anschließendes Anlassen (250-650°C)
  • Eigenschaften von Hart&Spröde bis Weich&Zäh

Was versteht man unter Chemisch-Thermischer-Behandlung und welches Ziel wird damit verfolgt?

  • Absicht: Erzeugung von speziellen Randschichten durch Eindiffundieren
  • Verbesserung von: Härte, Verschleiswiderstand, Schwingfestigkeit, Korrosionsschutz (beim Nitrieren)
  • Diffusion bei hohen Temperaturen stets über die Gasphase
  • Bauteile gezielt behandelbar da Diffusion nur über freie Oberflächen (Rest zB abdecken)

Eindiffundierbare Elemente:

  • Nichtmetalle (Interstitionsatome): C, N, B, C+N
  • Metalle (Substitutionsatome): Al, Cr, Cr+AL, Ti

Was versteht man unter Einsatzhärten? Bei welchen Stählen wird es eingesetzt?

  • Erzeugung harter Oberflächenschichten bei Stählen mit geringen C-Gehalten (C<0,2%)
  • Aufkohlung auf ~0,8% C und anschließendes Härten
  • Temperaturbereich: 850-950°C
  • C wird immer über die Gasphase eingebracht
  • Vorgänge an der Grenzfläche:
    • Antransport von CO
    • Grenzflächenreaktion
    • Abtransport von CO2
    • C-Diffusion ins Bauteilinnere
    • Reaktion im Werkstoff (Phasenumwandlung, Fe3C Bildung)

Welche möglichkeiten der Härtung stehen einem nach dem Aufkohlen zur Verfügung?

  • Direkthärtung: Direkt von Aufkohlungstemperatur
  • Einfachhärtung: von der dem Randkohlenstoffgehalt entsprechenden oder einer anderen Härtungstemperatur
  • Doppelhärtung: von der dem Kernkohlenstoffgehalt entsprechenden und danach nochmals der dem Randkohlenstoffgehalt entsprechenden Temperatur

Was sind die Unterschiede des Nitrierens im Vergleich zum Aufkohlen?

  • Nitridschicht sehr dünn (12-16µm) -> keine Nachbearbeitung möglich
  • träger der Härte sind die Nitride, keine Abschreckung nötig -> kein Verzug
  • Nitriren meist im Vergüteten Zustand, da die dünne Nitridschicht sehr spröde ist
  • Temperaturen 350K niedrieger als beim Aufkohlen

Was versteht man unter Baustählen? Welche zwei Arten hinsichtlich der Qualität gibt es?

  • Unlegierte Stähle (Massenstähle)
  • Einsatz im Hoch und Tiefbau, Hallenbau, Schiffbau
  • meist keine Wärmebehandlung vorgesehen
  • Eisenbegleiter: Mn,Si,P,S
  • Kohlenstoffgehalt: 0,1-0,5%

 

  • Normalfeste Baustähle: Streckgrenze Re,H = 235 MPa (zB. S235) Walzzustand oder Normalgeglüht
  • hochfeste Baustähle: Streckgrenze Re,H = 355 MPa (zB. S355) Feinkornbaustähle: thermochemisch behandelt oder vergütet

Schweißbare Stähle

Sprödbruch der Schweißverbindung muss ausgeschlossen werden! -> keine Martensitbildung

Folgende Eigenschaften bestimmen die Schweißeignung:

  • Abkühlgeschwindigkeit (Geometrieabhängig)
  • C-Gehalt: setigender C-gehalt erleichtert die Martensitbildung (Cmax = 0,2-0,25%
  • Legierungselemente: wirken wie C, zu hoher Anteil führt zu Verlust der Schweiseignung
  • Austenitkorngröße: feines Korn fördert Perlitbildung -> erschwerung der Martensitbildung

Welchen Vorteil haben Feinkornbaustähle?

bessere Schweißbarkeit durch erschwerung der Martensitbildung

höhere Festigkeit druch feines Gefüge (KG-Verfestigung)

häufig im Reaktorbau (zB: 22NiMoCr37 & 15MnMoNiV53)

Werkzeugstähle: Anforderungen und Beispiele

Anforderungen:

  • hohe Härte (auch Warmhärte)
  • hohe Festigkeit
  • hoher Verschleiswiderstand
  • ausreichende Duktilität

Realisiert durch hohen C-Gehalt und Karbidbildende Legierungselemente (Cr,Mo,V)

Beispiele: C100, 100Cr6, X210Cr13, X165CrMo12

Was versteht man uner Vergütungsstählen? Erklären sie in diesem Zusammenhang die Anlassbeständigkeit und Anlassversprödung!

  • C-Gehalt meist 0,2-0,7 Ma-%
  • optimale Festigkeit bei ausreichender Zähigkeit
  • relativ schlechte Schweißeignung wegen zu hohem C-Gehalt
  • Wärmebehandlung: Vergüten (Härten + Anlassen)
  • oft wird Harte Randschicht + duktiler Kern benötigt (zB Kurbelwellen) -> Randschichthärtung (Flamm oder Induktionshärtung)

Anlassbeständigkeit: geringer Härteabfall beim Anlassen zb durch Karbidausscheidungen

Anlassversprödugn: Kerbschlagzähigkeit nimmt beim Anlassen zwischen 200-450°C ab. Grund: Karbidausscheidungen auf ehemaligen Austenitkorngrenzen, besonders stark bei CrNi-Vergütungsstählen

Beispiele: C22, C35, C45, C60 (auch in Ck-Qualität), 40Mn4, 41Cr4, 42CrMo4, 30CrNiMo8

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