Konstruktionswerkstoffe

Prüfungsvorbereitung

Prüfungsvorbereitung


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Konstruktionswerkstoffe auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Eigenschaften, Herstellung und Anwendungen verschiedener Materialien wie Zement, Verbundwerkstoffe mit keramischer, polymerer und metallischer Matrix, sowie deren spezifische Anwendungen in der Luftfahrt, Automobilindustrie und anderen Hochtechnologiebereichen. Ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit den mechanischen und thermischen Eigenschaften von Werkstoffen auseinandersetzen.
Karten
127
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.08.2015 / 23.07.2019

Lernkarten

Aluminiumlegierugen

Knetlegierungen: 1.xxx >98% Al

Gusslegierungen: 1.xxx >95% Al

korrbest. Legierungen 5000er Serie: ALMg, AlMn, AlMgMn Mkverfestigung

Legierung mit Ausscheidungshärtung: AlCu

Alterung bei 130-190°C Festigkeit sinkt bei Änderung Schneidmechanismus auf Umgehung

Besonderheiten der AlGußlegierung

i.d.R mit Si

als gut gießbar eutektische LegierungAlSi12

andere gut gießbare und aushärtbare Legierungen mit Si, Mg oder Cu

Veredlung mit Sr, Na bewirkt Verfeinerung der eutek. erstarrten Si- Kristalle

Korrosion von Al- Legierungen

- Korr nimmt ab Al-> AlMn->AlMg-> AlCuMg

- wegenAl2O3 Schicht oxidations und korrbest. stabil pH4,5-8,5

- Einfluss einzelner LE:

  • Mn positiv hält Fe in Lösung, da es sich sonst an Kg anreichert
  • Cr- bis Anteil 0,2% verbesserung der Oxidbeständigkeit
  • Cu schlecht, Ausscheidungen an KG korrodieren leicht

Formgebung durch Gießen (Arten, Besonderheiten)

Blockgießen:

  • diskontinuierliches Verfahren
  • Knetwerkstofe in Form von Barren oder Preßbolzen weiterverformung durch
  • Stranggießen (rauhes Aussehen)
  • Erstarrungsschrumpfung 7,5% ->evtl. Porosität

Bandgießen:

  • kont. Halbzeuggießverfahren
  • enges Erstarrungsintervall (Reinalu, ALMn)
  • Walzenpressmaschinen
  • 6mm Banddicke 1m/min

Formgießen:

  • unterteilung in Sand-, Kokillen- und Druckguss

Umformung von Aluminium

Warmumformen-> z.B. Warmwalzen: Streckung Gußgefüge

Kaltumformung: Rekristallisationsschwelle sinkt mit zunehmendem Umformgrad

 

Eigenschaften von Magnesium in Gegensatz zu Aluminium

dichte 1,7 g/cm³ -> leichter

Verarbeitung:

  • in geringeren Wanddicken gießbar
  • near net shape casting -> weniger Nachbearbeitung
  • gut bearbeitbar -> höhere Lebensdauer Werkzeuge
  • kühlt schneller ab -> doppelt so viele Teile gießbar
  • Stranggepresste Teile schlecht umformbar da hdp

Brennbarkeit:

  • brennt nur im geschmolzenen Zustand nicht mit Wasser löschen Mg +H2=-> MgO + H2
  • Mg-Staub leicht entzündlich
  • Naßbearbeitung reduziert Risiken

Korrosion:

  • größte Gefahr galvanische Korr, z.B. Stahl und Mg
  • Mg wird z.T als Opferanode benutzt um Lochfraß bei stahlbehältern zu begrenzen
  • Maßnahmen: Konstruktiv: abfluss wasser, Gefügeschichten versiegeln

 

Haupteinsatzgebiete von Mg

Aerospace und Flugzeug: Komponenten für Raketen, Triebwerke Helikopter, Flugzeuge

Automobil: Zylinderblöcke, Komponenten für Rennwagen

Computerin.: Komp. für Computerperipherie, Gehäuse für Elektronikanwendungen

Maschinenbau: tragbare Sägen, Bohrmaschinen, Gehäuse

Herstellung von Mg

Vorkommen: Oxid oder Carbonat 6. häufigstes Element

Herstellungsprozess:

- Dolomit (MgCO3*CaCO3)

-> im Drehofen kalziniert zu MgO*CaO

-> mit Meerwasser gemischt Mg(OH)2

->wieder kalzinieren MgO

->mit Koks und Chlorgas umwandlung zu MgCl2

-> durch Schmelzelektrolyse Mg

Magnesiumlegierungen: welche Elemente, Systeme, Eigenschaften

- peritektische Systeme: Zr, Mn

- eutektische Systeme Li, Al, Ag

- Zr bewirkt Kornfeinung

- Mn bildet intermet. Phasen mi Schwermetallverunreinigungen

Systeme:

  • Mg-Zn: feste Lösung MgZn2, Mg2Zn3
  • Mg-Al: RT Löslichkeit 2% bei 437°C 12,7%wt, diskon. Ausscheidung an KG mit geringer Ausscheidungsverfestigung, Verwendung nach Gießen ohne WB
    • Mg17Al12 schlecht Kriecheigenschaft, Verbesserung durch Si -> harte MgSi2 Phase
  • Mg-Zn-Cu: Ausscheidungshärtung
    • Cu erhöht eutektische Temperatur
    • bessere Kontrolle über Ausscheidungshärtung
    • Lösungsglühen, Abschrecken, Tempern
  • Mg- Seltenerden: Festigkeit und Kriechbest. bis 250°C annähernd konst., besondersgut Nd
  • Mg-Ag: Zugfestigkeit erhöht, rasche Erstarrung liefert feinkörniges Gefüge Rm bis 500MPa
  • amorphe Legierungen: Mg-Ni (Cu)- Lanthanoide Rm bis 850MPa

Eigenschaften von Titan

Kristallstruktur alpha hdp <=882 °C, betha krz>882°C

dichte 4,5 g/cm³

Schmelztemp. 1662°C

Festigkeit 170MPa unlegiert bis 1000 legiert

hohe Korrbest.

Duktilität bis tiefe Temperaturen -250°C

Einsatzgrenze unlegiert 550°C

Herstellung Ti

Vorkommen: TiO3 (Ilmenit) und TiO2 (Rutil)

Verunreinigungen wie Fe, Mg Mn durch Aufschmelzen entfernen

Ti schwimmt oben Reinigung durch HCL

gewonnenes TiO2 in flüchtiges TiCl4 überführt (TiO2 + C + 2Cl2)

-> fraktionierte Destillation Reinigen durch Mg ud Na  oder Schmelzelektrolyse im Chlorbad

Welche LE stabilisieren alpha und Betha Ti und deren Eichenschaften

alpha Phase:stab. durch  Al, O, und N (Peritektoid (B, Sc, Ge, La,)

einphasige alpha Leg. hdp Struktur mittlere Festigkeit, hohe Kriechbest. gut schweißbar, nicht spröde bei tiefen Temp

betha Phase stab durch Mo, Fe, V, Cu, Mn (Eutek)

besitzen krz-Struktur, höhere Dichte, kurzzeitig höhere Festigkeit, besser verformbar, sprode bei tiefen temp.

Einfluss von N, O2 und C auf unlegiertes Ti

- steigerung der Festigkeit N bis 0,3% bis 850 Mpa, O2 bis 0,5% (Achtung Versprödung) bis 900 Mpa,  C bis 0,5% verfestigend 650MPa

Eigenschaften der alpha, betha und alpha-betha Titan Legierungen

- Alpha-Ti Legierung:

  • höhere Warmfestigkeits als bethaTi
  • Festigkeitserhöhung durch Al (meist verwendet max. Lösl. 8%) und Sn bewirken MK-Verfestigung
  • 5%Al und 2,5%Sn am häufigsten, getempert im betha-Bereich, schnelle Abkühlung -> nadelförmige alpha Kornstruktur (Widmannstätten-Struktur) -> hohe Ermüdungsfestigkeit
  • langsames abkühlen-> plattenförmiges alpha- Gefüge -> hohe Kriechbestänigkeit
  • Daumenregel pro 1%wt Al sigma hoch um 55MPa, pro 1%wt Sn Erhöhung um 28 MPa

betha-Ti- Legierungen

  • Zusätze Mo, V, Ta, Nb
  • LE bewirken metastabile Struktur aus betha Ti
  • bis 300°C höhere Festigkeit
  • kaltumformbar
  • z.B Ti-15Mo-5Zr-Al
  • Anwendung: gering Trägerelemente, Formteile LRF hochfeste Verbinungselemente (Nieten)

alpha+ betha Legierungen

  •  alpha als auch betha Stabilisatoren -> bei RT Gemisch aus alpha und betha Ti (10-50%)
  • Legierung: TiAL6V4
  • je nach WB Gefüge/ Eigenschaften einstellbar:
    • Tempern im betha- Gebiet + abschrecken -> nadelförmiges Gefüge: hoche Bruchzähigkeit, gut Kriechbeständig, nicht ermüdungsfest
    • Tempern in alpha+ betha-Gebiet -> globulares Gefüge: höhere Duktilität, Formbarkeit, höhere Festiggkeit, gu gegen niederfrequente Ermüdung

 

Anwendungen Ti

- Komponenten in Luft- und Raumfahrt (Turbinen, Verdichterteile, Abgasleiungen)

- Amaturen, Behälter, Pumpen in Chemie- und anlagentechnik

Was sind intermetallische Verbindungen?

bestehen aus zwei oder mehr Metallen, die eine Phase mit stöchiometrischer oder nichtstöchiometrischer Zusammensetzung bilden

Kristallstruktur kann sich von einzelnen Metallen unterscheiden

meiste sehr spez. und außerordentliche Eigenschaften

Bsp. NiAl, TiAl, FeAl, Ni3Al, Ti3Al, Fe3Al MoSi2

oft auch bei hohen Temp. konst. Festigkeit und immer noch duktiel

Charakter der Binung oft zw. metallisch, kovalent und ionisch

Gitteraufbau meist kopmliziert-> erschwert Versetzungsbewegungen-> sehr hart, aber auch spröde

meist feinverteilt in weicher und duktiler Matrix ausgeschieden

Eigenschaften:

oft hohe Schmelzpkt

große Steifigkeit

hoher korrwiederstand

hohe kriechbest.

Auswahlkriterien:

kovalenter Bindungsantei und hoher schmelzpkt

wie können Intermet. Phasen eingeteilt werden?

nach Art ihrer Bindung

- Elektronenphasen

- Laves Phasen A2B- Verbindungen

- A3B- Verbindungen

- Einlagerungsverbindungen

- Valenzverbindungen

nach Atomgrößenverbindungen

Lavesphasen

Frank-Kasper- Phasen

Was sind Elektronen- Phasen? (Hume Rottery)

Zahlenverhältnis zwischen Valenzelektronen und beteiligten e- (e/a) in der EZ

z.B e/a = 3/2 CuZn, Cu5Sn

e/a = 21/13  Cu5Zn8

e/a = 7/4 CuZn3

jedes Verhältnis entspricht bestimmter Gitterstruktur

Eigenschaften: starke met. Bindung, breiter Löslichkeitsbereich

A2B- Verbindungen: Laves Phasen

Atomgrößenverhältnis A:B = 1:2 zB. MgCu2

 

A3B - Verbindungen

Atomradienverhältnis entscheidend

z.B. Nb3Sn ->Subraleiter

Was sind Einlagerungsverbindungen?

Karbide, Nitride, Karbonitride oder Karbidbildende Übergangsmetalle mit metallähnlichen Eigenschaften wie z.B. Mg2C
 (ionisch) oder SiC (kovalent)

hohe Härte und Kriechtemperatur TiC, ZrC

Was ist eine Valenzverbindung zw. Metallen?

bei ionischen Verbindungen mit großem Elektronegativitätsunterschied

z.B. Mg2Sn

Verhalten der Intermet.Ph bzgl der Sprödigkeit

- sind spröde -> Sprödbruch

- Einkristalle besitzen gewisse Duktilität durch Superversetzung (2 partielle Versetzungen mit Stapelfehlerdazwischen)

- durch atomare Bindung teilweise metallisch (nicht so spröde wie Keramik)

- sprödigkeit steigt mit abnehmender Symmetrie und zunehmender Größe der EZ

- für Konstruktionswerkstoffe Intmetph. mit hoher Kristallsymerie (kubische Phasen) und kleinen EZ interessant

Welche eigenschaften hat Ni3Al- Lavesphase?

- wesentliche Phase in iner Ni- Basis Legierung (auch in Ni- Super-Alloys)

- für HT-Festigkeit und kriechbeständigkeit verantwortlich

- mit 7,5  g/cm³ relativ schwer

- Tm 1380°C

- Einkristall: duktil, polykristall neigt zu Sprödbruch

- Fließgrenze steigt bis 700-900 °C an, erst danach Festigkeitsabfall

- durch Zugabe von Bor -> steigerung der Duktilität

Anwendungen: Turboladerrototen, Matritzen zum Schneiden, Kolben Wentile, Schneidwerkstoffe, Rollen von Temperöfen zum Stahlbrennen

 

Welche eigenschaften hat NiAl

- Tm: 1638°C

- relativ niedrige dichte 5,85 g/cm³

- Emodul: 188 GPa

- beständig gegen Umwelteinflüsse

- hohe therm. Leitfähigkeit

- stabiles System auch bei größeren Abweichungen von der Stöchiometrie

Ni- Überschuss -> sitzen auf Al- Plätzen, bei Al-Überschuss werden Ni- Ls gebildet

- Duktilität bei RT 0,2%, bei 600°C  etwa 40% Sigma=800MPa K1c 4-6 MPawurzelm bei RT

-

Eigenschaften von Ti und Ti3Al

TiAl: dichte: 3,8-4,0; E ca. 170GPa, Tm 1440°C; sigma 400-650 MPa, K1c 12-22

TiAl: dichte: 4,2; E ca. 140GPa, Tm 1200°C; sigma 500-1000 MPa, K1c 10-25

Anwendungen:

Ventile, Turboladermotoren, Turbinenschaufeln

Was sind Superlegierungen?

Ni, Fe-Ni, und Co Legierungen mit hohen Legierungsanteilen

Spez. Eigenschaften:

- große Temp.festigkeit

- hohe Kriechbeständigkeit bis temp. 1000°C meist bis (600-700°C)

- hohe Korrosionsbeständigkeit

Vorraussetzung: stabiles Gefüge erzeugt durch MK-Verfestigung, Dispersionsverfestigung und Ausscheidungsverfestigung

Besondere Bedeutung: Ni-BasisSuperlegierungen Einsatztemp. 80-90% der Schmelztemperatur

z.B. Ni- Matrix (Tm 1456°C, kfz),Ni3Al Ausscheidung (Tm 1380°C, kubische Struktur) mit 0,1-1 µm Kg und 40-80% Vol.gehalt

Beschreiben Sie die Verfestigungsmechanismen bei Superlegierungen.

- kohärente Ausscheidungen bewirken Verfestigung durch Versetzungsbehinderung (Schneiden erforderlich)

- MKverfestigung durch große Zusätze von Cr, Mo, W, kleinere Zusätze von Ta,Zr,Ni, B (hoher Kriechwiederstand)

- Dispersionshärtung durch Karbide (feines stabiles Netzwerk aus Karbidpartikel -> erschwer Versetzungsbewegung, verhinder KGgleitung; hemmen Kornwachstum (Ausscheidungsverfestigung wird eingeschränkt)

Bsp: TiC, BC, ZrC, TaC, Mo6C W6C

- Cr, Al bilden an der Of Oxidschichten

- Korngrenzenelemente C,B,Zr,Hf bewirken Duktilisierung de KG -> verhindern Risse entlang der KG

Starke Variation der verschiedenen Mechanismen je nach Herstellung z.b geschmiedet oder gegossen

gezielte WB notwendig oft mehrstufig

Wie werden Thermische Barriereschichten hergestellet und aus was bestehen sie?

ZrO2 (mit 7gew% Y2O3 zur Stabilisierung der kubischen Phase) auf MeCrAlY- Zwischenschicht

ZrO2 niedriger ther.Ausdehnungskoeff (12*10^-6 1/K, und niedrige Wärmeleitfährigkeit 2,5 W/(mK)

zwei Arten zur Aufbringung

  • Plasmaspritzen (anisotropes Gefüge mit 10-30% Porosität)
  • EB-PVD (Stängelstrukur)

Dicke der Schicht zw. 100-1000µm mit Tempabfall der Gastemp. um 100°C

Beispiele und Eigenschaften Hochtemperaturbeständiger Keramiken

oridisch:

- Al2O3:hitzeresistent, Korrosionsbest, 

- ZrO2: therm. Isolator

- Al2TiO5: therm. schockresistent

nicht oxidisch:

- Si3N4: hohe Festigkeit, , thermoschockbeständig, abriebfest

- BN(hexagonal und kubisch)

- AlN: hitzebeständig, hohe wärmeleitfähigkeit

- SiC

- C (Graphit und Diamant)

Eigenschaften/ Besonderheiten Si3N4

- zwei Formen alpha und betha beide hexagonal (unterschied in Dimension der C-Achse)

- alpha Schichtabfolge ABCD (Tieftemperaturmodifikation, aus Gasphase hergestellt)

- betha Schihctfolge AB (aus flüssigem SI hergestellt)

- Herstellung über Reaktionssintern, Sintern oder HIP

-Eigenschaften:

  • Gefüge: stengeliges Gefüge mit hohem Streckungsgrad für hohe Bruchzähigkeit und Kriechbest.
  • Festigkeit bis 1400MPa
  • Dichte 3,2g/cm³
  • thermische Ausdehnung: sehr gering
  • EModul: 330 GPa
  • thermoschockb.: deltaT= 600K

Anwendung von Si3N4

Maschichenbau: Kugellager, Gleitlager

Verschleißtechnik: Schneidwerkzeug für spanende Bearbeitung

Energietechnik: Turboladerrotoren, Kolbenbolzen

auch porös genutzt für: Tiegel, Düsen, Lötformen, Wärmetauscher

 

Eigenschaften/ Besonderheiten SiC

- zwei Modifikationen Alpha: hexagonal (stabilere Modi), betha kubisch

- es existieren viele Polytypen mit unterschiedlichen Stapelfolgen (Einfluss auf HL eigenschaft)

Formgebung: UniaxialesPressen, Strangpressen, Schlickerguss, Folienguss, druckloses Sintern , HP, HIP

Eigenschaften:

  • Härte 25GPa
  • hohe Wärmeleitfähigkeit
  • hohe chem. und therm. Beständigkeit
  • Dichte 3,2 g/cm³
  • niedrige Bruchzähigkeit 3-4 MPawurzelm

Anwendungen von SiC

- Turboladerrotoren (hohe Festigkeit bis 1000°C

- Gleitringdichtungen und Gleitlager

- Wärmetauscher

Eigenschaften/ Besonderheiten Kohlenstoff

Modifikationen:

Graphit hexagonal, Diamant kubisch, Fullerene, Nanotubes

Eigenschaften Bulk- Kohlenstoffwerkstoffe:

äußerst hohe Druckfestigkeit

geringer E-Modul

hohe therm Leitfähigkeit

hohe elekt. Leitfähigkeit

Beständig bei hohen Temp.

geringer Reibungskoeff

chem. inert gegen Oxidation

geringe dichte 1,5- 2 g/cm³

Thermoschockbest.

geringe Benetzung durch Metallschmelze

 

Anwendung von Kohlenstoff

metallugisch: Innenwandung von Schmelzöfen, Gießformen

chem. :Anoden zur Herstellung von Chlor, Fluor; Ventile

mechanisch: Kolbenringe, Kugellager, Schmiermittel

elektrisch: Schleifkonakte

in Verbundwerkstoffen: Bremsbelege, Hitzeschilde

Was ist Verschleiß?

- Tribologie ist aufeinander einwirken von Oberflächen in Relativbewegung, umfasst Gesamtgebiet von Reibung und Verschleiß, einschließlich Schmierung und Grenzflächenwechselwirungen zw. festen, flüssigen und gasförmigen Medien

- Verschleiß fortschreitender Materialverlusst an der OF eines Körpers durch mech.Ursachen (Kontakt und Relativbewegung)

- Verschleiß ist keine Eigenschaft sondern eine Werkstoffpaarung, Umgebuungsmedium spiel wichtige Rolle

Charkterisierung durch Verschleißkoeffizient K

K = Wv/ Fn*s

Wv= Verschleißvolumen [mm³], Fn = Normalkraft, s [m] Gleitweg

Testversuch: Stift auf rotierender Scheibe

Welche Verschleißmechanismen gibt es?

Oberflächenzerrüttung -> Abplatzen der Oberfläche

Abrasion -> Abrieb

Abhäsion -> Kaltverschweißungen

Triebochem. Reaktionen -> Reaktionen unter den Bestandteilen

Überlagerung der Mechanismen

Verschleißmechanismus

Was ist Adhäsion?

- tritt auf, wenn zwei feste Oberflächen aneinander unter Druck entlanggleiten

- führt zu Mikroverschweißungen zw. Grund- und Gegenkörper

- durch lokale Pressung durchbruch schutzender Oberflächenschichten

- bei Relativbewegung bleibt "Schweißnaht" erhalten und kleines Volumen wird aus einem der Körper herausgerissen

- übertragenes Materialvolumen kann in Form von Abriebteilchen abgetrennt werden

- hohe Temp. ehöhen Risiko Adhäsion -> Schmierfilm mit Kühlung wichtig

- Cu neigt zum Kaltverschweißen

Verschleißmechanismen

Was ist Abrasion?

- Ritzung und Mikrozerspanung des Grundkörpers durch Rauigkeitshügel des Gegenkörpers oder Partikel in der Zwischenschicht

- Gegenkörper härter und rauer als Grundkörper oder Partikel in Zw.schicht

- Unterscheidung in:

  • Mirkopflügen: Grundkörper plastisch verformt und zu Furchenrändern aufgeworfen, kein Materialabtrag
    • je rauer desto schlimmer
    • mikropflügen ehöht Rauigkeit mehr als Mikrispanen
    • tritt auf bei großem Härteunterschied
  • Mikrospannen: Spanbildung vor abrasiv wirkendem Teilchen, -> Entstehen einer Verschleißfurche
    • erzeugt Kratzer
    • bei annähernt gleicher Härte der Partner

 

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