Konstruktionswerkstoffe

Prüfungsvorbereitung

Prüfungsvorbereitung


M. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Konstruktionswerkstoffe auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Eigenschaften, Herstellung und Anwendungen verschiedener Materialien wie Zement, Verbundwerkstoffe mit keramischer, polymerer und metallischer Matrix, sowie deren spezifische Anwendungen in der Luftfahrt, Automobilindustrie und anderen Hochtechnologiebereichen. Ideal für Studierende und Fachleute, die sich mit den mechanischen und thermischen Eigenschaften von Werkstoffen auseinandersetzen.
Karten
127
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.08.2015 / 23.07.2019

Lernkarten

Festigkeitskennwerte und Dichtekennwerte für Kuststoffe, Mg-, Al-, Ti- Leg., Stahl, Al2o3, Si3N4 und ZrO2

Kunststoffe: bis 100 MPa, 1-2 g/cm³

Mg-Leg: bis 300 MPa,  Mg: 1,7 g/cm³

Al-Leg: bis 800 MPa, Al: 2,7g/cm³

Ti- Leg: bis 1200MPa, Ti: 4,5 g/cm³

Stahl bis 3000MPa, Fe: 8g/cm³

Al2O3: bis 500MPa, 4g/cm³

Si3N4: bis 1400MPa, 3,2 g/cm³

ZrO2: bis 1500 MPa, 6 g/cm³

K1C für Polymere Glas, Keramik, Verbund und Metalle

Polymere: 0,5-20 MPa*wurzelm

Glas: bis 1 MPa*wurzelm

Keramik: 2-10 MPa*wurzelm

Verbunde: 10- 100 MPa*wurzelm

Metalle: 5-200 MPa*wurzelm

Thermische Leitfähigkeit Lambda und lin. Ausdehnungkoeffizient alpha von Polymer, Glas, Sthal, Keramik

Polymere:Lambda 0,1-1 W/(mK), alpha =  20-500*10^-6 1/K

Glas/ Glaskeramik: Lambda 1 W/(mK), alpha =  0,5-2*10^-6 1/K

Stahl / Cu, Alu: Lambda 40 - 200 W/(mK), alpha =  20*10^-6 1/K

Keramik: Lambda 15-200 W/(mK), alpha =  2-10 *10^-6 1/K

Diamant: Lambda 800 W/(mK), alpha =  gering

Welche werkstoffrelevanten Eigenschaften gibt es?

Werkstoffeigenschaften hängen vom Gefüge/bindung ect.  ab

- E- Modul -> Werkstoffkennwert führt auf Steifigkeit-> kein Werkstoffkennwert

- Festigkeit

- Bruchzähigkeit

- Festigkeit in Abhängigkeit der Temperatur

- Temperaturwechselfestigkeit

- Ermüdungsverhalten

- therm, elek Leitfähigkeit

- Ausdehnungskoeffizienten

abhängig von der Werkstoffpaarung:

- Verschleißrate

- Korrosion

- Härte

E-Module von Polymer, Metall, Keramik

- Polymere: 0,1- 10 GPa

- Metalle: 20- 300 GPa Al: 70 Stahl 210

- Glas + Keramik: großer Bereich Al2O3 400GPa

- Diamant: 1000GPa

Vor und Nachteile von Eisenwerkstoffen

Vorteile:

- billiger Rohstoff -> häufiges Vorkommen

- leicht zu reduzieren, günstiger Herstellungsprozeß

- Reduktionsmittel oft gleichzeitig Legierungselement

- gut verarbeitbar

- technologisch verwertbare Phasenumwandlung

Nachteile:

- relativ schwer

- Anwendungen auf unter T=600°C begrenzt

- korr. anfällig

Herstellung von Eisen

- Hochofenverfahren (Reduktion) : Erz (Fe2O3Hämatit und Fe3O4 Magnetit, zuschläge, Koks), Schlacke CaSiO3, CaS

- Elektrostrahlverfahren , teuer, für hochqualitativen Stahl, ohne Koksbeimischung meist aus Stahlschrott, kleine Mengen

Wie Werden Eisenwerkstoffe eingeteilt?

- nach ihrer Verwendung

Baustähle, Werzeugstähle, Stähle mit besonderen phys, chem. Eigenschaften

- nach Ihrem Gefüge

- Phasen: eutektoider Stahl (Perlit), untereutektoid: (Ferrit und Perlit), übereutektoider Stahl (Perlit + Zementit)

- Gefüge: ferritisch,austenitisch, martensitisch

- nach Gütegruppen

- Massenstähle (Summe P, S <= 0,06%),

- Qualitätsstähle (Summe P, S <= 0,045%)

- Edelstähle (Summe P, S <= 0,035%)

entscheidende Auswirkung auf mech. Eigenschaften wie Zähigkeit, Verarbeitbarkeit, Sprödigkeit

 

Klassifizierung der Kohlenstoffstähle, Eigenschaften

- Baustähle

- beinhaltet C + Mn

- 70% der Weltproduktion

- meist warmgewalzt, selten normalgeglühlt, Austenitisiert durch abschrecken

- 3 Gütegruppen:

- weicheisen

- allg. Baustähle

- Stähle für spanabhebende Bearbeitung

- allgemeine Eigenschaften:

- gut zerspanbar, schweißbar bis etwa 0,22% C

- Sprödbruchneigung

- Reckalterung führt zur Versprödung

Aunwendungen: Rohrleitungen, Kesselanlagen, Schienenfahrzeuge, Schiffsbau

Merkmale Kohlenstoffstähle/ Weicheisen

Low Carbon Mild Steel

- unlegierte Stähle hoher Reinheit C <= 0,08%, Mn <= 0,04% N durch Al entfernt

- gut Korrbest., geringe Festigekeit

- Anwendungen: (Karosserie)blech, Dichtungen

 

Merkmale Kohlenstoffstähle/ all. Baustahl

- C-Gehalt ca. 0,25%, Mn < 1,8%

- Anwendungen: Bleche, Rohre, Kaltbänder, genietete und geschraubte Konstruktionen

 

Merkmale Kohlenstoffstähle/ ür spanabhebende Bearbeitung

- C- Gehalt <0,15%, Mn < 1,2% Sr, Pb sog. Automatenstähle

Anwendung Maschinen und Fahrzeugbau


Klassifizierung niederlegierter Feinkornstähle

(HSLA-Steels (high strength low alloy)

- gut schweißbar und formbar (einfache und günstige Verarbeitung)

- Legierungselemente: Mn, Nb, V, Ti  -> Bilden feine Karbide, Nitride und Karbonitride

- wird "berhigt" vergossen (mit Al) Daumenregel 1/3 Al >= N

- meist gewalzt

Mikrolegierte Stähle: LE im Konzentrationsbereich von 1/10 - 1/100 (außer C)

- 0,2% C, Mo, B Bainitische Stähle

- 0,2% C, Mn, Cr, Mo, Ti  Durchvergütet kein Festigkeitsabfall beim Schweißen

- 0,4%C  Ultrafeste Sähle

< 0,12%C, Cu, Cr, P: Wetterfeste Stähle, für Pipelines und Druckkessel

 

Klassifizierung Hochlegierter Stähle

 auch Einsatzstähle, oder vergütete Stähle

- C- Gehalt 0,1- 0,45%

-hoher Legierungsgehalt fördert die Durchhärtbarkeit

- neben der Härtbarkeit vor allem Zusammensetzung (Art, Konzentration der LE entscheidend)

Eigenschaften der Werkzeugstähle

- Schnellarbeitsstähle: 1,4-2% C

- Grenzfall zu Funktionswerkstoffen

- Verwendung als Schneidwerkstoff, Gesenke zum Schmieden

- Hochlegiert mit Karbidbildnern Cr<Mo<W<Ti<Nb<Hf

- wenn gehärtet: Primärkarbide, Sekundärkarbide, Marensit

Eigenschaften/ Merkmale Rostfreie Stähle

- "definiert" über Schaeffler- Diagramm

Cr equ.:  Cr+ Mo+ 1,5Si+ 0,5Nb 

Ni equ: Ni+ 30C+ 0,5 Mn

allgemein Cr: krz (alpha Eisen) , Ni: kfz (gammaEisen)

- ferritisch: 17-26% Cr bei 2% C, Mo, Nb, Ti zur Korrbest., schlechte Zähigkeit, härtbar, Anw. Messerstahl

- austenitisch: 16-25%Cr, 7-22% Ni bei 0,6%C, Mo, Ti, Nb zur korrbe, nicht härtbar, gute Zähigkeit, schlecht zu bearbeiten, gut zu schweißen, kriechfest

- martensitische Stähle: Cr <17%, C 0,1..1%, sehr hohe Festigkeit bis 2,5GPa, geringe Duktilität 1,8-2%, ferromag

 

 

Eigenschaften/Merkmale Stahlguß und Gusseisen

- gießbar, schlecht spanbar

- Materialfehler durch WB korrigiert

Anwendung: Seilrollen, Zahnräder, Ketten, Achsschenkel

- Stahlguß bis 2% C

- Gusseisen 2% bis eutek.Zsammensetzung 4,3% , meist (2,5% bis 3,8%)

- graues Gusseisen: graphit, lamellar, vermicular, globular

- weisens Gusseisen: Ledeburid, Hartguß, Walzen, beim Tempern entsteht Graphit

- graphithaltiges Gusseisen: GGL lamellar, enthält Cr, Ni, Co, Mo, Si:

GGG globular: hohe Festigkeit + Dehnung (Kurbelwellen, Motorblöcken, Laufräder)

- Temperguss: C+Si = 3,5% gute Dämpfung, Schwweißbar, zerspanbar

schwarzer Temperguss: Graphit bei 920°C -950°C 40h tempern -> Ferrit + Perlit+ Temperkohle

weißer Temperguss: wird entkohlend geglüht

Anwendung: Rohrverbindungen, Bremstrommeln, Differentialgehäuse

Eisen Kohlenstoff Diagramm

- Schmelztemperatur 1538°C

- delta umwandlung: 1394°C

- Gammaumwandlung: 911°C

- Curie- Tem 769°C

- eutektoide linie bei 723°C , max Löslichkeit alpha eisen 0,02

- eutektikale linie bei 1147°C , maximale Löslichkeit gamma eisen: 2,08

- Peritektikale linie bei 1493°C, maximale Löslichkeit delta Eisen: 0,1%

- Eutektoid: 723°C, 0,8%

- Eutektikum: 1147°C, 4,3%

- Peritektikum: 1493°C, 0,16%

Phasen und Gefüge im Fe- Fe3C Diagramm

Phasen:

- flüssig bis 1536°C

- delta-Eisen krz

- gamma-Eisen (Austenit) kfz

- alpha Eisen (Ferrit) krz

- Fe3C Zementit bis max 6,7 wt%

Gefüge:

- Perlit: Ferrit+ Zementit 12%

- Ledeburit 1: Austenit und Zementit

- Ledeburit 2: Ferrit und Zementit

Was ist Martensit bzw wie entsteht er?

Ungleichgewichtgefüge durch sehr schnelles abkühlen

Diffusionslose Umwandlung -> tetragonale Verzerrung C sitzt in tetraeder und oktaederLücken

Einheitszelle wird auseinander gezogen c wird länger und a verkürzt sich (linear)

durch Verzerrung hohe Härte

Restaustenit sorgt für Zähigkeit

je mehr C desto härter (nicht liniear!)

 

Einfluss des Temperns (Anlassen) auf den Martensit

- Verzerrung lässt nach Ausscheidung von Feritt + Fe3C

- je länger desto gröber wird Fe3C ausscheidung

- je länger desto duktiler und Härte sinkt (Ursachen: Phasenänderung, Vergröberung)

Welche Elemente Stabilisieren Welche Phase (Fe- Fe3C)?

- offenes Gammagebiet: Ni, Mn, Co (gamma bei RT (stabl. kfz -> Stahl austenitisch)

- ausgedehntes GammaFeld: C, N2, Cu, Zn

- geschlossenes Gammafeld (alphastab): Si, Al, Be, P, Ti, V, Mo, Cr krz

- kontrahierendes Gammafeld (lieg irgendwo dazwischen): B, Ta, Nb, Zr

Welche thermomech. Behandlungen gibt es?

- Festigkeitserhöhung durch mech. Verformung (Walzen, Versetzungen GWKG, KWKG)

liefert Grundfestigkeit (auch abhänig von Korngröße (Pall- Patch je feiner desto härter)

- Dispersionsverfestigung (Ausscheidungen feinverteilt, Versetzungsbehinderung)

- Warmwalzen bei höheren Temp. : Rekristallisierung Gefüge  KWKG, GWKG

- Textur- Langgestreckte Körner-> abhängig von Gleitsystemen (in welcher Richtung einfacher verformbar)

 

Welche Vorteile besitzen Mikrolegierte Stähle und Welche LE werden benötigt?

Hauptbestandteile: Fe, C, Mn

0,01...0,1% Mn Gammagebiet wird geöffnet

- feinere Körner erhöhen Festigkeit

- Gefüge ferritisch, perlitisch

- alpha- gamma umwandlungstemp. verschoben bei 800°C

- z.B TRIP dank Restaustenit verformbar und TWIP Stähle (austenitisch)

kleine Mengen V erhöhen Streckgrenze

Wie können rostfreie Stähle eingeteilt werden?

Wesentliche Merkmale im Hinblick auf Zusammensetzung

nach Art der Gefüge: martensitisch,  austenitisch, ferritisch, Duplex-Gefüge(aust + ferr)

meist Verwendet: 18%Cr, 8%Ni

durch Erhöhung Ni- Gehalt verbesserter Korrschutz

durch Erhöhung Cr-Gehalt verbesserte intergranulare Korrosion

typische Kennwerte: sigma = 500-600MPa aust.  Martensit. höher

Cr bildet Passivschicht

 

 

 

Welche Oberflächenbehandlungen bei hohen Temperaturen 700- 1000°C gibt es?

- Aufkohlung: 850 - 950°C C in austenit eindiff., abschrecken-> Martensitbildung

bis 5mm Eindringtiefe mgl

möglich in verschiedenen Medien: koks, Gasatmasphäre, Salzbad

Härte nimmt über Tiefe ab

Carbonitrierung: 700-900°C unter Zugabe N2

Eindringtiefe: 1mm

Carbiddiffusion: Bildung von V, Nb und Cr Carbiden im Salzbad

Stahl 0,8 bis 1wt% C

Borierung: aus BN bei 700°C-100°C ergibt Fe2B

zb. für Pumpen und Venile

harte, reibarme OF

Welche Oberflächenbehandlungen bei niedrigen Temperaturen 500- 600°C gibt es?

- Nitridierung: durch Ammoniak

Nitridbildung mir Cr, Al, Mo, V, -> keine Verzerrung Gitter

- Coarbonitridierung: Bildung Eisenstickstoffcarbid an der OF (20-30 µm) daruner feindispersiv verteiltes Nitrid

- Abscheidung/ Diffusion: z.B Fe3SnC sehr hart, sehr gut Korrbest

- Oxidation:Fe2O3 verhinder Adhäsionsverschleiß

- Ionenimplantation: Eindringtiefe 0,5 µm, Dotierung von Elementen

Welche Bechichtungsverfahren gibt es?

- PVD- Verfahren

- Verdampfen (Al als Korrschutz)

- Glühentladung (TiN Beschichtung)

- Sputtern (MOS2 Festschmierstoff)

CVD- Prozess: reaktive Abscheidung aus Gasphase

- Vorteile: homogene Schichten, gute Prozesskontrolle, steuerbar

- Nachteile: teuer, langsam, Arbeitstemperatur ca. 900°C

- z.b Chrombeschichtung, Keramikbeschichtung TiN, Si- Behandlung

- Elektrochem. Abscheidung

Cr, Ni, Cu, Co  (Metalle auf Kathode (BT) abgeschieden)

- chem. Abscheidung (reaktives Bad ohne Stromzufuhr)

- Sprühverfahren: z.b Pulver

 

Einteilung der Eisengusswerkstoffe

metastabile Erstarrung: stabilisiert durch: Cr, Mo, W, Ta, V, Nb, Ti

  • Stahlguss C<2%, im Zementit gebunden, weiße Bruchfläche
  • weißes Gusseisen C 2,4 - 4,5% in Zementit gebunden
    • Hartguß
    • Temperguss
      • in oxidischer Atmosphäre-> weißer TG
      • in neutraler Atmosphäre -> schwarzer TG

stabile Erstarrung stab. durch: Si, P, s, Al, Cu, Ni, Co, Zr

  • Graues Gusseisen C: 2,5- 5%, vorwiegend Graphit/ Perlit, graue Bruchfläche
    • mit Lamellengraphit
    • mit Kugelgraphit geringer Zusatz von Mg
    • mit Vermiculargraphit (geringe Zusätze Ti, Ca, Mg)

Sondergusseisen 1,5-3,5% hochlegiert mit Al, Si, Cr

 

Eigenschaften/ Merkmale Lamellengraphit GJL

- unlegiertes GJL: 2,9-4% C, 0,5-3,5% Si, 0,3-1,5% Mn, 0,02-1,2%P, 0,03- 0,2%S

- legiertes GJL: höhere Konz. Si, Mn + Cr, Ni, Mo, Cu, Al, Sn, Ti, V

- Erstarrung überwiegend Stabil (Austenit+ Graphit -> aus Austenit (Ferrit+Graphit)/Perlit-> perlitisch- ferritisches Gefüge mit lamellenförmig eingelagertem Graphit

Anwendung unlegiert: Konstruktionswerkstoffe, Haushaltsmaschinen, Baumaschinenguß, Getriebegehäuse, Kupplungen, Motorblöcke, Kolben

Anwendung legiert: Pumpen, Zylinder, Motorenteile, Zylinderblöcke

- untereutektische Zusammensetzung Ausscheidung von Primärferrit -> Dentriten starken Einfluss auf Festigkeit

- Anordnung Graphitlamellen abhängig von chem. Zusammensetzung, Keimanzahl in schmelze, Abkühlgeschwindigkeit

spez. Eigenschaften: geringe Zugfestigekit, geringe Bruchdehnung, E-Modul veränderbar durch Herstellung, gute Wärmeleitfähigkeit, gue Temperaturwechselbeständigkeit, hohe Dämpfung

 

Eigenschaften/Merkmale Kugelgraphit GJS

Zusammensetzung: 3,2- 3,8% C, 2,4- 2,8% Si, <0,5%Mn
Schmelzbehandlung zur Ausbildung der Kugelform (Zusätze durch Ce, Mg)

Gefügeausbildung abhängig von: perlitbildenden Elementen in der chem Zusammensetzung, Abkühlgeschwindigkeit

alle Gefüge enstellbar

Eigenschaften: hohe Duktilität, bei austenitischem Gefüge: gute Korrbestän., hohe Warmfestigkeit, hohe Kaltzähigkeit

Anwendung: Maschinenbau: Getriebegehäuse; Schwermaschinenbau, Energietechnik (Turbinengehäuse)

Eigenschaften /Merkmale Vermiculargraphit GGV

chem. Zusammensetzung: 3,55% C, 2,5% Si, 0,15% Mn, 0,02%P, 0,016%S

Vorraussetzung niedriges P <0,05% Mn, Si- Gehalte, Karbidstab Elemente < 0,1%

geringe Variation der chem. Zusammensetzung

Vorteile: - gegenüber GJL: höhere Festigkeit, Duktilität, -höhere Oxidationsbeständigkeit

- gegenüber GJS: bessere Temperaturwechselbeständigkeit, niedrigeres Alpha, höhere Wärmeleitfähigkeit, niedrieger E-Modul

Anwendung: Fahrzeugbau: Getriebegehäuse, Zylinderkopf; Stahlwerkskokillen, Glasformen

 

Merkmale/ Eigenschaften von Temperguss

- untereutektisch, metastabil erstarrende Fe- C- Si Leg. C vollständig in Zementit gebunden

  • weißer TG: chem. Zusammensetzung: C 2,8- 3,4%C 0,08- 0,4% Si C+Si<= 3,8
    • glühen bei ca. 1000°C in schwach oxidierender Atm.
    • Randschicht Entkohlung
    • Vorteil: gute Schweißbarkeit, erhöhte Bruchdehnung
  • schwarzer TG: chem Zusammensetzung: C 2,4- 3% 1- 1,4% Si
    • Glühen in neutraler atm. in 2 Stufen
      • bei 950°C: Zementit-> Austenit +Temperkohle
      • bei 700- 800°C Austenit -> Ferritt+ Temperkohle
      • Gefügeausbildung Wanddicken abhängig

Anwendung: Kfz-Technik, Etechnik, Maschinenbau, Bauindustrie

Stahlbezeichnung für WB geeignet

Kennzeichnung unlegierter Stähle

- für WB geeignet

- Kennbuchstabe C + C-Gehalt*100 + Zusatzsymbol

- Zusatzsymbole: E... max. S-Gehalt, C...besondere Kaltumformbarkeit

- Bsp: C70U 0,7% Kohlenstoffgehalt, U = Werkzeugstahl

(nieder)legierte Stähle

- C-Gehalt*100 + chem Symbolder LE+ "codierte" Gehaltangabe

- LE geornet nach abnehmendem Gehalt, bei gleichen Gehalten nach Alphabeth

- Gehaltsangaben: Gehalte durch bindestriche getrennt

für Cr, Co, Mn, Ni, Si, W durch 4teilen

für Al, Be, Cu, Mo, Nb ect. durch 10 teilen

für Ce, N, P, S durch 100

für B durch 1000

- Bsp. 20NiCrMo13-4  0,2% C, 13/4% Ni, 4/4% Cr, Mo in geringen Konzentrationen

hochlegierte Stähle

- Kennbuchstabe X + C-Gehalt *100+ chem Symbol Le+ Gehalt LE

- Gehalte ohne Faktor gerundet, durch Bindestriche getrennt

- z.B. X5CrNiTi18-10, 0,05%C, 18% Cr, 10%Ni, Ti in geringen Mengen, X für hochlegiert

Schnellarbeitsstähle

- Kennbuchstabe HS + Gehaltsangaben wichtiger Elemente

- Gehaltsangabe in fester Reihenfolge: m%W, Mo, V, Co

- + Zusatzsymbol mgl zb. +LC für kuglige Carbide

- z.B. HS2-9-2  HS- Schnellarbeitsstahl, 2%W, 9%Mo, 2%Vanadium, kein Co!

 

Stahlbezeichnung nicht für WB geeignet (Wald und Wiesenstahl)

- nach phys und mech. eigenschaften

- nicht für WB vorgesehen

- allgemeine Form: Kennbuchstabe + MindestStreckgrenze (MPA) +  Zusatzsymbol

- Stahlguppen: S allg. Baustahl, B Betonstahl, E Maschinenbaustahl,

. Zusatzsymbole: zb. J, K,M Kerbschlagarbeit 27/ 40/ 60J, Q.. vergütet, N...normalgeglüht

Leichtmetalle: Dichte,Schmelztemp.,  Emodul, Festigkeit, Besonderheit

Titan: roh = 4,5 g/cm³,Tm = 1667°C, E = 120 GPa, Rm= 240- 1400MPa, kiechbest. bis 600°C (Gut)

Alu: roh = 2,7 g/cm³, Tm = 660°C, E = 71 GPa, Rm= 70- 700MPa, kiechbest. bis 150-250°C, gut verarbeitbar, günstig

Magnesium: roh = 1,74 g/cm³,Tm = 649°C, E = 45 GPa, Rm= 100-300MPa, kiechbest. bis 150-250°C leichter und teuer als Al, korranfällig

Berylium: roh = 1,85, Tm = 1287°C sehr teuer, in Pulverform toxisch

vgl Fe/ Stahl: roh = 7,9 g/cm³, Tm = 1536°C, E = 210 GPa, Rm= 300-3000MPa, kiechbest. 400- 600°C schwer, billig

 

 

Hautanwendungsgebiete für Aluminium

 

- Bau- und Kostruktionswesen: Verkleidung, Däher, Rahmen

- Container- und Verpackungsindustrie: Getränkedosen, Folien, recyclebare Verpackungen

- Transportsysteme: Autos, Massentransportsysteme größtes Wachstum (Karossierie, Flugzeughaut)

Weitere Eigenschaften Aluminium

- korrbest

- hohes Reflexionsvermögen

- versprödet nicht mit sinkender Temp

gut bearbeitbar und formbar

- hohe therm + elekt. Leitfähigkeit

Herstellung Aluminium

- über Bayerverfahren: Bauxid -> brechen, mahlen->Druckbehälter mit NaOH-> filtrieren Rotschlamm (Nebenprodukt) ausfällen Aluminiumhydroxid (Na(Al(OH)4) abkühlen Kristallisierung->kalzinieren im Drehrohrofen zu Aluminiumoxid

- Elektrolyse

 

Wie kann eine Festigkeitssteigerung von Al erreicht werden

- Festigkeitssteigerung durch LE : Mk- Verfestigung, Ausscheidungshärtung/Alterung

- Verformung -> Kaltverfestigung

- Wärmebehandlung -> Aushärtebehandeln

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