Kommunikation und Gesprächsführung

Prof. Cisik FH Niederrhein

Prof. Cisik FH Niederrhein


L. R.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen der Kommunikation und Gesprächsführung. Sie decken Themen wie rhetorische Figuren, kreative Ideenfindung, Konfliktlösung und Motivation ab. Besonders nützlich sind sie für Schüler, die lernen möchten, wie man effektiv kommuniziert, Konflikte löst und kreative Lösungen entwickelt. Die Karten enthalten auch praktische Tipps für erfolgreiche Besprechungen und die Rolle von Moderatoren und Leitern.
Karten
76
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
30.04.2013 / 27.06.2022

Lernkarten

Sender-Empfänger Modell

Kommunikation findet statt, wenn Sender eine Nachricht an jemanden anderen Empfänger) schickt.

Vier Aspekte einer Nachricht

Jeder Nachricht, sei sie noch so simpel, hat grundsätzlich immer vier Aspekte, wie das folgende Beispiel zeigt. Die Kommunikation funktioniert, wenn Sender und Empfänger einheitlich kodieren bzw. dekodieren.

Elemente verständlicher Kommunikation (4)

  • Einfachheit der Sprache
  • Prägnanz des Ausdrucks
  • Gliederung der Argumentation
  • Stimulanz des Vortrags

ES PA GA SV

Elemente verständlicher Kommunikation:

Einfachheit der Sprache

 

  • kurze und einfache Sätze
  • geläufige bzw. erklärte Wörter
  • konkrete und anschauliche Formulierungen

Elemente verständlicher Kommunikation:

Prägnanz des Ausdrucks

  • klare und deutliche Formulierungen
  • Beschränkung auf wesentliche Informationen
  • kurze und knappe Darstellung

Elemente verständlicher Kommunikation

Gliederung der Argumentation

  • geordnete, übersichtliche Information
  • folgerichtiger Aufbau
  • erkennbare Unterscheidung von Wesentlichem und Unwesentlichem

Elemente verständlicher Kommunikation

Stimulanz des Vortrags

  • Erregung von Aufmerksamkeit
  • interessante, ansprechende Darstellung
  • Verwendung lebendiger Beispiele

Non -verbale Elemente

Mimik (Gesicht)

Gestik (Arme+ Beine)

Physiognomie (Körperhaltung)

->

  • Bestimmen den Character der Kommunikation
  • entscheidung für die Wahrnehmung des Kommunikationspartners

 

Sitzordnung

Wie sollte in einem Gespräch die Sitzordnung gewählt werden?

Gesprächsdistanz

Gesprächsdistanz: ca.1,50m (angemessener Abstand)

Persönliche Distanz: ca.80cm (nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Gesprächspartners)

Intimdistanz (ca. 30cm) (nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Gesprächspartners)

Spiegeln

  • positives Gespräch = symmetrische Kommunikation
  • zum Kontakt herstellen, non verbale und verbale Anpassung des eigenen Verhaltens an den Gesprächspartner
  • innerliche und äußere Gemeinsamkeiten suggerieren eine geeignete Kooperationsbasis
  • Handschlag= Form des Spiegelns

Führen (Erregungsniveau)

  • Differenz im Erregungsniveau im Erleben und Verhalten zweier Personen reduzieren = erleichtert die Kommunikation= Gespräcshbasis schaffen (Gesprächspartner dort abholen wo er steht)
  • im weitern Verlauf es Gesprächs, gewünschtes Erregungsniveau anpassen

Vier Temperamente

c

Funktion eines Vortrags

  1. Zuhören, Einsicht wecken (Fachvortrag)
  2. Unterhaltung (Geburtstagsrede)
  3. Bestimmte Verhaltensweisen aktivieren (politische Rede)

Ausarbeitungsformen Vortarag

  • unfreier Vortrag: schriftliche Ausarbeitung Prosatext wird vorgelesen
  • halbfreier Vortrag: Stichwortkonzept
  • freie Rede: keine Aufzeichnungen

Sprechdenken

Vortragende hat stetigen (Blick) Kontakt zu seinem Publikum. Gut möglich bei der freien/halbfreien rede!

Grundfragen Vortrag (8)

  • Was genau ist mein Thema (Präzisierung)?
  • Was ist der Grund für meine Rede (Information, Unterhaltung, Anregung)?
  • Was ist mein Ziel (gewünschtes Ergebnis)?
  • Wer sind meine Zuhörer (Laien, Fachleute)?
  • An welchem Ort werde ich reden (Land, Stadt, Gebäude, Raum)?
  • Zu welchem Zeitpunkt werde ich reden (Jahr, Monat, Tag, Uhrzeit)?
  • Wie viel Zeit steht mir zur Verfügung (Dauer)?
  • Welche technischen Hilfsmittel (Präsentationsmedien) kann ich nutzen?

Vorbereitung Vortrag

  1. Sammlung der Informationen (mit Datensammlung , Kreativitätstechniken)
  2. Gliederung= Auswahl und Platzierung der rel. Infos (Argumentationstechnik, visuelle Darstellung, räumliches Stichwortkonzept)
  3. Darstellung, Formulierung relevanter Infos (Synonymlexikon, Fremdwörterlexikon, Zitatwörterbuch)
  4. Einübung, Einübung, Training und Rede (Mnemotechnik, Spiegelfeedback, Videofeedback..)
  5. Vortrag ( Stichwortkonzept, Entspannungstechnik)

Standardaufbau Kurzvortrag

  1. Spannungsbetonte Einleitung
  2. Argumentationsaufbau
  3. rhetorischer Höhepunkt (Inhalst und Spannungskurve treffen sich)
  4. Schluss (anregend und auffordernd)

Vortragsstipps

  • Verständlichkeit
  • sinnvolle Gleiderung der Argumente
  • kurz, prägnant
  • interessant, ansprechender, stimulierender Vortrag

Grundfragen Dialog (10)

 

  • Was genau ist das Thema des Dialogs (Präzisierung)?
  • Was ist der Grund für den Dialog (Information, Überzeugung, Anregung)?
  • Was ist mein Ziel (gewünschtes Ergebnis)?
  • Was ist das Ziel meines Gesprächspartners (gewünschtes Ergebnis)?
  • Wie werde ich argumentieren (Auswahl, Gewichtung der Argumente)? ␣
  • Wie wird mein Gesprächspartner argumentieren (Auswahl, Gewichtung der Argumente)? ␣
  • An welchem Ort wird der Dialog stattfinden (Land, Stadt, Gebäude, Raum)? ␣
  • Zu welchem Zeitpunkt wird der Dialog stattfinden (Jahr, Monat, Tag, Uhrzeit)? ␣
  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung (Dauer)?
  • Welche technischen Hilfsmittel (Präsentationsmedien) können benutzt werden?

Konstruktiver Dialog

  1. Definition Zielsetzung von beiden Gesprächspartnern
  2. Autausch der Argumente
  3. gemeinsames Ergebnis

Schritte zur Ausarbeitung von Einstellungen und Verhaltensweisen

  1. Persönliche Motivstruktur: Welche individuellen Bedürfnisse, aber auch Abneigungen hat der Mensch?
  2. Persönliches Kalkulationsmodell: owelche Kosten/Anstrengungen ist der Mensch bereit auf sich zu nehmen um seine Bedürfnisse zu befriedigen?
  3. Persönliches Leistungsmotiv: Welcher Typ ist mein Gesprächspartner
    • Erfolgssucher: "Ich will es schaffen"
    • Misserfolgsvermeider: Vermeidungsmotivation: "Bloß keinen Fehler machen"

Aufbau Einstellungen/Verhaltensweisen

  1. neue Einstellungen/Verhaltnesweisen = neutrale Reize= neutrale Reaktion des Menschen
  2. Systematische Verknüpfung der neuen Reize mit bereits gelernten Positiven
  3. neutraler Reiz wird zum gelernten Reiz=bewirkt gleiche positive Reaktion wie der bereits positiv vorher verankerter Reiz

Veränderung Einstellungen/Verhaltensweisen

  • Alles hat zwei Prespektiven (positve und negative Seite) (Glas halb voll/ halb leer)
  • Einstellungen /Verhaltensweisen ändern bedeutet die Perspektive zu wechseln
  • Herausstellung der "anderen Seite der Medaille"

Psychologischer Antrieb- Möglichkeiten (4)

  • Vernunft (Nutzenmaximierung, empirisch- rationale Strategie)
  • Druck: (Macht-und Zwangsstrategie) Menschen richten ihr Verhalten nach politischen oder ökonomischen Sanktionen.
  • Spaß (Individuell- hedonistische Strategie) Menschen leben nach dem Lustprinzip und tun das was ihnen Freude bereitet
  • Werte (Normativ- reeduktative Strategie) Orientierung an Normen und Werte innerhalb eines sozialen Systems

Wodurch lassen sich Menschen bewegen--> Umsetzung wird eingeleitet. In der Praxis: Kombination

Tipps erfolgreicher Dialog

  •  Bemühen Sie sich um ein gutes Klima.
  • Würdigung des Gesprächspartners
  • Zuhören
  • Verständlichkeit der Sprache
  • Argumente sinnvoll gliedern
  • Kurz und prägnant formulieren
  • Vortrag stimulierend und interessant gestalten
  • Denken Sie an die Macht von Vorurteilen.
  • höflich, freundlich und diplomatisch sein
  •  hart, aber ruhig , geduldig bleiben.
  • Erleichtern Sie Ihrem Partner die Zustimmung.
  • Zielerreichung versuchen, oder Kompromiss finden

einfacher rhetorischer 5-Satz (Beisspiel)

Nach der Einleitung  werden drei Argumente in ansteigender Gewichtung gebracht, ehe mit dem
Fazit der Schlusspunkt gesetzt wird.

Dialektischer rhetorischer 5-Satz (Schema)

  1. Einleitung
  2. These/eigener Standpunkt erläutern
  3. Satndpunkt der gegenseite (Antithese)
  4. Inhaltliches Miteinander, Zusammenführen (Synthese)
  5. Schlusspunkt/Fazit

Dialektischer Rhetorischer 5-Satz (Beisspiel)

Beisspiel für eine Umgehungsstraße

Kalkulationsmodell der Motivation

Ein Verhalten ist dann wahrscheinlich, wenn die damit verbundenen Kosten (z.B. Anstrengungen) geringer sind als der zu erwartende Nutzen (z.B. Befriedigung eines Bedürfnisses).

Zuschreibungsmuster

Aufgrund unterschiedlicher Lernerfahrungen schreiben Menschen Erfolg und Misserfolg ihres Handelns unterschiedlichen Ursachen zu. Daraus entwickelt sich im Laufe der Zeit eine individuelle Zuschreibungstypologie.

  • Erfolgssucher: Streben nach maximalen Nutzen (IErreichungsmotivation:ch will es schaffen)
  • Misserfolgsvermeider streben nach minimalen Kosten (Vermeidungsmotivation: Bloß keinen Fehler machen)

Schritte der Motivation

  • Jemanden zu einer Handlung aktivieren
  1. Vorraussetzung: Information über Zusammenhänge
  2. Überzeugung der Sache
  3. Aktivieren

Stress (5) (Beschreibungsansätze)

  • Summe auf Körper einwirkende Reize
  • unspezifische Reaktion des Körpers
  • Ungleichgewicht Mensch und seiner Umwelt
  • entsteht dur Über-/Unterforderung
  • bewirkt/ ist eine Anpassungsreaktion des Körpers

Stress

Notwendigkeit (Vorteile) und Problem (Nachteile)

Notwendigkeit/Vorteil:

  • macht auf Gefahren aufmerksam
  • mobilisiert Kräfte
  • erhöht Belastbarkeit

Problem (Nachteil)

  • neagtives Allgemeinbefinden
  • kann krank machen/ auch tödlich enden

Stress als positives Phänomen

  • Positive Reize führen zu positivem (Eu)Stress.
  • Eustress bewirkt eine Anpassungsreaktion des Organismus zur Wiederherstellung des Gleichgewichts.
  • da positive Reize erwünscht sind, bewirken sie ein Erreichungsverhalten, d.h. man setzt sich dem gleichen positiven Stress immer wieder bewußt aus.

Stress als negatives Phänomen

Negative Reize führen zu negativem (Dis)Stress. Der Disstress bewirkt eine Anpassungsreaktion des Organismus zur Wiederherstellung des Gleichgewichts. Da negative Reize nicht erwünscht sind, bewirken sie ein Vermeidungsverhalten, d.h. man versucht, sich dem negativen Stress zu nicht mehr auszusetzen.

Auswirkungen von Stress

Stressoren:

Körper , Seele , Gesit

haben Einflusss auf das Verhalten

Stress messbar in...

Physiologischen Messungen( Blutdruck,herzdruck, Atmung)

Verhaltensbeobachtungen: Mimik, Gestik, Körperhaltung, Sprechmodus

Erlebnisschilderung: verbale, Einschätzung der Befindlichkeit

 

Stressfaktoren

  • Stressoren können positive und negative Reize sein
  • Die positiven oder negative Wahrnehmung eines Stressors hängt von der Persönlichkeit des jeweiligen Menschen ab.
  • Verschiedene Menschen reagieren auf gleiche Stressoren unterschiedlich (z.B. Prüfungssituationen)
  • Gleiche physiologische Reaktionen können unterschiedlich interpretiert werden (z.B. Trauer und Wut)

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