Kog. Neuro. VL 4 - Exekutive Funktionen

Aufbaustudium Psychologie, UZH Vorlesung: Kognitive Neurowissenschaften Dozent: Lutz Jäncke

Aufbaustudium Psychologie, UZH Vorlesung: Kognitive Neurowissenschaften Dozent: Lutz Jäncke


Nadja Peeters
Diese Karteikarten bieten einen universitären Einblick in die exekutiven Funktionen, mit Fokus auf Hirngebiete wie den Frontalkortex und Basalganglien. Sie behandeln Modelle von Drechsler und Miyake, sowie Tests und Aufgaben zur Untersuchung dieser Funktionen. Besonders nützlich für Studierende der Psychologie, die sich mit den neurologischen Grundlagen kognitiver Prozesse vertraut machen möchten.
Karten
16
Lernende
11
Sprache
Deutsch
Kategorie
Psychologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
25.12.2014 / 12.06.2020

Lernkarten

Welche Verhaltensweise zeigen Personen mit Läsionen im DLPFC beim Wisconsin-Card-Sorting-Test?

Das Anwenden einer alten, aber nicht mehr gültigen Regel wird als Perseveration bezeichnet. Eine solche Verhaltensweise zeigen Patienten mit Läsionen im DLPFC. Sie perseverieren auf der alten Regel und können sich nicht auf die neue Regel umstellen.

Welche Hirngebiete sind bei phonologischen Flüssigkeitsaufgaben aktiv?

dorsale Bereiche des Gyrus frontalis inferior

Welche Hirngebiete sind bei semantischen Flüssigkeitsaufgaben aktiv?

Durchblutungszunahmen etwas weiter ventral

Welche Hirngebiete sind bei räumlichen Flüssigkeitsaufgaben aktiv?

Durchblutungszunahmen im Präfrontalkortex, allerdings mit einer leichten rechtsseitigen Aktivierungsdominanz

Was haben Untersuchungen mittels funktioneller Magnetresonanztomografie beim Lösen von "Tower-of-London"-Test ergeben?

Untersuchungen mittels der funktionellen Magnetresonanztomografie haben ergeben, dass während des Lösens von ToL-Aufgaben insbesondere der dorsolaterale Präfrontalkortex aktiviert ist. Die Aktivierungen nehmen mit der Anzahl der notwendigen Züge und mit der Schwierigkeit der Aufgabe zu.

Welche Funktion hat das cinguläre Kontrollsystem?

anteriores Cingulum hat zentrale Rolle im "exekutiven Kontrollsystem". Es soll wichtige Funktionen bei der willentlichen Aufmerksamkeitskontrolle, bei der Inhibition, dem Aufgabenwechsel, der Konfliktlösung, der Ressourcenzuteilung und bei Planungsprozessen übernehmen. (Untersuchungen z.B. mit Stroop- oder Flanker-Aufgabe)

Was lässt sich über den Zusammenhang von Lösen von Intelligenz-Tests mit exekutiven Funktionen sagen?

  • beim Lösen von Intelligenz-Test sind gleiche Hirngebiete aktiv wie bei Aufgaben zu exekutiven Funktionen
  • Je besser man ist beim Lösen von Intelligenztests, desto besser ist der Frontalkortex mit anderen Hirngebieten verbunden. Die Vernetzung des Frontalkortex (Sitz exekutiver Funktionen) mit anderen Hirngebieten ist besser.

Wie gross ist die Korrelation zwischen Leistungen in Arbeitsgedächtnisaufgaben und Intelligenztestleistungen?

r = 0.5 bis 0.8

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