Pflege


N. B.
Diese Karteikarten decken medizinische Themen auf Mittelschulniveau ab, mit Schwerpunkt auf Patientenpflege, Therapieformen und zellulären Prozessen. Sie umfassen die Behandlung von Tumoren, die Auswirkungen von Chemotherapie und die Bedeutung von Zytostatika, sowie die Pflege von Patienten mit Mukositis. Die Lernkarten sind besonders nützlich für Pflegekräfte und Medizinstudenten, die ihr Verständnis von Krankheitsbildern, Therapieansätzen und ethischen Prinzipien vertiefen möchten.
Cartes-fiches
157
Utilisateurs
9
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Collège
Créé / Mis à jour
02.09.2015 / 08.01.2023

Lernkarten

Wie definiert die Ottawa Charta die Gesundheitsförderung

Alle Massnahmen, die sowohl auf die Veränderung und Förderung des individuellen Verhaltens als auch der Lebensverhältnisse im positiven Sinne abzielen. Ziel ist es Ungleichheiten in sozialen Gruppen zu reduzieren.

Was sind Handlungsstrategien der Ottawa Charta?

Advocate: die Anwaltschaft für Gesundheit

Enable: Befähigen und Ermöglichen

Mediate: Vermitteln und Vernetzen

Was versteht man unter dem Handlungsfeld "Gesamtpolitik"

Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik

Gesundheit muss auf allen Ebenen und in allen Bereichen auf die politische Tagesordnung gesetzt werden.

Was versteht man unter dem Handlungsfeld "lebenswelten"

Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen

 

Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Organisation der Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit als Quelle der Gesundheit.

Was ist die Handlungsstrategie Advocate

Interessen vertreten

Aktives, anwaltschaftliches Eintreten um die Faktoren der gesundheitsfördernden Gesundheit positiv zu beeinflussen.

Was ist das Wichtigste zur Erreichung der Ziele nach WHO?

Transparent sein
Partizipativ sein
Koordinieren

Was ist das TTM?

Das Transtheoretische Modell; es befasst sich mit den einzelnen Stufen einer Verhaltensänderung

6 Stufen des Spiralenmodells TTM

Precontemplation (Absichtslosigkeit)

Contemplation (Bewusstwerden)

Preparation (Vorbereitung)

Action (Handlung)

Maintenance (Aufrechterhaltung)

Termination (Stabilisierung)

Ursachen für Dyspnoe in Palliativ Situation

Tumore

Perikarderguss

Kachexie

Medikamentös

Schlecht kontrollierte SZ

Angst

Herzinsuffizienz

Pleuraerguss

Definition palliative Sedation

Bewusste Verabreichung sedierender Medikamente zur Symptomlinderung bei Pat. in palliativen Situation, durch permanente oder zeitl. Begrenzte Herabsetzung des Bewusstseinszustands.

Schwierigkeiten der Palliativen Sedation?

Darf keine Schnelllösung sein. Pat. wird sediert, spricht er kann nicht mehr kommunizieren o.ä. Sedation wirkt oft als würde man den Tod beschleunigen, dies ist jedoch nachweislich nicht der Fall.

Definition Palliative Care nach WHO?

Ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Pat. und ihren Angehörigen, die mit Problemen aufgrund einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert werden, durch Vorbeugen + Lindern von Leiden, frühzeitiges Erkennen, Behandlung von SZ, etc.

Definition Spiritualität

Sie durchdringt alle Dimensionen des Lebens, betrifft die Identität des Menschen, seine Werte, alles was ihm Sinn, Hoffnung, Vertrauen und Würde verleiht. Sie wird erlebt in der Beziehung zu sich, zu anderen und zum Transzendenten

Ressourcen im Trauerprozess

Tragendes soziales Netz

Sozio-ökonomischer Status

Tragende Werte/Überzeugungen

Selbstwirksamkeit

Selbstberuhigung

Nutzung von Ressourcen

Zeitpunkt des Auftretens der Alopezie bei Chemotherapie

Meist 10-28 Tage nach der 1. Dosis, erneutes Wachstum nach 2-4 Wochen nach der letzten Dosis. Nach ca. 3 Monaten wieder Kopfbehaarung.

Zeitpunkt des Auftretens von Alopezie bei Radiotherapie

20-30 Gray: kein

30-40 Gray: leicht

40-50 Gray: stark

65-70 Gray: irreversibel

Nach ca. 6 Mt. Nach Ende wieder Haarwuchs

Zusammenhang Alopezie & CHemotherapie

Zytostatika wirken auf alle Zellen mit einer hohen Teilungsaktivität, also ca. 85% unserer Kopfhaare. Abhängig ist dies von der Art des Zytostatikum, Applikationsart, Dosis, Therapieplan und Polychemo.

Unteschied Alopezie Radiotherapie / Chemotherapie

Bei der Chemo trifft de Alopezie oft die Haare am ganzen Körper, bei der Radiotherapie nur das bestrahlte Körperteil

Physiologie des Haares

  1. Anagenphase

  2. Katagenphase

  3. Telogenphase

85% der Haare sind in der Anagenphase, in den anderen Phasen sind die Haare nicht mehr empfindlich gegen zytotoxische Einflüsse

Pflegerische Interventionen bei Alopezie

Gespräche führen über Körperbildveränderung

Aufzeigen von Möglichkeiten den Kopf zu bedecken

Aufzeigen der Pflege einer kahlen Kopfhaut

Prophylaxen zur Alopezie

Nur eingeschränkt möglich, Kopfhaut kann abgekühlt werden während der Chemo.

 

Ausserdem gibt es die Kompression der Kopfhaut mit Manschetten zur Verminderung der Durchblutung und Zellteilung

WHO Grade Alopezie

Grad 0: keine (0%)

Grad 1: minimale (0-25%)

Grad 2: mässige, fleckige (25-75%)

Grad 3: komplett, reversibel (>75%)

Grad 4: komplett, irreversibel (>75%)

Pflegerische Schwerpunkte bei Anämie

BD/P Kontrolle

Ohrensausen/Schwindel beobachten

Motorik beobachten

Atemerleichternde Lagerung

Für Ruhe sorgen

Wärmende Kleidung

Intensive Hautpflege

Dekubitusprophylaxe

Medzinische Massnahme bei Anämie

Bluttransfusionen
Volumengabe

Häufige Neigungen bei Thrombopenie

Petechien & Hämatome

Schleimhautblutungen

Menorrhagien

Metrorrhagien

Blutungen bei Verletzungen

Pflegerische Interventionen bei Thrombopenie

Pat. informieren

Sturzprophylaxe

Keine Nassrasur

Nicht barfuss gehen

Weiche Zahnbürste

Druckverband

Punktionen & Katheterisieren vermeiden

Definition Fatigue

Anhaltende, schwer zu überwindende Müdigkeit die emotional, geistig und körperlich ein Gefühl von totaler Erschöpfung hinterlässt. Es lässt sich mit Schlafen & Ausruhen kaum beheben.

Ursache von Fatigue bei Krebs

Nicht alle geklärt

Krebs selber z.B. Leukämie

Bestrahlung/Chemo

Begleiterscheinungen wie Infekte, Nebenwirkungen, SZ, Nausea

Mangelernährung

Muskelabbau

Blutarmut

 

Symptome der Fatigue

Erschöpfung

Gesteigertes Schlafbedürfnis

Eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit

Ständige Müdigkeit

Pflegerische Inteventionen bei Fatigue

Wechsel von Aktivität und Ruhe

Bewegung

Ausreichend Schlaf

Aktivität der neuen Situation anpassen

Energieerhaltende Massnahmen

Darüber sprechen

Wozu neigen Menschen mit einer Leukopenie

Ulzerationen der Mukosa

Erhöhte Infektanfälligkeit

Furunkel

Lymphknotenschwellung

Abszesse

Fieber

Pflegerische Massnahmen bei Leukopenie

Pat. über Risiken informieren

Umkehrisolation

Blutbild Kontrolle

Mundschutz

Angehörige Anleiten

Gute Händehygiene

Direkte Auslöser einer Mukositis bei Krebs

Tumor im Kopfgebiet

Chem. Schädigung durch Zytostatika

Physikalische Schädigung durch Rediotherapie

Mech. Schädigung

Therm. Schädigung

Indirekte Auslöser einer Mukositis bei Krebs

Schlechte Immunabwehrlage

Reduzierter AZ und EZ

Graft vs. Host Reaktion nach allergener KM-Transplantation

Mundtrockenheit

Symptome einer Mukositis

Rötung & Schwellung

Fleckenförmige Erytheme

Konfluierende Blasen

Ulzerationen bis Nekrosen

Schmerzen

Überempfindlichkeit bei heissen & scharfen Speisen

Schluckstörungen

Pathophysiologie einer Mukositis

Die Zellen aller Schleimhäute sind sehr teilungsaktiv. Dadurch wirkt vor allem die Chemotherapie sehr zytotoxisch auf die Zellen

5 Phasen der Mukositis

1.: Entzündung

2. Signalübertragung – diese löst die Apoptose aus

3. Amplifikation – SZ beginnt

4. Ulzeration – Ulcus & Infekte

5. Heilung

Mundinspektion bei Mukositis

Mund kontrollieren auf:

Mukosa

Wangen

Weicher Gaumen

Zahnfleisch

Zähne

Zunge

Speichelkonsistenz

Prophylaktische Interventionen bei Mukositis

Pat. sollen es rasch melden

Sst. Inspektion der Mundhöhle, Anleitung zur Mundhygiene

Mundspülungen

Eiswürfel oder kaltes Wasser

Interventionen bei bestehender Mukositis

Schmerzlinderung

Vermeidung eines Superinfekts

Erhaltung eines gesunden Ernährungszustands

Étudier