KNW 5.sem 1/2
Pflege
Pflege
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Flashcards
Wie definiert die Ottawa Charta die Gesundheitsförderung
Alle Massnahmen, die sowohl auf die Veränderung und Förderung des individuellen Verhaltens als auch der Lebensverhältnisse im positiven Sinne abzielen. Ziel ist es Ungleichheiten in sozialen Gruppen zu reduzieren.
Was sind Handlungsstrategien der Ottawa Charta?
Advocate: die Anwaltschaft für Gesundheit
Enable: Befähigen und Ermöglichen
Mediate: Vermitteln und Vernetzen
Was versteht man unter dem Handlungsfeld "Gesamtpolitik"
Entwicklung einer gesundheitsfördernden Gesamtpolitik
Gesundheit muss auf allen Ebenen und in allen Bereichen auf die politische Tagesordnung gesetzt werden.
Was versteht man unter dem Handlungsfeld "lebenswelten"
Gesundheitsförderliche Lebenswelten schaffen
Erhaltung der natürlichen Ressourcen, Organisation der Arbeit, die Arbeitsbedingungen und die Freizeit als Quelle der Gesundheit.
Was ist die Handlungsstrategie Advocate
Interessen vertreten
Aktives, anwaltschaftliches Eintreten um die Faktoren der gesundheitsfördernden Gesundheit positiv zu beeinflussen.
Was ist das Wichtigste zur Erreichung der Ziele nach WHO?
Transparent sein
Partizipativ sein
Koordinieren
Was ist das TTM?
Das Transtheoretische Modell; es befasst sich mit den einzelnen Stufen einer Verhaltensänderung
6 Stufen des Spiralenmodells TTM
Precontemplation (Absichtslosigkeit)
Contemplation (Bewusstwerden)
Preparation (Vorbereitung)
Action (Handlung)
Maintenance (Aufrechterhaltung)
Termination (Stabilisierung)
Ursachen für Dyspnoe in Palliativ Situation
Tumore
Perikarderguss
Kachexie
Medikamentös
Schlecht kontrollierte SZ
Angst
Herzinsuffizienz
Pleuraerguss
Definition palliative Sedation
Bewusste Verabreichung sedierender Medikamente zur Symptomlinderung bei Pat. in palliativen Situation, durch permanente oder zeitl. Begrenzte Herabsetzung des Bewusstseinszustands.
Schwierigkeiten der Palliativen Sedation?
Darf keine Schnelllösung sein. Pat. wird sediert, spricht er kann nicht mehr kommunizieren o.ä. Sedation wirkt oft als würde man den Tod beschleunigen, dies ist jedoch nachweislich nicht der Fall.
Definition Palliative Care nach WHO?
Ein Ansatz zur Verbesserung der Lebensqualität von Pat. und ihren Angehörigen, die mit Problemen aufgrund einer lebensbedrohlichen Krankheit konfrontiert werden, durch Vorbeugen + Lindern von Leiden, frühzeitiges Erkennen, Behandlung von SZ, etc.
Definition Spiritualität
Sie durchdringt alle Dimensionen des Lebens, betrifft die Identität des Menschen, seine Werte, alles was ihm Sinn, Hoffnung, Vertrauen und Würde verleiht. Sie wird erlebt in der Beziehung zu sich, zu anderen und zum Transzendenten
Ressourcen im Trauerprozess
Tragendes soziales Netz
Sozio-ökonomischer Status
Tragende Werte/Überzeugungen
Selbstwirksamkeit
Selbstberuhigung
Nutzung von Ressourcen
Zeitpunkt des Auftretens der Alopezie bei Chemotherapie
Meist 10-28 Tage nach der 1. Dosis, erneutes Wachstum nach 2-4 Wochen nach der letzten Dosis. Nach ca. 3 Monaten wieder Kopfbehaarung.
Zeitpunkt des Auftretens von Alopezie bei Radiotherapie
20-30 Gray: kein
30-40 Gray: leicht
40-50 Gray: stark
65-70 Gray: irreversibel
Nach ca. 6 Mt. Nach Ende wieder Haarwuchs
Zusammenhang Alopezie & CHemotherapie
Zytostatika wirken auf alle Zellen mit einer hohen Teilungsaktivität, also ca. 85% unserer Kopfhaare. Abhängig ist dies von der Art des Zytostatikum, Applikationsart, Dosis, Therapieplan und Polychemo.
Unteschied Alopezie Radiotherapie / Chemotherapie
Bei der Chemo trifft de Alopezie oft die Haare am ganzen Körper, bei der Radiotherapie nur das bestrahlte Körperteil
Physiologie des Haares
Anagenphase
Katagenphase
Telogenphase
85% der Haare sind in der Anagenphase, in den anderen Phasen sind die Haare nicht mehr empfindlich gegen zytotoxische Einflüsse
Pflegerische Interventionen bei Alopezie
Gespräche führen über Körperbildveränderung
Aufzeigen von Möglichkeiten den Kopf zu bedecken
Aufzeigen der Pflege einer kahlen Kopfhaut
Prophylaxen zur Alopezie
Nur eingeschränkt möglich, Kopfhaut kann abgekühlt werden während der Chemo.
Ausserdem gibt es die Kompression der Kopfhaut mit Manschetten zur Verminderung der Durchblutung und Zellteilung
WHO Grade Alopezie
Grad 0: keine (0%)
Grad 1: minimale (0-25%)
Grad 2: mässige, fleckige (25-75%)
Grad 3: komplett, reversibel (>75%)
Grad 4: komplett, irreversibel (>75%)
Pflegerische Schwerpunkte bei Anämie
BD/P Kontrolle
Ohrensausen/Schwindel beobachten
Motorik beobachten
Atemerleichternde Lagerung
Für Ruhe sorgen
Wärmende Kleidung
Intensive Hautpflege
Dekubitusprophylaxe
Medzinische Massnahme bei Anämie
Bluttransfusionen
Volumengabe
Häufige Neigungen bei Thrombopenie
Petechien & Hämatome
Schleimhautblutungen
Menorrhagien
Metrorrhagien
Blutungen bei Verletzungen
Pflegerische Interventionen bei Thrombopenie
Pat. informieren
Sturzprophylaxe
Keine Nassrasur
Nicht barfuss gehen
Weiche Zahnbürste
Druckverband
Punktionen & Katheterisieren vermeiden
Definition Fatigue
Anhaltende, schwer zu überwindende Müdigkeit die emotional, geistig und körperlich ein Gefühl von totaler Erschöpfung hinterlässt. Es lässt sich mit Schlafen & Ausruhen kaum beheben.
Ursache von Fatigue bei Krebs
Nicht alle geklärt
Krebs selber z.B. Leukämie
Bestrahlung/Chemo
Begleiterscheinungen wie Infekte, Nebenwirkungen, SZ, Nausea
Mangelernährung
Muskelabbau
Blutarmut
Symptome der Fatigue
Erschöpfung
Gesteigertes Schlafbedürfnis
Eingeschränkte körperliche Leistungsfähigkeit
Ständige Müdigkeit
Pflegerische Inteventionen bei Fatigue
Wechsel von Aktivität und Ruhe
Bewegung
Ausreichend Schlaf
Aktivität der neuen Situation anpassen
Energieerhaltende Massnahmen
Darüber sprechen
Wozu neigen Menschen mit einer Leukopenie
Ulzerationen der Mukosa
Erhöhte Infektanfälligkeit
Furunkel
Lymphknotenschwellung
Abszesse
Fieber
Pflegerische Massnahmen bei Leukopenie
Pat. über Risiken informieren
Umkehrisolation
Blutbild Kontrolle
Mundschutz
Angehörige Anleiten
Gute Händehygiene
Direkte Auslöser einer Mukositis bei Krebs
Tumor im Kopfgebiet
Chem. Schädigung durch Zytostatika
Physikalische Schädigung durch Rediotherapie
Mech. Schädigung
Therm. Schädigung
Indirekte Auslöser einer Mukositis bei Krebs
Schlechte Immunabwehrlage
Reduzierter AZ und EZ
Graft vs. Host Reaktion nach allergener KM-Transplantation
Mundtrockenheit
Symptome einer Mukositis
Rötung & Schwellung
Fleckenförmige Erytheme
Konfluierende Blasen
Ulzerationen bis Nekrosen
Schmerzen
Überempfindlichkeit bei heissen & scharfen Speisen
Schluckstörungen
Pathophysiologie einer Mukositis
Die Zellen aller Schleimhäute sind sehr teilungsaktiv. Dadurch wirkt vor allem die Chemotherapie sehr zytotoxisch auf die Zellen
5 Phasen der Mukositis
1.: Entzündung
2. Signalübertragung – diese löst die Apoptose aus
3. Amplifikation – SZ beginnt
4. Ulzeration – Ulcus & Infekte
5. Heilung
Mundinspektion bei Mukositis
Mund kontrollieren auf:
Mukosa
Wangen
Weicher Gaumen
Zahnfleisch
Zähne
Zunge
Speichelkonsistenz
Prophylaktische Interventionen bei Mukositis
Pat. sollen es rasch melden
Sst. Inspektion der Mundhöhle, Anleitung zur Mundhygiene
Mundspülungen
Eiswürfel oder kaltes Wasser
Interventionen bei bestehender Mukositis
Schmerzlinderung
Vermeidung eines Superinfekts
Erhaltung eines gesunden Ernährungszustands