KJL

Kinder und Jugendliteratur

Kinder und Jugendliteratur


L. M.
Diese Lernkarten behandeln die Kinder- und Jugendliteratur (KJL) auf universitärem Niveau. Sie konzentrieren sich auf die Analyse von Texten, Erzählstrukturen und Adaptionen, die speziell für junge Leser konzipiert sind. Die Karteikarten beleuchten verschiedene Aspekte wie die Entwicklung von Lesern, die Bedeutung von Erzählsituationen und die Funktionen der KJL. Sie richtet sich an Studierende der Pädagogik, die sich mit der Vermittlung und Rezeption von Literatur für Kinder und Jugendliche auseinandersetzen.
Flashcards
32
Students
6
Language
German
Level
University
Created / Updated
20.06.2015 / 04.06.2016

Flashcards

Auktoriale Erzählsituation: 

  • allwissender Erzähler

  • berichtende Erzählweise

  • Erzähler gehört nicht zur Geschichte

  • vermittelt zwischen fiktiver und realer Welt 

Ich-Erzählsituation:

  • Erzähler mit Figur identisch

  • erzählende Ich und erlebende Ich

 

Personale Erzählsituation:

  • Anwesenheit des Erzählers wird dem Leser nicht bewusst. Der Leser nimmt die Erzählung aus Sicht einer bestimmten Figur

 

Modernisierung: 

  • "technologischen Rationalisierungsschübe und die Veränderung von Arbeit und Organisation, umfaßt darüber hinaus aber auch sehr viel mehr: den Wandel der Sozialcharaktere und Normalbiographien, der Lebensstile und Liebesformen, der Einfluß- und Machtstrukturen, der politischen Unterdrückungs- und Beteiligungsformen, der Wirklichkeitsauffassungen und Erkenntnisnormen."

 

Adoleszenz-Begriff: 

  • Mit der Frage nach dem Adoleszenz-Begriff ist ein Bezug zu den Disziplinen hergestellt, die sich mit jenen Phasen beschäftigen, die das Ende der Kindheit und den Übergang zum Erwachsenenalter anzeigen. Aufgerufen sind mindestens Medizin, Anthropologie, Jugendforschung, Soziologie, Psychologie, Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Psychoanalytische Entwicklungstheorie, Empirische Sozialforschung, Gender- und Generationenforschung. lebensgeschichtliche Phase, in der es zu einem Mit- und Gegeneinander von körperlichen, psychischen und sozialen Prozessen kommt. Insofern geht es um die ‚Neuprogrammierung’ der physiologischen, psychologischen und psychosozialen Systeme. 

3 Ebenen der Adoleszenz:

  • 1. Physiologisch = A. umfasst Gesamtheit der somatischen Veränderungen (körperliche Entwicklung u. sexuelle Reifung von besonderer Bedeutung).

  • 2. Psychologisch = A. meint den Komplex individueller Vorgänge, die das Erfahren, die Auseinandersetzung und Bewältigung somatischer und sozialer Veränderungen betreffen (psychosoziale Faktoren besondere Rolle).

  • 3. Soziologisch = A. ist eine Art Zwischenstadium, in dem Jugendliche zu einer verantwortungsvollen, aktiven Teilnahme an gesellschaftlichen Prozessen motiviert werden, aber eine institutionelle Absicherung noch nicht besteht. 

Merkmale Adoleszenzromans:

  • jugendliche Helden, Darstellung in Jugendphase

  • klassisch männliche Protagonisten, moderne o. Postmoderne auch weiblich

  • nicht auf Pubertät beschränkt sonder 11 bis 30er (Identitätssuche)

  • Die jugendliche Hauptfigur wird nicht nur in einer "existentiellen Erschütterung" und "tiefgreifenden Identitätskrise" (Ewers) angetroffen, sondern sie kann die lebensgeschichtliche Phase ebenso als lustvoll und offen erleben, als Möglichkeit, sich Auszuprobieren, als Spielchance, als Gewinn bei der Sinn- und Identitätssuche. 

Handlungsmuster Adoleszenzromane:

  • Ablösung von Eltern

  • Ausbildung eigener Wertvorstellungen (Ethik, Politik, Kultur usw.)

  • erster sex. Kontakt

  • hineinwachsen oder Ablehnen in soziale Rolle

  • A. zumeist ein ‘offenes Ende’, die Protagonisten bleiben auf der Suche, eine Identitätsfindung im Sinne eines festen Wesenskerns muß nicht erfolgen und auch nicht angestrebt sein. 

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