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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 19.12.2015 / 30.12.2018
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Der 1. Weltkrieg (1914-1918)

-    Zuvor: Grossmächte in Europa insbesondere GB, haben in Prinzip die Welt beherrscht
-    Deutschland, Österreich-Ungarn, ... ←→ Frankreich, GB, Russland, gegen Ende auch USA
-    Auslöser: Julikrise (Ereignisse haben sich überschlagen): Attentat in Sarajevo, 28. Juni 1914 auf den Thronfolger von Österreich-Ungarn, Blankoscheck des Deutschen Reichs („Ihr könnt machen was ihr wollt, wir stehen hinter euch.“), Österreich-Ungarn: Ultimatum an Serbien → Kriegserklärung, Mobilisierung Russlands: Schlieffenplan „fordert“ Kriegserklärung des Deutschen Reichs ( man muss gegen Russland & Frankreich kämpfen → 2 Fronten, Plan war zuerst ganz schnell Frankreich angreifen & besiegen und dann auf Russland konzentrieren, Krieg in zwei aufeinanderfolgende Feldzüge aufteilen → muss sehr schnell geschehen)
-    Grabenkrieg an der Westfront (war nicht schnell sondern sehr langjährig)
-    15 Millionen Tote

 

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Gründe für den Ausbruch des 1. Weltkrieges

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-    Erstarken Deutschlands
-    ... zum festen, bipolaren System Willhelms II.
-    Falsche Vorstellungen über die Schnelligkeit des Sieges: Elite dachte so, weil sie die Kriege aus dem 19. Jahrhundert kennen, dass es nicht so lange dauern würde und nicht so viele Gefallene geben würde
-    Instabilität: Vorteil durch schnelle Reaktionen (Schlieffenplan) → war allen klar, alle hatten den Anreiz, schnell zu handeln
-    Eskalierende Krise → Julikrise

 

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Auf welchen Analysebenen befindend sich die Erklärungen für den 1. Weltkrieg

• Internationales System:
-    Erstarken Deutschlands: wird stärker als andere Staate → Bring internationale Balance durcheinander
-    Vom flexiblen Bündnissystem Bismarcks zum festen, bipolaren System Wilhelms II → betrifft das ganze System
-    Falsche Vorstellungen über die Schnelligkeit des Sieges → Betrifft alle, weil alle das wissen
-    Instabilität: Vorteil durch schnelle Reaktionen (Schlieffenplan): könnte spezifisch Deutsch sein, hat aber etwas systemisches und gilt für alle Staaten
-    Eskalierende Krise: ganzes System wird beeinflusst
• Individuum:
-    Vom flexiblen Bündnissystem Bismarcks zum festen, bipolaren System Wilhelms II. → Veränderung basiert auf Individuum
-    Falsche Vorstellungen über die Schnelligkeit des Sieges → Individuen haben entschieden
→ psychologische Aspekte spielen sich generell auf Individualebenen ab

 

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Folgen des 1. Weltkrieges

• Versailler Vertrag:
-    Neuordnung Österreich-Ungarns: getrennt & Territorien für Polen abgezweigt
-    Untergang des Osmanischen Reiches → wurde aufgeteilt: FR: Syrien & Libanon, GB: Irak & Palästina
-    Deutschland: Harte Auflagen: hohe Reparationen die sie bezahlen mussten, Verlust von Ostpreussen und Kolonien, Novemberrevolution: Weimarer Republik (Abdankung des Kaisers)
• Völkerbund:
kollektive Sicherheit: Weggang von der Bündnispolitik zu einem System wo sich alle Länder verpflichten, dass sie kein Krieg anfangen, wenn trotzdem → kollektive Sanktionen der anderen Länder. War nicht so erfolgreich → USA Wilson konnte das im Senat nicht durchsetzen → wenn grosse, wichtige Staaten nicht teilnehmen ist es nicht so effektiv

 

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Gründe für den 2. Weltkrieg (1939-1945)

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• Deutschland (hat sehr unter dem Versailler Vertrag gelitten), Italien, Japan ←→ Frankreich, GB, Sowjetunion USA
• Auslöser:
-    Aggression Deutschlands: Promission vom Versailler Vertrag gebrochen → Hitler hat Truppen im Rheinland positioniert (Remilitarisierung des Rheinlands)
-    Annexion (gewaltsame Besetzung und Aneignung eines fremden Gebiets) Österreichs
-    Angriff auf Polen 1. September 1939
• Appeasement-Politik (bis 1939): Beschwichtigungspolitik von GB, FR, USA
  Münchner Abkommen (1938): Annexion Sudentenland: Hitler hat gesagt dort sind viele Deutsche,  das gehört eigentlich zu Deutschland. Andere Staate dachten, wenn wir das Deutschland geben sind sie zufrieden und fangen keinen Krieg an & haben Versailler Vertrag rückgängig gemacht → hat Hitler nicht gereicht
• Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion (1941)
• Angriff Japans auf Pearl Harbor (1941): Kriegseintritt USA → Ende der Isolationspolitik der USA
• 60 Millionen Tote: Flächenbombardierung, Atombomben (USA in Japan), Kriegsverbrechen (Bomben auf

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Folgen des 2. Weltkrieges

• Grenzänderungen: z.B. West-Verschiebung Polens, Teilung Deutschlands, Korea, Österreich wurde unabhängig, DE erst 1990 wieder vereint
• Internationaler Militärgerichtshof (wollten Nazis vor Gericht bringen): Nürnberger Prozesse
  → Vorläufer der späteren internationalen Strafgerichtshöfe
• Gründung Vereinte Nationen (UN)
• Gründung Bretton-Woods Institutionen (IMF, World Bank)
Bretton-Woods System: nach dem 2. Weltkrieg entstanden internationale Währungsordnung mit Wechselkursbandbreiten, Anker war der US-Dollar
• Schwächung der europäischen Staaten → Dekolonisation, DE & GB konnten ihre Kolonien nicht mehr aufrecht erhalten
• Entwicklungen von Nuklearwaffen (USA)
• Supermächte: Sowjetunion & USA → Kalter Krieg

 

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Dekolonisation

• 18./19. Jahrhundert: USA, Lateinamerika
• nach dem 2. Weltkrieg (grosse Welle): Japan (Korea), Ende des British Empire (Indien, Pakistan, Burma,...)
• 1950/60er:
-    viele Staaten erlangten die Unabhängigkeit (Ghana, Nigeria,...)
-    Schwere Kriege in Vietnam und Algerien (FR Kolonien)
• Vergleich 1880 und 1980: Europäische Kontrolle über den Grossteil der Welt ←→ 2 Supermächte, einige Mittelmächte → 100 neue Staaten

 

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Organisationen der "Dritten Welt"

• Kalter Krieg: 1.Welt → westliche Welt, 2. Welt → Ostblock
• Bewegung der Blockfreien (Non-Alignment Movement: unabhängig bleiben & kein Nuklearkrieg)
-    Gründung 1955: Ägypten, Ghana, Indien, Indonesien, Jugoslawien
-    Unabhängigkeit Ost/West-Blöcken, 120 Mitglieder
• Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD: United Nations Conference on Trade and Development)
-    Gründung 1964
-    Förderung von Handel, Investitionen und Entwicklungen von ärmeren Ländern
• G-77: Loser Zusammenschluss von Entwicklungsländern
-    Gründung 1964, 134 Mitgliedsstaaten
-    Förderung der Interessen der Mitgliedsstaaten bei der UN
• Organisation erdölexportierender Länder (OPEC: Organization of the Petroleum Exporting Countries): Kartell zur Kontrolle der Fördermengen von Öl
→ von exportierenden Ländern gegründet, nicht mehr im Preiswettbewerb

→ z.T. erhebliche Interessensunterschiede, beschränkter Einfluss. Sehr heterogene Menge von Staaten, die sich zusammengeschlossen haben → Einfluss auf Weltpolitik gering.
Gute Versuche Einfluss zu nehmen, jedoch schwierig sich durchsetzen zu können