HS2015


D. A.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die komplexen Dynamiken internationaler Beziehungen, mit Fokus auf Staaten, Konflikte und globale Institutionen wie die UN. Sie beleuchten Themen wie Migration, Handel und Machtverhältnisse, insbesondere im Kontext von Kriegen und humanitären Interventionen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute in Politikwissenschaft, die ein tiefes Verständnis der internationalen Beziehungen und deren Akteure erlangen möchten.
Cartes-fiches
204
Utilisateurs
27
Langue
Allemand
Catégorie
Politique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
19.12.2015 / 30.12.2018

Cartes-fiches

Inhalte der Flüchltingskonvention - Wichtige Bestimmungen der Genfer Flüchtlingskonvention

• Non-Refoulement: Flüchtlinge dürfen nicht zurückgeschickt werden
• Keine Diskriminierung unter Flüchtlingen
• keine Bestrafung wegen „illegaler“ Einreise
• internationale Zusammenarbeit zur Vermeidung besonderer Belastungen für einzelne Länder
• Nach Anerkennung des Flüchtlingsstatus sollen Staaten die Eingliederung und Einbürgerung der Flüchtlinge erleichtern und beschleunigen

 

Definition Flüchtling

• eine Person, die sich ausserhalb des Landes befindet, dessen  Staatsangehörigkeit sie besitzt oder in dem sie ihren ständigen Wohnsitz hat
• und die wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugungen eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat
• und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Furcht vor Verfolgung nicht dorthin zurückkehren kann
→ rechtlicher Schutz gilt erst ausserhalt des Heimatlandes
→ Einschluss von politischen, aber keinen wirtschaftlichen Flüchtlingen    

 

Migrations- und Flüchtlingspolitik in Europa

Schengener Abkommen, Lissabon Vertrag
• Schutz der Aussengrenze
• Gemeinsame Visa-, Aufenthalts- und Asylpolitik
• „Solidarität“: Unterstützung für die Länder mit besonders hoher Belastung
• Vereinbarungsmöglichkeiten mit Drittstaaten
Dublin III:
• Familiäre Unterstützung vor staatlicher Unterstützung
• Erste Zuständigkeit beim Mitgliedsland des Grenzübertritts
-    Prinzip der Haftung (nicht der Lastenaufteilung nach Leistungsvermögen)
-    Belastung der Staaten mit Aussengrenzen
• Warum stimmen diese Staaten zu? „Kuhhandel“: Verknüpfung mit anderen Politikbereichen

 

internationale Kooperation

• Unterschiedliche Belastungen – Nord-Süd/West-Ost-Asymmetrien: Die meisten Flüchtlinge treffen zunächst auf die südlichen und östlichen Staaten Europas
→ die nord-westlichen Staaten haben wenig Anreiz zu kooperieren
• Anreize des bisherigen Rechts: Umwälzung der Kosten auf andere Staaten: Abschottung der Grenzen, die Flüchtlinge nicht registrieren und weiter reisen lassen
• Wege zur Kooperation?
-    Kuhhandel: Verbindung von versch. Politikbereichen (bzw. Bezahlung)
-    Betonung gemeinsamer Interessen (oder Verstärkung gemeinsamer Probleme)