IT-Sicherheit
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Cartes-fiches
Was sind Vorteile der Symmetrischen Verschlüsselung? (3p)
- Altbekannte Technik
- Geringer Rechenaufwand
- Aktuelle Verfahren sehr sicher
Was sind Nachteile der Symmetrischen Verschlüsselung? (3p)
- Sicherer Kanal für Schlüsselaustausch
- Ein Schlüssel pro Kommunikationsweg
- Sicherheit durch wiederholte Verwendung von Schlüsseln beeinträchtigt
Nennen Sie Grundsätze des Public-Key-Verfahrens. (4p)
Nennen sie Vorteile des Public-Key-Verfahrens (2p)
- Relativ neue Entwicklung (1976)
- Schlüsselaustausch über unsichere Kanäle
Nennen Sie Nachteile des Public-Key-Verfahrens (5p)
- Rechenaufwendig
- Große Schlüssellängen nötig
- Schlüsselverifikation nötig
- Wiederholte Verwendung von Schlüsseln beeinträchtigt Sicherheit
- Sicherheit nicht vollständig beweisbar
Nennen sie Vorteile des Hybritverfahrens (Session Key) (4p)
- Schlüsselhandling wie bei Public-Key
- Performance wie symmetrische Verfahren
- Session-Key wird nur einmal verwendet
- Mit Public-Key werden nur kleine, zufällige Datenmengen verschlüsselt
Wie werden Digitale Signaturen erstellt? (3p)
- Erstellen einer Prüfsumme über das Dokument
- Prüfsumme wird mit Private Key verschlüsselt
- Verschlüsselte Prüfsumme wird an Dokument gehängt.
Wie Werden Digitale Signaturen geprüft? (3p)
- Empfänger berechnet Prüfsumme aus Dokument
- Empfänger entschlüsselt angehängte Prüfsumme
- Empfänger vergleicht Prüfsummen
Was versteht man unter Cipher Block Chaining? (4p)
- Jeder Klartextblock wird vor Verschlüsselung mit vorhergehenden Chiffretextblock XOR-verknüpft.
- Erster Klartextblock wird mit sog. Initialisierungsvektor (IV) verknüpft.
- Der Chiffretextblock wird damit von allen vorhergehenden Blöcken abhängig.
- Timestamp oder Zufallswert als IV wird an Nachricht angehängt.
Was versteht man unter Stromchiffres? (4p)
- Verknüpfung von einzelnen Klartextzeichen mit Zeichen eines Schlüsselstroms (XOR bei Bits)
- Schlüsselstrom ist pseudozufällige Zeichenfolge, aus dem Schlüssel abgeleitet
- Keine Mindestmenge an Daten für Verschlüsselungsvorgang
- jedes Zeichen kann sofort übertragen werden
Was sind Synchrone Stromchiffres? (1p)
Stromchiffres bei denen die Erzeugung des Schlüsselstroms unabhängig von Klar- und Chiffretext ist.
Was sind Probleme bei Stromchiffres? (4p)
- gleiche Nachrichten ergeben gleichen Chiffretext
- Bei Kenntnis von Klar- und Chiffretext kann Schlüsselstrom rekonstruiert werden
- Weitere Nachrichten mit gleichem Schlüsselstrom lesbar
- Sauberes IV-Handling essentiell
Wofür wird das Public-Key-Verfahren verwendet? (3p)
- Schlüsselaustausch
- Verschlüsselung
- Signaturen
Was versteht man unter RSA-Verschlüsselung? (4p)
- Geeignet für Verschlüsselung und Signatur
- Basiert auf Produkt großer Primzahlen
- Sicherheit durch Schwierigkeit der Faktorisierung
- Blockchiffre
Nennen Sie Ziele der Kryptanalyse (3p)
- Gewinnung von Informationen aus den Daten über Schlüssel oder Klartext
- Zur Überprüfung und Quantifizierung ihrer Sicherheit
- Änderung des Klartextes durch gezielte manipulation des Chiffretextes
Was sind Häufigkeitsanalysen (1p)
Das analysieren von Häufungen von Zeichen/Zeichenketten in einem Chiffretext
Was ist eine Frequenzanalyse (2p)
- wird bei monoalphabetischen Verfahren eingesetzt
- Einfache Häufigkeitsanalyse der Zeichen (bsp. e häufig genutzter Buchtabe)
Welches Analyseverfahren könnte bei einem polyalphabetischem Verschlüsselungsverfahren eingesetzt werden? (5p)
- Koinzidenzanalyse
- -> Bestimmung der Schlüssellänge
- Aufteilung in n Spalten (n: Schlüssellänge)
- Spaltenweise Frequenzanalyse
- -> Bestimmung der Einzelalphabete
Was muss bei der Wahl der Schlüssellänge berücksichtigt werden? (2p)
- Lebensdauer der Information
- Entwicklung der Rechenleistung
Was versteht man unter einem Seitenkanal-Angriff? nennen Sie 4 Beispiele (5p)
- Gewinnung von Zusatzinformation über verdeckten Informationskanal z.B.
- Laufzeitanalysen
- Stromverbrauchsanalyse
- Elektromagnetische Abstrahlung
- Berechnungsfehler aufgrund Umgebungsbedingungen (z.B. Betrieb mit Unterspannung)
Was versteht man unter Differentieller Kryptanalyse? (3p)
- Chosen Plaintext Attack
- Untersuchung der Auswirkungen der Differenzen verschiedener Klartexte auf die Differenzen der resultierenden Chiffretexte
- Daraus Rückschluss auf Wahrscheinlichkeit möglicher Schlüssel
Was versteht man unter linearer Kryptanalyse (3p)
- Known-Plaintext-Angriff
- Approximation der Verhältnisse zwischen Klartext, Chiffretext und Schlüssel durch lineare Gleichungssysteme
- In Zusammenhang mit bekannten Plaintext-Chiffretext-Verfahren Rückschluß auf Schlüsselbits
Was versteht man unter einem Man-in-the-middle-Angriff? (4p)
- Angreifer hängt sich aktiv in den Kommunikationskanal ein
- Täuscht beiden Partnern vor, jeweils der andere Kommunikationspartner zu sein
- Dadurch beliebige Analyse und Verfälschung des Datenverkehrs möglich
- Meist durch Manipulation von Netzwerkstrukturen
Wozu verwendet man Hashverfahren? (4p)
- Integritätsprüfung von Dokumenten
- Authentizitätsprüfung
- Digitale Signatur
- Schlüsselgenerierung
Was sind Eigenschaften einer Schwachen Hashfunktion? (5p)
- h = H(M) leicht zu berechnen --> h = hashwert, H = Hashfunktion, M = Nachricht
- schwer zu gegebenem h ein M zu berechnen
- feste länge des Hash, variable Länge der Nachricht
- schwer, zu geggebenem M ein M' zu berechnen mit H(M) = H(M')
- keine Sicherheit gegen "Geburtstagsattacke"
Was sind eigenschaften einer Starken Hashfunktion? (2p)
- Eigenschaften schwacher Hashfunktion
- zusätzlich: schwer, beliebige M und M' zu finden mit H(M) = H(M')
Wozu dienen Message Authentication Codes? (2p)
- Authentisierung
- Integritätsprüfung
Wie funktionieren Message Authenthication codes? (4p)
- Blockchiffre mit festem IV
- Geheimem statt festem Schlüssel
- Letzter Block ergibt Hashcode
- Schlüssel wird an Datenangehängt
Eignen sich Message Authentication Codes als Signaturen? (2p)
- Bedingt nutzbar
- Keine Beweisbarkeit der Urheberschaft
Welche Anforderungen müssen digitale Signaturen erfüllen? nennen Sie ein Verfahren (5p)
- Zweifelsfreie Identifikation des Urhebers
- Keine Wiederverwendbarkeit (nur gültig mit Originaldokument)
- Unveränderbarkeit des Dokuments
- Verbindlichkeit (Urheberschaft nicht abstreitbar)
- Erfüllbar mit Public Key Verfahren
Welche Anforderungen muss eine Qualifizierte Digitale Signatur erfüllen? (5p)
- Erfüllt gesetzlich geforderte Schriftform
- Verwendung einer Smartcard (Schlüssel verlässt Karte nicht)
- Kartenleser mit eigener Tastatur für PIN-Eingabe
- Zertifikat einer anerkannten CA
- Verwendung von zertifizierter Hard- und Software
Was versteht man unter einem Zertifikat? (4p)
- Schlüssel selbst wird signiert
- kann Signierer und Signaturschlüssel vertraut werden, dann auch signiertem Schlüssel
- Zusammen mit Schlüssel werden weitere Daten siginiert
- Signierter Schlüssel mit Daten ergibt Zertifikat
Welche zwei unterschiedlichen Ansätze gibt es für Zertifikate? (2p)
- Web of Trust
- Public Key Infrastructure
Was ist ein Web of Trust? (4p)
- Dezentraler Ansatz
- Gegenseitige Signaturen
- Verifikation über Signaturketten
- Sehr robust gegen Ausfall einzelner Elemente.
Wie funktioniert eine Public Key Zertifikat Infrastructure? (6p)
- Vergabe und Verwaltung durch zentrale, vertrauenswürdige Stellen (Certification Authorities)
- Flache Strukturen
- Nur wenige Signaturschlüssel zu verifizieren
- Weniger Verantwortung beim Benutzer
- Kostenaufwendige Infrastruktur
- Single Point of Failure
Was sind generelle Ziele eines Angreifers? (8p)
- Industriespionage
- Wettbewerber benachteiligen
- Identitätsdiebstahl (Phishing, ... )
- Erpressung ("Ransomware")
- SPAM
- Missbrauch von Resourcen (gekaperte FTP-Server, Bot-Netze)
- Spieltrieb, Zerstörungsdrang ("Script Kiddies")
- Aufdecken von Schwachstellen ("Hacker")
Unterscheiden sie die zwei grundlegenden Arten von Angriffen
- Passiv: unautorisierte Informationsgewinnung
- Aktiv: unautorisierte Modifikation von Daten