IT Sicherheit

IT Sicherheit Basics

IT Sicherheit Basics


J. Z.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der IT-Sicherheit auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln verschiedene Verschlüsselungsverfahren wie Block- und Stromchiffren, kryptographische Funktionen, Schlüsselmanagement und Sicherheitsmechanismen. Die Karteikarten erklären auch Angriffe wie Denial of Service, Botnetze und SQL-Injection sowie Schutzmaßnahmen dagegen. Ideal für Studierende und IT-Profis, die ihr Wissen in Kryptographie und Netzwerksicherheit vertiefen möchten.
Cartes-fiches
28
Utilisateurs
13
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.12.2014 / 31.08.2023

Cartes-fiches

Welche Ansätze der Kryptoanalyse gibt es?

  • known ciphertext attack: der Analytiker kennt ein (meist großes) Stück des Geheimtextes
  • known plaintext attack: der Analytiker kennt zusammengehörige Stücke Klartext/Schlüsseltext (meist kleine Texte)
  • chosen plaintext attack: der Angreifer kann zu verschlüsselnde Texte dem Angegriffenen unterschieben.

Gibt es sichere Chiffriersysteme?

Was bedeutet Sicher? _ Wenn abgefangener Schlüssel mit gleicher Wahrscheinlichkeit von jedem

Klartext stammen kann

z.B. One Time Pad Verschlüsselung: Klartext: Bitfolge der Länge N, Schlüssel: Bitfolge der Länge N

  • Verschlüsselung: Bitweise Addition von Klartext und Schlüssel erzeugt Schlüsseltext             Entschlüsselung: Addiere Schlüssel binär zum Schlüsseltext

Sicherheit gilt nur, wenn der Schlüssel nur einmal verwendet wird

 

One Time Pad ist äquivalent zu Vigenere Chiffre:

  • Alphabet besteht nur aus 0,1
  • Schlüssel ist genauso lang wie Klartext

Erkläre Stromchiffren

Beliebig langer Schlüssel wird mit

Pseudozufallszahlengenerator erzeugt

Initialisierungswert des Generators ist der Schlüssel

Nutzdatenstrom wird kontinuierlich Bit für Bit verschlüsselt.

Erkläre Blockchiffren

Pro Verschlüsselung schritt wird ein Datenblock fester Länge verschlüsselt

Gängige Blockchiffren sind mehrstufig aufgebaut aus

  • Substitution: Klartext wird durch schlüsselabhängigen Text ersetzt und 
  • Transition: Klartext wird durcheinander gewürfelt

 

Substitution

  • Verschiebung des Alphabets
    • Schlüssel kann sofort gebrochen werden, falls der Klartext ein Text in einer bekannter Sprache ist. (Beim Alphabet müssen nur 25 Schlüssel auszuprobieren)
    • _ Sicherheitskriterium: Schlüssellänge
  • Beliebige Vertauschung der Buchstaben o Anzahl möglicher Schlüssel: 26! = 4 * 10^26  o Angriff durch Häufigkeitsanalyse o Verbesserung: Nicht einzelne Buchstaben sondern Buchstabengruppen verschlüsseln.
    • 2 Zeichen pro Substitution _ Klartextalphabet von 26 * 26 = 676 Zeichen o _ Sicherheitskriterium: Blockgröße

Transposition

  • Zeichen von Klartext werden nicht ersetzt sondern in ihrer Reihenfolge vertauscht.
  • Mehrmaliges ausführen solcher Transpositionen verbessert Sicherheit.             Sicherheitskriterium: Diffusion

Diffusion (lat. diffundere ‚ausgießen‘, ‚verstreuen‘, ‚ausbreiten‘) ist ein natürlich ablaufender, physikalischer Prozess. Er führt mit der Zeit zur vollständigen Durchmischung zweier oder mehrerer Stoffe

Entwurfsregeln für Blockchiffren:

  1. Schlüsselgröße (Länge)
    • Muss groß genug sein um Durchprobieren aller Schlüssel zu verhindern (z.B. 128 Bit)
  2. Blocklänge
    • Klartextalphabet muß groß genug sein um statistische Analyse zu verhindern (z.B. 64 Bit)
  3. Diffusion
    • Jedes Klartextbit beeinflusst jedes Schlüsseltextbit

Jedes Schlüsselbit beeinflusst jedes Schlüsseltextbit