IT Sicherheit

IT Sicherheit Basics

IT Sicherheit Basics


J. Z.
Diese Lernkarten decken grundlegende und fortgeschrittene Konzepte der IT-Sicherheit auf Universitätsniveau ab. Sie behandeln verschiedene Verschlüsselungsverfahren wie Block- und Stromchiffren, kryptographische Funktionen, Schlüsselmanagement und Sicherheitsmechanismen. Die Karteikarten erklären auch Angriffe wie Denial of Service, Botnetze und SQL-Injection sowie Schutzmaßnahmen dagegen. Ideal für Studierende und IT-Profis, die ihr Wissen in Kryptographie und Netzwerksicherheit vertiefen möchten.
Cartes-fiches
28
Utilisateurs
13
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.12.2014 / 31.08.2023

Cartes-fiches

Was ist ein Trojanische Pferd?

  • Allgemein bekanntes/verbreitetes Programm wird modifiziert
  • Modifikation führt zur Täuschung Originalfunktionen aus
  • Zusätzlich werden unerwünschte Zusatzfunktionen ausgeführt.

Bekämpfung:

Durch sichere Programmauthentifikation und sichere Programmverteilung

Erkläre "Man in the Browser"

  • Trojaner der eine Sonderform des MITM- Angriffs durchführt (Oft Infizierung durch Drive by Download)
  • Infiziert Webbrowser
  • Meist darauf spezialisiert online Banking Transaktionen zu stören, Login Informationen abzufangen
  • Im Gegensatz zu Phishing vom Benutzer kaum zu erkennen

Was ist ein Botnetz?

  • Bestehen aus großen Netzwerken kleiner Programme (Robots) 
  • Robots laufen selbständig, verbinden sich meistens zu IRC Server und werden durch Angreifer ferngesteuert.

Verwendung:

  • Systemsicherheit schwächen (Virenscanner, Firewall abschalten)
  • DDOS Angriffe
  • Um Sekundäre Infektionen auszuführen (keylogger, Rootkits...)
  • Versenden von Spam-Mails
  • Besitzer eines Botnets vermieten dieses oft  gegen Geld 

 

Bekämpfung:

  • Begrenzt: Schutz gegen Würmer/Viren

Firewall können Botnet-Aktionen erkennen

Erkläre "Denial of Service"

  • Client fälscht Absenderadressen und baut viele halboffene Verbindungen auf, Antworten des Servers gehen ins leere
  • Server kann nur eine bestimmte Menge halboffener Verbindungen handhaben
  • Problem für Angreifer: Der Client muss eine ähnliche Leistungsfähigkeit haben wie der Server

 Botnets werden oft für Denial oft Service Attacken verwendet.

Erkläre Algorithmus und Schlüssel: Trennung

Merke: Die Sicherheit eines Kryptosystems beruht allein auf der Geheimhaltung der Schlüssel, nie auf der Geheimhaltung des Algorithmus

  • Algorithmen sind mindestens allen Entwicklern bekannt _ können nicht geheim gehalten werden
  • Algorithmen müssen gründlich (öffentlich) analysiert werden             Schlüssel sind nur den beteiligten Anwendern bekannt!

Bezeichnungen:

M            Nachricht. ist eine Zahl (Bitfolge)

K            Schlüssel + Algorithmus: mathematische Transformation

S             Schlüsseltext: das Ergebnis, wieder eine Zahl

 

Verschlüsseln:  S = K(M)

Entschlüsseln:  M= K^-1(S)

Erkläre Kryptographie und Key Management

  • Kryptographie o Sicherung der übertragenen Informationen vor Abhören und unbefugter

Veränderung o Erzeugung digitaler Unterschriften

Mechanismen der Kryptographie

Transformation der Nachrichten mit Hilfe von Verschlüsselungsalgorithmen

  • Key Management

o Sichere Bereitstellung der benötigten Öffnungs/Verschließungsinformationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Mechanismen der Key Management

Sicherheitsprotokolle, Algorithmen zur Schlüsselerzeugung, gegebenenfalls Bereitstellung von "trusted third parties"

Was gibt es für Klassen kryptographischer Funktionen?

§ Symmetrische Algorithmen

  • Symmetrische Verfahren sind schnell und sicher
  • Alice und Bob müssen vor der Kommunikation ein Geheimnis austauschen

§ Public Key Verfahren

  • Öffentliche Schlüssel müssen nicht geheim gehalten werden
  • Integrität und Eigentum am öffentlichen Schlüsselmüssen geschützt werden
  • Verfahren sind langsam, nur für kleine Datenmengen zu verwenden, sie sind aber auch sicher!.
  • Austausch der öffentlichen Schlüssel muss gegen MITM Attacken geschützt werden

§ Hashfunktionen

  • Sind nicht Injektive Komprimierungsfunktionen.
  • Kollisionen dürfen nicht berechenbar sein.

§ Keyed Hash Algorithmen

  • können die Integrität von Daten schützen
  • Jeder Besitzer eines (geheimen) Schlüssels kann die Integrität nachweisen

§ Einwegfunktionen

  • Dienen zur Sicherung von Authentisierungsinformation (Passwörter)

§ Digitale Signaturen

  • Gewährleisten Integrität und Authentizität von Nachrichten
  • Erzeugung mit private Key des Unterschreibers
  • Können mit public Key des Unterschreibers verifiziert werden

Benötigen eine kryptographische Hashfunktion

Was gibt es für Chiffriersysteme?

Ein Chiffriersystem besteht aus

  • Einer Menge von Klartexten (Alphabet, ein Byte, Texte deutscher Sprache...)
  • Menge von Schlüsseltexten
  • Menge von Transformationen (bestehend aus Algorithmus und Schlüssel) Chiffrierung = Aus dem Klartext wird mit einer Transformation der Schlüsseltext erzeugt

Substitutionschiffre:

  • 26! Schlüssel möglich beim Alphabet 
  • Häufigkeitsanalyse der Buchstaben ist einfach

Homophone Chiffre

  • Jeder Buchstabe hat entsprechend seiner Häufigkeit im Alphabet mehrere verschiedene

Schlüsselwerte _ Häufigkeitsanalyse nicht mehr möglich

  • Analyse von Buchstabengruppen geht immer noch

Vigenere Chiffre

  • Benötigt ein Schlüsselwort

Verschlüsselung mithilfe des Vigenere Quadrats

Welche Ansätze der Kryptoanalyse gibt es?

  • known ciphertext attack: der Analytiker kennt ein (meist großes) Stück des Geheimtextes
  • known plaintext attack: der Analytiker kennt zusammengehörige Stücke Klartext/Schlüsseltext (meist kleine Texte)
  • chosen plaintext attack: der Angreifer kann zu verschlüsselnde Texte dem Angegriffenen unterschieben.

Gibt es sichere Chiffriersysteme?

Was bedeutet Sicher? _ Wenn abgefangener Schlüssel mit gleicher Wahrscheinlichkeit von jedem

Klartext stammen kann

z.B. One Time Pad Verschlüsselung: Klartext: Bitfolge der Länge N, Schlüssel: Bitfolge der Länge N

  • Verschlüsselung: Bitweise Addition von Klartext und Schlüssel erzeugt Schlüsseltext             Entschlüsselung: Addiere Schlüssel binär zum Schlüsseltext

Sicherheit gilt nur, wenn der Schlüssel nur einmal verwendet wird

 

One Time Pad ist äquivalent zu Vigenere Chiffre:

  • Alphabet besteht nur aus 0,1
  • Schlüssel ist genauso lang wie Klartext

Erkläre Stromchiffren

Beliebig langer Schlüssel wird mit

Pseudozufallszahlengenerator erzeugt

Initialisierungswert des Generators ist der Schlüssel

Nutzdatenstrom wird kontinuierlich Bit für Bit verschlüsselt.

Erkläre Blockchiffren

Pro Verschlüsselung schritt wird ein Datenblock fester Länge verschlüsselt

Gängige Blockchiffren sind mehrstufig aufgebaut aus

  • Substitution: Klartext wird durch schlüsselabhängigen Text ersetzt und 
  • Transition: Klartext wird durcheinander gewürfelt

 

Substitution

  • Verschiebung des Alphabets
    • Schlüssel kann sofort gebrochen werden, falls der Klartext ein Text in einer bekannter Sprache ist. (Beim Alphabet müssen nur 25 Schlüssel auszuprobieren)
    • _ Sicherheitskriterium: Schlüssellänge
  • Beliebige Vertauschung der Buchstaben o Anzahl möglicher Schlüssel: 26! = 4 * 10^26  o Angriff durch Häufigkeitsanalyse o Verbesserung: Nicht einzelne Buchstaben sondern Buchstabengruppen verschlüsseln.
    • 2 Zeichen pro Substitution _ Klartextalphabet von 26 * 26 = 676 Zeichen o _ Sicherheitskriterium: Blockgröße

Transposition

  • Zeichen von Klartext werden nicht ersetzt sondern in ihrer Reihenfolge vertauscht.
  • Mehrmaliges ausführen solcher Transpositionen verbessert Sicherheit.             Sicherheitskriterium: Diffusion

Diffusion (lat. diffundere ‚ausgießen‘, ‚verstreuen‘, ‚ausbreiten‘) ist ein natürlich ablaufender, physikalischer Prozess. Er führt mit der Zeit zur vollständigen Durchmischung zweier oder mehrerer Stoffe

Entwurfsregeln für Blockchiffren:

  1. Schlüsselgröße (Länge)
    • Muss groß genug sein um Durchprobieren aller Schlüssel zu verhindern (z.B. 128 Bit)
  2. Blocklänge
    • Klartextalphabet muß groß genug sein um statistische Analyse zu verhindern (z.B. 64 Bit)
  3. Diffusion
    • Jedes Klartextbit beeinflusst jedes Schlüsseltextbit

Jedes Schlüsselbit beeinflusst jedes Schlüsseltextbit

Étudier