ISTQB Glossar

Dieses Glossar enthält Fachbegriffe aus dem Bereich des Softwaretests, sowie ergänzender Begriffe aus dem Bereich der Softwaretechnik, die einen Bezug zum Testen haben. Stand: 19.04.2013

Dieses Glossar enthält Fachbegriffe aus dem Bereich des Softwaretests, sowie ergänzender Begriffe aus dem Bereich der Softwaretechnik, die einen Bezug zum Testen haben. Stand: 19.04.2013


Ario Solario
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über die Terminologie im Bereich des Softwaretestens, insbesondere nach ISTQB-Standards. Sie decken zentrale Konzepte wie Testverfahren, Überdeckungsanalyse, Konfigurationsmanagement und verschiedene Testtypen ab. Ideal für IT-Professionals und QA-Experten, die ihre Kenntnisse in Softwaretesten vertiefen und standardisierte Begriffe sowie Prozesse verstehen möchten.
Flashcards
121
Students
48
Language
German
Category
Computer Science
Level
Other
Created / Updated
23.10.2013 / 27.01.2026

Flashcards

Ein Ansatz des Integrationstests, bei welchem verschiedene Softwareund Hardwareelemente in einem großen Schritt zu einer Komponente oder einem Gesamtsystem integriert werden, anstatt sie schrittweise zu integrieren. [Nach IEEE 610] Siehe auch Integrationstest.

Big-Bang-Integrationstest

Ein Verfahren zur Herleitung und Auswahl von Testfällen. Es basiert auf einer Analyse der funktionalen oder nicht-funktionalen Anforderungen (Spezifikationen) einer Komponente oder Systems ohne Berücksichtigung ihrer internen Struktur.

Black-Box- Testentwurfsverfahren

Funktionales oder nicht-funktionales Testen ohne Nutzung von Informationen über Interna eines Systems oder einer Komponente.

Black-Box-Test

Zur Durchführung eingeplanter Testfall, der nicht ausgeführt werden kann, weil die Voraussetzungen für seine Ausführung nicht erfüllt sind.

blockierter Testfall

Ein inkrementeller Ansatz zum Integrationstest, bei dem die Komponenten der untersten Ebene zuerst getestet werden, um sie dann beim Testen von Komponenten höherer Ebenen zu nutzen. Dieses Verfahren wird bis zur Komponente an der Spitze der Hierachie wiederholt. Siehe auch Integrationstest.

Bottom-Up-Integrationstest

Ein Ein- oder Ausgabewert, der am Rand einer Äquivalenzklasse liegt oder im kleinstmöglichen inkrementellen Abstand auf der einen oder anderen Seite vom Rand; z.B. der kleinste und der größte Wert eines Bereichs.

Grenzwert

Ein Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle unter Nutzung von Grenzwerten entworfen werden. Siehe auch Grenzwert.

Grenzwertanalyse

Der Anteil der Grenzwerte, die durch eine Testsuite ausgeführt werden.

Grenzwertüberdeckung

Ein Basisblock, der zur Ausführung ausgewählt werden kann, basierend auf einem Programmkonstrukt, bei dem einer von zwei oder mehreren alternativen Pfaden möglich ist. Z.B. case, if-thenelse.

Zweig

Der Anteil der Zweige, die durch eine Menge von Testfällen ausgeführt wurden. Anmerkung: 100% Zweigüberdeckung schließt sowohl 100% Entscheidungsüberdeckung als auch 100 % Anweisungsüberdeckung ein.

Zweigüberdeckung

Ein White-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle so entworfen werden, dass die Zweige durchlaufen werden.

Zweigtest

Ein Gerät oder Speicherbereich zur Zwischenspeicherung von Daten bei ihrer Übertragung oder gemeinsamen Nutzung durch verschiedene Geräte oder Prozesse. Der Puffer dient zum Ausgleich von Unterschieden von Datenflussraten bzw. Auftritthäufigkeiten von Ereignissen oder Datenmengen, die von Geräten oder Prozessen bewältigt werden können. [IEEE 610]

Puffer

Fehlerwirkung verursacht durch den Versuch eines Prozesses, Daten ausserhalb der Grenzen des ihm zugewiesenen Bereiches fester Länge zu schreiben. Ein Pufferüberlauf kann das Überschreiben von benachbarten Speicherbereichen verursachen, oder zu einer Ausnahmebedingung führen. Siehe auch Puffer.

Pufferüberlauf

Ein Testverfahren, bei dem der Testentwurf auf Beschreibungen und/oder auf der Kenntnis von Geschäftsprozessen basiert.

geschäftsprozessbasierter Test

Repräsentation der Aufrufbeziehungen der Unterprogramme eines Programmes.

Aufrufgraph

Ein Rahmenwerk, das Schlüsselelemente einer effektiven Softwareentwicklung und -wartung beschreibt. Capability Maturity Model Integration deckt Best Practice-Ansätze für die Planung, das Engineering und das Management einer Softwareentwicklung und - wartung ab.

Capability Maturity Model Integration

Ein Werkzeug zur Unterstützung der Testausführung. Eingaben der Benutzer werden während der manuellen Testdurchführung zum Erzeugen von ausführ- und wiederholbarer Testskripten aufgezeichnet und verwendet. Solche Testwerkzeuge werden häufig zur Unterstützung automatisierter Regressionstests genutzt.

Mitschnittwerkzeug (Capture/Replay-Werkzeug)

Abkürzung für Computer Aided Software Engineering.

CASE

Abkürzung für Computer Aided Software Testing. Siehe auch Testautomatisierung.

CAST

Die Analyse von Fehlerzuständen mit dem Zweck, ihre Grundursachen zu bestimmen. [CMMI]

Ursachenanalyse

Eine graphische Darstellung zur Organisation und Darstellung der Zusammenhänge verschiedener möglicher Ursachen eines Problems . Mögliche Gründe einer echten oder potentiellen Fehlerursache oder - wirkung sind in Kategorien und Subkategorien einer horizontalen Baumstruktur organisiert, deren Wurzelknoten die (potentielle) Fehlerursache/-wirkung darstellt. [Nach Juran]

Ursache-Wirkungs-Diagramm

Eine graphische Darstellung der Eingaben und/oder Auslöser (Ursachen) und der zugeordneten Ausgaben (Wirkungen), die für den Entwurf von Testfällen verwendet werden können.

Ursache-Wirkungs-Graph

Ein Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die Testfälle unter Nutzung des Ursache-Wirkungs-Graphen entworfen werden. [BS 7925/2]

Ursache-Wirkungs-Graph- Analyse

Der Prozess der Bestätigung, dass Komponenten, Systeme oder Personen die für sie spezifizierten Anforderungen erfüllen, z.B. durch Bestehen einer Prüfung.

Zertifizierung

(1) Ein strukturierter Ansatz, Personen, Teams und Organisationen vom aktuellen Zustand in einen gewünschten zukünftigen Zustand zu bringen. (2) Ein kontrollierter Weg, um eine (vorgeschlagene) Veränderung eines Produktes oder Services umzusetzen. Siehe auch Konfigurationsmanagement.

Änderungsmanagement

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, die Durchführung spezifizierter Änderungen zu ermöglichen. [ISO 9126] Siehe auch Wartbarkeit/Änderbarkeit.

Modifizierbarkeit

Eine erfahrungsbasierte Testdesigntechnik, bei der der erfahrene Tester eine Liste von Kontrollpunkten nutzt, die beachtet, überprüft oder in Erinnerung gerufen werden müssen; oder eine Menge von Regeln oder Kriterien gegen die ein Produkt verifiziert werden muss. Siehe auch erfahrungsbasiertes Testen.

Checklisten-basiertes Testen

Ein Baum, der Äquivalenzklassen hierarchisch gliedert, und der in der gleichnamigen Verfahren zum Entwurf von Testfällen genutzt wird. Siehe auch Klassifikationsbaumverfahren.

Klassifikationsbaum

Ein Black-Box-Testentwurfsverfahren, bei dem die durch einen Klassifikationsbaums dargestellten Testfälle so entworfen werden, dass Kombinationen der Repräsentanten von Eingabe- und/oder Ausgabebereichen (Äquivalenzklassen) ausgeführt werden. [Grochtmann]

Klassifikationsbaumverfahren

Abkürzung von Capability Maturity Model Integration.

CMMI

Anweisungen und Datendefinitionen einer Programmiersprache (Quellcode) oder wie sie durch einen Assemblierer, Compiler oder einen anderen Übersetzer erzeugt werden. [IEEE 610]

Code

Eine Analysemethode, die bestimmt, welche Teile einer Software durch eine Testsuite ausgeführt wurden und welche Teile nicht ausgeführt wurden, z.B. Anweisungs-, Entscheidungs- und Bedingungsüberdeckung.

Codeüberdeckung

Exzessive emotionale oder psychologische Abhängigkeit von einer anderen Person, speziell durch den Versuch, das derzeitige (ungewünschte) Verhalten dieser Person zu ändern während man sie unterstützt, das derzeitige Verhalten fortzusetzen. Beispiel: Ein Tester beschwert sich über die verspätete Übergabe der Software, ist aber eigentlich ganz froh darüber, weil er somit als Held durch Zusatzarbeit den Termin noch retten kann.

Co-abhängiges Verhalten

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, mit anderer Software in einer gemeinsamen Umgebung die gemeinsamen Ressourcen zu teilen. [ISO 9126] Siehe auch Portabilitätstest.

Koexistenz

Ein Verfahren zur Festlegung einer geeigneten Menge von Kombinationen aus Parameterwerten oder Parameterbereichen, um einen vorher festgelegten Überdeckungsgrad zu erreichen, wenn man ein Objekt mit mehreren Parametern testet und wenn die Werte dieser Parameter zu mehr Kombinationen führen als mit vertretbarem Aufwand in der zur Verfügung stehenden Zeit getestet werden kann. Siehe auch Klassifikationsbaum, paarweises Testen, Testen mit orthogonalen Arrays.

kombinatorisches Testen

Ein Softwarewerkzeug, welches ein Programm, geschrieben in einer höheren Programmiersprache, in eine Maschinensprache transformiert. [IEEE 610]

Compiler

Schwierigkeitsgrad, mit dem der Entwurf und/oder die interne Struktur einer Komponente oder eines Systems zu verstehen, zu warten und zu prüfen ist. Siehe auch zyklomatische Komplexität.

Komplexität

Testen mit dem Ziel, die Konformität einer Komponente oder eines Systems zu bestimmen.

Konformitätstest

Die Fähigkeit eines Softwareprodukts, anwendungsspezifische Normen oder Vereinbarungen oder gesetzliche Bestimmungen und ähnliche Vorschriften zu erfüllen. [ISO 9126]

Konformität

(1) Kleinste Softwareeinheit, die für sich getestet werden kann. (2) Kleinste Softwareeinheit, für die eine separate Spezifikation verfügbar ist.

Komponente

Study