IREB

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Sandro Pescante
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Anforderungsermittlung und -analyse. Sie decken Themen wie Stakeholder, Systemziele, Techniken zur Informationsgewinnung, und Konfliktlösung ab. Benutzer und Stakeholder lernen, wie sie Anforderungen effektiv ermitteln und konsolidieren, um Systeme besser an die Bedürfnisse der Nutzer anzupassen.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
59
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Créé / Mis à jour
17.03.2013 / 04.06.2025

Cartes-fiches

LE 3.1.3 Welche Ermittlungstechniken, wenn geringes Abstraktionsvermögen der Stakeholder?

Demonstrierende techniken eher geeignet, da diese Techniken dem Stakeholder die Möglichkeit bieten, seine Anforderungen zu demonstrieren.

LE 3.1.3 Welche Ermittlungstechniken, wenn hohes Machtgefälle.

Keine Gruppentechniken da Stakeholder beinflusst werden können. Besser Individualtechniken.

LE 3.1.3 Welche Ermittlungstechniken, wenn schlechte zeitliche Vergügbarkeit der Stakeholder.

Keine Gruppentechniken, da Zusammenstellung schwierig. Besser Individual.

LE 3.1.3 Welche Ermittlungstechniken, wenn hohe Komplexität.

Demonstrierende technik ungeeignet, da komplexe Sachverhalte typischerweise schwierig zu demonstrieren sind. Besser befragende Technik annehmen.

LE 3.1.3 Welche Ermittlungstechniken ausschlissen, wenn geringe Motivation?

Brainstorming macht keinen Sinn

LE 3.2.1 Qualitatives Interview. Welche Formen gibt es?

- Offen (nicht-standardisiert): Lediglich das Thema oder ein grober Leitfaden sind vorgegeben oder es werden lose Fragesammlungenverwendet

- Vollstandardisiert: Teile des Interviews sind vorgegeben. Dieser Interviewform wird auch als quantitatives Interview bezeichnet. Sie ziehlt auf vergleichbare Ergebnisse und statisch auswertbare Mengenangaben ab.

- Teilstandardisiert: Teile des Interviews sind vorgegeben, andere werden offen geführt

LE 3.2.1 Interview. Zwei Arten der Fragemöglichkeiten.

- geschlossene Fragen: Möglichkeiten vorgegeben bzw. definiert, entweder durch die Frage selbst oder durch Nennung der Antworten

- offene Fragen: freies Antwortverhalten, um narratives (erzählend) oder argumentatives Wissen abzufragen

LE 3.2.1 Qualitatives Interview. Welche Fragetechniken werden eingesetzt?

- Nachhaken

- Filtern

- Zusammenfassen

- Folgerungen aussprechen

LE 3.2.1 Qualitatives Interview. Was sind die Hauptprobleme?

- unkontrollierten Einfluss des Interviewers

- Störnanfelligkeit der Interviewsituation

- zuweilen geringen Auswertungsobjektivität

LE 3.2.1 Qualitatives Interview. Was sind die häufigsten Fehlerquellen?

- Suggestive Fragestellungen, die dem Befragten eine bestimmte Antwort in den Mund legen

- Hypothetische Fragen, welche der Interviewpartner nicht aus seiner Erfahrung beantworten kann

- Antworthemmung und Verfälschungen, etwa durch zu persönliche Fragen

LE 3.2.2 Fragebogen. Was sind die zwei grundsätzlich verschiedenen Ermittlungsformen?

- Quantitative Befragungen, wollen zahlenmässige Ausprägungen möglichst genau beschreiben.

- Qualitative Befragungen, wollen Hintergründe, Zusammenhänge und Ursachen feststellen

LE 3.3.1 Was ist Feldbeobachtung?

Der Requirements Engineer beobachtet die Stakeholder bei der Arbeit und leitet Anforderungen ab.

LE 3.2.2 Was ist Apprenticing?

In die Lehre gehen. RE wird in den Tätigkeiten und Abläufen ausgebildet und leitet später die Anforderungen ab.

LE 3.3.3 Contextual Inquiry Fragestellungen kennen zu Rollenteilung und Kommunikation

- Typische Rollenverteilung

- Aufgabe und Verantwortlichkeiten

- Kommunikationsmittel

- Kommunikationszweck und Inhalt

- Vorteile und Probleme bei Rollenteilung

LE 3.3.3 Contextual Inquiry Fragestellungen kennen zu Handlungsstrategien und Vorgehen

- Ausführung von Tätigkeiten

- Unterschiedliche Vorgehensweisen

- Stärken und Schwächen

- Häufigkeit, Frequenz, Intensität, Dauer der Durchführung

- Ausnahmesituationen und Fehler, Spezialfälle

LE 3.3.3 Contextual Inquiry Fragestellungen kennen zu Artefakte (Produkt, Werk)

- Bei der Arbeit benutzte Dokumente, Formulare, Werkzeuge usw.

- Aufbau und Informationsgehalt

- Verwendungszweck

- Anpassung an individuelle Bedürfnisse

- Zweckentfremdete Verwendung

- Vorteile und Probleme bei der Arbeit

LE 3.3.3 Contextual Inquiry Fragestellungen kennen zu kulturelle und soziale Einflüsse.

- Personen die Einfluss nehmen

- Wirkung von sozialem Druck, Machtausübung

- Verhaltensregeln

- Ziele, Werte, Vorlieben

- Wiedersprüchliche Einflüsse

- Probleme und Chancen auf kultureller Ebene

LE 3.3.3 Contextual Inquiry Fragestellungen kennen zu physisches Umfeld

- Raumaufteilung, Arbeitsplatzgestaltung

- Verfügbare Hilfsmittel

- Wege und Distanzen

- Einfluss auf Kommunikation

- Verbesserungspotential

LE 3.4.1 Brainstorming Was ist der Kernpunkt?

Kernpunkt ist die Trennung der Ideenfindung und Ideenanalyse.

LE 3.4.1 Brainstorming Anzahl Personen und Dauer?

- 5-10 Personen

- 20 Minuten

LE 3.4.1 Brainstorming Ablauf

4 Schritte

1. Alle Ideen sammeln und noch nicht beurteilen

2. Moderator notiert für alle Teilnehmer sichtbar die Ideen

3. Ideen sorgfältig analysieren/reflektiren

4. Massnahmen ableiten

LE 3.4.1 Brainstorming Paradox

Anstatt das Thema, das Gegenteil verwenden. Gut für Risiken- oder Gefahrenfindung.

LE 3.4.2 Methode 635 Vorgehen?

Schriftliche Brainstorming Variante:

- 6 Personen

- 3 Ideen auf eine Karte geschrieben

- 5 Mal die Karten weitergeben

LE 3.4.2 Methode 635 Vorteile?

- Jeder kann sich einbringen

- Viele Ideen in kurzer Zeit

LE 3.4.3 6 Hut Denken. Wie funktioniert das ?

6 Hüte repräsentieren in dieser Technik die verschiedenen Sichtweisen auf ein Thema.

- Objektivität und Neutralität: Fakten und Zahlen

- Persönliches Empfinden: Gefühle, Ängste, Hoffnungen

- Objektive, negative Argumente: Zweifel, Bedenken, Risiken

- Objektive, positive Argumente: Chancen, Pluspunkte, Ziele

- Neue Ideen: beliebige Ideen, ähnlich Brainstorming

- Prozess-Kontrolle: Monderationund Anleitung der Ideenfindung

LE 3.4.3 6 Hut Denken. Vorteile?

Hilft auf festgefahrenen Denkweisen auszubrechen.

LE 3.4.4 Analogietechnik Ablauf?

- Analogie zum Thema suchen

- Teilnehmern die Analogie vorstellen

- Fragestellungen zur Analogie bekanntgeben

- Ideen sammeln

- Ursprungsproblem vorstellen

- Ideen auf Ursprungsmodell übertragen

- Massnahmen ableiten

LE 3.4.4 Analogietechnik Zu beachten!

- Nimmt Teilnehmern hemmung aber ist gefährlich

- Sollte gut vorbereitet werden

- Ideen auf das eigentliche Thema übertragen ist nicht einfach und kann leicht zu falschen Schlüssen führen

- Sollte nicht von unerfahrenen Req. Engineers eingesetzt werden

LE 3.4.5 Osborn-Checkliste Für was wurde es gemacht?

Für greifbare, materielle Produkte

LE 3.4.5 Osborn-Checkliste Beispielfragen:

- Kann das Produkt auch anderst verwendet werden?

- Gibt es ein ähnliches Produkt wo man etwas nachahmen könnte?

- Wie kann man das Produkt erweitern, veredlen oder teurer machen?

- Was lässt sich ändern? Kann man weitere Funktionen einbauen?

LE 3.4.5 Osborn-Checkliste Voreile, Bemerkungen

Diese Technik verleiten den Befragten dazu, einen anderen Blickwinkel auf das Produkt einzunehmen.

Es muss nicht jede Frage beantwortet werden.

LE 3.5.1 Systemarcheologie zeichnet sich durch ein negativen und einen positiven Bereich aus, welche?

1. Sehr aufwänding, da bestehnder Code oder Dokumente analysiert werden, um damit sehr viele detaillierte Anforderungen zu sammeln.

2. Es gehen keine bereits implementierten Anforderungen verloren.

LE 3.5.2 Perspektivbasiertes Lesen durchführen können. Was muss dazu gemacht werden?

1. Im Vorfeld müssen Perspektiven definiert werden.

2. Analysieren bzw. lesen in der Perspektive

3. Perspektiv relevante Informationen filtern

LE 3.5.2 Perspektivbasiertes Lesen Wie werden perspektiven definiert?

1. basierend auf Anforderungsart (funktional, nicht funktional)

2. Aspekte des geplanten Systems (Kundendatenbank, User Interface)

LE 3.5.1 Wiederverwendung von Anforderungen. Für welche Anforderungen ist die Wiederverwendung besonders relevant?

Für nicht funktionale Anforderungen.

LE 3.5.1 Wiederverwendung von Anforderungen. Was ist eine Herausforderung und was ein Vorteil?

Herausforderung ist die Validierung hinsichtlich der Gültigkeit.

Als Vorteil können die Kosten durch wiederverwendung reduziert werden.

LE 3.6.1 Prototyping - Was ist Prototyping?

Beim Prototyping werden die Anforderungen visualisiert (GUI) oder physisch instaziiert (Gerät) und dadurch erlebbar gemacht.

LE 3.6.1 Prototyping - Welche Zwecke werden verfolgt?

- Neue oder fehlende Anforderungen erkennen

- Suche nach neuen oder inovativen Ideen

- Mitgestaltung der Stakeholder (Partizipation)

- Annahmen validieren und nicht offensichtliche Anforderungen erkennen

LE 3.6.1 Prototyping - Nach welchen verschiedenen Ausgestalltungsarten wird unterschieden?

- Darstellungstreue der Benutzerschnittstelle

- Ausgestalltung der Interaktivität

- Darstellungstreue der Daten

- Funktionsumfang

- Technische Reife der Funktionalität

LE 3.6.1 Prototyping - Welche beiden Arten bezüglich Fidelity (Genauigkeit) wird unterschieden?

- Low Fidelity - Weit entfernt von der Ziellösung

- High Fidelity - Nahe der Ziellösung

Étudier