IREB
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Flashcards
LE 3.6.1 Prototyping - Welche konkrete Arten gibt es?
- Physikalischer Prototyp (Gerät)
- Wizard of Oz / Man behind the curtain
- Video basierte Prototypen (Basis Szenario und Storyboard)
- Paper and Pencil Prototyping (Handskizzen)
- Klickbare Mockup GUI (Verknüpfung statischer Screens mittels JavaScript, HTML, Links)
- Interaktiver Wireframe GUI-Prototyp (Navigation, Listen, Überschriften nur rudimentär abgebildet)
- Interaktiver Hifi Prototyp (gefährlich, da Benutzer meinen es sei schon fertig)
- Programmierter, vertikaler Protoyp (technischer Durchstich, in allen Ebenen durchimplementiert)
LE 3.6.2 User Walkthrough - Welchen Zweck hat das?
Die Überprüfung und Verfeinerung von Anforderungen.
LE 3.6.2 User Walkthrough - Welche Aspkekte können gut untersucht werden?
- Notwendiger Informationsgehalt
- Funktionalität und Abläufe
- Einbettung in die Geschäftsprozesse
- Datenaustausch mit anderen Systemen und Applikationen
- Darstellung von Tabellen, Grafiken, Funktionen usw.
- Wichtige Details der Benutzerschnittstelle
LE 3.6.2 User Walkthrough - Welche Möglichkeiten hat der Moderator?
- Moderator: kann direkt eingreifen, Fragen stellen, bestimmte Abläufe mit dem Benutzer durchzusprechen
LE 3.6.2 User Walkthrough - Wer ist sonst noch dabei?
Weitere Stakeholder (z.B. Auftraggeber, Entwickler) können als Beobachter anwesend sein oder diskutieren mit.
LE 3.6.2 User Walkthrough - Für was eignet es sich gut?
Frühzeitig Prototypen evaluieren
LE 3.6.2 User Walkthrough - Von was ist ein guter User Walkthrough abhängig?
Im Vorfeld stellen Testleiter und Auftraggeber die Aufgaben (auch Testszenarien genannt) zusammen, die von den Benutzern mit dem zu prüfenden Prototypen bearbeitet werden. Die Qualität der Ergebnisse hängt wesentlich von der Ausarbeitung dieser Aufgaben ab.
Sorgfältig arbeiten!
LE 3.6.2 User Walkthrough - Welche Punkte sind bei der Erarbeitung der Szenarien wichtig?
- Aufgabenstellung ist ein konkretes Szenario, dass sich so abspielen könnte
- Blick auf das Anwendungsziel, keine technische Anleitung
- Mittlerer Schwierigkeitsgrad, sie sollte lösbar sein und nicht zu trivial
- Begriffe und Bezeichnungen welche in der Applikation vorkommen sind zu vermeiden
LE 3.6.3 Szenario anwenden können - Was ist das?
Kurze Beschreibung eines realistischen Beispiels, wie ein Benutzer mit dem geplanten System interagieren wird.
LE 3.6.3 Szenario anwenden können - Wie werden Szenarien erstellt?
Sie können iterativ entwickelt oder in Workshops zusammen mit anderen Benutzern erarbeitet werden.
LE 3.6.3 Szenario anwenden können - Vorteile?
- Leichte Verständlichekti
- können früh ergänzt, überprüft, korrigiert werden
- Modellierung am System ohne technische Details vorwegzunehmen
- Informationen zum Kontext
LE 3.6.3 Szenario anwenden können - Welche Eigenschaften zeichnen gute Szenarien aus?
- Für eine bestimmte Benutzergruppe entworfen und berücksichtigt ihre Bedürfnisse
- Möglichst konkret dargestellt. Keine Abstraktion, ungeklärte Punkte kommen ans Licht
- Zeigt wie ein Benutzer das neue System im realen Feld einsetzen wird
- Zeigt für die Entwicklung der neuen Lösung relevante Aspekte auf
- Nicht nur Idealfall, sondern auch Fehler- und Ausnahmefall
LE 3.6.4 Storyboard - Was ist das?
Visualisierung eines Szenarios mittels Bilder.
LE 3.6.4 Storyboard - Was sind die zwei wichtigen Grüde für eine Visualisierung?
- Bilder können Aspekte vermitteln, die mit Text nicht oder nur schwer auszudrücken sind
- Erlebinisse, die für die Anwendung von Bedeutung sind, besser in die Welt des Zielpublikums transportieren
LE 3.6.4 Storyboard - Welche Gesichtspunkte eignen sich Storyboards besonders gut?
- Dialogabläufe der Benutzerschittstelle
- Schwer verständliche Konzepte oder Sachverhalte
- Wichtige Aspekte des Anwendungskontextes
- Spezielle oder komplexe Umgebungen, in denen das System eingesetzt wird
LE 3.6.5 Elevator Pitch - Um was geht es?
Kurzpräsentation einer Idee oder Anliegens.
- Stakeholder muss prägnant und präzise formulieren
- 30 Sekunden und ohne Hilfsmittel
- Emotionen wecken
LE 3.6.5 Elevator Pitch - AIDA Formel?
- Attention - Aufmerksamkeit
- Interst - Interesse wecken
- Desire - Bedürfnis ansprechen
- Action - Aktion auslösen
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Welche Fragen stellen?
Warum Fragen stellen.
(Was soll damit erreicht werden)
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Welche Arten können unterschieden werden?
- Harte Ziele beschreiben eine objektiv überprüfbaren Mehrwert
- Weiche Ziele beschreiben einen subjektiv überprüfbaren Mehrwert
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Wie werden die Ziele dargestellt, modelliert?
Mit und/oder Bäumen
UND Dekomposition: |----|----|
ODER Dekomposition /\
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Vorteile?
- Umschreibt Ziele, welche für einen Stakeholder Mehrwert bringen
- Bringt Abstraktion von der geplanten Lösung und Konzentration auf Mehrwert
- Identifikation von zwingend notwendigen Teilzielen (UND Dekomp.)
- Frühzeitige Erkennung von alternativen Lösungswegen (ODER Dekomp.)
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Weiche vs. harte Ziele, was ist am Schluss wichtig?
Am Ende der Zielermittlung soll nach Möglichkeit jedes weiche Ziel durch harte Ziele verfeinert worden sein, d.h. im Zielbaum sollen die Blätter des Zielbaumes nur aus harten Zielen bestehen.
LE 3.6.6 Ziele in der Anforderungsermittlung - Was ist die Vision Box?
- Mit Stakeholdern wird eine Produktverpackungsbox entworfen und realisiert
- Gängies Marketingkonzept
- Prägnante Formulierung
- Machen auch für Produkte die nicht aus dem Regal genommen werden können
- 3-4 Kaufkriterien
- Bilder, Symbole, Anwenderaussagen, Erfolgsgeschichten
LE 3.6.7 Erfahrungswissen - Was muss gemacht werden, wenn der Requirements Engineer aus seinen Erfahrungen die Anforderungen festlegt?
Review durch Stakehoder, um falsch definierte Anforderungen zu erkennen.
LE 3.6.8 User Stories kennen - Was ist wichtig?
- Technik zur Ermittlung oder Dokumentation
- Für Kommunikation gedacht nicht als Spezifikation
- Template verwenden:
As a <persona/role>
I want <goal>
so that <business value>
LE 3.6.8 User Stories kennen - Wie werden die User Stories geprüft?
- Gute User Stories nach INVEST:
Independent, Negotiable, Valuable, Estimable, Small, Testable
- Template akzeptanzkriterien:
Given <context> when <an event occurs> then <expected outcome>
- Nach SMART Prinzip
Specific, Measurable, Achievable, Relevant, Timebound
LE 4.1.1 Konfliktarten - Was sind die fünf Konfliktarten?
- Sachkonflikte entstehen durch einen einem Mangel an Informationen oder durch Fehlinformationen. Sie zeichnen sich durch unterschiedliche Einschätzungen (darüber, was wichtig ist) und verschiedene Interpretationen (z. B. von Daten) aus. Eine weitere Ursache von Sachkonflikten liegt in der verschiedenen Bewertung von Vorgehensweisen.
- Interessenskonflikt Interessenskonflikte finden ihre Ursachen in angenommenem oder tatsächlichem Konkurrenzdenken.
- Wertekonflikte - Sie entstehen, wenn verschiedene Kriterien zur Bewertung von Ideen oder Verhalten herangezogen werden, sich ausschließende Ziele einen inneren, besonderen Wert darstellen oder aber auch bei verschiedenen Lebensformen oder Lebenseinstellungen.
- Strukturkonflikt Sucht man nach Ursachen für Strukturkonflikte, findet man diese zum einen in destruktiven Verhaltens- und Interaktionsmustern und zum anderen in der ungleichen Verteilung von Ressourcen. Konfliktfördernd wirkt sich auch ein Ungleichgewicht von Macht und Autorität bzw. bei der Kontrolle über Eigentum aus.
- Beziehungskonflikt Beziehungskonflikte gehen oft mit sehr starken Gefühlen einher. Die Kommunikation ist mangelhaft oder Fehlkommunikation entsteht. Sie eskalieren, wenn negatives Verhalten sich wiederholt.
Es treten häufig Mischformen auf.
LE 4.1.1 Konflikte - Wie werden diese erkannt?
- bisher getroffene Aussagen werden ignoriert oder verändert
- Blindes Zustimmen oder Ablehnen von Aussagen anderer
- Pedantierie (übertriebene Genauigkeit, Kleinlichkeit)
- Aussagen anderer werden bis ins kleinste Detail hinterfragt
- Aussagen werden bewusst falsch interpretiert
- Informationen werden verheimlicht
- Man lässt sich nur auf vage Aussagen ein, mit der Aufforderung an andere, diese zu detaillieren
LE 4.1.2 Konfliktlösung nach Glasl - Ebene 1 Win-Win was sind die Stufen?
1. Stufe Verhärtung - über ein Gespräch zu lösen
2. Stufe Debatte & Polemik - Schwarz/Weiss denken setzt ein, da die Standpunkte als konkurrierend wahrgenommen werden
3. Stufe Taten statt Worte - Die Konfliktparteien glauben, dass die Disukssion nicht mehr zu einem Konsens führen kann, der Konflikt nimmt ab jetzt schnell an Schärfe zu.
LE 4.1.2 Konfliktlösung nach Glasl - Ebene 2 Win-Lose was sind die Stufen?
4. Stufe Image & Koalition - Die Konfliktparteien suchen Sympathisanten und versuchen, den Ruf des Gegners zu beschädigen.
5. Stufe Gesichtsverlust - Kompromisse für beide Seiten undekbar, der Gegner soll durch massive Rufschädigung in seiner Glaubwürdigkeit untergraben werden.
6. Stufe Drohgebärden - Droh- und Erpressungsstrategien und die daraus folgenden Gegendrohungen lassen die Situation eskalieren
LE 4.1.2 Konfliktlösung nach Glasl - Ebene 3 Lose-Lose was sind die Stufen?
7. Stufe Begrenzete Vernichtsschläge - Ziel ist es nur noch, dem Gegner mehr Schaden zuzufügen als er einem selbst.
8. Stufen Zersplittung - Die Existenzgrundlage des Konfliktgegners soll zerstört werden. Noch ist aber die Selbsterhaltung oberstes Ziel.
9. Stufe Gemeinsam in den Abgrund - Vollkommener Vernichtungskrieg, einziges Ziel ist es, den Gegner zu vernichten, egal wie hoch die Kosten hierfür sind.
LE 4.2.1 Einigung als Konsolidierungstechnik - Erkläre.
Austausch von Meinungen, Argumenten und Informationen gelinge es den Beteiligten, dass alle von genau einer Lösung überzeugt sind.
Voraussetzung: Gegenseitige Wertschätzung
Tipp: Zunächst über Ziele, danach über Anforderungen zu sprechen
LE 4.2.1 Kompromiss als Konsolidierungstechnik - Erkläre.
Lösung nach dem Konzept "Nehmen und Geben"
Nicht alle Anforderungen werden zu 100% erreicht.
Wenn sich Anforderungen wiedersprechen.
LE 4.2.1 Variantenbildung als Konsolidierungstechnik - Erkläre.
Kann weder eine Einigung noch ein Kompromiss erzielt werden.
Hieraus resultiert jedoch ein Mehraufwand bei Entwicklung sowie Wartung der Lösung.
LE 4.3.1 Abstimmung als Konsolidierungstechnik
Bei grosser Anzahl Beteiligter
Meistens aktzeptiert
Es gibt jedoch immer Verlierer.
LE 4.3.1 Ober sticht Unter als Konsolidierungstechnik
Unter Zeitdruck oder bei Konflikten auf Ebene 3 Lose-Lose, wenn die Konfliktparteien aus eigener Kraft keine konstruktiven Lösung mehr zustande bringt.
Autoritäre Form der Entscheidungsfindung
LE 4.4.1 Consider all Facts als analytische Hilfstechnik. Wie ist vorzugehen?
- Alle Einflussfaktoren eines Konfliktes werden gesammelt
- gemeinsame Gewichtung aller gefundenen Kriterien
LE 4.4.1 Consider all Facts als analytische Hilfstechnik. Wann eignet sich diese Technik?
Eignet sich bei komplexen Sachkonflikten.
Hilft die Situation besser zu erkennen und einzuschätzen.
LE 4.4.1 Consider all Facts als analytische Hilfstechnik. Wie lassen sich die Einflussfaktoren/Kritieren finden?
Mittels Kreativitätstechniken wie Brainstorming.
LE 4.4.2 Plus-Minus-Intersting PMI - Wie funktioniert es?
Es werden fü eine Lösungsalternative Einflussfaktoren/Kriterien mittles CAF (Consider all Facts) bestimmt.
Positive (+) oder (-) negative Bewertung oder als Intersting (i) bewerten.
Ungeklärte Sachverhalte (Interesting) sollten diskutiert werden, um festzustellen, ob es sich um eher positive oder eher negative Einflussfaktoren handelt.