Fragenkatalog

Martin Zurmühlen
Lernen

Martin Zurmühlen
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Eigenschaften und Anwendungen von Werkstoffen wie Stahl, Gusseisen und Hartmetallen. Sie erläutern die Unterschiede zwischen verschiedenen Stählen, Gusseisenarten und deren Gefüge, sowie die Verwendung von Oxidkeramik und Hartmetallen in der Industrie. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Materialwissenschaft und Ingenieurstechnik, die sich mit der Auswahl und Anwendung von Werkstoffen befassen.
Karten
250
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Technik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
24.07.2014 / 17.05.2015

Lernkarten

Was verstehen Sie unter einem Schwarzbruch bei einem Stahl?

- Fehlerscheinung infolge Graphitbildung (daher schwarzes Aussehen der Bruchstelle)


- Bei hohem Legierungsanteil an Silizium und hohen Temperaturen wird Fe3C in C + 3 Fe (Graphit und Eisen) zerteilt

Wie verändert eine Erhöhung des C-Gehaltes von 0,2 auf 0,6 m% die Streckgrenze
und die Härtbarkeit von Stählen?

Siehe Bild!

Differenzieren Sie die Werkstoff-Bezeichnungen S355, P355 und E355 sowie Y1000 und
R1000 hinsichtlich ihrer Anwendungsbereiche.

siehe Bild!

Erläutern Sie die Bezeichnungen J3, KR und L6 im Stahlbezeichnungssystem.

siehe Bild!

Wie werden die Werkstoffnummern für Stähle sowie Kupfer- und Aluminium-Legierungen
bezogen auf die Werkstoff-Hauptgruppe bezeichnet? Nennen Sie die Vergrößerungsfaktoren
für die Elemente Cr, Mn, Mo, V, C und S für unlegierte Stähle (> 1 % Mn) und für legierte
Stähle mit einem Komponentengehalt von < 5 %.

‐ 0 = Roheisen, Ferrolegierungen, Gusseisen
‐ 1 = Stahl
‐ 2 = Schwermetalle, außer Eisen
‐ 3 = Leichtmetalle

Erläutern Sie die Bezeichnungen: GG20, EN-GJL – 200, 1.4571.

‐ GG20 (alte Normung)

o Graues Gusseisen mit Lamellengraphit; Benennung nach der Festigkeit;
Zugfestigkeit Rm ≥ 200 N/mm²

‐ EN-GJL-200 (Europäische Normung)

o Siehe oben

‐ 1.4571

o 1 : Stahl
o 45 : Nichtrostender Stahl
o 71 : Zählnummer

Erläutern Sie folgende Zusatzsymbole für Stahlerzeugnisse: +F, +A, +QT und übersetzen Sie
die Kurzbezeichnung HS 3 – 8 – 2 – 6.

+F : Feinkornstahl
+A : Feueraluminiert
+QT : Vergütet

HS 3-8-2-6

o Schnellarbeitsstahl
o 3 % Wolfram
o 8 % Molybdän
o 2 % Vanadium
o 6 % Kobald

Erläutern Sie folgende Kurzbezeichnungen:

a) P235TR

b) S235JRD

c) DD04+ Z

d) C22C

e) 34CrMo4

f) X3CrNi18-10

a) P235TR


Druckbehälterbau
Streckgrenze : 235 N/mm²
Für Rohre und für den Einsatz bei Raumtemperatur

b) S235JRD


Allgemeiner Baustahl
Streckgrenze : 235 N/mm²
Kerbschlagarbeit von 27J bei +20°C
Einsatz bei Schmelzübergängen

c) DD04+ Z

Warmgewalztes Flacherzeugnis zum Kaltumformen
feuerverzinkt

d) C22C

Unlegierter Stahl zum Kaltumformen mit einem mittleren Mn-Gehalt < 1 %
0,22 % Kohlenstoff

e) 34CrMo4

Unlegierter Stahl mit einem Kohlenstoffgehalt von 0,34 % und einem
Mn-Gehlat von mehr als 1 %, bei dem der mittlere Gehalt der einzelnen Legierungselemente unter 5 % liegt
1 % Cr und 0,1 % Mo

f) X3CrNi18-10

Legierter Stahl, bei dem der mittlere Gehalt von mindestens einem Element 5 % oder höher liegt
0,03 % Kohlenstoff
18 % Chrom
10 % Nickel
Nach DIN EN 10088

Der Begriff Edelstahl ist zu erläutern.
Unterteilung in unlegierte und legierte Edelstähle:

Unlegierte Edelstähle:


o Hoher Reinheitsgrad
o Kaltverfestigung im vergüteten Zustand
o Definierte Einhärtetiefe
o Stähle sind für Vergütungs- und Randschichthärtung vorgesehen
o Beispiele: Stahlbau, Einsatz-/Vergütungsstähle, Flacherzeugnisse zum Tiefziehen

Legierte Edelstähle:


o Genaue chemische Zusammensetzung
o Wärmebehandlung vorgesehen (außer Feinkornstahl)
o Besondere chem./physikalische Eigenschaften
o Beispiele: Maschinebaustähle, Werkzeugstähle, Wälzlagerstähle, nichtrostende-
/hitzebeständige- warmfeste Stähle

Ein Stahl beinhaltet einen Cr-Gehalt von 0,24 m%. Liegt ein unlegierter oder ein legierter
Stahl vor?

Es handelt sich um einen unlegierten Stahl, da die Grenze von Chrom bei 0,3 m% liegt

Mit welcher Technik erfolgt in der Stahlindustrie i.d.R. der Übergang vom flüssigen in den
festen Zustand? Erläutern Sie die Technologie in Stichworten.

siehe Bild!

Was versteht man unter Sekundärmetallurgie? Erläutern Sie kurz die Desoxidation von Stahl
mittels Aluminium- und Vakuum-Behandlung.

siehe Bild!

Nennen Sie Ziele der Raffination von Roheisen mittels Sauerstoffblas-Verfahren und
verdeutlichen Sie mit einschlägigen Reaktionsgleichungen die Abläufe bezüglich des C-, Sund
P-Gehaltes der Schmelze während der Raffination.

siehe Bild!

Nennen Sie die Zusammensetzung des Roheisens bezüglich der Elemente C, Mn, Si, P, S.
Wodurch kann der Schwefelgehalt im Roheisen gesenkt werden? Verdeutlichen Sie die
Antwort mit einer chemischen Reaktionsgleichung.

siehe Bild!

Erläutern Sie kurz die Ursache für den niedrigen Schmelzpunkt von Roheisen.

Durch die Kohlenstoffaufnahme hat das Roheisen einen niedrigen Schmelzpunkt von ca.
1150°C

Bei welcher Temperatur verläuft im Wesentlichen der Reduktionsprozess im Hochofen ab?
Erläutern Sie ferner wesentliche Reaktionen der Eisenträger in der Reduktions- und der
Kohlungszone. Verdeutlichen Sie weiterhin die Quellen für den Wärmebedarf und für die
Reduktions-Gaserzeugung.

siehe Bild!

Was verstehen Sie unter einem Hochofen?

siehe Bild!

Durch Verwendung welcher Legierungselemente kann die Perlitbildung bei

Vergütungsstählen weitestgehend unterdrückt werden?

siehe Bild!

Welche Legierungselemente werden in der Regel bei der Herstellung von

Vergütungsstählen eingesetzt? Erläutern Sie die Wirkung dieser Elemente!

siehe Bild!

Wie kann die Zerspanbarkeit von Vergütungsstählen beeinflusst werden?

Erläutern Sie zwei grundsätzlich verschiedene Methoden.

1) Wärmebehandlung

Weichglühen (A) durch Halten nahe Ac1 Bildung eines ferritischen Gefüges mit einformten Carbiden, das Gefüge ist weich und gut zerspanbar oder Glühen auf ferritisch-perlitisches Gefüge (FP) durch Überschreiten von Ac1  und isothermen Halten im Ferrit-Perlit-Gebiet. Ferrit-Perlit ist zwar härter, führt aber zu kurzbrechenden Spänen, wodurch die Zerspanbarkeit verbessert wird.

2) Einstellung eines geregelten Schwefelgehaltes

Durch Zugabe von 0,02 – 0,04 % S bilden sich Mangansulfide, die zu kurzbrechenden Spänen führen wodurch die Zerspanbarkeit verbessert wird. 

Was versteht man unter einer „Behandlung auf Kaltscherbarkeit“?

siehe Bild!

Welche Arten der Weichglühung können bei Vergütungsstählen durchgeführt

werden? Welches Gefüge wird dadurch eingestellt?

...

Was versteht man werkstofftechnisch unter einer „Vergütung“? Welche

Werkstoffeigenschaften werden durch diese Behandlung beeinflusst?

Vergütung ist eine Wärmebehandlung bei Stählen. Sie besteht aus einem Austenitisieren mit nachfolgendem Abschrecken (Härten) und einem Anlassen im oberen Temperaturbereich. Durch das Härten wird idealer Weise ein martensitisches Gefüge mit hoher Härte eingestellt. Durch das Anlassen wird der Martensit entspannt, Karbide ausgeschieden, die Härte erniedrigt und die Zähigkeit erhöht.

Ziel der Behandlung ist das Einstellen einer hohen Streckgrenze Re bei möglichst hoher Zähigkeit.

Nach welchem Kriterium können die Baustähle in zwei Untergruppen eingeteilt

werden? Geben Sie einige Beispiele für die Untergruppen an.

siehe Bild!

Welche Art von Prüfbescheinigung gibt dem Werkstoffkäufer die Sicherheit,

dass ein vom Hersteller unabhängiger Sachverständiger die Werkstoffprüfung

überwacht hat? In welchen Fällen ist solch eine Prüfbescheinigung

notwendig?

siehe Bild!

Erläutern Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen einer Werksbescheinigung und einem Abnahmeprüfungszeugniss 3.1 nach DIN EN 10204.

Wesentliche Unterschiede bestehen im:

  • Inhalt der Bescheinigung
  • Der Person des bestätigenden

Werksbescheiningung enthält keine Angaben von Prüfergebnissen

Die Bescheinigung wird durch den Hersteller bestätigt (subjektiv)

 

Abnahmeprüfungszeugnis enthält Prüfungsergebnisse auf der Grundlage spezifischer Prüfungen

Das Prüfzeugnis wird durch den vom Hersteller beauftragten, von der Fertigungsabteilung unabhängigen Sachverständigen („Werkssachverständigen“) bestätigt (objektivere Sicht)

Geben Sie je ein Beispiel an für die häufige Verwendung des jeweiligen Legierungselementes in Stählen unter Benennung der Stahlgruppe, des mittleren Elementgehaltes sowie einer typischen, normgerechten Werkstoffbezeichnung.

...

Erläutern Sie nachstehende Werkstoffbezeichnungen unter Angabe der

zugrundeliegenden Systematik: 

X10Cr13

C20D

S275NL

1.4305

HS10-4-3-10

34CrAlNi7

E335

EN-GJL-HB155

X100CrMoV5

20MnCr5

S235JRG2

C45

 

X10Cr13

C20D

S275NL

1.4305

HS10-4-3-10

34CrAlNi7

E335

EN-GJL-HB155

X100CrMoV5

20MnCr5

S235JRG2

C45

 

Nach welcher Systematik werden Gusseisen bezeichnet? Erläutern Sie.

 

siehe Bild!

Mit welchen Faktoren werden die Elemente B, N, V, Mo, Cr, Ni, P, S und C in

niedrig legierten Stählen mit einem Gesamtlegierungsgehalt < 5 %

angegeben?

siehe Bild!

Wie setzt sich die Werkstoffnummer für Stähle zusammen? Erläutern Sie.

siehe Bild!

Wie kann nach Norm die Benennung eines Stahles erfolgen? Erläutern Sie.

 

siehe Bild!

Ist ein „Edelstahl“ immer nichtrostend? Erläutern Sie.

 

Nein; abhängig vom Chromgehalt und der Umwelt (Seewasser, Chemieanlage)

Definieren Sie die Begriffe Qualitätsstahl, Grundstahl und Edelstahl. 

(Frage abgeändert) 

siehe Bild!

Benennen Sie die Gütegruppen für Stahl nach DIN EN 10020. 

siehe Bild!

Warum ist das Auftreten der Elemente P, Cu und Sn in Stählen unerwünscht?

Erläutern Sie. 

siehe Bild!

Was ist Paketschrott?

 

siehe Bild!

Benennen Sie die Gehalte der unerwünschten Elemente P, S, Cu und Sn in

Roheisen, in Schrott aus der Müllverbrennung und in Paketschrott. 

siehe Bild!

Erläutern Sie den Unterschied zwischen Begleit- und Legierungselementen

und geben je vier Beispiele für den Bereich der Stähle an. 

Beispiele für Begleitelemente:

Nichtmetalle: H, O, P, S, N ...

Halbmetalle: B, Si, As, Sb, Bi ...

Metalle: Cu, Sn, Zn, Pb, Al, Ni, Cr ...

Nach welchen Verfahren werden heute Stähle hergestellt und abgegossen?

Beschreiben Sie kurz und geben Anteile an der Gesamterzeugung an.

siehe Bild!

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