Fragenkatalog

Martin Zurmühlen
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Martin Zurmühlen
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Eigenschaften und Anwendungen von Werkstoffen wie Stahl, Gusseisen und Hartmetallen. Sie erläutern die Unterschiede zwischen verschiedenen Stählen, Gusseisenarten und deren Gefüge, sowie die Verwendung von Oxidkeramik und Hartmetallen in der Industrie. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Materialwissenschaft und Ingenieurstechnik, die sich mit der Auswahl und Anwendung von Werkstoffen befassen.
Flashcards
250
Students
4
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
24.07.2014 / 17.05.2015

Flashcards

Erläutern Sie die Legierungssystematik von Schnellarbeitsstählen.

siehe Bild!

Welche Haupteigenschaften muss ein Werkstoff besitzen, der zur Herstellung einer Strangpress-Matrize eingesetzt werden kann?

Hohe Anlassbeständigkeit, gute Warmverschleißeigenschaften
1.2344 X40CrMoV5-1 410 bis 470 HBW (1400 bis 1600 MPa)
1.2367 X38CrMoV5-3 mit ähnlicher Härtelage

Hergestellt werden soll ein Scherenmesser, welches zum Zerteilen warmer Rundstäben aus Stahl im Auslaufbereich eines Walzwerkes dienen soll. Machen Sie eine Werkstoffempfehlung und begründen diese.

???

Erläutern Sie den Ablauf des Härtens und Anlassens für Warmarbeitsstähle
anhand eines konkreten Beispiels.

siehe Bild!

Welche Aufgaben haben die Legierungselemente Cobalt, Chrom und Nickel
in Warmarbeitsstählen?

siehe Bild!

Erläutern Sie das Auftreten netzwerkartiger Risse an der Oberfläche von Werkzeugen aus Warmarbeitsstahl.

siehe Bild!

Nennen Sie je vier typische Anwendungsgebiete für Kaltarbeits- und Warmarbeitsstähle.

Kalt: Schneiden, Stanzen, Scheren, Kaltmassivumformen, Prägen

Warm: Druckgießen,  Strangpressen,  Gesenkschmieden, Kunststoffverarbeitung

Ein unlegierter Kaltarbeitsstahl vom Typ C60 und ein ledeburitischer Chromstahl werden zur Herstellung von Zerkleinerungswerkzeugen für grobes Aluminiumoxidpulver eingesetzt. Diskutieren Sie die vermutete Standzeit der Werkzeuge.

ledeburitischer Chromstahl:

1.2379

X153CrMoV12

Welche zwei Haupt-Verschleißmechanismen treten bei Werkzeugen zur Kaltarbeit auf? Erläutern Sie Art und Mechanismus des Verschleißes.

Abrasion: Abrasion findet statt durch Kontaktmechanik der, d. h. Kräfte, Spannungen und Deformationen, wenn
der Gegenkörper wesentlich härter und rauer als der Grundkörper oder
der wenn einzelne harte Partikel (gebunden oder ungebunden) in den Gegenkörper
eingedrückt werden

Adhäsion: ist bestimmt durch stoffliche Wechselwirkungen im atomaren oder molekularen Bereich,
durch lokale Pressungen an einzelnen erhabenen Rauheitshügeln werden schützende Schichten, wie
Oxidationsschichten durchbrochen, es entstehen lokale Kaltverschweißungen
(Grenzflächenbindungen). Diese können eine höhere Festigkeit besitzen, als die Werkstoffe der
einzelnen Kontaktpartner. Bei Relativbewegung, z. B. Verschiebung erfolgt dann eine Stofftrennung
unterhalb der Kontaktfläche, nicht jedoch in der eigentlichen Kontaktgrenzfläche.

Erläutern Sie Haupteigenschaften der Kaltarbeitsstähle und die daraus resultierende chemische Zusammensetzung.

siehe Bild!

Erläutern Sie drei mögliche Kriterien, anhand deren eine Einteilung der Werkzeugstähle üblich ist.

Arbeitstemperatur

Stahl-Eisen-Liste

Wärmebehandlungszustand

Beschreiben Sie die typische Wärmebehandlung für einen Messerstahl.

Härten: 30-50 Grad über A3 für Zeit X halten und Abschrecken.

Anlassen: Über A1 aufheitzen für Zeit X halten und lansam abkühlen.

Was sind Duplexstähle und in welchen Anwendungsfeldern werden sie typischerweise eingesetzt?

„Duplexstähle“ sind nichtrostende Stähle mit zweiphasigem Gefüge, also AUSTENIT + FERRIT

Anwendung → Chemie-, Offshore-, Entsalzungs- Ölgewinnungsanlagen

Machen Sie eine Empfehlung zur Werkstoffauswahl für die Auspuffleitung an einem PKW.

Warmfester Hochlegierter Stahl: 1:47xx u. 1:48xx

In einer Anlage zur thermischen Müllentsorgung treten Gase mit HCl-Gehalten bis ca. 1000 ppm auf. Machen Sie eine Werkstoffempfehlung.

???
 

Wie sind typische hitzebeständige Stähle zusammengesetzt? Welche Rolle spielen die Legierungselemente?

siehe Bild!

Was versteht man unter katastrophaler Korrosion?

Man spricht von katastrophaler Korrosion, wenn sich der Werkstoff unaufhörlich zersetzt.

Was sind ausscheidungshärtende, martensitische nichtrostende Stähle? Erläutern Sie Zusammensetzung und Mechanismus der Festigkeitssteigerung.

???

Nennen Sie je ein typisches Anwendungsgebiet für nichtrostende ferritische, austenitische und martensitische Stähle unter Angabe des verwendeten Stahles mit seiner Werkstoffbezeichnung oder seinem DIN-Kurznamen.

???

Wann tritt interkristalline Korrosion auf?

Sie tritt auf, wenn an den Korngrenzen nichtmetallische Ausscheidungen vorkommen.

Welche Rolle spielen Carbidausscheidungen bei der Korrosionsbeständigkeit nichtrostender Stähle? Erläutern Sie.

Verringern die Korrosionsbestänigkeit zum Einen durch interkristalline Korrosion (Kerbwirkung zwischen den Körnern) und zum Anderen durch Abbinden der korrosionsbeständigkeitssteigernden Legierungselemente (z.B. Chromkarbide).

Weisen Sie nach, welcher der drei aufgeführten Werkstoffe dauerhaft für den Einsatz in Meerwasserumgebung geeignet ist: X120Cr29, X2CrMoSi16-2-1, X2CrNiMoN22-5-3.

???

Diskutieren Sie die Korrosionsbeständigkeit der Werkstoffe X12CrS13, X135CrMoV12-1, X13Cr12 und X2NiCrAlTi32-20.

???

Welche Möglichkeit der Festigkeitssteigerung gibt es bei nichtrostenden austenitischen Stählen?

Kaltverfestigung

Beschreiben Sie die Wärmebehandlungsmöglichkeiten für austenitische, ferritische und martensitische nichtrostende Stähle.

siehe Bild!

Stellen Sie Vor- und Nachteile der austenitischen nichtrostenden Stähle dar.

siehe Bild!

Was versteht man unter der „Stabilisierung“?

???

Aus einem der genannten nichtrostenden Stähle soll ein Bauteil für eine Chemieanlage konstruiert werden, das in Kontakt mit einem bis auf -100°C
gekühlten Medium steht und auf Zähigkeit beansprucht wird. Begründen Sie Ihre Auswahl!
X6Cr13 (1.4016) - X39CrMo17-1 (1.4122) - X5CrNiMo18-10 (1.4401)

???

Skizzieren Sie ein Schaeffler-Diagramm. Wozu dient dieses Diagramm?

Das Schaefflerdiagramm, von Anton Schaeffler entwickelt, sagt die Gefüge nicht-rostender Stähle voraus. Es ist in unterschiedliche Bereiche aufgeteilt, denen ein Gefüge zugeordnet wurde. Mit Hilfe der Chrom- und Nickeläquivalente, welche die Abszisse und Ordinate des Diagramms bilden, lassen sich für Stähle und Gusseisen Punkte im Diagramm darstellen und somit eine Aussage über das erwartete Gefüge treffen.

Besonders beim Schweißen hochlegierter Stähle kommt das Schaeffler-Diagramm zum Einsatz. Es ist möglich, sich im Vorfeld Informationen über mögliche Gefahren, die mit den Gefügebildungen einhergehen, zu verschaffen: Bei Aufkommen von Martensit können Härterisse auftreten. Im austenitischen Bereich ist das Material warmrissanfällig. Bei ferritischen Stählen muss auf Kornwachstum Rücksicht genommen werden. In den Mischbereichen von Austenit und Ferrit kann Versprödung durch Bildung der Sigma-Phase auftreten.

Wie sind die nichtrostenden Stähle in der Stahl-Eisen-Liste eingeteilt?

??

Was ist ein V2A-Stahl?

Korrosionsbeständiger, austenitischer, nickellegierter Stahl.

V2A = Versuch 2 Austenit

Anhand welchen Kriteriums können die nichtrostenden Stähle eingeteilt werden? Erläutern Sie.

siehe Bild!

Ermitteln Sie die Einsatzhärtetiefe EHT sowie die Kohlungstiefe At.
 

2,5 u. 3.25 mm

Warum entsteht beim Einsatzhärten „Restaustenit“? Erläutern Sie.

???

Warum sollte man die vorhergehende Anlasstemperatur eines Werkstoffes genau kennen, wenn man die Nitriertemperatur festlegen will?

Damit man das beim Anlassen erzeugte Gefüge nicht wieder verändert.

Welche Werkstoffeigenschaften werden durch das Nitrieren maßgeblich beeinflusst?

siehe Bild!

Nennen Sie drei Vorteile des Nitrierens gegenüber dem Aufkohlen.

siehe Bild!

Welche Legierungselemente sind für Nitrierstähle typisch und warum?

???

Skizzieren Sie schematisch einen Querschnitt durch eine aufgekohlte und durch eine nitrierte Probe!

???

Was versteht man unter „Härtbarkeit“, was unter „Aufhärtbarkeit“ und „Einhärtbarkeit“?

Härtbarkeit: Die Härtbarkeit eines Werkstoffes gibt an, inwieweit seine Festigkeit und Härte durch gezielte Wärmebehandlung gesteigert werden können.

Aufhärtbarkeit: Unter idealen Bedingungen erreichbare höchste Härte eines Werkstoffs. Bei Stahl ist sie in erster Linie von dessen Kohlenstoffgehalt abhängig; dieser muss durch optimale Härtetemperatur und -dauer im Austenit vollständig gelöst sein, bevor beim Abschrecken ein 100%iges Martensit Gefüge entsteht.

Einhärtbarkeit: Als Einhärtbarkeit oder auch Durchhärtbarkeit bezeichnet man die Qualität bei Stahl, mit welcher Stärke er bis zur Mitte (mit gleichbleibender Qualität) gehärtet werden kann.

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