Fragenkatalog

Martin Zurmühlen
Study

Martin Zurmühlen
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Eigenschaften und Anwendungen von Werkstoffen wie Stahl, Gusseisen und Hartmetallen. Sie erläutern die Unterschiede zwischen verschiedenen Stählen, Gusseisenarten und deren Gefüge, sowie die Verwendung von Oxidkeramik und Hartmetallen in der Industrie. Besonders nützlich für Studierende und Fachleute in der Materialwissenschaft und Ingenieurstechnik, die sich mit der Auswahl und Anwendung von Werkstoffen befassen.
Flashcards
250
Students
4
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
24.07.2014 / 17.05.2015

Flashcards

Welche Größen bestimmen die makroskopische Fließgeschwindigkeit von
Polymermaterial?

siehe Bild!

Welche Dehnungen sind Ihnen bei Polymerwerkstoffen bekannt? Verdeutlichen Sie
diese Dehnungen mit einschlägigen Abhängigkeiten.

Elastisches Verhalten
- rein elastischer Körper verformt ohne zeitliche Verzögerung
 

Viskoses Verhalten
- verformt sich indem benachbarte Schichten aneinander vorbei strömen und
sich gegenseitig mitnehmen
- irreversibel (nicht umkehrbar)
 

Viskoelastisches Verhalten
- zeitabhängig
- reversibel (umkehrbar)

Beurteilen Sie das Ermüdungsverhalten von thermoplastischen Werkstoffen.

- Hohe Frequenzabhängigkeit
- Thermische Verfestigung
- Dauerfestigkeit gibt es nicht bei Polymerwerkstoffen

Nennen Sie eine ausgeprägte Einflussgröße auf das Spannung-Dehnung-Verhalten von PA bei T

und ́ = konstant.

- Wassergehalt im PA durch Aufnahme aus der umgebenen Luft
Weichmacher

Zeichnen Sie ein F-Δl-Diagramm für die Ihnen bekannten Fälle. Beschriften Sie das Diagramm mit den üblichen Formelzeichen. Erläutern Sie mit den einschlägigen Bezeichnungen die gewählten Formelzeichen.

siehe Bild!

Beschreiben Sie das Spannungs-Dehnungsverhalten teilkristalliner Thermoplaste
bei T Tg.

siehe Bild!

Zeigen Sie den Zusammenhang f() für amorphe Thermoplaste für die
Temperaturen T << Tg, T < Tg und T >> Tg.

siehe Bild!

In welchen Bereichen eines E f(T)-Diagramms für Polymere ist der
Anwendungsbereich für Duromere, Elastomere, teilkristalline Thermoplaste und
amorphe Thermoplaste gegeben?

siehe Bild!

Verdeutlichen Sie den Zusammenhang zwischen Molekulargewicht und Zugfestigkeit
von Polymerwerkstoffen.

siehe Bild!

Verdeutlichen Sie mit einem doppelt logarithmischen KIC-Re-Diagramm die relative
Lage für die Werkstoffgruppen Polymere und Metalle.

siehe Bild!

Nennen Sie das wichtigste Element bei den Kunststoffen.

- Kohlenstoff

Ein Tank für flüssigen Wasserstoff (T=-80°C) wird mit einem 3mm Polymerüberzug
versehen. Nennen Sie ein geeignetes Material und begründen Sie dessen
Anwendung.

- PE (Polyethylen)
- Hat eine niedrige Glastemperatur

Begründen Sie die Verwendung von Polymerwerkstoffgruppen für die folgende
Anwendungen: „Getränkekästen“ und „Seilrollen“.

- Extrem Widerstandsfähig
- Geringes Gewicht

Erläutern Sie den Begriff „Energieelastischer Bereich“ im Zusammenhang mit den
mechanischen Eigenschaften von Polymerwerkstoffen.

siehe Bild!

Welche drei Grundarten von Zusatzstoffen für Polymerwerkstoffe sind Ihnen
bekannt? Nennen Sie für die Grundarten je ein Beispiel.

1. Funktionszusätze
            o Antioxidation
            o Antistatika
            o Brandschutzmittel

2. Füllstoffe
           o Cellulose
           o Graphit
           o Glaskugeln
           o Metalloxide

3. Verstärkungsstoffe
           o Glasfasern
           o Synthesefasern

Vergleichen Sie die üblichen Größenordnungsbereiche der Kenngrößen Zugfestigkeit
und Bruchdehnung für die Werkstoffgruppen Duromere und Elastomere.

siehe Bild!

Beschreiben Sie kurz in Stichworten die technischen Anwendungseigenschaften von
Elastomeren.

- Gummielastisch bei Anwendungstemperatur
- Härteelastisch bei niedriger Temperatur
- Anwendung als Dichtmaterial

Nennen Sie drei duroplastische Werkstoffe.

- Epoxidharz
- Polyester
- Urethane
- Silicone

Beschreiben Sie kurz die technologischen Eigenschaften von Duromeren sowie
deren Herstellungsprozess.

- Werden aus flüssigen oder festen Vorprodukten (Harzen) durch chemische
  Reaktionen zu räumlichen Vernetzungsstrukturen aufgebaut
            o Eigenschaften sind abhängig von molekularen Bausteinen, Vernetzungsgrad, Füll- und                                      Verstärkungsmittel
            o Nicht schmelzbar
            o Nicht schweißbar
            o Sprödes Verhalten

Nennen Sie die Größenordnungsbereiche für die Eigenschaften Zugfestigkeit, EModul
und Dichte für die wesentlichen thermoplastischen Werkstoffe.

siehe Bild!

Übersetzen Sie die folgenden Kurzbezeichnungen: PE, PVC, PMMA.

PE : Polyethylen
PVC : Polyvinylchlorid
PMMA : Polymethylmethacrylat

Nennen und beschreiben Sie die thermoplastischen Werkstoffgruppen hinsichtlich
ihrer Struktur.

- Amorphe Thermoplaste
           o Ungeordnete lose verhakte verzweigte Ketten
           o „Wattebauschstruktur“
           o Bei Beanspruchung tritt elastische Verformung auf, der jedoch plastische
              Anteile überlagert werden können

- Teilkristalline Plastomere
          o Regelmäßiger und möglichst linearer Kettenaufbau
          o Entspricht kristalliner Struktur
          o Zwischenmolekulare Kräfte sind in den kristallinen Bereichen höher als
             bei amorpher Struktur

Nennen Sie bekannte Polymerwerkstoffgruppen auf Grundlage des
Ordnungsparameters „Struktur“.

- Thermoplaste -> Flexible Ketten
- Duroplaste -> starres 3-dimensionales Netzwerk
- Elastomere -> lineare Ketten mit Querverbindungen

Nennen Sie bekannte Strukturen der Polymerwerkstoffe.

siehe Bild!

Nennen und erläutern Sie kurz die üblichen Grundverfahren zur
Kunststoffherstellung.

- Polymerisation
            o Kettenbildung ohne Abspaltung von Nebenprodukten

- Polykondensation
            o Abspaltung von einfachen Nebenprodukten wie H2O, NH4 usw. bei der
               Kettenbildung

- Polyaddition
           o Ausgangsprodukte für die Kettenbildung sind verschiedene
              Komponenten
                           Coploymerisation (Zwei Monomere)
                           Tripolymerisation (Drei Monomere)

Nennen Sie fünf wesentliche Nachteile der Polymerwerkstoffe gegenüber
metallischen Werkstoffen.

- Geringe Festigkeit (RT), ohne Verstärkung
- Geringe chemische Beständigkeit bei hoher Temperatur
- Brennbarkeit (Vergiftungsgefahr!)
- Hohe Wärmedehnung
- Sprödigkeit bei tieferer Temperatur
- Alterungsanfälligkeit
 

Nennen Sie drei wesentliche Vorteile der Polymerwerkstoffe gegenüber metallischen
Werkstoffen.

- Geringe Dichte (ca. 0,9 – 1,5 g/cm³)
- Gute chemische Beständigkeit
- Gute Verarbeitbarkeit
- Gute Dämpfungsfähigkeit
- Klebefähigkeit
- Isolationsverhalten

Nennen Sie drei organische Materialien mit langer Anwendungstradition.

Holz, Leder, Kautschuk, Pflanzenfasern

Wie entsteht schwarzer Temperguss?

- Ausgangsmaterial ist weißes Gusseisen (Temperrohguss)
- durch neutrale Glühung kommt es zur Gefügeveränderung
- Temperkohle + Matrix (Ferrit und/oder Perlit)
- Bei hohem Perlit-Gehalt steigt die Zugfestigkeit, die Bruchdehnung fällt jedoch ab

Nennen Sie positive Eigenschaften von GJS gegenüber GJL.

Siehe Bild.

Nennen Sie Probleme bei der Anwendung des Werkstoffes EN-GJL400 bei 500°C
und einer geplanten Haltezeit von 100 Stunden.

- Bei T > 400°C kommt es zu Zementitzerfall
- Fe3C --> α + C
- Durch uneinheitlichen Vorgang kommt es zum Bruch

Beschreiben Sie die Gefügeausbildung und die Entstehungshistorie der Werkstoffe
GJL100, GJL200 und GJL400.

- Grundgefüge sind von der Verteilung, Menge, Form und Größe des eingelagerten Graphits abhängig

- Je nach Graphitausbildung sind bei gleicher Grundmatrix große Unterschiede hinsichtlich der mechanischen Eigenschaften gegeben

100 – 200 : Ferrit-Matrix (Lamellen)
400 : Perlit-Matrix (Kugel)

Durch welche Vorgänge wird die Matrixausbildung von Gusseisen (GJL) bestimmt?

Siehe Bild.

Was verstehen Sie unter einem grauen und unter einem weißen Gusseisen?

Siehe Bild.

Begründen Sie eine zwingend vorzunehmende Wärmebehandlung vor der
Anwendung von Stahlguss.

- Notwendig ist in der Regel das „Normalglühen“
- Damit wird eine Steigerung der Zähigkeit hervorgerufen

Was ist ein hitzebeständiger Stahl?

Folgende Anforderungen sollten erfüllt sein:
- Zunderbeständigkeit (Metallverlust <2g/m²h)
- Warmfestigkeit
- Gefügestabilität
- Schweißeignung/Umformbarkeit

Erläutern Sie in Stichworten die Begriffe interkristalline Korrosion, Lochfraßkorrosion
und Spannungs-Riss-Korrosion bei der Anwendung von Cr-Ni-Stählen.

Interkristalline Korrosion
- Ausscheidung von Verunreinigungselementen oder Legierungselementen an
den Korngrenzen
- Angriff an den Korngrenzen aufgrund von Chromkarbidbildung

Lochfraßkorrosion
- Lokaler Angriff der Passivschicht
-> örtlicher Durchbruch durch Spannungen
      Angriff durch Halogenionen


Spannungsrisskorrosion
- wenn kritisches System (Werkstoff/Medium/Zugspannung) vorliegt

Beschreiben Sie die Werkstoffe X6Cr17 und X5CrNi18-10 relativ zueinander
hinsichtlich der Leitfähigkeit, des Ausdehnungskoeffizienten, der Magnetisierbarkeit
und des Preises pro Masseneinheit.

Siehe Bild.

Gegeben sind die Datensätze bezogen auf die Streckgrenze in Mpa, Zugfestigkeit in
MPa und die Bruchdehnung in %,
a) 210/400/25,
b) 210/600/45,
c) 450/800/25.
Ordnen Sie diesen Datensätzen einen der folgenden Werkstoffe zu: X2CrTi12,
X5CrNi18/10, X2CrNiMoN22/5/3.

Siehe Bild

Wie kann die Streckgrenze eines austenitischen Stahles deutlich erhöht werden?

- Durch Kaltverfestigung

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