Informationssicherheit
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Flashcards
Spanning Tree und Portfast
Bei der Inbetriebnahme neuer IOS-basierter Switches ist bestimmt jedem schon einmal aufgefallen, dass sobald ein Rechner eingesteckt wird der Switchport zunächst nur orange leuchtet und sich erst nach einigen Sekunden auf gelb umstellt. Während der Switchport orange leuchtet, leitet dieser noch keine Pakete weiter. Häufig führt dies dazu, dass Arbeitsplatzrechner nicht in der Lage sind eine DHCP-Adresse zu beziehen, falls diese “zu schnell” starten. Dieses Verhalten weist jedoch in keiner Weise auf einen Fehler hin, sondern ist beabsichtigt.
Auf qualitativ höherwertigen Switches läuft das Spanning Tree Protocol, welches für eine schleifenfreie Topologie trotz physikalischer Redundanzen in der Verkabelung sorgt. Die Switches unterhalten sich untereinander auf dem Data-Link-Layer über sogenannte BPDUs (Bride Protocol Data Units), mit deren Hilfe die Topologie berechnet wird.
Wird ein Switchport aktiv, weil ein Gerät eingesteck wurde wechselt der Switchport über den Blocking State in den Learning- und anschließend in den Forwarding State. Im Blocking und Learning State leitet der Switch noch keine Pakete von angeschlossenen Geräten weiter, sondern beschränkt sich darauf BPDUs zu versenden und zu verarbeiten. Sobald die schleifenfreie Topologie berechnet und der Forwarding State erreicht ist leitet der Switch auch Pakete von angeschlossenen Geräten weiter.
Dieses Verfahren garantiert stets eine schleifenfrei Topologie, führt jedoch mitunter zu unerwünschten Verzögerungen die weitere Probleme mit sich bringen.
Zur Abhilfe können Switchports als “Portfast” konfiguriert werden. Diese Switchports nehmen dann nicht mehr an der Berechung der schleifenfreien Topologie teil und wechseln erheblich schneller in den Forwarding State.