Infektionskrankheiten
Pharma-Assistentin, Heft J, 3. Lehrjahr
Pharma-Assistentin, Heft J, 3. Lehrjahr
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Flashcards
Gonorrhoe (Tripper): Übertragung, Erreger, Symptome, Komplikationen
Übertragung: Geschlechtsverkehr
Erreger: Bakterien
Symptome: Jucken, Brennen, Ausfluss im Genitalbereich
Komplikationen: Infektion tritt auf Organe über; führt zu Sterilität
Hep. B (Leberentzündung): Übertragung, Erreger, Symptome, Komplikationen
Übertragung: Geschlechtsverkehr, Verletzung der Haut
Erreger: Virus (Typ B)
Symptome: Krankheitsbeginn mest schleichend: Müdigkeit, Übelkeit, Bauchbeschwerdenm evtl. Gelbsucht.
Komplikationen: Kann chronisch werden und zu Leberzirrhose (Schrumpfung) oder Leberkrebs führen.
Trichomoniasis Übertragung, Erreger, Symptome
Übertragung: Geschlechtsverkehr
Erreger: Protozoe
Symptome: Verlauf ähnlich wie Blaseninfekt, dazu Ausfluss aus Scheide; beim Mann symptomfrei
FSME: Übertragung, Erreger, Symptome
Übertagung: Zeckenbisse
Erreger: Virus
Symptome: Kopfschmerzen, Nackenstarre, hohes Fieber. Kann zu sensorischen und motorischen Ausfallerscheinungen kommen
Lyme-Boreliose: Übertragung, Erreger, Symptome
Übertragung: Zeckenbisse
Erreger: Bakterien
Symptome: Wanderndes Ekzem (wächst von innen nach aussen), Gesichtslähmung, Befall der Gelenke
Malaria: Übertragung, Erreger, Symptome
Übertragung: Stich der Anopheles-Mücke
Erreger: Protozoe (Plasmadium)
Symptome: Erst werden Leberzellen befallen und zerstört, dann die roten Blutkörperchen. Jedesmal wenn wieder eine grössere Menge Zellen zerstört wird, werden Fieberschübe ausgelöst. Durch Zerstörung der Erythrozyten entstehen anämische Symptome infolge des verminderten Sauerstofftransports
Läuse: Symptome, Übertragung
Symptome: Juckreiz auf Kopfhaut, am Haaransatz finden sich Nissen die an das Haar angeklebt sin und sich im Gegensatz zu Schuppen nicht abschütteln lassen
Übertragung: Läuse springen nicht sonder klettern nur bei engem Kontakt von Haar zu Haar
Milben: Symptome, Übertragung
Symptome: Verschieden Arten von Milben, die alle stark juckende Hauterscheinungen auslösen. Krätzmilben (Skabies) graben feine Gänge in die Hornschicht, punktförmige Erhebungen werden dadurch miteinander verbunden.
Übertragung: Direkter Kontakt v.a. durch Kleider oder Betwäsche
Massnahmen für Prophylaxe bei Tröpfcheninfektion
- Tragen von Mundschutz
- Hände waschen, Hände desinfizieren
- Menschenansammlungen meiden
Massnahmen für Prophylaxe bei Schmierinfektion
- Wasser abkochen, keine Eiswürfel ins Getränk, Gemüse mit abgekochtem Wasser waschen, Fleisch braten, Früchte schälen
- Hände waschen nach der Arbeit im Garten oder für Kinder nach dem Spielen im Sandkasten
Abkochen von Wasser
Krankheitserreger werden durch Hitze abgetötet. Wasser sollte zum sieden gebracht und während mindestens drei Minuten sprudelnd gekocht werden.
In den Bergen muss das Wasser länger gekocht werden,, da wegen des tieferen Luftdrucks der Siedepunkt des Wassers niedriger ist.
Trinkwasserdesinfektion
Können verschiedene Stoffe verwendet werden. Wichtig ist das Zusätze möglichst geschmacksneutral sind. In einigen Ländern wird das Wasser chloriert welches einen unangenehmen Beigeschmack hat.
Geschmacksneutral sind Silberionen. Wirkung setzt zwar verzögert ein, hält aber mehrere Monate an.
Spezialität zur Trinkwasserdesinfektion: MICROPUR CLASSIC (1 tbl/10l, 2h einwirken)
Wasserfiltration
Wasser bleibt geschmacklich unbeeinträchtigt, wenn es durch einen Filter welcher Krankheitserreger zurückhält, geleitet wird.
Beispiel: BRITA von Katadyn
Was ist Wichtig beim benutzen von Repellentien?
- Gegen Malariamücken sind se nur wirksam, wenn sie als TROPENTAUGLICH deklariert sind (auch dann kein 100% verlass)
- Einige sind auch gegen Zecken wirksam. Schutz hält aber weniger lang an als der für Zecken. Zeckenkontrolle muss trotzdem durchgeführt werden.
- Bei Kleinkinder nur Produkte anwenden die auch für sie geeignet sind und möglichst kleinflächig
- Chemische Substanzen sind recht aggressiv und können insbesondere Kunstfasern und Plastik angreifen (z.B. Zelte, Modeschmuck)
Anti Brumm forte
Schutz gegen Mücken: bis zu 12 Std.
Schutz gegen Zecken : bis zu 4 Std.
Nicht für Kinder geeignet
Tropentauglich
Anti Brumm natural
Schutz gegen Mücken: Bis zu 8 Std.
Schutz gegen Zecken: Nein
Für Kinder ab 1 Jahr geeignet
Anti Brumm sensitive
Schutz gegen Mücken: bis zu 12 Std.
Kein Schutz gegen Zecken
Für Kinder ab 1 Jahr
Für empfindliche Haut geeignet
Exposizionsprophylaxe in der Schwangerschaft
- Kein rohes Fleisch essen
- Möglichst Abstand zu Katzen halten, insbesondere nicht mit Katzenkot in Kontakt kommen
Was ist die Impfprophylaxe?
Im Organismus werden Voraussetzungen geschaffen, als ob er eine Infektion durchgemacht hätte. Dadurch ist er vor den entsprechenden Erregern geschützt.
Es gibt die aktive oder passive Impfprophylaxe
Was ist die Aktive Immunisierung?
Dem Organismus wird das Antigen in Form verabreicht, die das Immunsystem zu einer spezifischen Abwehr anregt. Immunsystem muss also aktiviert werden.
Welche drei Möglichkeiten bestehen bei der Aktiven Immunisierung?
- Dem Organismus weren abgeschwächte Erreger verabreicht, sog. Lebendimpfstoffe (z.B. Vivotif). Vorsicht: Im Fall von abgeschwächten Bakterien sollte nicht gleichzeitig Antibiotikum verabreicht werden, da die Keime sonst abgetötet werden und so keine Immunreaktion mehr auslösen kann.
- Dem Organismus werden abgetötete Erreger verabreicht. Viele Erreger müssen nicht mehr lebend sein um Immunreaktion auszulösen.
- Dem Organismus wird das entgiftete Bakterientoxin (Anatoxin) verabreicht.
Vorgehen bei der Aktiv Immunisierung
Grundimmunisierung: In kurzen Abständen (einige Wochen bis Monaten) werden mehrere Impfungen gemacht.
Booster-Impfungen: Zu Beginn in kürzeren, dann in immer längeren Zeitabständen (bis zu 10 Jahre) muss die Impfung aufgefrischt werden.
Vorteile Aktiv Immunisierung?
Immunität hält recht lange an (meistens 10 Jahre), manche sogar Lebenslänglich
Nachteile Aktiv Immunisierung?
Dauert Tage bis Wochen, bis Immunsystem reagiert hat und der Organismus immun ist. Können nicht zur Therapie einer Erkrankung eingesetzt werden.
Passive Immunisierung
Dem Organismus werden die Antikörper verabreicht, die sich im Serum von Organismen befinden, die mit dem entsprechenden Erreger in Kontakt gekommen sind.
Heute praktisch keine mehr im Handel, da sie Fremdproteine enthalten welche für Allergien verantwortlich sind. Heute werden Antikörper nach Möglichkeit aus menschlichem Blut gewonnen, oder gentechnologisch hergestellt.
Vorteile Passive Immunisierung
Immunglobuline können sowohl prophylaktisch als ach therapeutisch eingesetzt werden. weil die Antikörper sich sogleich wirksam gegen das entsprechende Antigen richten.
Nachteile passiv Immunisierung
Immunität ist nur kurzzeitig (wenige Monate)
Spezialitäten passive Immunisierung
Hepatect (bei Hep. B)
Varitect (bei Gürtelrose)
Typhus-Impfung Art, Empfehlung, Verabreichung, Dauer, Spezialitäten
Art: Lebendimpfstoff
Empfehlung: Reisen in Entwicklungsländer
Verabreichung: Oral--> 1 Kapsel am Tag 1,3,5 voller Impfschutz nach 14 Tagen
Dauer: 3-5 Jahre
Spezialität: Vivotif
Hepatitis-Impfungen Empfehlungen, Verabreichung, Dauer, Spezialitäten
Empfehlungen: Typ A für Reisen in Entwicklungsländer, Typ B für alle
Verabreichung: intramuskulär
Dauer: 10 Jahre
Spezialitäten: Havrix, Twinrix
FSME-Impfungen Empfehlung, Verabreichung, Dauer, Spezialitäten
Empfehlung: Personen, die sich viel im Wald von Endemiegebieten aufhalten
Verabreichung: Intramuskulär
Dauer: 3 Jahre
Spezialitäten: Encepur N, FSME-Immun cc
Tetanus-Impfung Empfehlung, Verabreichung, Dauer, Spezialitäten
Empfehlungen: Für alle. Meist in Kombination mit Diphtherie, Kechhusten evtl. auch Kinderlähmung geimpft. Aufgefrischt wird nur Tetanus.
Verabreichung: Intramuskulär. Es folgt eine wenige Tage dauernde recht schmerzhafte Reaktion im Muskel.
Dauer: Bis 10 Jahre. Bei Verletzungen sollte sie nach 5 Jahren aufgefrischt werden.
Spezialitäten: Infarnix, DRPa, Tetanol Pur
Masern/Mumpf/Röteln- Impfung Empfehlung, Verabreichung, Dauer, Spezialitäten
Empfehlung: für alle
Verabreichung: In Kombination, intramuskulär
Dauer: Lebenslänglich
Spezialitäten: M-M-Rvax Pro, Priorix
Prophylaxe mit Vitamin C
prophylaktisch stimulierende Wirkung ist in Fachwelt umstritten. Sicher ist, das bei Infektionskrankheiten der Bedarf an Vitamin C erhöht ist.
Prophylaxe mit Echinacea purpureae herba (roter Sonnenhut)
Extrakte werden prophylaktisch und therapeutisch bei verschiedenen Infektionskrankheiten empfohlen. Auch hier ist prophylaktische Wirksamkeit in Fachwelt umstritten.
Prophylaxe mit Unspezifischen Antigen-Gemischen
Orale Verabreichung von Mischungen abgetöteter oder abgeschwächter Erreger kommt der Impfung am nächsten, führt aber nur zu einer Stimulierung (Wachwerden) des Immunsystems ohne spezifische Antikörperproduktion auszulösen. Solche Gemische gibt es bei hoher Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen (Broncho Vaxom) oder Infektionen der Harnwege (Uro Vaxom)
Antiinfektiva
WS die sich gegen Infektionen richten. Dazu gehören:
- Antibiotika
- Antimykotika
- Virustatika
- Chemotherapeutia
Antibiotika
Wirkstoffe, natürlichen Ursprungs (aus Pilzen) und sich ausschliesslich gegen Bakterien richten. Das erste Antibiotikum (Penicillin) wurde 1930 erstmals gegen eine Infektion eingesetzt.
Antimykotika
Wirkstoffe, die sich gegen Pilze richten
Virustatika
Wirkstoffe, die in der befallenen Telle die Vermehrung von Viren hemmen.