Infektionen

Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten


C. L.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über verschiedene Infektionen, ihre Erreger wie Viren, Bakterien und Parasiten, sowie deren Übertragungswege und Symptome. Sie behandeln Krankheiten wie Malaria, Hepatitis, AIDS und Masern, einschließlich ihrer Inkubationszeiten, Therapien und präventiven Maßnahmen. Ideal für Medizinstudierende und Gesundheitsberufe, die sich mit Infektionskrankheiten vertraut machen möchten.
Karten
55
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
07.12.2013 / 18.07.2024

Lernkarten

Wie kommt es zu einer Infektion?

Indem pathogene Erreger in den Körper eindringen.

  • Bakterien (bakterielle Infektion)
  • Viren (virale Infektion)
  • Pilze (Mykosen)
  • Plasmodien (z.B. Malaria)
  • Würmer

Mikrooranismen

Bakterien

Viren

Pilze

Parasiten

Bestandteile des Immunsystems:

  • Unspezifisch

 

  • Spezifisch

Unspezifisches Immunsystem:

Mechanisch Barrieren, die das Eindringen der Erreger verhindern (Haut,Schleimhaut, Tränen, Bakerienflora, Magensäure, Fresszelle -> Makrophagen)

Spezifisches Immunsytem:

Lymphozyten, die Antikörper und Gedächtniszellen produieren

Das unspezifische Abwehrsystem

Angeboren

Verhindert,dass schädliche Mikroorganismen überhaupt in den Körper eindringen können

Wenn sie die erste Barriere trotzdem überwunden haben (Verbrennungen, Verletzungen) werden sie von Fresszellen im Blut attakiert und verdaut. Die Wirksamkeit der Fresszellen bleibt bei jeder weiteren Infektion durch de seben Erreger immer gleich.

Das spezifische Abwehrsystem

Im Laufe des Lebens erworben. Wird erst entwickelt , wenn es schon zum Kontakt mit einem bestimmten Antigen gekommen ist.

Antigene werden mit Antikörpern abgewehrt und es werden Gedächtniszellen gebildet, die beim nächsten Kontakt die Antikörper vermehren und den Erreger so zerstört. Nun ist der Körper Immun gegen diesen Erreger.

Bakterien

  • Einzellig
  • Unterschiedliches Aussehen
  • Eigener Stffwechsel
  • Durch Zellteilung selbstständig vermehren
  1. Zellplasma
  2. Chromosomen
  3. Hülle
  4. Ribosomen
  5. Zellwand
  6. Geissel

Auf Sauerstoff angewiesene Baktieren

 

Sauerstoff schädigende Baktieren

Aerobe Bakterien

 

Anaerobe Bakterien

Wo werden Antikörper gebildet?

Von Lymphozyten im Knochenmark, Milz, Lymphknoten

Viren

  • kleiner als Baktieren
  • Bestehen aus Eiweisshülle und Erbsubstanz
  • Keinen eigenen Stoffwechsel
  • Vermehrung nur möglich in einer Wirtszelle (Mensch, Tier, Pflanze)
  • Wirtszellen gehen oft zugrunde oder wandeln sich in Krebszellen um

Pilze

  • Mehrzellig
  • Verbreiten sich über Sporen
  • Feuchten und warmen Bedingungen

Parasiten:

Würmer

  • Madenwürmer (Oxyuren): 2-12mm, harmlos, häufig bei Kindern, Wurmeier werden aufgenommen, Larven schlüpfen im Darm, Weibchen legen in Nacht Eier im Analbereich -> Juckreiz
  • Spulwürmer (Askariden): 15-30cm, bleistiftdick, Inektion durch kontaminierte Nahrungsmittel,        -> Bauchkoliken, Erbrechen
  • Bandwürmer (Taenien): 2-10m, bndförmig, Infektion durch Konsum des Fleisches (roh oder ungenügend gekocht)

Parasiten:

Plasmodien

  • einzellige Parasiten
  • Lösen beim Mensch Malaria aus
  • Übertragung der weiblichen Anopheles
  • Parasiten verbreiten sich über das Blut und schädigen den Körper

Parasiten:

Läuse

  • lebt in menschlichen Kopfbehaarung
  • Übertragung durch direkten Kontakt
  • können NICHT hüpfen
  • Ernähren sich von Blut, wenn keine Nahrung trocknen sie nach 2 Tagen aus

Parasiten:

Zecken

  • Gehören zu den Spinnentieren
  • Waldlichtungen und hohen Wiesen
  • Normalerweise März - Oktober
  • Werden vom Wirt abgestreift
  • Schieben Stechapparat in die Haut und saugen Blut -> Zeckenstich
  • Zecken übertragen häufig Krankheitserreger

Übertragungswege:

Tröpfcheninfektion

Übertragung über Atemwege durch Husten, Sprechen, Niesen. Tröpchen können sich auch auf einem Gegenstand befinde und so eingeatmet werden.

Übertragungswege:

Schmierinfektionen

Übertragung über den Magen-Darm-Trakt durch Kontakt mit Infektiösem Material. Der Erreger gelangt durch kontaminierte Speisen, nicht gewaschene Hände, verunreinigtes Wasser in den Magen-Darm-Trakt.

Übertragungswege:

Sexuell übertragbare Infektionen

Übertragung durch ungeschützten Sexualkontakt

Übertragungswege:

Perkutane Infektionen

Durch Verletzung der Haut (Nadeln, Bisse, Stiche)

Therapie bakteriell bedingter Infektionen:

Antibiotika

  • Hemmen Wachstum der Bakterien (bakteriostatisch)
  • Töten Bakterien vollständig ab (bakterizid)
  • grosse Therapeutische Breite

Antibotika:

Unerwünschte Wirkungen

  • Allergien
  • Störungen der Darm- und Vaginalflora
  • Pilzinfektionen
  • Übelkeit
  • Photosensibilisierung (empfidlicher für UV-Strahlen)
  • Butbildungsstörungen

Antibiotika:

Interaktionen

  • Hormonelle Kontrazeptiva (zusätzliche Verhütung bis1 Woche nach Therapie)
  • Antazida (2h Abstand einhalten)
  • Mineralstoffen (2h Abstand einhalten)
  • Statinen (Lipid-senkende Medis, abzusetzten während einer Makrolid-Therapie)

Antibiotika-Resistenz

Unempfindlichkeit von Bakterien gegenüber von bestimmten Antibiotika

  • genaue Abklärung Bakterienart
  • Korrekte Therapiedauer
  • Korrekter Einnahmezeitpunkt
  • Bei unerwünschten Wirkungen nicht absetzten sondern Rücksprache halten

Antibiotika:

Spezialitäten

  • Augmentin, Aziclav, Amoxicillin Axapharm, Clamoxyl RC, Ospen
  • Ceclor, Zinat
  • Minocin Akne, Vibramycin, Doxyclin, Supracyclin
  • Bactrim forte, Nopil
  • Ciproxin, Cip eco, Erythrocin, Klacid, Noflocin, Zithromax
  • Cicatrex, Mebucaine F, Sangerol, Akne-mycin, Floxal, Neotracin, Tobrex, Flammazine, Ialugen Plus

Therapie viral bedingter Infektion:

Virustatika

  • Hemmen Bildung von neuen Viren in infizierten Zellen
  • Verhindern das Anhaften/Eindringen der Viren in Wirtszellen
  • Je früher Wrkstoff, desto besser die Wirkung

Virustatika:

Spezialitäten

Valtrex, Acyclovir, Famvir, Zovirax

Zovirax, Fenivir, Aviral

Therapie von Mykosen:

Antomykotika:

kutan: canesten, fungotox, lamisil, pvaryl, imazol

vaginal: gyno-canesten, gyno-pevaryl, fungotox

systemisch: lamisil, diflucan, fluconazol

 

Bekämpfen von Parasiten (Antiparasitaria)

  • Würmer (Anthelminthika)
     wirken lokal
  • Plasmodien (Malariatherapie)
  • Läuse (gegen Läuse)

  • Vermox, Cobantril

 

  • Malarone, Mephaquin, Lariam PROPHYLAXE: Lariam --> 1x/Woche  1 Woche vor, während, 4 Wochen danach  Malarone --> 1x/Tag  2 Tage vor, während, 7 Tage nach

 

  • Hedrin, Loxazol, Pedicul Hermal, Prioderm

Expositionsprophylaxe:

Ziel sich nicht anstecken zu lassen

Tröpfcheninfektion: Mundschutz, Hände waschen, Menschenkontakt meiden

Schmierinfektion: Wasser abkochen, Wasser desinfizieren(Micropur), boil it, cook it, peel it, or forget it!

Sexuell übertragbare Infektionen: Kontakt meiden

Perkutane Infektion: Kein Spritzentausch, Handschuhe tragen, Repellentien, Moskitonetze

 

Aktive Immunisierung:

Es werden abgeschwächte Antigene gespritzt, dass Antikörper und Gedächtniszellen gebildet werden. --> Immun

Passive Immunisierung:

Die Verabreichung von Antikörper gibt dem Körper einen vorübergehenden Schutz.

Scharlach

  • von Bakterien ausgelöst (Streptokokken)
  • Kinderkrankheit
  • Tröpfcheninfektion
  • Inkubaktionszeit: 2 - 4 Tage
  • Halsschmerzen, Himbeerzunge, Fieber, Hautausschlag
  • Antibiotika & symptomatische Behandlung
  • --> Mittelohrentzündung, Lungenentzündung, Nierenentzündung
  • von infizerzen Menschen fern halten 

Tetanus (Wundstarrkrampf)

  • durch Bakterien ausgelöst (Clostridium tetani)
  • Neurotransmitter werden im Nervensystem blockiert --> unkontrollierte Aktivierung der quergestreiften Muskulatur
  • Kommt fast überall vor, können sich in Wunde sehr gut vermehren
  • Inkubationszeit: 3 - 21 Tage
  • grippeähnliche Symptome, spannungsgefühl im Wundbereich & Bauch, verkrampfungen im Gesicht, im Rumpfbereich --> zuckende Muskelkrämpfe
  • starke Beruhigungsmitel, Wunde ausschneiden
  • Wenn der Antikörperspiegel genug hoch ist, klingen Symptome ab, aber meistens mit Folgeschäden
  • Prophylaxe: Impfung (Infanrix, Tetanol)

Tuberkulose

  • Durch Bakterien ausgelöst (Mycobacterium tuberculosis)
  • Tröpfcheninfektion
  • Husten, Nachtschweiss, Gewichtsabnahme
  • In Lunge bilden sich Knötchen mit Bakterien befallen --> hohes Fieber, blutiger Auswurf, schweres Krankheitsgefühl
  • Isolierung des Patienten, Antituberkulotika
  • Impfung, gute Hygiene

Typhus

  • durch Bakterien ausgelöst (Salmonella typhi)
  • Schmierinfektion
  • Inkbationszeit: 7 - 14 Tage
  • Fieber, Kopfschmerzen, Reizhusten, Muskelschmerzen, Durchfall (Erwachsene), Verstopfung (Kinder), langsamer Puls
  • Antibiotika, Bettruhe, Symptomatische Behandlung
  • Typhusimpfung: Vivotif -> 1 Kps Tag 1, 3, 5

Salmonellenvergiftung

  • durch Bakterien ausgelöst (Salmonelen)
  • Schmierinfetion
  • Durchfall, Erbrechen, Wasserverlust
  • Wasserzufuhr, evtl. Antibiotika
  • Hände gut Waschen, Nahrungsmittel richtig aufbewahren, im Ausland Wasser kaufen

Gonorrhoe (Tripper)

  • von Baterien ausgelöst (Gonokokken)
  • Geschlechtskrankheit
  • Inkubationszeit: 2 - 7 Tage
  • Symptomarm,Schmerzen beim Wasserlösen, eiteriger Ausfluss
  • Antibiotika, wenn man es nicht behandelt, evtl. Unfruchtbarkeit
  • Mütter können während der Geburt das Kind anstecken --> Bindehautentzündung
  • Safer Sex - Regeln

Syphilis (Lues)

  • Bakteriell (Treponema pallidum)
  • Geschlechtskrankheit
  • Inkubationszet: 9 - 90 Tage
  • Primärstadium: Knötchen, Lymphkoten schwellen an, Sympome verschwinden nach 4- 6 Wochen
  • Sekundärstadium: Ausbreitung der Erreger--> Flecken, Papeln, Pusteln, Fieber
  • Teriärstadium: Nach mehreren Jahren, Organbefall, Zerstörung des ZNS
  • Latente Syphillis: Symptome verschwunden, hohe Antsteckungsgefahr durch den Betroffenen
  • Penicilline
  • Safer Sex - Regeln

Pertussis (Keuchhusten)

  • bakteriell (Bordetella)
  • Tröpfcheninfektion
  • krampfartige Hustenanfälle, erbrechen nach Husten, Atemnot ohne Husten bei Kleinkinder
  • Inkubationszeit: 7 - 14 Tage
  • Antibiotika, Antihistaminika, Immunglobuline,Glukokortikoide, Mucolytika
  • Impfung

Meningitis (Hirnhautentzündung)

  • Viral, Bateriell oder durch Parasiten
  • Immer der Auslöser von anderen Krankheiten
  • Tröpfcheninfektion oder Mittelohrentzündung
  • grippeähnliche Symptome, Nackensteifheit, Lichtscheu, Erbrechen, Bewusstseinverlust
  • Antibiotika, Virustatika, Kortikosteroid
  • Impfung

Lyme-Borreliose

  • Bakterien (Borreliose-Bakterien)
  • Übertragung durch Zeckenstich
  • 1. Stadium: Zeckenstichstelle mit rötlicher Hautverfärbung
  • 2. Stadium: Infektion des NS -> Schmerzen,Fieber, Lähmung
  • 3. Stadium: wenn nicht behandelt chronische Symptome wie Arthritis, Meningitis
  • Antibiotika

Lernen