Infektiologie

Basierend auf Vorlesungen, 6.Semester

Basierend auf Vorlesungen, 6.Semester


D. E.
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Überblick über Infektionskrankheiten, die durch Parasiten verursacht werden. Sie behandeln die Entwicklung, Übertragung und Pathogenese von Erregern wie Viren, Bakterien und Protozoen, wobei der Fokus auf dem Befall des Menschen und der Replikation der Parasiten liegt. Besonders relevant sind die Themen Zysten, Meningitis und der Transport von Erregern durch Vektoren. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis der Infektiologie zu vertiefen und die Diagnose sowie Behandlung von parasitären Infektionen zu verbessern.
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Allemand
Catégorie
Médecine
Créé / Mis à jour
21.03.2014 / 22.03.2014

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Nematoden = Rundwürmer

  1. Form
  2. Verdauungstrakt
  3. Geschlechter
  4. Vertreter

  1. Form
    • zylindrisch, spindelförmig
  2. Verdauungstrakt
    • durchgängig, tubulär von Mund bis After
  3. Geschlechter
    • getrennt-geschlechtlich (Weibchen grösser als Männchen)
  4. Vertreter
    • Spulrümer (Ascaris lumbricoides)
    • Medinawurm
    • Peitschenwurm
    • Madenwurm
    • Trichinellen-Larven
    • Hakenwurm

Trematoden = Saugwürmer

  1. Form
  2. Verdauungstrakt
  3. Geschlechter
  4. Vertreter

 

  1. Form
    • abgeflacht, blattförmig
    • perioraler & ventraler Saugnapf
  2. Verdauungstrakt
    • stark verzweigt, blind endend
  3. Geschlechter
    • gemischt-geschlechtlich
    • meist 2 Zwischenwirte (Ausnahme -> Schistosomen sind getrennt geschlechtlich, nur 1 Zwischenwirt)
  4. Vertreter
    • Leberegel
    • Lungenehel
    • Pärchenegel =Schistosomen
    • Chin. Leberegel

Zestoden = Bandwürmer

  1. Form
  2. Verdauungstrakt
  3. Geschlechter
  4. Vertreter

  1. Form
    • flach, bandartig
    • Kopf -> Scolex, enthält Saugnäpfe und/oder kleine Haken
    • viele Reproduktionssegmente = Proglottiden
  2. Verdauungstrakt
    • kein Verdauungstrakt
  3. Geschlechter
    • gemischt-geschlechtlich = hermaphroditisch
    • 1 Zwischenwirt
  4. Vertreter
    • Riese= Schweinebandwurm, 3-4m
    • Zwerg= Hundebandwurm, 3-4mm
    • Rinderbandwurm
    • Fischbandwurm

Arthropoden

  • medizinisch relevant:
    • Spinnentiere (8 Beine) -> MIlben & Zecken
    • Insekten (6 Beine) -> Läuse, Mücken, Fliegen, Wanzen
  • transitorische Parasiten, nur während Blutmahlzeit
    • ausser Läuse stationäre Parasiten
  • Insketen -> Männchen können nicht stechen
  • Arthropoden-Vektoren -> Endwirte: sexuelle Replikation
  • Arthropoden-Vektoren -> Zwischenwirte: vegetative Replikation

Blutsaugende Zecken als Vektoren für:

->nicht wissen wer was überträgt, sondern dass auch Baktierien & Viren übertragen

  • Viren:
    • Coltiviren -> Zeckenfieber
  • Bakterien:
    • Borrelien -> Lyme-Borreliose
  • Protozoen:
    • Babesien -> Babesiose

Blutsaugende Insekten als Vektoren:

->nicht wissen wer was überträgt, sondern dass auch Baktierien & Viren übertragen

 

  • Läuse
    • Bakterien: Borrelien -> Rückfallfieber
  • Mücken
    • Viren: Gelbfieberviren -> Gelbfieber
    • Protozoen: Plasmodien -> Malaria
  • Fliegen
    • Bakterien: Francisellen -> Tularämie
    • Protozoen: Trypanosomen -> Schlafkrankheit
  • Wanzen, Flöhe
    • Bakterien: Rickettsien -> Fleckbieber

Übertragungsmodi von Endoparasiten

  • fast immer peroral oder perkutan
  • Oral:
    • fäkale Ausscheidung potentiell infektiöse Stadien durch Mensch/Tiere
    • durch Wasser (z.B. Amöbenzysten)
    • Kontamination von Frischgemüse, Früchten, Obst
    • Kontamination der Hände mit tierischen Exkrementen (z.B. Toxoplasma gondii)
    • infizierte Fleischwaren: Parasiten in Rind-, Schweinefleisch oder Fisch
  • Kutan:
    • Perkutanes Eindringen (z.B. Zerkarien von Schistosomen, Larven des Hakenwurms)
    • via Vektoren: mechanishe Übertragung (Trypanosoma über Stechborsten von Tabaniden), Übertragung während Blutmahlzeit
  • durch Kontakt:
    • selten!
    • Krätzmilben durch Hautkontakat
    • Trichomonas vaginalis durch Sexualkontakt

Monoxene Parasiten

direkte Entwicklung ohne Wirtswechsel

Heteroxene Parasiten

komplexer Lebenszyklus mit indirekter Entwicklung und Wirtswechsel

Begriffsdefinitionen

  • Hauptwirt
  • Nebenwirt
  • Gelegenheitswirt
  • Fehlwirt

  • Hauptwirt:
    • optimal adaptiert
  • Nebenwirt:
    • schlechter reproduzierend & wachsend als im Hauptwirt, als Nebenreservoir wichtig für Bekämpfungsmassnahmen
  • Gelegenheitswirt:
    • äusserst selten befallen, erlauben aber ein vollständige Entwicklung
  • Fehlwirt
    • keine vollständige Entwicklung möglich

Definitonen zu Infektionsquellen

  • Reservoire
  • Vektoren
  • Vehikel

 

  • Reservoire
    • Organismen/Habitate -> in denen Infektionserreger (Parasiten, Bakterien, Viren) vermehren & überleben
  • Vektoren
    • Infektionserreger übertragende Arthropoden
    • kann auch gleichzeitig für Entwicklung des "Parasiten" essentieller Wirt sein (Mücke für Plasmodium falciparum)
  • Vehikel
    • biologisch innertes Medium, mit Infektionserregern kontaminiert ( Lebensmittel, Wasser)

orale Übertragung

z.B. Entaboema histolytica

  • monoxen -> nur Mensch befallen
  • Rhizopode=Amöbiale Protozoe
  • Zyste als resistente Dauerform
  • direkte & indirekte Übertragung
  • direkt:
    • als Cyste oder Trophozoit
    • peroral
  • indirekt:
    • als Cyste
    • via Luft, Wasser oder Gemüse
    • fäkal-oral
    • nach oraler Aufnahme im oberen Dickdarm Darm: Schlüpfen der Cyste
    • Amoebulae
    • Trophozoiten: invasiv, fressen Ery's -> Amöbenruhr
    • in Submucosa, hämatogen disseminierend -> Leberabszesse

orale Übertragung

z.B. Ascaris lumbricoides = Spulwurm

aus der Familie der Nematoden

  • monoxener Parasit -> nur auf Mensch
  • keine direkte Übertragung möglich -> obligat extrakorporale Reifungsphase
  • adulter Spulwurm im Dünndarm
  • Weibchen grösser (20-40cm)
  • Produktion von 200'000 Eier/Tag
  • Eier: mit dicker resistenter Schale -> Fäkale Ausscheidung
  • Aussenwelt:
    • Erdboden
    • Vegetation
    • Gemüse
    • -> bei günstigen Bedingungen (Temp., Feuchtig., O2-Spannung)
      • -> Entwicklung zur infektiösen Larve
    • orale Aufnahme von, mit larvenhaltigen Eiern kontaminiertem, Salat/Gemüse
    • Larven schlüpfen im oberen Dünndarm, in Blutstrom -> zu Leber & Lungenalveoli
    • via Trachea/Pharynx -> GIT
    • im Dünndarm Differenzierung zum altuden Wurm

Orale Übertragung

z.B. Taenia saginata = Rinderbandwurm

Klasse der Zestoden

  • indirekte Übertragung -> Essen von infisziertem Fleisch
  • Rinderbandwurm im oberen Dünndarm des Menschen
    •  aus Finne=Cyste=Cysticericus -> Geschlechtsreifer Bandwurm
    • Ausstülpung des Scolex
    • BIldung von 2'000 Proglottiden -> bis zu 10m wachsend
    • gemischtgeschlechtliche Proglottiden -> 100'000 Eier produzierend -> Mensch=Endwirt
  • noch in reifen Proglottiden drin/ oder frei ->  menschliche Fäkalien
  • resistende dickwandige Eier
    • via Abwasser
    • Vegetation
    • Weideflächen
    • -> von Rindern aufgenommen, indirekt!
  • Dünndarm der Rinder -> Schlüpfen der Oncosphären aus Eiern
    • ins Blut -> in quergestreifte Muskulatur
    • Heranwachsen in 3-4 Monaten zu: infektiösen Metazestoden oder Finnen
  • Mensch schlecht gekochtes/geräuchertes Fleisch  essend

Infektionsweg via aktiver Penetration der Haut

z.B. Schistosomen= Pärchenegel

Klasse der Saugwürmer=Nematoden

 

  • (z.B. Schistosommus Haematobiotum)
  • Heteroxen
  • Mensch = definitiver Wirtsorganismus -> Abgabe von Eiern
  • im Wasser schlüpfend -> Miracidium
  • in Schnecke Entwicklung zur Zerkarie -> Zwischenwirt
  • aktive Penetration der Haut des Menschen im Wasser -> Verlieren des Schwanzes
  • Migration in Mesenterial- & Ureterovesikal-Arteria
    •  Reifung zum adulte geschlechtsreife Parasiten
    • über Jahre im Gefässlumen
    • Eier ans umliegende Gewebe abgebend-> Pathogenese
  • Exkurs zu Entenflöhen:
    • Familie der Schistosomen, Gattung der Trichobilharzia
    • Wirt: Wasservögel im Wechsel mit Zwischenwirt=Schnecke
    • Mensch= Fehlwirt:
      • Haut penetrierend -> Differenzierung nicht erlaubend -> absterbend
      • lokalisierte Dermatitis: im Stratum corneum
        • Verdickung des Epithels
        • Subepidermales Ödem
        • perivaskuläres lymphohistocyträres Infiltrate

Übertragung von Mensch zu Mensch

-> einzige Protozoe

  • monoxener Parasit
  • Flagellat
  • parasiert die Genitalien: Frau -> Vagina, Mann -> subpräputialer Bereich
  • Übertragung: direkt, durch Kontakt beim Geschlechtsverkehr

Formen der Pathogenese beim Parasitenbefall

  • direkt:
    • hochcharakteristische Expressionsprofile
      • P.falciparum: endotheliale Adhäsionsproteine=PfEMP1, Sequestrierung von Ery's
    • Minus an Gewebe & Funktion
      • via Virulenzfaktoren: enteropathogene Amöben -> Ulcera der Kolonmukosa
      • via Interferenz mit Normalflora: Giardia intestinalis -> Maldigestion/-absorption
      • via intrazelluläre Replikation: P.falciparum mit Ery-Lyse -> Anämie
    • Plus an Gewebe
    • Latenz/ Reaktivierung
      • Trichinella spiralis
      • Toxoplasma gondii
  • Nutritive Kompetitione (auch direkt?)
    • Vit.B12 (Fischbandwurm)
    • Haemoglobin (wegen Eisen, durc Hämatophagie)
    • Proteine (Ancyclostoma duodenale)
  • indirekt:
    • Entzündungsmanifestation
    • Immunpathologische Reaktion

Plasmodium falciparum

  • Protozoe = Einzeller
  • Zyklus:
    • Anopheles-Mücke als Vektor
    • Übertragung der Sporozoiten
    • hepatisches Stadium:
      • 1. asexuelle Replikation, 2-3 Wochen
    • Erythrozyten-Befall:
      • Adhäsion an Ery's & Reorientierung
      • Sekretion apikaler Organell-Inhalte
      • gerichtete aktive Invasion
    • Ery-Zerstörung:
      • Exprimierung von Proteinen auf Ery-Oberfläche -> kodiert durch Errger
      • Autoagglutination der Ery's
    • Erythrocytäres Stadium:
      • asexuelle Vermehrung
      • 2 Tage
      • Ringstadium
        • Merozoite in Ery rein
      • Trophozoit
        • nach 24h
        • Bildung der Knobs: Parasitenstruktur -> Präsentation des PfEMP1 (durch Ery-Membran durchstechend) -> Adhäsion an Endothelzellen
        • Bildung der Müller-Clefts: intrazelluläres Transport-System für Parasiten-Moleküle (z.B. PfEMP1)
      • Schizont
        • nach 40h
        • Platzen der Ery's -> Freisetzen der Merozoiten
        • -> Fieberschub!
      • Merozoiten
    • sexuelle Formen=Gametocyten
    • Aufnahme durch weibliche Mücke -> sexuelle Vermehrung
  • Pathogenese:
    • Interaktion mit Endothel -> Mikrothromben
      • viel Parasiten-Proteine mit dem Zytoskelett interagierend -> weniger elastisch!
    • wenn Gefässe verstopfend -> gestörte Organfunktion
    • z.B. zerebrale Malaris, Nierenversagen, Sepsis, Tod
    • >5% der Ery's befallen -> "komplizierte Malaria"

Plus an Gewebe

z.B. Taenia solium -> Zystizerikose

  • Normaler-Zyklus
    • Finnen in Muskulatur
    • durch Mensch gegessen
    • Ausscheidung von Wurmeiern über Fäzes
    • Schweine/Rinder durch gedüngtes Gras aufnehmend -> Zwischenwirte
    • in dere Darm -> Entwicklung aus Eiern -> Larven
    • durchbohren die Darmwand -> ins Blut -> in Muskulatur: Finnen
  • "Fehl-Zyklus":
    • Eier & Proglottitden direkt durch Mensch aufgenommen, direkt Wurmeier aufgenommen
    • im Mensch Entwicklung zu Finnen in Menschen
      • Zystizerkose -> hohe Affinität zum ZNS
      • z.B. Epilepsie machend
      • (Entwicklung zum adulten Bandwurm nicht möglich)

Plus an Gewebe

z.B. Echinococcus spp. -> Raumforderung durch Zysten = Echinokokkose

Klasse der Bandwürmer=Zestoden

  • Echinococcus multilocularis
    • Endwirt = Fuchs
    • gekammerte & invasive Zysten (alveoläre Echinokokkose)
  • Echinococcus granulosus
    • Endwirt= Hund
    • unilokuläre Zysten (zystische Echinokokkose)
  • Zyklus für beide:
    • Bandwurm im Endwirt Eier legend
    • via Fäzes ausgeschieden -> von Zwischenwirt gefressen:
      • E.granulosus -> Schaf
      • E.multilocularis -> Maus
    • über deren Fäzes: Larven ausgeschieden
    • von Hauptwirt gefressen
  • Epidemiologie:
    • Mensch = Akzidenteller Zwischenwirt 
      • adulte Echinokokken nur im Dünndarm des Endwirts sich entwickelnd
      • asymptomatische Infektion
    • 8-10 Fälle pro Jahr in CH
    • Alter: 55 J.
    • Latenz: 15 J.
  • Pathogenese:
    • Hauptorgan -> Leber
    • sekundär Lunge ect. befallen
    • Mensch orale Aufnahme der Eier -> GIT: Schlüpfen der Larven(=Onkosphären)
    • Penetration der Mukosa, ins Blut, in Leber & Lunge, evt. andere Organe
    • Enzystierung -> Wachstum zu grossen hytiden Zysten
    • Zysten:
      • innere Keimschicht
      • äussere Keimschicht -> polyzyklische & destruktive Vorstadien, ähnlich wie bösartiger Tumor ins umliegende Gewebe einwachsend

Étudier