Infektiologie

Bakterien, Viren, parasiten. Antibiotika. Beispiele von INfektionskrankheiten und ihren Therapien

Bakterien, Viren, parasiten. Antibiotika. Beispiele von INfektionskrankheiten und ihren Therapien


I. M.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Infektiologie auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie Fieber, Erreger, Viren, Antibiotika und Therapien, mit Fokus auf Krankheitsbilder wie Sepsis, Influenza und HIV. Besonders nützlich für Medizinstudierende und Ärzte, die sich auf Infektionskrankheiten spezialisieren, da sie wichtige Konzepte und Behandlungsstrategien vermitteln.
Karten
100
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
28.06.2016 / 02.06.2025

Flashcards

Was sollte man tun, wenn Schwangere, die nicht geimpft/immun sind, Kontakt zu varizellen oder Masern hatten?

Keine Lebendimpfstoffe verwenden! Aber trotzdem impfen nötig, alsO: Immunglobuline gegen Varuzellen oder Masern geben.

(Ps.: Totimpfstoffe nicht im ersten Trimenon, wegen Koinzidenz mit Spontanaborten).

Schwangere impfen gegen: Influenza, Pertussis, (Hepatitis A und B bei Risikogruppen.)

Was kann man zusammenimpfen und was nicht?

Man braucht nie einen Abstand zwischen verschiedenen Impfungen zu lassen, kann alles gleichzeitig machen, ausser: Immunglobuline und Lebendimpfstoffe nie gleichzeitig verabreichen!! (Lebendimpfstoff nach >3 Monaten)

Auch: Die Injektionen nicht mischen und nicht an derselben Stelle gleichzeitig applizieren --> versch. Stellen (zB re und li Oberarm) wählen.

Wie ist die Mortalität bei Säuglingen wenn sie Pertussis bekommen?

1:1000

Infektionsquellen sind oft Eltern oder ältere Geschwister (jugendliche). In der Schweiz hat sich die Inzidenz von Pertussis im Jahr 2012 verdoppelt...

Welche 2 Impfstoffe sind Lebendimpfstoffe?

Masern (und somit MMR)

Varizellen

Wen sollte man gegen Influenza impfen?

  • >65jährige
  • Komorbide (DM, Asplenie, NI, Hepatopathie, KHKs, Immundefiziente)
  • Immunsupprimierte (HIV, ...)
  • Schwangerschaft, bis <4 Wochen nach Geburt
  • Pflegeheimbewohner
  • Medizinalpersonal (dito Alterseheim- und Krippenmitarbeiter)
  • Beruflicher Kontakt zu Wildvögeln, Hausgeflüge oder Schweinen - weil sich die Ereger mischen und neue Stämme hervorbringen könnten

NB: Imfluenzaimpfung reduziert Influenzamortalität um 50% in der Schweiz! Die Wirksamkeit der Impfung ist ca. 70-90% bei gesunden Personen.

Wie ist der Zusammenhang von Guillain-Barré Syndrom und Influenzaimpfung?

1:1'000'000 bei geimpften

17:1'000'000 bi Influenzaerkrankten

--> Guillain-Barré Syndrom ist 17mal häufiger bei Influenzaerkrankten als bei geimpften.

Wie lange ist ein Neugeborenes noch geschützt, wenn die Mutter vor der Geburt gegen Influenza geimpft worden ist?

ca. 20 Wochen. (Nestschutz)

Enthält die Influenzaimpfung ganze Viren?

Nein. Nur Virusfragmente und Proteine. (Somit sollte keine Infektion durch die Impfung möglich sein.)

Wann (welche Komorbiditäten) sollte gegen Pneumokokken geimpft werden? (Empfohlen meist: eine einzelne Dosis PCV13 - 13 valenter Impfstoff. Nicht PPV23 benutzen, der wirkt nicht)

  • Chronische Herz- und Lungenkrankheiten
  • Funktionelle oder anatomische Asplenie
  • Cochlea-Implantat
  • Sichelzellanämie
  • Alles, was Immunsystem beeinträchtigt (schlecht eingestellter DM, NI, Leberzirrhose, Beoplasien, TX-Empfänger, HIV, Frühgeburten)
  • SchädelbasisFX/-Missbildungen
  • zerebrospinale Lymphfistel

NB: Bei Pneumokokkenimpfung wird empfohlen, bei fiebriger Erkrankung des Patienten nicht zu impfen, sondern erst wenn patient wieder gesund. WEil es offenbar die Wirksamkeit der Imfung herabsetzt. Auch: Nicht gleichzeitig mit Infuenzaimpfung - auch das macht PCV-Impfung weniger wirksam. (ev.) --> 4 Wochen Abstand.

Kann man gegen Tollwut impfen?

Jep.

Impfschema: 3 Dosen (0, 7 und 18 Tage), Auffrischung alle 12 Monate, dann serologische Kontrollen nach 14 atgen.

Falls Exposition zu Rabies --> 2 weitere Dosen nach 0 und 3 tagen

Indikation:

  • Tierkontakte (Veterinär, Jäger, spez. bei Kontakt zu Fledermäsuen)
  • Langzeitaufenthalt in Entwicklungsländern

Welche Ursachen von Granulomatösen Entzündungen gibt es?

Infektionen:

  • TB (Mycobacterium tuberculosis)
  • Lepra (Mycobacterium lepra)
  • Katzenkratzkrankheit (Bartonella henselae)
  • Yersinia
  • Tularaemia (Franciscella tularensis)
  • Pilze
  • Andere

Sarkoidose

Fremdkörper

anderes

Was ist Tularaemia?

  • Eine Infektion, ausgelöst durch Franciscella tularensis - ein Gram negatives, fakultativ intrazelluläres aerobes Bakterium, mit 4 Subspezies.
  • Kommt in der nödlichen Hemisphäre vor und wir von ITeren (meist kleine Wildtiere wie Mäuse, Hasen, Ratten) oder kontaminierte Erde, Wasser oder Heu übertragen. = Zoonose. Vektor = Arthropode
  • Keine Übertragung von Mensch zu Mensch.
  • (Formen der Infketion: Haut (Ulzer), Enteral, okulär oder pulmonal)
  • Kann als Bioterror-Waffe verwendet werden

Was ist Fieber?

Und was ist Hyperthermie?

Fieber = Teil der Wirtsabwehr, Zytokin-mediiert, Akute-Phase-Proteine werden synthetisiert. Mit Anti-Pyretika behandelbar.

  • Def.: Tympanal einmal >38.5° oder zweimal >38°. (Fieber in Neutropenie: 1x >38.3°)
  • axillär -1°, oral -0.5°

Hyperthermie = Thermoregulation versagt, keine Zytokine invloviert, nicht mit Anti-Pyretika behandelbar. Beispiel: In der Wüste ohne Wasser...

Welche Fiebertypen gibt es? Inkl. Beispiele wodurch sie ausgelöst werden können.

  1. Kontinua: Tagesschwankungen <1°C - bei bakt. und schweren viralen Infekten
  2. Remittierend: Tagesschwankungen >1°C - bei Sepsis oder Miliar TB
  3. Intermittierend: Tagesschwankungen >2°C mit Schüttelfrost (minutenlang!) u./o. Kreislaufregulation - typisch bei Sepsis z.B. durch bakt. Endokarditis
  4. Periodisch: fieberfreie Intervalle - bei Malaria tertiana und quartana
  5. Undulierend: wellenförmiger Verlauf mit INtervallen von mehreren Tagen typisch für Brucellose oder Morbus Hodgkin

Wann ist eine Bakteriämie ohne Fieber möglich?

Bakteriämie ohne FIeber mögich bei:

  • älteren Patienten
  • Pat. mit Niereninsuffizienz
  • Steroidtherapie
  • Fiebersenkende Medi

--> Bei Vd.a. Infekt aufgrund Klinik (Verwirrung, AZ-Vreschlechterung, Infektfokus vrhanden, Hypotonie, usw.) --> Blutkultur machen.

Was ist bedrohlich, wenn es in Komi mit Fieber (oder auch alleine, wegen zB Neutropenie, Immunsuppr.) auftritt?

  • Meningismus (Koma, Verwirrtheit, Rückensz und Fieber (Vd.a. Spondylodiscitis, Epiduralabszess -> Paraparese)
  • Fokal-neurologisceh Ausfälle (Hirnabszess, Menigitis)
  • Hautbefunde für disseminierte intravasale GErinnung: Petechien u./o. Purpura
  • Weichteilinfektion mit Rötung, Schwellung, gr. Sz, blau-graue Flecken, Blasen , Gas im gewebe
  • Akutes Abdomen
  • Sepsiszeichen oder Schockzeichen
  • Immunsupprimierte Patienten ...
  • anatomische oder funktionelle Asplenie
  • i.v. Drogenkonsum
  • Herzklappenfehler oder -prothesen
  • Bakt. Menigitis
  • Reisen --> Vd.a. Malaria

Wann sollte man Fieber senken?

  • Temperatur >40° (oder >39° bei Risikopatienten, weil +1° Fieber = +9 HF, +7% O2-Verbrauch, +13%Stoffwechesl, 300-500ml/Tag Fl.verlust!)
  • Kinder > 2Jahren
  • Erwachsene >75 Jahren
  • Schwangerschaft (besonders im 1. Trimenon)
  • Kinder < 5Jahre mit Fieberkrämpfen
  • Patienten mit eingeschränkter kardialer, pumlonaler oder zerebraler Funktion
  • relative Indikation: Dyskomfort (nicht, wenn Fieber noch für Diagnostik gebraucht wird)

Welche 3 Fragen sollte ich mir stellen, wenn meine verschriebene Therapie nicht den gewünschten Erfolg bringt?

  1. What else could it be? (v.a. wenn sehr atypisch) - Könnte es etwas anderes sein?
  2. Is there something that does not fit? (ev. nicht nur atypisch, sondern falsche Diagnose)
  3. Is there more then one diagnosis?

Welche Erreger sind bei Fieber bei i.v.-Drogenkonsumenten besonders oft die URsache?

  • Staph. aureus und beta-hämolysierende Streptokokken
  • dazu weitere, aber seltener und je nach Organ/Fokus: PNeumokokken (Pneumonie), anaerobe Mischinfektion (Abszesse und Cellulitis), TB, gram. neg. keime, Candida (Septische Arthritis, Osteomyelitis), Hepatitis B und C, CMV, HIV-assoziierte Erkr.

Was sollte man bei jedem febrilen Patienten überlegen?

  • Ist eine Infketion vorhanden?
  • Ist ein Infektfokus vorhanden - wenn ja: sofortige chriurgische Sanierung dessen nötig?
  • Ist eine sofortige empirische antibiotische Therapie nötig? (Sepsiskritierien...)
  • Ist eine Intensivüberwachung notwendig?
  • Braucht es eine notfallmässige Bildgebung?

Argumente für eine bakterielle Infektion?

  • Fieber mit echtem Schüttelfrost (Bett wackelt)
  • vorgängige OPs, Trauma oder Hospitalisation (--> fragen: i.v. katheter?)
  • eitrige Entzündung
  • schlechter AZ
  • Pneumonie, HWI, Hautinfekt, Abdominalinfekt, Meningitis, uvm.
  • Labor: Hohe Leukos, Neutrophile (mit Linksverschiebung)
  • Labor: Sehr hohes CRP (zB >100), Procalcitonin

Argumente für eine virale Infektion?

  • Fieber ohne Schüttelfrost (nur Frösteln)
  • grippale Symptome wie Frösteln, Myalgie, Arthralgien und respiratorische Symptome
  • Infekt der oberen Luftwege
  • relativ guter AZ
  • Labor: CRP nur mässig erhöht (zB <100), Procalcitonin nicht erhöht
  • Labor: keine Linksverschiebung bei den Neutros und keine toxischen Zeichen im Blutbild

Argumente für eine Pilzfinfektion?

  • Stomatitis, Ösophagitis, Vaginitis, Pneumonie, Hirnabszess, etc.
  • Prädisposition vorhanden:
  1. gestörte zellvermittelte Abwehr (--> Risiko erhöht für Candida und Kryptokokken)
  2. Neutropenie (--> Risiko erhöht für Aspergillen)
  3. Intensivmedizin-Patient --> Katheter-Candidainfektion
  4. Patient unter Antibiotikatherapie: --> Candida und Aspergillen
  5. Exposition zu Pilzen, zB Landwirtschaft oder Kompost
  6. i.v.-Drogen (unsterile Zubereitung)

Argumente für eine parasitäre Infektion?

Anamnese:

  • Reisen --> Malaria, Leishmaniose
  • Diarrhoe --> Reisen (Amöben); oder bei Imundefizienz (Cryptosporidien, Isospora)
  • Immunsuppression --> Toxoplasmose (Katzenkontakt oder rohes Fleisch), Cryptosporidien, etc.

Labor: Eosinophilie (nur bei Metazoen im Gewebe, nicht bei Protozoen!)

Klinik variiert je nach Erreger.

Was sind Notfälle in der Infektionologie und wie lang darf die door-to-treatement-time sein?

  1. Bakterielle Menigitis - rennen! --> Door-to-needle/ABX: 20 Min!
  2. Sepsis --> time to ABX 1h ('golden hour')
  3. Nekrotisierende Fasziitis --> door-to-surgeon (muss Luft ins Gewebe bringen, einzige rasche Therapie)
  4. Pneumonie (time to ABX 4h)
  5. (Endokarditis)

Bei der Auswahl des Antibiotika auf eine rasche bakterizide Wirkung achten, hohe Konzentration im Infektfokus muss erreicht werden (Gewebegängigkeit und Applikation prüfen).

SIRS Kriterien?

= Siystemic inflammatory response syndrome

2 oder mehr der folgenden Zeichen:

  • Temperatur: >38.3° oder <36°C
  • Herzfrequenz: >90/Min
  • Atemfrequenz > 20/Min oder PaCO2 = <32mmHG (<4.3kPa)
  • Leukozyten: >12'000 oder <4'000/mm3 oder >10% Stabkernige

Was ist Sepsis?

SIRS + klinisch oder mikrobioligisch nachgewiesenem Infekt

 

Infektion = Entzündliche Antwort auf die Anwesenheit von Mikroorganismen ODER Invasion von Mikroorganismen in ein normalerweise steriles Gewebe.

Was sind Anzeichen für eine SCHWERE Sepsis?

Bei Untersuchung erkennbar:

  • Marmorierte Haut (= livedo reticularis*) (kapillärer Rückfluss verlangsamt, ca. Blut bleibt länger dort)
  • ReKap-Zeit >3s
  • Plötzliche 'mentale' Veränderung des Patienten
  • Akute pulmonale Verschlechterung / ARDS

Weitere Zeichen:

  • Oligurie (Urinmenge < 0.5ml/kg/Stunde oder Nierenersatzverfahren benötigt)
  • Laktat erhöht (>2mmol/L)
  • TCs < 100 G/L
  • Disseminierte intravasale Gerinnung 
  • Abnormes EEG
  • Kardiale Dysfunktion (EKG)

Was ist marmorierte Haut oder livedo reticularis?

Eine netzartige, bläulich-violette (=livide) Veränderung der Haut. Verursacht wird sie durch Störungen der Blutzirkulation in der Haut und Unterhaut. (zB Blutfluss verlangsamt?). BEsonders oft zu sehen an Händen unf Füssen, Unterarmen und UNterschenkeln, sowie seltener auch am Stamm.

Eine livedo reticularis kann auftreten bei rheumatischen Erkrankungen (zB Kollagenose wie SLE) oder im Rahmen einer schweren Sepsis. Kälteexposition verstärkt die Hauterscheinung.

Anhand der Ausdehnung der marmorierten Haut, kann eine prognostische Aussage bezüglich der Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer schweren Sepsis gemacht werden: Je grösser die marmorierte Fläche ist, deso schlechter ist die Prognose.

Was ist das MODS?

MODS = Multiple Organ Dysfunction Syndrome.

  • Primäres MODS = Direkte Folge eines Schadens.
  • Sekundäres MODS = Konsequenz der Entzündungsreaktion des Körpers (SIRS)

Was sind die pahtogenet. Folgen einer Sepsis?

Sepsis führt zu einer Dyregulation der Zytokinantwort:

  • initiale Hyperinflammation (SIRS)
  • Später: Immunsuppression! (HEmmung des TLR-sgnalling und Apoptose der Immunzellen

Somit führt die Sepsis zu zwei grosen Problemen:

  • Frühe Mortalität wegen Organdysfunktion (SIRS-ausgelöst)
  • Späte Mortalität wegen Sekundärinfektionen (wegen Immunsuppresion)

Welches sind die häufigsten Errer der Sepsis?

  • E. coli (25%)
  • Staph. aureus (17%)
  • Streptococcus pneumoniae (Pneumokokken) (10%)
  • Koagulase-negative Staphylokokken (zB: epidermidis und saprophyticus; 9%)
  • Polymikrobielle Sepsis (10%)
  • (Klebsiella 7%)
  • (Pseudomonas aeruginosa 8%)
  • (Enterococcus faecalis 5%)

Wie manage ich eine Sepsis?

  1. Resuscitation (Volumen geben gegen Hypotonie (führt sonst zur Minderversorgung des Gewebes): NaC oder Ringer, rasch reinlaufen lassen, 3-4 Liter. Auch: Sauerstoff geben)
  2. Kulturen (Blutkulturen: 2-3 gestochen + je eine Blutkultur aus jedem kathrter, der länger als 48 drin ist.)
  3. Antibiotika (golden hour - innert einer Stunde beginnen)
  4. Diagnostik. Inkl. Kultur von zB Sputum, Abstrich, Urin, Stuhl, usw. im diagnostischen Work-up

Definitiionen: Fieber ohne Fokus (FOF) und Fieber ohen URsache (Fever of unknown origin - FUO)

FOF = <2 Wochen lang Fieber (>38°C), keine lokalisierbaren Zeichen

FUO = >1-3 Wochen Fieber (>38°C), welches nach stationärer Abklärung unerklärt bleibt - ev. auch = prolongiertes Fieber

Was kann ein FUO verursachen?

Infektionen, Rheumatische Erkrankungen, Maligne Erkrankungen, andere.

zB BAkterien (Brucellose, HWI, TB, Osteomyelitis, Typhus), VIren (EBV), Nicht-infektiöse Ursachen (Kawasaki-Syndrom, Inlfammatory bowel diseases, ...)

Kawasaki-Syndrom? Pathogenese und Diagnose (Kriterien kennen!)?

Ursache bis heute unklar (genetische Prädisposition und saisonale Häufung (--> Infekte) nachgewiesen)

Pathogense: generalisierte Vaskulitis, v.a. der Coronararterien (Infliltriert durch Immunzellen)

Klinik: Klassische Variante: Fieber > 5 Tage + 4/5 Kriterien: --> diagnose wird klinisch gestellt!

  • bilaterale, nicht exsudative Konjuntivitis (rote Augen)
  • Lippen- und Mundschleimhaut Veränderungen: Hochrote Lippen, Lippenrhagaden, Enanthem, Erdbeerzunge
  • Cervikale Lymphadenopathie (unilateral, >1,5 cm)
  • Schwellung von Händen und Füssen (Erythem und Ödem)
  • Exanthem (polymorph, keine Bläschen, keine Krusten)

Inkomplettes Kawasaki Syndrom bei Fieber > 5 Tage und nur 2-3 von 5 Kriterien.

Gehäuft bei japanische, koreanischer und taiwanesischer Abstammung. (viel häufiger als in Europa/Australien).

Labor unspezifisch. CRPmeist >30, BSG meist >40, Hypalbuminämie <30 und Hyponatriämie. Teils erhöhte Leukozyten und THrombozyten. Transaminasen erhöht.

Komplikationen und Therapie des Kawasaki Syndroms?

Komplikationen:

  • Myokarditis mit Herzrhythmusstörungen (oft! 50-70%)
  • Mitral/Aortenklappeninsuffizienz (1-5%)
  • Schock-Syndrom
  • Koronararterien-Aneurysma (CAA) - tritt seltener auf, wenn das Kawasaki Syndrom rasch behandelt wird
  • Langzeitrisiko unklar, 50% spontane Remission

Therapie:

  • ASS - Acetylsalicylsäure: Initial Hochdosis (Entzündungshemmung), nach Entfieberung tiefere Dosis (Thrombozytenaggregationshemmung) (Alleine keine Protektion vor CAA)
  • i.v. Immunglobuline (IVIG) 10-12h Hochdosis --> protektiver Effekt gegen CAA wenn <10 Tage Fieber. (10-20% sprechen nicht auf IVIG an --> 2. Dosis IVIG geben, dann --> Kortkosteroide geben, dann --> TNFalpha-Blocker)

Wieso sind von "neuen" Influenza-viren (zB Schweinegrippe H1N1) v.a. junge leute stark betroffen?

Weil ältere leute höhere Chance haben, dass sie bereits einmal eine Grippe mit ähnlichen Antigenen gehabt haben. Für junge ist ein grosser Teil des Virus neu und sie haben noch keine Abwehr dagegen.

Mortalitätskurve ist dann W-förmig (oder U-förmig): Peakt bei ganz Kleinen, Senkung Kinder und Jugenldiche, mittlerer Peak bei 20-30 Jährigen, Senkung 40-60 und dann wieder Anstieg bei ü60Jährigen.

Was sind die typischen STD-pathogene?

Bakterien:

  • Neisseria gonorrhoe --> Ceftriaxon plus Azithromycin
  • Treponema pallidum (Syphilis/Lues) (Ulcus durum; perinataler Säuglingstod in Entw.länder) --> Dunkelfeldmikroskopie oder serologie --> Penicilline
  • Haemophilus dureyi = weicher Schanker (Ulcus molle)
  • Chlamydia trachomatis (macht auch Trachom - Entzündung im Augenlid --> oft Erblindung in Entwickl.ländern) --> Azithromycin oder Doxycyclin)
  • Gardnerella vaginalis
  • Mykoplasmen --> Azithromycin oder Doxycyclin)

Viren:

  • HIV (Typ 1 und 2)
  • Herpes simplex Virus --> Valacyclovir so früh wie möglich, heilt dann schneller aus (?)
  • Humanes Papillomavirus (Feigwarzen, Tumore)

Parasiten (Protozoen und Ektoparasiten):

  • Trichomonas vaginalis
  • Phthirus pubis = Filzläuse
  • sarcoptes scabiei

Pilze:

  • Candida albicans
     

Therapiekonzept für die Behandlung genitaler Condylome?

Kann entweder in Selbsttherapie oder vom Arzt durchgeführt werden. Mögliche Mittel/Techniken:

Selbststherapie: (Heilungsrate ca. 50%, alle Mittel nich in der Schwangerschaft anwenden)

  • Grüntee-Polyphenole (Rezidivrate von nur 6%)
  • Imiquimod
  • Podophyllotoxin

Vom Arzt: (hohe Rezidivraten, aber sicher in der Schwangerschaft)

  • Kryotherapie (mehrere Sitzungen, ohne Anästhesie)
  • Trichloressigsäure (merhere Sitzungen, ohne Anästhesie)
  • Ablative Verfahren (eine Sitzung, mit Anästhesie)
  • CO2-Laser (eine Sitzung, mit Anästhesie)
  • Elektrokauter (eine Sitzung, mit Anästhesie)

Study