Impfungen

zur Vorlesung vom 11.05.2016

zur Vorlesung vom 11.05.2016


Z. S.
Diese Lernkarten behandeln das Thema Impfungen auf Universitätsniveau. Sie umfassen die Lagerung von Impfstoffen, Injektionstechniken, Notfallmaßnahmen bei Impfreaktionen und die Kostenübernahme durch Krankenkassen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudierende und Ärzte, die sich auf Impfungen und deren praktische Anwendung vorbereiten.
Karten
51
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
21.05.2016 / 24.01.2023

Flashcards

Frauen sollten mind. ... mal gegen Röteln geimpft sein.

Impfstofftypen

Lebenimpfstoff

  • dazu zählen (8)

besteht aus vermehrungsfähigen Erregern, die immunogen, aber nicht humanpathogen sind

  1. MMR
  2. Gelbfieber
  3. Varizellen
  4. BCG (gegen Tbc)
  5. Typhus (als Schuckimpfung)
  6. Infuenza (einige Arten von Impfstoffen)
  7. Polio
  8. Pocken

Impfstofftypen

Totimpfstoffe

  • dazu zählen u.a. (4)

aus nicht mehr vermehrungsfähigen Keimen, Keimbestandteilen oder aus Toxoiden

  1. HepA
  2. FSME
  3. Tollwut
  4. Polio (nicht: Schluckimpfung)

Impfstofftypen

Spaltimpfstoff

  • z.B. (1)

 

enthält inaktive Teile des Virus bzw. nur Komponenten des Erregers

  • Influenza

Impfstofftypen

Extraktimpfstoffe an Konjugat

  • dazu zählen (3)
  • jeweils mit Beispielen

  1. azellulärer Impfstoff z.B. Pertussis
  2. Polysaccharid-Impfstoff z.B. MenA, C, W, Y und Pneumokokken
  3. Konjugatimpfstoff z.B. HiB, MenA, C, W, Y

Impfstofftypen

gentechnologisch-hergestellter Impftoff

  • wird durch E. coli hergestellt
  • HepB

Impfstofftypen

Toxoidimpfstoff

  • z.B. (2)

enthält inaktivierte Toxine

  • Tetanus
  • Diphtherie

De.: attenuiert

vermehrungsfähig, apathogene Mutanten der krankmachenden Erreger

Def.: rekombinant

Gen für immunologisch relevante Proteine des Erregers in Genom eines vermehrungsfähigen Keimes eingefügt

Def.: Non-Responder

Geimpfte, die keine messbaren Ak-Spiegel bilden

Def.: Nestschutz

diaplazentar übertragende Leihimmunität des Neugeborenen

Impfarten

aktive Immunisierung

  • Synonym

 

Gabe von Antigen

Synonym: Impfung

Impfarten

passive Immunisierung

Gabe fremder Ak

Impfarten

Simultanimpfung

gleichzeitige aktive und passive Immunisierung gegen einen Erreger oder ein Toxin

Abkürzung STIKO

ständige Impfkomission

STIKO-Impfkalender 2015

Abkürzung IfSG

Infektionsschutzgesetz

Vorschriften der STIKO (6)

  • Informationen über den Nutzen der Impfung und über die zu verhütende Krankheit

  • Hinweise auf mögliche Nebenwirkungen und Komplikationen

  • Erhebung der Anamnese und der Impfanamnese, einschließlich der Befragung über das Vorliegen von Allergien

  • Feststellen der aktuellen Befindlichkeit zum Ausschluß akuter Erkrankungen

  • Empfehlungen über Verhaltensmaßnahmen im Anschluß an die Impfung

  • Aufklären über Beginn und Dauer der Schutzwirkung

  • Hinweise zu Auffrischimpfungen

§22 IfSG

https://www.gesetze-im-internet.de/ifsg/__22.html

Dokumentation der Impfung im Impfausweis (Krankheit (gegen die geimpft wird), Impfstoff, Chargennummer, Datum, Stempel und Unterschrift des Arztes)

bzw. Ausstellen einer Impfbescheinigung

Risikograde

Lokal- oder Allgemeinreaktion

Ausdruck der normalen Auseinandersetzung des Organismus mit dem Impfstoff

Risikograde

Komplikationen

im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung beobachtete Krankheiten, bei denen aufgrund der gegenwärtig vorliegenden Erkentnisse ein kausaler Zusammenhang als gesichert oder überwiegend wahrscheinlich angesehen wird

Risikograde

Grad 3 und 4 sind:

  • Krankheiten in ungeklärtem ursächlichem Zusammenhang mit der Imfung
  • Hypothesen und unbewiesene Behauptungen

Ab wann kann idR ein wirksamer Impfschutz erwartet werden?

ab 3 Wochen nach der Impfung

  • HepA ab 6. Tag
  • HepB ab 3 Wochen nach 1. Impfung 80%, 3 Wochen nach 2. Imfung >90%

UAW

häufig

1/10

UAW

gelegentlich

1/100

UAW

sehr selten

 

<1/10.000

UAW

äußerst selten

<1/1.000.000

Juristisch wichtig ist auch ...

Juristisch wichtig ist auch die Aufklärung über seltene Nebenwirkungen, die ja trotz ihrer geringen Wahrscheinlichkeit aufzutreten, dennoch auftreten können.

Wer zahlt, falls es bei einer von der STIKO empfohlenen Impfung zu einem Impfschaden kommt?

Die Landesgesundheitsbehörde - wenn über die Möglichkeit des Auftretens eines Impfschadesn aufgeklärt wurde, ansonsten die Schadensersatzversicherung des impfenden Arztes.

Wer übernimmt die Kosten für Impfungen?

Die Kosten für alle im Inland empfohlenen Impfungen werden von den Krankenkassen übernommen. Das gilt allerdings nicht für Reiseimpfungen.

cVDPV

Circulating Vaccine-Derived Polioviruses  oder Vakzin-abgeleitete Polioviren

Post-Polio-Syndrom

tritt ca. 20 Jahre nach der Infektion auf und ist wahrscheinlich eine Immunreaktion, die dieMuskulatur betrifft, die bei der Erkrankung selbst nicht betroffen war

postexpositionelle Tollwut-Immunprophylaxe

  • Grad der Eposition
  • Art der Exposition
  • Immunprophylaxe

postexpositionelle Tollwut-Immunprophylaxe

  • Es sollte immer eine Impfung erfolgen, wenn die Haut nicht intakt ist.
  • Bei Bissverletzungen und tiefen Kratzwunden werden zusätzlich einmalig Ig verabreicht.

Wie wird gegen Cholera geimpft?

als Schluckimpfung

Wann wird ein Gebiet zum FSME-Risikogebiet erklärt?

Wenn in den letzten 5 Jahren 3 oder mehr FSME-Fälle aufgetreten sind.

vorherrschende Menigokokken-Serotypen in D

80% B

20% C

Gelbfieber-Auffrischung

ist heute (seit 2016) nch einmaliger Imfpung nicht mehr erforderlich - früher nach 10 Jahren

Def.: Antigendrift

Als Antigendrift bezeichnet man Änderungen der Antigene eines Virus, die durch Punktmutationen im Virusgenom entstehen

Def.: Antigenshift

Als Antigenshift bezeichnet man die Änderung der Antigene eines Virus, die durch einen Gen-Austausch zwischen verschiedenen Viruslinien zustande kommt.

Influenza-Impfstoffe (2)

3fach-Impfstoff

  • wird von den KK bezahlt

4fach-Impfstoff

  • wird von der STIKO empfohlen
  • muss privat gezahlt werden

Study