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Internationales HR-Management
Internationales HR-Management
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Lernkarten
Welche wesentlichen Integrationstypen gibt es bei der Unternehmensfusion und wie ist jeweils der Bedarf an organisatorischer Autonomie und an strategischer Interdependenz?
- Erhaltung --> grosse organisatorische Autonomie -->niedriger Bedarf an strategischer Interdependenz
- Holding --> niedrige organisatorische Autonomie --> niedriger Bedarf an strategischer Interdependenz
- Symbiose --> hohe organisatorische Autonomie --> hoher Bedarf an strategischer Interdependenz
- Absorption-->niedrige organisatorische Autonomie --> hoher Bedarf an strategischer Interdependenz
Interdependenz = wechselseitige Beeinflussung
Was ist das Ziel des Integrationstyps Erhaltung?
Das Zielunternehmen verfügt über besondere Kennnisse und soll deshalb im Wesentlichen unverändert bleiben
Was ist das Ziel beim Integrationstyp Absorption?
Das Zielunternehmen geht im Käuferunternehmen auf. Das Erwerberunternehmen beansprucht die Führung. Durch eine gemeinsame Wertschöpfung sollen Grössenvorteile und Sparpotenziale realisiert werden, etwa durch den Abbau von Doppelspurigkeiten.
Was ist das Ziel bei Integrationstyp Symbiose?
Käuferunternehmen und Zielunternehmen erwarten voneinander Lerneffekte
Was ist eine Due-Dilligence?
Eine Prüfung und Bewertung einer Unternehmensfusion bzw. einer Übernahme im Vorfeld
Welche Arten von Due-Dilligence gibt es
- strategische
- finanzielle
- HR
- cultural
Welches sind die wichtigen Fragen zur HR-Due-Dilligence?
- Bleiben die Schlüsselpositionen in der Unternehmung
- Welche Unterschiede ergeben sich bei den Personalsachverhalten (Saläre, Boni, Abgangsentschädigungen)
- Welche Kennzahlen (Frauen- Männeranteil, Anzahl Fehltage, Deckungsbeitrag pro MA usw.)
- Sind die AN organisiert? Welche Erwartungen haben sie an die Unternehmung?
- Wie steht es mit dem Deckungsgrad der Pensionskasse
- Wieviele MA gehen in den nächsten 5 Jahren in Pension?
Welche Fragen stellt man sich zur Cultural due Dilligence?
- Weche Erfahrungen haben die Führungskräfte und MA mit Auslandtätigkeit gemacht?
- Wie hoch ist die Frauenquote in den Hirerachiestufen?
- Wird kulturelle Vielfalt eher als Problem oder als Ressource angesehen?
- Welche Symbole sind für das Unternehmen wichtig und identitätssteiftend?
- Welche Merkmale haben aus Sicht MA gute bzw. schlechte Führungskräfte?
- Welche Werte sind wichtig? Was sollte man auf keinen Fall machen?
- Wie sehen die Anreizsysteme aus? Wird individuelle Leistung belohnt oder Gruppenleistung?
- Wir alles minuziös geplant und dann nach Plan umgesetzt oder eher gehandelt und improvisiert?
- Werden Probleme direkt oder eher indirekt angesprochen?
`Welche Methoden kommen bei einer HR und Cultural Due Dilligence zur Anwendung?
- Interview
- Dokumentenanalyse
Für was sind die Ergebnisse der Due Dilligence wichtig?
Für die Integrationsphase
Nenne 4 internationale Abkommen?
- EFTA European Free Trade Association
1960 als Gegengewicht zur EG gegründet Ziel: Wachstum und Wohlstand sowie wirtschaftliche Zusammenarbeit fördern. Hauptsitz in Genf, Folgende Staaten gehören der EFTA an: Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz
2. EG Europäische Gemeinschaft
Die Europäische Gemeinschaft (EG) war eine supranationale Organisation, die mit dem Vertrag von Maastricht 1993, aus der 1957 gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) hervorging. Sie war als eine der drei Europäischen Gemeinschaften Teil der ersten und wichtigsten der drei Säulen der Europäischen Union. Der Rechtskörper der Europäischen Gemeinschaft war damit das Kernstück der Europäischen Union (EU). Grundlage der EG war der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG-Vertrag). Ziel: freier Warenverkehr, Freizügigkeit der AN freier Dienstleistungsverkehr, freier Kapital- und Zahlungsverkehr
3. EU Europäische Union
1993 in Kraft getreten, Staatenverbund, der auf 3 Säulen ruht: Europäische Gemeinschaft (EG), gemeinsame Aussen- und Sicherheitspolitik und polizeiliche und justitzielle Zusammenarbeit in Strafsachen. Die EU hat aktuell 28 Mitgliedstaaten und verbindet etwa eine halbe Milliarde Menschen.
Was sind multilaterale (1) Verträge und was sind bilaterale (2) Verträge?
- wenn mehrere Staaten kooperativ, prinzipiell gleichberechtigt gemeinsam handeln
- Verträge, die ausschließlich zwischen zwei verschiedenen Beteiligten stattfinden
Gehört die CH dem EWR an?
Nein, Sie hat bilaterale Verträge
Das Freizügigkeitsabkommen:
Abkommen zwischen der Schweiz und der EU wurde im Jahr 2002 in Kraft gesetzt.
---> Schrittweise Öffnung des Arbeitsmarktes
Schweizer haben einen erleichterten Zugang zum EU -Arbeitsmarkt und EU-Bürger einen entsprechenden Zugang zum Schweizer Arbeitsmarkt
Wie und wann hat sich die EU jeweils erweitert?
bis 2004 EU-15
- Belgien
- Dänermark
- Deutschland
- Finnland
- Frankreich
- Griechenland
- Irland
- Italien
- Luxemburg
- Niederlande
- Portugal
- Österreich
- Schweden
- Spanien
- Veringtes Königreich
EU2 Süd 2004
- Malta
- Zypern
EU8 Erweiterung Ost 2004
- Estland
- Lettland
- Litauen
- Polen
- Slowakei
- Slowenien
- Tschechien
- Ungarn
EU-2 Erweiterung Ost II (2007)
- Bulgarien
- Rumänien
Was heisst Inländervorrang:
Bedeutet, dass wenn es ein Schweizer Kandidat gibt, der angemessen qualifiziert ist, bekommt der Ausländische Kandidat die Stelle nicht. Damit man einen ausländischen Kandidaten anstellen kann muss man belegen,
dass die Rekrutierungsbemühungen auf dem heimischen Arbeitsmarkt erfolglos waren (um den Nachweis zu erbringen, sollte ein Arbeitgeber seine Stelle nicht nur natonal ausschreiben, sondern auch im Raum des EWR. AG können die Stelle über EURES European Employment Services ausschreiben. EURES ist das europäische Portal zur beruflichen Mobilität.
Mit dem Abkommen werden Schweizer Arbeitskräfte den Arbeitskräften aus EU/EFTA-Staaten gleichgestellt
Was ist mit Kontrolle der Lohn- und Arbeitsbedingungen bei der begrenzten Personenfreizügigkeit gemeint?
Um Lohndumping zu vermeiden verden folgende Massnahmen durchgeführt:
- Ein Entsendegesetz gibt Orientierung und kann bei Verstössen Sanktionen begründen
- Die in den GAV enthaltenen Bestimmungen können leichter für allgemein gültig erklärt werden
- Bund und Kantone können Mindestlöhne einführen
- Tripartite Kommissionen (zusammengesetzt aus Vertretern von Behörden, AG und Gewerkschaften) überwachen den Arbeitsmarkt und können Sanktionen beantragen
- Arbeitsmarktinspektoren führen Kontrollen vor Ort durch
Was sind Kontingente?
Zugangsbegrenzungen
Die Anzahl der Bewilligungen ist klar definiert und wird im Laufe der Jahre erhöht.
Was ist die Schutzklausel?
Es gibt über mehere Jahre die Möglichkeit wieder Kontingente einzuführen
Die Schweiz kann bis zum 31.05.2014 für die EU-25-Staaten wieder Kontingente einführen
Für die EU-2 (Bulgarien, Rumänien) besteht noch begrenzte Personalfreizügigkeit bis 31.05.2016 anschliessend bis 2019 die Schutzklausel
Seit wann ist das Schengen Abkommen in Kraft?
Seit 2008
Was muss bei der Arbeit im IHRM bei Entsendungen berücksichtigt werden?
Aktuelle multilaterale und bilaterale Abkommen und die damit verbundenen Regelwerke müssen bei der Vorbereitung berücksichtigt werden
auf politische Entwicklungen auf der internationalen Ebene ist erforderlich, um international tätige MA gut beraten zu können
Bei Unklarheiten in der Rechtslage muss professioneller Rat eingeholt werden
In was für Kategorien können in der Entsendungspraxis die MA eingeteilt werden?
- Stammlandmitarbeitende
- Gastlandmitarbeitende
- Drittlandmitarbeitende (MA einer Organisationseinheit im Gastland X arbeitet in der ORganisationseinheit im Gastland Z)
Wer ist bei einer Entsendung alles beteiligt?
- MA
- Stammorganisation
- Auslandorganisation
- Gesellschaft
- Partner / Familie
Wieso ist es wichtig bei Entsendungen Ziele und Erwartungen der verschiedenen Beteiligten zu klären:
Zielkonflikte müssen erkannt und ausgeschlossen werden
Die Entsendungen sollten aus der Perspektive aller Beteiligten dem Win-Win-Prinzip entsprechen
Welche Ziele kann ein Unternehmen mit einer Entsendung verbinden?
Ein länderübergreifendes Projekt realisieren
Die Marktsituation vor Ort erkunden
Die Kommunikations und Koordination zwischen dem Stammhaus und den Organisationseinheiten im Ausland verbessern
Transfer von Management Know-How
Eine Dienstleistung beim Kunden vor Ort erbringen
Was kann der MA für Ziele haben bei einer Entsendung?
Erweiterung der internationalen Erfahrungen und Stärkung der interkulturellen Kompetenz
Neue, unbekannte Herausforderungen kennenlernen und meistern (fremde Sprachen und Kulturen)
Freude an Pionier-Arbeit
Erfüllen einer Bedingung für den nächsten Karriereschritt
Überwindung einer privaten Krise (Scheidung)
Was kann die Gesellschaft im Allgemeinen für ein Interesse an einer Entsendung haben?
Entsandte wirken als Botschafter für das Land und seine Produkte
Entsandte zeigen Marktlücken im Ausland auf und fördern das Wirtschaftswachstum heimischer Unternehmen
Entsandte stärken die internationale Vernetzung und interkulturelle Verständigung
Was für Gründe kann die Auslandvermeidung haben?
familiäre Gründe --> Paarbeziehung könnte beeinträchtigt werden oder die Entwicklung der Kinder
Das Zielland wird abgelehnt --> wegen Klima, politische Risiken, gesundh. Risiken
Sorge, dass Auslandeinsatz der beruflichen Entwicklung eher schadet (Position wird in der Zwischenzeit besetzt
Welches sind die wichtigsten Formen der Entsendung?
- Dienst- bzw. Geschäftsreise
- Internationales Pendeln
- Kurzzeiteinsatz
- Langzeiteinsatz
Erkläre die Dienstreise / Geschäftsreise als Form der Entsendung:
Häufige GEschäftsreisen ins Ausland keine Wohnung
Erkläre Internationales Pendeln
zwischen zwei oder mehreren Arbeitsplätzen in verschiedenen Ländern pendeln
Man arbeitet mehrere Tage (ca. 1-2 Wochen) in einem best. Land
wird häufig für Managementaufgaben angewendet Übernachtung in einem Hotel
Erkläre Kurzzeiteinsatz:
mehrere Wochen bis Monate aber meistens unter einem Jahr
meistens Projekt-bezogen oder Know-how-Transfer
manchmal auch für Trouble Shooting
Familie kann u.U. mitgehen
Erkläre Langzeiteinsatz (bei Entsendungen)
ein oder mehrere Jahre in einer Auslandorganisation tätig
mit Managemenaufgaben vor Ort verbunden
Wiedereingliederung muss oft intensiv begleitet werden
auch für Familie grosse Entscheidung
Vorteile und Nachteile Dienstreise:
Vorteile
- Grosse Flexibilität
- Kommunikation vor Ort fördert die Vernetzung im Unternehmen
- Kontinuität des Arbeitsplatzes und Wohnortes
Nachteile:
- Hohe Kosten
- Grosser Zeitaufwand für Reisetätigkeit
- Gefahr der Reisemüdigkeit bzw. Vernachlässigung des priv. Umfeldes
Vor und Nachteile Internationales Pendeln:
Vorteile
- Kontinuierlicher Vergleich der Entwicklung möglich
- Vertrauen kann entwickelt und Probleme können relativ früh wahrgenommen werden
- Keine Reintegration erfolrderlich
Nachteile
- Hohe Kosten
- Grosser Zeitaufwand für Reisetätigkeit
- Gefahr der Reisemüdigkeit /Vernachlässigkeit des priv. Umfeldes
Vor und Nachteile Kurzfristige Auslandseinsätze:
Vorteile
- Fördert den detaillierten Vergleich von Entwicklungen
- Probleme können gut erfasst und Lösungen unterstützt werden
- Karrierepfade können noch verfolgt werden
Nachteile
- Kompensationsfragen
- Karrierefragen
- Kontinuität der sozialen Beziehungen und Aktivitäten leidet
Langfristige Auslandseinsätze Vor- und Nachteile:
Vorteile
- Intensives Befassen mit der komplexen Situation vor Ort möglich
- Hervorragende Lernchancen für Person und Organisation
- Gewinn an bikultureller Kompetenz
Nachteile
- Grosses Risiko für Person und Organisation
- Karrierefragen stehen immer wieder im Raum
- Reintegration ist oft nicht einfach
Nenne direkte mögliche Kosten bei einer Entsendung:
- Salär
- Auslandszulagen
- ggf. steuerliche Mehrbelastung
- Versicherungen
- Gebühren (Visum, Aufenthaltsgenehmigung)
- Reise und Spesen
- Unterkunft
Administration
- Unterstützungsleistungen durch intern. HR-Management bzw. HR-Service
Anpassung und Reintegration
- Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt (Sprachkurse, interkulturelles Training)
- Wohnungssuche und Beratung vor Ort
- Umzugskosten, Einlagerung
- Begleitung der Reintegration
Return on Investment bei intern. Entsendungen:
- Auslandsorganisation aufbauen
- Umsatzsteigerung um X Prozent im Zeitraum Z
- Einen Auftrag vor Ort erfüllen
nicht quantifizierbare Ziele
- Internationale Know-how Transfer verbessern
- Transnationale Unternehmenskultur stärken
- Konflikte und Missverständnisse minimieren
- Marktnischen im Ausland identifizieren
- Netzwerk für die Kundengewinnung aufbauen
- Führungskräfte aufbauen und coachen
- Führungsinstrumente etablieren
- Internationales Compliance-Management etablieren
Nenne direkte und indirekte Kosten eines Abbruchs einer Entsendung:
indirekte Kosten
Kundenverlust
Trübung der Beziehung mit der Gastlandorganisation
MA kann Reputation und Motivation verlieren