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Internationales HR-Management

Internationales HR-Management


Marianne Rychen
Diese Lernkarten behandeln interkulturelle Kompetenz und Management auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie beleuchten die Unterschiede zwischen Kulturen, insbesondere in Bezug auf Unternehmen, Strategien und die Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland. Die Karteikarten helfen dabei, kulturelle Dimensionen zu verstehen und zu vergleichen, was für die Arbeit in multikulturellen Teams und bei internationalen Fusionen essenziell ist. Sie richtet sich an Fach- und Führungskräfte, die in globalen Kontexten agieren und ihre interkulturelle Handlungskompetenz erweitern möchten.
Karten
200
Lernende
15
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
02.05.2014 / 13.07.2019

Flashcards

Was ist die zweite Ebene des Kulturmodells:

Werte und Normen

Werte geben Orientierung  --> Unterscheidung zwischen gut und schlecht in einer Gruppe (nicht so eindeutig wie Normen und selten schriftlich fixiert)

bei Unternehmen handelt es sich mehr um ideale (eher schriftlich fixiert)

Normen:

geben Auskunft über wichtige Regeln in einem kulturellen System

in vielen Fällen schriftlich fixiert, was wird als "richtiges" oder "falsches" Verhalten angesehen

Nenne ein Beispiel von Normen auf nationaler Ebene und Unternehmensebene:

National:

Strassenverkehrsregeln, Arbeitsrechtliche Regeln

Unternehmen

Qualitätsstandards, Sicherheitsvorschriften

 

Nenne ein Beispiel von Werten auf nationaler Ebene und Unternehmensebene:

National:

Gerechtigkeit, Freiheit, Selbstbestimmung

Unternehmen

Kundenoreintierung, kooperativer Führungsstil

Auf was basieren Wertvorstellungen?

Auf grundlegenden Annahmen 

Sie sind selten bewusst

Was ist wichtig zu berücksichtigen  im interkulturellen Bereich?

Ein bewusster Umgang mit bestehenden Annahmen

Kultur ist ein vernetztes System aus mehreren sich überlappenden Schichten. Nenne die Schichten (Kulturen), die für das IHRM wichtig sind:

  • Nationale Kultur
  • Regionale Kultur
  • Branchenkultur
  • Organisationskultur
  • Berufskultur
  • Funktionskultur

 

Beschreibe die nationale Kultur:

Die im Land bestehende Kultur, welche sich aus der Geschichte, den Werten, sowie Normen, Gesetze und Standards gebitldet hat

Beschreibe die regionale Kultur:

Kultur, die in einer best. Region besonders ausgeprägt ist. Z.B. Festkultur wie Fasnacht

Nenne ein Beispiel für Branchenkultur:

Unterschied zwischen Finanzbranche und Baubranche.

Z.B. Kleiderordnung, Art und Weise des Entscheidens und Kommunizierens

Was ist die Organisationskultur:

Die Kultur einer Unternehmung 

Sie schafft relevante Unterschiede zwischen Unternehmen der gleichen Branche.

Diese Unterschiede können entscheidend sein, ob ein Unternehmen erfolgreich ist oder nicht

Erkläre die Berufskultur

Unterschiede, die die Spezialisierung mit sich bringt

(Fachsprache, best. Perspektiven werden bevorzugt etc. )

Manche Berufsgruppen haben sehr alte Traditionen wie z.B. die berufliche Wanderschaft bei den Zimmerleuten

Erkläre die Funktionskultur:

Die kulturellen Besonderheiten eines Bereichs oder einer Sparte

z.B. der Bereich Finanzen unterscheidet sich zum Bereich Produktion

Was ist ein Kulturschock?

Er kann sich beim Aufenthalt ineiner anderen Kultur entwickeln, da die eigene Kultur und die damit verbundene Denk- und Handlungsweise im Alltag nicht bewusst wahrgenommen werden. Es braucht 6 Phasen, um sich der neuen Kultur anzupassen.

Nenne die 6 Phasen des Kulturschocks:

  1. Euphorie
  2. Desorientierung
  3. Krise
  4. Lernen am Unterschied
  5. Akkulturation
  6. Bikulturalität

Nenne Stichwörter zur Pahse Euphorie:

  • Honeymoon-Phase
  • MA sind voller Freude
  • Schwierigkeiten werden ausgeschlossen
  • Erwartungshaltung

Nenne Stichwörter zur Pahse Desorientierung:

  • Irritationen treten auf
  • Kulturelle Missverständnisse schwelen
  • man durchschaut sich nicht
  • Handlungsmuster aus der eigenen Kultur helfen nicht mehr
  • Probleme verschlimmern sich

Nenne Stichwörter zur Pahse Krise:

  • nach zunehmender Desorientierung 
  • Unbehagen, Schwierigkeiten, Ärgernisse
  • Ablehnung der anderen Kultur entwickelt sich
  • eigene Kultur wird idealisiert
  • positive Entwicklungen werden nicht gesehen
  • depressive Verstimmung
  • Abbruch und Rückkehr werden in Erwägung gezogen

Nenne Stichwörter zur Pahse Lernen am Unterschied:

  • das Irritierende und Verwirrende wird  besser gedeutet
  • Kulturelle Unterschiede geben nun Anlass, neue Handlungsmöglichkeiten zu probieren
  • Kleinere und grössere Erfolge stellen sich ein und stärken die Lernbereitschaft
  • Verständnis entwickelt sich für die fremden Denk- und Handlungsweisen

Nenne Stichwörter zur Pahse Akkulturation:

  • Betroffene entwickeln eine gewisse Kompetenz  im Umgang mit der fremden Kultur
  • passen sich leichter an
  • positive Erwartungen überwiegen

Nenne Stichwörter zur Pahse Bikulturalität:

  • die Betroffenen können sich mit immer grösserer Sicherheit in der fremden Kultur wie in der eigenen bewegen
  • beide Kulturen (eigene und fremde) werden als gleichwertig betrachtet (Kulturrelativismus)

Was ist wichtig zu wissen bei der Heimkehr nach längerem Aufenthalt und von der fremden Kultur in die eigene Kultur?

Es kann sich erneut ein Kulturschock entwickeln. Der kann sogar heftiger sein als der erste.

Was ist die interkulturelle Kompetenz?

Die Fähigkeit, eine komplexe Aufgabe in einem interkulturellen Zusammenhang konstruktiv und erfolgreich zu meistern. Voraussetzungen hierfür sind:

bewusste innere Haltung

Zugang zu relevanten Kenntnissen ( Fach- und Methodenkompetenz) und spezifische Fähigkeiten

Beispiel Sprache

Nenne 3 Beispiele für Kenntnisse, die man haben muss für Interkulturelle Handlungskompetenz:

  1. eigene Kultur kennen
  2. kulturelle Unterschiede kennen
  3. Kultur, Diversity und Globalisierung kennen
  4. Interkulturelle Managementkonzepte kennen
  5. Nichtwissen
  6. Umgang mit Nichtwissen

Nenne 3 Beispiele für Fähigkeiten, die man haben muss für Interkulturelle Handlungskompetenz

  1. Reflexion (nachdenken und Annahmen prüfen)
  2. Beobachtung
  3. Perspektivenwechsel
  4. Kulturvergleich
  5. Systemisches Denken
  6. Ambiguitätstoleranz ( Fährigkeit mit Unklarheit umzugehen)
  7. Metakommunikation (über Art + Weise der Kommunikation reden)

Nenne 3 Beispiele für Haltung, die man haben muss für Interkulturelle Handlungskompetenz

  1. Relativistische Sicht und Toleranz
  2. Wertschätzung und Respekt
  3. Offenheit und Neugier

Nenne die 8 wichtigen Kategorien, kultureller Unterschiede:

  1. Wirklichkeit und Logik
  2. Menschenbild und Motivation
  3. Beziehung und Integration
  4. Status und Macht
  5. Infromation und Kommunikation
  6. Zeit
  7. Raum und Kontrolle
  8. Kultur und Diversity

Was bringt es, kulturelle Dimensionen zu kennen?

Kulturen zu vergleichen und die jeweilige Ausprägung einzuschätzen

Wo sind die Kenntnisse über kulturelle Unterschiede wichtig?

Bei grenzüberschreitenden Unternehmensfusionen oder Entsendungen ins Ausland oder Integration von neuen MA aus dem Ausland sowie für die Arbeit in einem multikulturellen Team

Nenne die Dimensionen zu der Kategorie Wirklichkeit und Logik:

Universalismus vs. Partikularismus

(Gesetze, die von allen eingehaltn werden müssen - unabhängig von ihrem Status oder ihrem Beziehungsnetz) z.B. Verkehrsbusse unabhängig von Einkommen

Stellen die jeweilige Situation, die Beteiligten und ihre Beziehung in den Vordergrund

 

Hohe vs. geringe Unsicherheitsvermeidung

  • Ungewissheit und unklare Risiken ausschliessen, Innovation und Veränderung werden skeptisch betrachtet
  • Ungewissheit wird als Teil des Lebens angesehen, wenige allgemeine Regeln genügen, Fremdes ist interessant oder irritierend, aber nicht bedrohlich.

Analyse vs. Synthese

  • Dinge zunächst in ihre analytischen Bestandteile zerlegen, vertieftes Verständnis und differenzierte Beurteilung der Lage
  • man geht davon aus, dass man die komplexen Beziehungen zwischen den Komponenten und die damit verbundene Wechselwirkung im grösseren Zusammenhang betrachten muss

Nenne die Dimensionen zu Menschenbild und Motivation:

Böse vs gut

  • Mensch von Natur aus böse, Misstrauen, Abschottung, Aufbau von Zugangsbarrieren, Kontrollsysteme
  • Mensch ist von Natur aus gut, z.B. Bank gibt nur Kredite an arme Frauen, die als nicht kreditwürdig eingestuft sind. 98 % werden zurückbezahlt.

Extrinsische vs. intrinsische Motivation

  • Leistungen bringen nach Anreizen von aussen, (Boni oder Betrafung)
  • von sich aus Leistung erbringen (persönliche Interessen mit den Unternehmenszielen) 

Nenne die Dimensionen zu Beziehung und Interaktion:

Sach vs. Beziehungsorientierung

  • Was -Frage: Was brauche ich für die Angelegenheit? Soziale Wechselwirkungen werden ausgeblendet, Orientierung an harten Fakten, sachbezogenes, neutrales Vorgehen
  • Wie-Frage wie können wir in diesem Kontext die Aufgabe bewältigen? 

Individualismus vs. Gruppenorientierung 

  • Wir-Denken, Zugehörigkeit und Wohlergehen der ganzen Gruppe wird angestrebt
  • Ich-Denken, Durchsetzungsvermögen wird bewundert

Nenne die Dimensionen zu Status und Macht:

Leistung vs. Herkunft

  • Status aufgrund der Herkunft, Besuch namhafter Ausbildungsstätte, angesehenes Elternhaus oder gar ein Adelstitel und die Zugehörigkeit zu einer best. Schicht
  • pers. Leistungsausweis gefordert

Grosse vs. geringe Machtdistanz

  • Ungleichheit wird als normal angesehen, Entscheidungen von Führungskräften  werden nicht angezweifelt, man verhält sich loyal
  • Entscheidungen werden unter Einbezug der Mitarbeitenden getroffen, Führungsstil ist kooperativ

Nenne die Dimensionen zu Information und Kommunikation:

Direkt vs indirekt

  • bei Besprechungen stellt man sich kurz vor und geht dann zur Sache über, Entscheidung 
  • Unwichtig erscheinende Details können  viel Zeit beanspruchen, zuerst Beziehung aufbauen

 

Kontextarm vs. kontextbezogen

  • alle Informationen, die notwendig erscheinen werden explitzit mdl. oder schriftlich formuliert. Infos sollen übertragbar sein, auch Unbeteiligte sollen den Dokumenten alle Infos entnehmen können
  • grosser Teil der Kommunikation erfolgt implizit (die Beteiligten müssen die Info entschlüsseln können) Es wird durch Mimik, Gesten und Sypolen miteinander kommuniziert.  Informationen fliessen schnell zwischen insidern

Neutral vs. affektiv

  • selbstbeherrschtes Auftreten, nonverbale Kommunikation wird unterbunden
  • Gefühle werden gezeigt, Kommuniziert wird untermalt mit Gesten, Mimik und Betonungen

Konfliktfreundlich vs. konfliktvermeidend

  • Diskussionen und Konfrontationen bringen die Sache voran, Feekback fällt eher negativ aus
  • Harmonie wird gepflegt, Auseinandersetzungen umgangen, Kritik wird indirekt und mit diplomatischem Geschick formuliert

Nenne die Dimensionen zu Zeit

monochron vs. polychron

  • es gibt nur eine Zeit, für alle verbindliche Termine werden eingehalten, absolute Pünktlichkeit ist eine Tugend
  • Einhaltung von Terminen und Plänen dominiert nicht,  Dinge werden synchron bearbeitet, Unterbrechung des Ablaufs werden nicht als Störung gewertet

Vergangenheit vs. Zukunftsorientierung

  • Vergangenheit wird idealisiert, Erwartung Zkunft wird besser oder schlechter aber nicht anders
  • streben nach kurzfristigem Genuss und Gewinn, fokussieren auf eine Vision

Nenne die Dimensionen zu Raum und Kontrolle:

spezifisch vs. diffus Pfirsich-Modell (A) und Koskosmodell (G)

  • Privates und Öffentliches bzw. Berufliches wird streng getrennt A-Modell (American)
  • Überlappungen zwischen Privatbereich und Berufsleben, Freundschaften werden nur sehr langsam geschlossen G-Modell (German)

Treffen Pfirsiche und Kokosnüsse zusammen kann es zu Missverständnissen kommen

Kontrolle von aussen vs. von innen

  • Ereigenisse und Entwicklungen werden äusseren Einflüssen zugeschrieben (ungünstig gestimmte Wesen, unbändige Kräfte der Natur
  • viele Ereignisse  und Entwicklungen liegen in der eigenen Hand, Umwelt ist gestaltbar

Nenne die Dimensionen zu Kultur und Diversity:

Ethnozentrismus vs. kulturelle Kontingenz

  • Eigene Kultur ist der beste Weg
  • Eigene Kultur ist eine Möglichkeit von vielen

Maskulinität vs. Feminität

  • Klare Rollentrennung wird erwartet, Männer sind ehrgeizig und hart
  • Gleichheit wird betont, Flexibilität, Gemeinsinn und Qualität zählen

Was ist der Global Gender Gap Index?

Es ist ein internationl vergleichender Ansatz, wlecher die Teilnahme beider Geschlechter im Vergleich zu anderen Ländern am stärksten realisiert ist

Bsp. Island 1. Rang, Schweiz Rang 10, Deutschland Rang 11, Jemen Rang 135 (Angaben Global Gender Gap Index 2012)

Nenne die Diversity-Kriterien:

  1. Ethnischer Hintergrund
  2. Staatsangehörigkeit
  3. Alter
  4. Gesundheit / Krankheit
  5. Gender / sexuelle Orientierung
  6. Religion / Weltbild
  7. Hautfarbe / Rasse
  8. Mutter / Fremdsprache

Was ist eine Stereotypisierung 

Vorurteile einer Gruppe gegenüber

Was ist das Homogenitätsstreben?

Annahme, dass man besser arbeitet, wenn sich die Mitglieder ähneln und man unter sich bleibt.

Étudier