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Grundlagen

Grundlagen


J. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in betriebswirtschaftliche Grundlagen und Methoden. Sie decken Themen wie Unternehmensstrategien, Kostenberechnung, Investitionsplanung und Finanzierung ab. Besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit betriebswirtschaftlichen Konzepten vertraut machen möchten. Die Karteikarten erklären unter anderem die Merkmale von Produkten, die Aufgaben von Unternehmen und die Berechnung von Deckungsbeiträgen. Sie bieten auch Einblicke in die Analyse von Jahresabschlüssen und die verschiedenen Kalkulationsverfahren.
Karten
176
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
03.11.2013 / 01.04.2024

Lernkarten

02

Warum ist der Marktanteil eines Betriebs bzw. einer strategischen Geschäftseinheit
relevant für den betrieblichen Erfolg?

  • Betriebsgrößenvorteile
  • Erfahrungskurveneffekte
  • Marktmacht gegenüber Lieferanten

03

a) An welchem Haupziel orientiert sich in der Regel die Wahl der Rechtsform?

b) Nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl der Rechtsform?

a) langfristige Gewinnmaximierung

b) Kriterien:

  • Leitungs- und Kontrollbefugnis
  • Haftungsumfang der Eigenkapitalgeber
  • Gewinn-/ Verlustbeteiligung
  • Finanzierungsmöglichkeiten
  • Publizität, Prüfung und Mitbestimmung der Arbeitnehmer
  • Steuerbelastung

03

Wodurch unterscheiden sich Einzelunternehmen, Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft?

  1. Einzelunternehmen werden von einer natürlichen Person betrieben.
  2. Eine Personengesellschaft ist der Zusammenschluss mehrerer Personen - !keine! juristische Person
  3. Kapitalgesellschaften sind körperschaftliche Gebilde und juristische Personen. Für die Unternehmensverbindlichkeiten haftet die Gesellschaft (nicht die Gesellschafter) mit ihrem gesamten Vermögen

03

Was sind Unternehmenskooperationen und welcher Zweck wird mit diesen verfolgt?

  1. das ist die freiwillege Zusammenarbeit von Unternehmen, die rechtlich und wirtschaftlich (wenn nicht anders vereinbart) selbstständig bleiben
  2. durch Zusammenarbeit in einzelnen Bereichen die  Wettbewerbsfähigkeit steigern

03

Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenskooperation und -konzentration?

Bei der Konzentration werden nicht nur einzelne sondern alle Funktionen der Unternehmen gemeinsam erfüllt. Beide Unternehmen geben ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit auf.

03

Welche Formen und Ebenen zwischenbetrieblicher Kooperationen lassen sich unterscheiden?

Formen (Intensität von oben nach unten aufsteigend):

  • Unternehmenverbände
  • Gelegenheitsgesellschaften
  • Kartelle
  • Franchise-Unternehmen
  • Genossenschaften
  • Gemeinschaftsunternehmen
  • Konzerne
  • Fusionierte Unternehmen

Ebenen:

  • vertikale Zusammenarbeit mit Zulieferern
  • horizontale ZA mit Wettbewerbern
  • diagonale ZA mit Branchenfremden
  • vertikale ZA mit Kunden/Abnehmern

03

Was sind Merkmale von Einzelunternehmen?

  • Anzahl der Gründer -> eine natürliche Person
  • Mindestkapital/-einlage -> nicht Vorgeschrieben
  • Haftung mit -> dem Privat- und Geschäftvermögen
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis) -> Einzelgeschäftsführung durch Inhaber
  • Vertretung (Außenverhältnis) -> Alleinvertretung des Inhabers
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust) -> Gewinn und Verlust steht allein dem Inhaber zu

03

Was sind Merkmale der GbR?

Gesellschaft bürgerlichen Rechts

  • Mindestanzahl der Gründer -> zwei natürliche/juristische Person
  • Mindestkapital/-einlage -> nicht Vorgeschrieben
  • Haftung mit -> dem Privat- und Geschäftvermögen aller Gesellschafter
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis) -> alle Gesellschafter gemeinsam (Änderungen durch Vertrag möglich)
  • Vertretung (Außenverhältnis) -> alle Gesellschafter gemeinsam (Änderungen durch Vertrag möglich)
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust) -> gleischmäßig über Gesellschafter (Änderungen durch Vertrag möglich)

03

Was sind Merkmale der KG?

Kommanditgesellschaft

  • Mindstanzahl der Gründer -> min. ein Vollhafter (Komplementär), min. ein Teilhafter (Kommanditist)
  • Mindestkapital/-einlage -> nicht Vorgeschrieben
  • Haftung mit ->
    • Gesamtvermögen (Komplementär)
    • Kapitalvermögen (Kommanditist)
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis) ->
    • Komplementär
      • Einzelgeschäftsführung bei gewöhnl. Geschäften
      • Gesamtgeschäftsführung bei außergewöhnl. Geschäften
    • Kommanditist
      • keine Geschäftsführungsbefugnis
  • Vertretung (Außenverhältnis)->
    • Komplementär: Einzelvertretung der Gesellschafter (Abw. durch Vertrag möglich)
    • Kommanditist: keine Vertretungbefugnis
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust) -> nach Vertrag oder 4 % Verzinsung der Kapitalanteile

03

Was sind Merkmale der GmbH?

Gesellschaft mit beschränkter Haftung

  • Mindestanzahl der Gründer -> eine/mehrere natürliche/juristische Person
  • Mindestkapital-> 25.000 €
  • Mindesteinlage -> 100 € eines Gesellschafters
  • Haftung mit -> Geselschaftsvermögen bzw. Gesellschafter mit Kapitaleinlage
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis) ->
    • ein oder mehrere Geschäftsführer
    • Gesamtgeschäftsführungsbefugnis
  • Vertretung (Außenverhältnis) ->
    • Geschäftsführung (Gesamtvertretung)
    • Einzelvertretung kann im Gesellschaftervertrag vereinbart werden
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust) -> gleischmäßig über Gesellschafter (Änderungen durch Vertrag möglich)

03

Was sind Merkmale der AG?

Aktiengesellschaft

  • Minestanzahl der Gründer
    • eine/mehrere natürliche/juristische Person
  • Mindestkapital: 50.000 €
  • Haftung mit
    • Geselschaftsvermögen
    • Aktionäre mit Kapitaleinlage
  • Geschäftsführung (Innenverhältnis)
    • Vorstand (Gesamtgeschäftsführung)
  • Vertretung (Außenverhältnis)
    • Vorstand (Gesamtvertretung)
  • Ergebnisverteilung (Gewinn/Verlust)
    • Hauptversammlung beschließt über Verwendung des Bilanzgewinns

04

a) Was sind die Aufgaben des Controllings?

b) Wo wirkt Controlling mit?

 

a) Aufgaben

  • Planungsprozesse gestalten und koordinieren
  • Informationen erstellen und weiterleiten
  • Kontrollprozesse gestallten und koordinieren

b) Mitwirken bei

  • der Bestimmung der Preisuntergrenze für Erzeugnisse bzw. Preisobergrenze für Produktionsfaktoren
  • Kontrolle der Wirtschaftlichkeit einzelner Produkte
  • Auswahl von Lieferanten
  • Auswahl von Betriebsmitteln
  • Wahl der Absatzwege
  • ...

 

04

Was ist ein Budget?

Budgets sind Kostenvorgaben für Kostenstellen auf Basis  von Leistungsvorgaben.

04

Wie ist die Vorgehensweise bei der Budgeterstellung?

  1. Absatzpläne
  2. Umsatzerlöse
  3. Produktionspläne
  4. Beschaffungs-, Personal-, Investitionspläne
  5. Finanzpläne
  6. Personalaufwand, Abschreibungen, Materialaufwand, Zinsen
  7. Erfolgspläne

 

04

Was ist der Zweck der RoI-Kennzahl?

Wie wird sie berechnet?

 

  • die Steuerung und Beurteilung von Unternehmen
  • verdeutlcht den Einfluss der Erträge, der Aufwendungen, des Vermögens und des Kapitals auf die Rentabilität des in das Unternehmen investierten Kapitals

ROI=Gewinn/Gesamtkapital

 

04

Was ist der Unterschied zwischen der Klassischen und der Neoklassischen Organisationstheorie?

Während die Vertreter der klassischen Organisationstheorien Organisation in erster Linie als Regelwerk (formale Organisation) betrachten, liegt der Fokus der Vertreter der neoklassischen Organisationstheorien auf der informellen Organisation und dem Zusammenhang von Leistung und Größen wie die der Arbeitsmotivation und ‐zufriedenheit.

04

Was sind Merkmale der bürokratischen Organisation nach Max Weber?

  • Regelgebundenheit der Amtsführung
  • festgelegte Amtskompetenzen
  • Amtshierarchie: festgelegte Über‐ und Unterstellungen
  • Aktenmäßigkeit der Verwaltungsvorgänge
  • Neutralität der Amtsführung
  • speziell ausgebildete Stelleninhaber

 

04

Was sind Grundsätze wissenschaftlicher Betriebsführung nach F.W. Taylor?

  • Trennung von Hand‐ und Kopfarbeit
  • weitere Teilung und Standardisierung der Hand‐ und Kopfarbeit (weitgehende Spezialisierung)
  • Leistungslohn auf Basis von Arbeits‐ und Zeitstandards
  • Systematische Personalauswahl
  • Wissenschaftliche Experimente zur Festlegung der „besten“ Arbeitsmethode

 

04

Was wird unter Organisation verstanden?

Unterschieden wird zwischen

  • funktional - als Tätigkeit
  • instrumental - zur Regelung
  • institutional
    • zur Sinnvermittlung u. Zielorientierung
    • zur Beschreibung der Aufbauorganisation

 

04

Welche Ziele verfolgt das Personalmanagement?

  • Sachziele
    • Personalplanung
    • Personaleinsatzplanung
    • Personalauswahl/Mitarbeiterführung
  • Formalziele
    • Arbeitsleistung/ -produktivität
    • Personalkosten
  • Sozialziele
    • Bedürfnisse/Interessen der Beschäftigten

 

04

Was sind Merkmale der Stab-Linienorganisation?

Welche Vor und Nachteile weist diese Organisationen auf?

Vorteile:

  • erhöhte Kapazität für sorgfälltige Entscheidungsvorbereitung
  • Entlastung der Leitung

Nachteile:

  • Konfliktpotenzial zwischen Stab und Linie
  • informelle Macht von Stäben

04

Was sind Merkmale der Einlinienorganisation?

Welche Vor und Nachteile weist diese Organisationen auf?

Vorteile:

  • eindeutige Zuordnung von Aufgabe, Verantwortung und Kompetenzen
  • geringer Koordinationaufwand der Entscheidungsprozesse

 

Nachteile:

  • Risiko, nicht das Gesamtsystem zu optimieren, sondern nur einzelne Subsysteme (Kostenstellendenken)

04

Was sind Merkmale der Mehrlinienorganisation (Matrixorganisation)?

Welche Vor und Nachteile weist diese Organisationen auf?

Vorteile:

  • gleichzeitige Kunden-/Produktorientierung (Prozessorientierung) und Funktionsorientierung
  • Vermeiden von "Denken in Abteilungen"

Nachteile:

  • hoher Kommunikationsbedarf und -aufwand
  • Konfliktpotenzial zwischen Leitungsstellen durch Mehrfachunterstellung

04

Wodurch sind Aufbau- und Ablauforganisation gekenzeichnet?

Begriff der Aufbauorganisation

  • Regelung zur Aufteilung der Aufgaben eines Betriebes auf Organisatineinheiten
  • Regelung zur Beziehung der Organisationeinheiten untereinander

Elemente der Aufbauorganisation

  • Stelle
  • Abteilung
  • Unterstellungsverhältnisse

 

Begriff der Ablauforganisation

  • Regelung zur räumlichen und zeitlichen Zusammenwirken von Beschäftigten, Arbeitsobjekten und Betriebs- und Arbeitsmitteln zum Zweck der Erfüllung von Aufgaben (Sachzielen) und Effizienzielen

Elemente der Ablauforganisation

  • Aktivitäten von Arbeitspersonen
  • Entscheidungen
  • Relationen (Logische und zeitliche Beziehungen)

04

Was sind typische Aufgaben des Personalmanagements?

  • Planung
  • Beschaffung
  • Gestaltung

des Personaleinsatzes

 

05

Was wird unter dem Begriff des Marketing verstanden?

  • Aktivitätsorientierte Definition
    • Planung und Durchführung von Aktivitäten zur marktorientierten gestaltung von Produktangebot, Preis, Kommunikation und Vertrieb (Marketing-Mix) mit dem Zweck der Erfüllung der Marketing- und Unternehmensziele.
  • Beziehungsorientierte Definition
    • Aufbau, Erhalt und Stärkung von Kundenbeziehungen als Beitrag zur Erfüllung der Unternehmensziele und -strategien.
  • Führungsorientierte Definition
    • Marktorientierte Führung des gesamten Unernehmens

04

Was ist bei der Personalbedarfsplanung zu beachten?

  • Einarbeitungszeit
  • Ø-Werte, Krankheitstage können varieren
  • Schwankungen der Auftragslage
  • Detailpersonalplanung auf Monatsbasis in der betrieblichen Praxis erforderlich
  • flexibles Arbeitszeitsystem für Auftragsspitzen

05

Wie hat sich die Wissenschaftsdisziplin des Marketing im Zeitverlauf weiterentwickelt?

siehe Bild

05

Aus welchen drei Stufen besteht das Modell der Kundenorientierung?

  1. Identifikation der Kundenerwartungen und Berücksichtigung dieser in der Produktgestalltung
  2. Messung der Kundenzufriedenheit zum Abbau von Informations- und Kommunikationdefiziten
  3. Management und Kundenreklamationen zur Beseitugung und Erfassung von Schwachstellen in Produkten und Prozessen

05

Wie lässt sich das Entstehen der Kundenunzufriedenheit erklären?

S.8

05

Was sind die Hauptziele des Reklamations-Mgmt?

  1. unverzügliche Mängelbeseitugung - Aufrecherhaltung der Kundenbeziehung
  2. Identifikation der Grundursachen für Fehler - Umsetzung und Maßnahembeseitugung der Fehlerursachen

05

Wofür steht BEDAZA?

  • Begrüßung
  • Eröffnung
  • Demonstration
  • Abschluss
  • Zusatzverkauf
  • Abschied

05

Was besagt das GAP-Modell?

Das sogenannte GAP‐Modell zeigt Ursachen für »Lücken« (engl.: gap) zwischen den
Erwartungen eines Kunden an die Qualität einer Dienstleistung und der tatsächlich
wahrgenommen Leistungsqualität auf.

05

Was sind Inhalte der Assimilations-Kontrasttheorie?

  • Kunden untertreiben geringfügige Abweichungen und führen eine Angleichung (Assimilation) herbei - kleine Diskrepanzen führen noch nicht zur Unzufriedenheit
  • bei Überschreitung eines Schwellenwertes werden Abweichungen stark übertrieben (Kontrast)
  • Abweichungen der Produkteigenschaften dürfen einen Schwellenwert nicht überschreiten
  • die Erwartungshaltung eines Kunden ist durch Kommunikation auf einem realistischen Niveau zu halten

05

Was ist Gegenstand des sogenannten Marketing-Mix?

  • Produktpolitik
  • Preispolitik
  • Kommunikationspolitik
  • Vertriebspolitik

05

Was sind typische Inhalte der Produktpolitik?

  1. Komponenten eines Produkts
  2. Markenfunktionen aus verschiedenen Sichten
  3. Markenstrategien

05

Was sind Komponenten eines Produktes?

  • Kerneigenschaften des Produktes beziehen sich auf die Funktionalität des Produktes
  • Zusatzeigenschaften stellen einen Nutzen für den Kunden dar (Design, Umweltfreundlichkeit, Benutzerfreundlichkeit)
  • Basisdienstleistungen setzt der Kunde voraus
  • Zusatzdienstleistungen bieten dem Kunden einen Nutzen, sind aber nicht Kaufvoraussetzung

05

Welche Funktionen haben Marken aus sicht des Markenführers, Absatzmittlers und Nachfragers?

siehe Bild

05

Wodurch unterscheiden sich Einzel- und Dachmarkenstrategie? Was sind Vor- und Nachteile beider Strategien?

Einzelmarkenstrategie
Vorteil:

  • Präzise Profilierung der Marke gegenüber anderen Marken

Nachteile:

  •  hohe kosten
  • Gefahr v. Kannibalisierungs-Effekt

Dachmarkenstrategie
Vorteile:

  • Plattform f. neue Produkte

Nachteile:

  • Verwässerung der Marke
  • neg. Ausstrahlungeffekte

06

Was ist Gegenstand des Marketing-Instruments der Preispolitik?

 

  • Preisbestimmung für neue Produkte
  • Preisbestimmung für das Produktprogramm
  • Preisänderungen für Produkte
  • Preisdifferenzierung
  • Gestaltung des Rabatt- und Bonussystems
  • Durchsetzung der Preise

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