IBL

Grundlagen

Grundlagen


J. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in betriebswirtschaftliche Grundlagen und Methoden. Sie decken Themen wie Unternehmensstrategien, Kostenberechnung, Investitionsplanung und Finanzierung ab. Besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit betriebswirtschaftlichen Konzepten vertraut machen möchten. Die Karteikarten erklären unter anderem die Merkmale von Produkten, die Aufgaben von Unternehmen und die Berechnung von Deckungsbeiträgen. Sie bieten auch Einblicke in die Analyse von Jahresabschlüssen und die verschiedenen Kalkulationsverfahren.
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Autres
Créé / Mis à jour
03.11.2013 / 01.04.2024

Cartes-fiches

01

Welche Märkte sind für einen Betrieb von Relevanz?

  1. Beschaffungsmarkt
  2. Absatzmarkt
  3. Staat & Gesellschaft
  4. Kapitalmarkt
  5. Arbeitsmarkt

 

01

a) Wodurch unterscheiden sich Haushalte und Betriebe?

b) Wonach lassen sich Betriebe unter anderem klassifizieren?

a)

  • Haushalte konsumieren Wirtschaftsgüter zur Deckung der eigenen Bedarfe
  • Betriebe verkaufen und produzieren Wirtschaftsgüter, Sach-und Dienstleistungen

b)

Nach der Frage des Eigentümers in

  • öffentliche und
  • private Betriebe (Unternehmen)

 

01

Welche Bedeutung hat interdisziplinäres Wissen in der Betriebswirtschaft?

Damit der Prozess der Angebotserstellung effektiv (=termingerechte Ermittlung eines Preises auf Basis einer genauen Schätzung der Selbstkosten) und effizient (=mit geringem Ressourceneinsatz) durchgeführt werden kann, sind interdisziplinäre Kompetenzen einzelner Beschäftigter hilfreich, um die Anzahl der Schnittstelllen zu reduzieren.

01

a) Was ist Zweck der Leistungstypologie nach Engelhardt?

b) Aus welchen zwei Dimensionen besteht die Leistungstypologie nach Engelhardt?

a) Die Leistungstypologie

  • vermeidet die Verwendung des Begriffpaares "Sachleistung-Dienstleistung" und
  • die damit verbundene Abgrenzungsprobleme.

 

b)

  1. aus dem Grad der Integration des externen Faktors (Objekt des Kunden oder der Kunde selbst)
  2. aus dem Grad der Immaterialität des Leistungsergebnisses

01

Wodurch unterscheiden sich Industrie- und Handwerksbetriebe?

siehe Bild

01

Wie differenziert das Statistische Bundesamt Sach- und Dienstleistungen?

  1. Primärsektor (Land- und Forstwirtschaft, Fischerei)
  2. Sekundärsektor (produzierendes Gewerbe)
  3. Tertiärsektor (Dienstleistungssektor)

 

Dienstleistungssektor umfasst die Wirtschaftsbereiche

-Handel und Verkehr

-Kreditinstitute, Vers.Untern., Wohnungsverm.,

-Staat, private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck

 

01

Wie bezeichnet das Statistische Bundesamt den Wirtschatszweig, dem sämtliche Industriebetriebe zugeordnet werden?

 

Verarbeitendes Gewerbe

01

Welche drei Industriezweige machen den größten Umsatz in Deutschland aus?

01

a) Wodurch unterscheidet sich die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre von speziellen Betriebswirtschaftslehren?

b) Wie lassen sich die speziellen Betriebswirtschaftslehren klassifizieren?

a)

  • die ABWL befasst sich mit Fragestellungen, die für alle Betriebe von Relevanz sind
  • die SBWL befasst sich mit Betrieben eines bestimmten Wirtschaftszweiges und einzelner betrieblicher Funktionen

b)

  • Institutionlehren=Wirtschaftszweiglehren
  • Funktionlehren=Betriebsbereichslehren

 

01

Welche drei Bestimmungsfaktoren eines Beriebes unterscheidet Gutenberg?

  1. Kombination von Produktionsfaktoren
  2. Prinzip der Wirtschaftlichkeit
  3. Finanzielles Gleichgewicht

 

01

Was ist finanzielles Gleichgewicht? (in einem Betrieb)

01

Was ist das Prinzip der Wirtschaftlichkeit?

  1. Maximumprinzip: mit einem gegebenen Aufwand (Kosten) an Wirtschaftsgütern ein möglichst hohen Ertrag (Leistung) erzielen
  2. Minimumprinzip: mit möglichst wenig Aufwand (Kosten) einen bestimmten Ertrag (Leistung) erzielen
  3. generelles Extremumprinzip: ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag realisieren

 

01

Welche Produktionsfaktoren gibt es nach Erich Gutenberg?

02

Unterschiede zwische Strategie und Taktik

siehe Bild

02

Was ist Strategie? (klassisches Strategieverständniss)

  • Strategien bestehen aus einer Reihe mitreinander verbundener Einzelentscheidungen
  • Strategien sind ein hierarchische Konstrukt
  • Strategien treffen Aussagen zur künftigen Positionierung eines Unternehmens
  • Strategien treffen Aussagen zur Ressourcenallokation (Zuordnung)

 

Strategien sind rationale Maßnahmenpläne, die aufeinander abgestimmt, in ein hierarchisches Konstrukt eingeordnet sind, der Positionierung des Unternehmens dienen und einer Planung von Ressourcen erfordern.

 

02

Was sind die Voraussetzungen für strategische Wettbewerbsvorteile?

Strategische Wettbewerbsvorteile sind vorhanden, wenn

  1. die Probleme des Kunden vom betrachteten Unternehmen besser gelöst werden als von der Konkurrenz
  2. die verbesserte Lösung ein für den Kunden wesentliches Lestungsmerkmal betrifft
  3. der Kunde die Ausprägung dieses Leistungsmerkmals auch wahrnimmt
  4. die verbesserte Lösung nicht kurzfristig von der Konkurrenz übernommen werden kann

 

02

In welche Phasen kann der Prozess des strategischen Managements gegliedert werden?

1. strategische Analyse und Prognose

2. strategische Zielplanung

3. Strategieentwicklung, -bewertung & -auswahl

4. Strategieimplementierung und Erfolgskontrolle

 

02

Welche Methoden lassen sich in der Phase der strategischen Analyse und Prognose unterscheiden?

  • Methode des Marktsegmentierung
  • SWOT-Analyse
  • Modell der fünf Wettbewerbskräfte ("five forces") nach Porter (Marktstruktur/Wettbewerbsintensität)
  • Marktanteils-Marktwachstums-Portfolio (BCG-Portfolio) (Boston Consulting Group)

 

02

Was ist der Zweck des SWOT-Analyse?

Sie dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und anderen Organisationen.

02

Wofür steht SWOT?

02

Was wird unter Marktsegmentierung verstanden?

Unter Marktsegmentierung wird die mit Hilfe von Kriterien vorgenommene Aufteilung eines heterogenen Gesamtmarktes, der auch als Grundmarkt bezeichnet wird, in einzelne möglichst homogene Teilmärkte (Marktsegmente) verstanden.

02

Welche fünf Triebkräfte (five forces) des Wettbewerbs lassen sich unterscheiden?

  1. Wettbewerb der bestehende Konkurenzbetriebe eines Marktes
  2. Eintritt neuer Konkurrenten
  3. Bedrohung durch Substitute (Ersatzprodukte)
  4. Verhandlugsstärke der LIeferanten (Vorwärtsintegration)
  5. Verhandlungsmacht der Abnehmer (Rückwärtsintegration)

 

02

Welche Vorteile weist die "Balanced Scorecard" gegenüber klassischen Finanzkennzahlensystemen auf?

Sie schließt nicht finanzielle Perspectiven in die Ziel- und Kennzahlensysteme mit ein und macht so betriebliche Fehlentwicklungen zeitnah erkennbar.

02

Was ist Gegenstand der Produkt-Markt-Matrix nach Ansoff?

siehe Bild

02

Was sind Inhalte der BCG-Portfolio Methode (Marktanteil-Marktwachstum-Portfolio)?

1. Questionmark

  • Produkteinführung
  • hohes Marktwachstum
  • Entwicklung ist unbekannt, deswegen "?"

2. Star

  • war die Einführung erfolgreich, wird es zum Star der Unternehmens
  • Wachstumsphase
  • hohes Marktwachstum
  • hoher rel. Marktanteil
  • Gewinn muss in die Erhöhung und Festigung des Marktanteils investiert werden

3. Cash Cow (Geld Kuh)

  • Sättigung
  • geringes Marktwachstum
  • hoher relativer Marktanteil
  • Abschöpfung der Gewinne

4. Poor Dog (armer Hund)

  • Schrumpfung /Degenerationsphase
  • rel. Marktanteil gering
  • Marktwachstum gering

 

02

Was bedeutet Management?

Management als Institution

  • Personen, die in Unternehmen leitende Aufgaben übernehmen
  • Manager: obere Führungskräfte eines Unternehmens (deutschsprachiger Raum)

Management als Funktion

  • Tätigkeiten der Planung, Realisierung und Kontrolle (Managementzyklus), die von Führungskräften bzw. Inhabern von Betrieben in allen Bereichen des Unternehmens in Erfüllung ihrer Führungsaufgabe zu erbringen sind

Arten/ Ebenen des Managements

  • strategisches Management
  • operatives Management

 

02

Aufgaben von Unternehmenstrategien

Unternehmensstrategien

  • bestimmen maßgeblich die künftige Unternehmensentwicklung
  • beziehen sich auf die Unternehmensumwelt und auf die eigene Organisation
  • geben den Handlungsspielraum für operative/tacktische Entscheidungen für einzelne Funktionen vor
  • können nur unter Einbeziehung wesentlicher Organisationseinheiten eines Betriebes entwickelt werden
  • werden in der Praxis oftmals auch von gegebenen Strukturen in einem Betrieb beeinflusst (strategy follows structure), allerdings bedingt eine erfolgreiche Strategie, dass betriebliche Strukturen an der Strategie auszurichten sind (structure follws strategy)

 

02

Anforderung an Marktsegmente

  • Verhaltensrelevanz (Bezug zum Kaufverhalten)
  • Ansprechbarkeit (wie lassen sich Segmente Ansprechen)
  • Trennschärfe (möglichst keine Überschneidung)
  • Messbarkeit (mit Methoden der Marketingforschung)
  • Zeitliche Stabilität (möglichst langfristig)
  • Wirtschaftlichkeit (ein gewisse Segmentgröße muss gegeben sein)

 

02

Marktsegmentierung ist Vorausetzung für...

  1. Entwicklung und Umsetzung marktsegmentbezogener Strategien
  2. Zielgerichtete Allokation (Zuordnung) von Ressourcen

 

02

Mögliche Unternehmensziele in der strategischen Zielplanung

  1. Marktleistungsziele (Produktivität, Kundenservice...)
  2. Marktstellungsziele (Umsatz, Marktanteil)
  3. Rentabilitätsziele (Gewinn, Umsatzrentabilität...)
  4. Finanzwirtschaftliche Ziele (Liquidität, Kapitalstruktur, Kreditwürdigkeit...)
  5. Macht und Prestigeziele (Unabhängigkeit, Image, politischer/gesellschaftlicher Einfluss)
  6. Soziale Ziele in Bezug auf die Beschäftigten (Einkommen, soziale Sicherheit, Arbeitszufriedenheit, persönliche Entwicklung, ...)
  7. Gesellschaftsbezogene Ziele (Umweltschutz, Sponsoring,...)

 

02

Unternehmensziele sollten die folgenden Anforderungen erfüllen

  • S - spezifisch
  • M - messbar
  • A - anspruchsvoll/ambitioniert
  • R - realistisch
  • T - terminiert

 

02

Drei Normstrategien (Verhaltensstrategien) nach Porter

  1. Strategie der umfassenden Kostenführerschaft (Kostenreduzierung, um die eigenen Leistungen günstig am Markt anbieten zu können)
  2. Differenzierungsstrategie (fokusiert auf eine Steigerung des Kundnenutzens, erlaubt dem Unternehmen höhere Preise zu verlangen)
  3. Konzentration auf Schwerpunkte (Konzentration des Unternehmens auf Marktnischen)

 

02

Verlauf Marktlebenszyklus

siehe Bild

02

Was ist Rückwärtsintegration?

Rückwärtsintegration bedeutet, dass ein Unternehmen eine/mehrere vorgelagerte Fertigungsstufe(n) selbst übernimmt. Die Rückwärtsintegration bezieht sich auf die Input-Situation des Unternehmens. Das heißt, dass das Unternehmen die bisher zugekauften Güter, die dann anschließend vom Unternehmen weiterverarbeitet werden, selbst herstellt oder gewinnt.

02

Was ist Vorwärtsintegration?

Vorwärtsintegration bedeutet, dass ein Unternehmen eine/mehrere nachfolgende Fertigungsstufe(n) selbst übernimmt. Das bedeutet, dass beispielsweise ein bisheriger Güter-Produzent nun seine Güter selbst vertreibt. Die Vorwärtsintegration bezieht sich auf die nachgelagerten Produktions- und Handelsstufen.

02

Wie lauten die vier Sichtweisen der Strategieentwicklung?

  • Top-down-Perspektive
  • Bottom-up-Perspektive
  • Perspektive auf Unternehmensressourcen
  • Perspektive auf Markt und Wettbewerb

03

Erklären Sie den Begriff Standortentscheidung?

Strategische Unternehmensentscheidung, die

  • mit der Gründung des Unternehmens einhergeht
  • infolge einer Expansion der Unternehmensaktivitäten erfolgt oder
  • mit einer Verlagerung der Unternehmensaktivitäten einhergeht

Merkmale:

  • langfristig
  • nicht so leicht umkehrbar
  • hohe unsicherheit
  • hohe Komplexität

 

03

Welche Standortfaktoren gibt es?

  • Kostenmotive
    • Faktorkosten (Arbeits-, Kapital-, Beschaffungskostensatz)
    • Produktivität (Arbeits-, Kapitalproduktivität; regionaler Einfluss)
    • weitere Kosten (Transportkosten, potenzielle Restrukturierungs- und Schließungskosten)
  • Umsatzmotive (größe der Märkte, prognostiziertes Wachstum, verfügb. Einkommen)
  • qualitative Standortfaktoren (verfügbarkeit von Land und Infrastruktur, Rechtssicherheit, Schutz von intellektuelem Eigentum, Bürokratie)

03

Vorgehensmodell bei der Standortwahl

  1. globale Vorauswahl von Ländern, Produkten und Fertigungsschritten (politische Stabilität, Transportkosten/-zeiten; Mindestanforderung an Markt, Kosten, Infrastruktur)
  2. Wahl von Standort und Funktionsumfang auf Länderebene (Arbeitskosten, Marktgröße, Verfügbarkeit von Fachkräften)
  3. Lokale Vorauswahl "Long List" (ca. 10-30) (lokale Arbeitskosten, Personalverfügbarkeit und Qualifikation, geographische Lage)
  4. Lokale Zwischenauswahl (ca. 3-5) (lokale Arbeitskosten, Preise für Land und Gebäude, Verfügbarkeit von Subventionen)
  5. Stanortentscheidung (detaillierter Vergleich auf Basis aller relevanten Faktoren)

03

Welche Rechtsbeziehungen werden durch die Wahl der Rechtsform geregelt?

Die Rechtsbeziehungen zwischen den Gesellschaftern (Innenverhältnis) und zwischen dem Unternehmen und seinen Anspruchsgruppen (Außenverhältnis).

Étudier