IBL

Grundlagen

Grundlagen


J. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in betriebswirtschaftliche Grundlagen und Methoden. Sie decken Themen wie Unternehmensstrategien, Kostenberechnung, Investitionsplanung und Finanzierung ab. Besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit betriebswirtschaftlichen Konzepten vertraut machen möchten. Die Karteikarten erklären unter anderem die Merkmale von Produkten, die Aufgaben von Unternehmen und die Berechnung von Deckungsbeiträgen. Sie bieten auch Einblicke in die Analyse von Jahresabschlüssen und die verschiedenen Kalkulationsverfahren.
Flashcards
176
Students
6
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
03.11.2013 / 01.04.2024

Flashcards

06

Nach welchen 4 Kriterien kann die Preisbestimmung erfolgen?

  • Kostenorientiert
  • Nachfrageorientiert
  • Konkurrenzorientiert
  • Nutzenorientiert

06

Was ist Preisdifferenzierung?

Ein Produkt wird einzelnen Kundengruppen zu unterschiedlichen Preisen angeboten

  • kundenbezogen
  • mengenbezogen
  • produktbezogen
  • räumlich
  • zeitlich

06

Welche möglichen Strategien gibt es um den Preis für neue Produkte zu bestimmen?

Skimmingstrategie:

Produkt wird mit hohem Preis auf den Markt gebracht und schrittweise tiefer gesetzt.

 

Penetrationsstrategie:

Produktpreis bei Markteintritt ist niedrig, wird schrittweise erhöht

06

Welche Arten von Rabatten gibt es?

  • Mengen- und Einzelrabatt
  • Treue- und Aktionsrabatt

06

Welche Instrumente der Kommunikationspolitik lassen sich Unterscheiden?

  • Werbung
    • Werbbudget
    • Werbeobkjekt
    • Zielgruppe
    • Werbeträger
    • Werbemittel
  • Verkaufsförderung (Gewinnspiele, Warenproben, Sonderaktionen)
    • Abstzmittler
    • Werkaufspersonal
    • Konsumenten
  • Direktmarketing (Werbebriefe, E‐Mails)
  • Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Messen/Auststellungen
  • Event-Marketing
  • Sponsoring
  • Product Placement (Integration von Produkten in Filme)

06

Was ist das AIDA-Modell?

Potenzialbezogene Ziele:

  • Attention (Aufmerksamkeit wecken)
  • Interest (Interesse wecken)
  • Desire (Wunsch wecken)

Erfolgsbezogene Ziele

  • Action (Kauf)

06

Was sind Inhalte der Vertreibspolitik?

  • Vertriebssystem
  • Vertriebslogistik
  • Vertriebsaktivitäten
  • Beziehung zu Vertriebspartnern

06

Was sind Aufgaben der Produktentwicklung?

Aufgabe der Produktentwicklung ist es,

  • künftige strategische Erfolgspotentiale des Industriebetriebs aufzubauen und
  • einen Beitrag zur Realisierung von strategischen Wettbewerbsvorteilen

über Produktinnovationen zu leisten.

06

Welche Arten von Modellen werden in der Produktentwicklung unterschieden?

  1. Anforderungsmodell (Aufstellung der  gewünschten Produktmerkmale)
  2. Funktionsmodell (Beschreibung der Funktionen)
  3. Wirkmodell (Zusammenwirken einzelner Produktbestandteile)
  4. Baumodell (Beschaffenheit der im Wirkmodell beschriebenen Produktbestandteile)

06

Wodurch wird die Qualität eines Projektes bestimmt?

Die Qualität eines Projektes bzw. des Projektmanagements wird durch die Einhaltung der  Leistungs‐, Termin‐ und Kostenziele bestimmt.

06

Was sind typische Phasen eines Produktentwicklungsprozesses?

  • Strategieentwicklung/Marktforschung
  • Defintions- & Konzeptphase
  • Entwurfsphase
  • Entwicklung der Serie
  • Serienphase

06

Wovon kann die Handelsspanne abhängig sein?

  • Mengenrabatt
  • Vertragsdauer
  • Qualität/Image
  • Konkurrenz
  • ...

06

Was ist die Nullserie?

erste Kleinserie nur zu Probeproduktion

07

Ziele der Produktion sind...

  • Kostenziele (zur Einhaltung von geplanten Herstellkosten (pro Stück))
  • Zeitziele (zur Einhaltung von Lieferterminen)
  • Ergebnisziele (zur Einhaltung von Mengen-/Produktspezifikationen)

07

Was sind die Entwicklungsstufen der Produktionssysteme?

  1. Handwerk
  2. Massproduktion
  3. Lean Production (Toyota Produktionssysteme)

07

Was sind die Merkmale der Mass Production?

  • Strategie: "Economies of Scale"/Automation
  • Produktionsprinzipien: Kostenreduzierung durch Spezialisierung und Standardisierung in einzelnen Fertigungsstufen, "Batch and queue"
  • Qualität: Inspection (Qualitätskontrolle nach der Produktion)
  • Verbesserung: Experten getriebener Verbesserungsprozess mit Fokus auf Technik

07

Was sind die Merkmale der "Lean Production" / Toyota Produktionssystem?

  • Strategie: Flexibilität und Anpassung an Kundenwünsche
  • Produktionsprinzipien: Verschwendungsbeseitigung, Standardisierung, Fluss- und Pull-System, Fokus auf Wertschöpfung für den Kunden
  • Qualität: Inklusion (durch Produkt- und Methodengestaltung)
  • Verbesserung: Mitarbeiter getriebener kontinuierlicher Verbesserungsprozess

07

Was sind die Merkmale des Handwerks?

  • Strategie: Customization
  • Produktionsprinzipien: Einzelfertigung nach Kundenwunsch
  • Qualität: Integration (Ausführung und Kontrolle)
  • Verbesserung: Durch den Meister getriebener Verbesserungsprozess

07

Was wird unter einem Produktionssystem verstanden?

Ein durchgängiges und in sich schlüssiges System aus organisatorischen und technischen Produktionsstandards, die in der Regel einer Produktionsphilosophie folgen.

07

Was ist Produktion im betriebswirtschaftlichem Sinne?

  • Produktion als betrieblicher Teilbereich, in dem Produktionsfaktoren (Input) kombiniert und zu Gütern (Output) transformiert werden
  • Produktion beinhaltet die Leistungserstellung, die von der Leistungsverwertung (Absatz) und dem Finanzbereich zu unterscheiden ist

07

a) Was bedeutet Auftragseindringtiefe?

b) Welche Typen von Produktionssystemen lassen sich nach der Auftragseindringtiefe unterscheiden?

c) Wovon ist die Eindringtiefe abhängig?

a)

Position des OPP (Order Penetration Point= Zeitpunkt zwischen prognosegetriebener und auftragsgetriebener Produktion) in der Produktionskette

b)

  • Lagerproduktion (make to stock)
  • Auftragamontage (assamble to order)
  • Auftragsfertigung (make to order)
  • Auftragsbeschaffung und -fertigung /Sonderfertigung (purchase and make to order)

c)

  • Preis des Produkts
  • Variantenvielfalt
  • Produktlebenszyklus/Alterung

07

Was können Vor- und Nachteile von Produktionssystemen sein?

Vorteile

  • erleichtern das Lernen einzelner Werke voneinander (»Best Practices«)
  • vereinfachen die werksübergreifende PPS
  • schaffen eine Voraussetzung für die Umsetzung zentraler Beschaffungsstrategien
  • erleichtern den Wechsel von Mitarbeitern und Betriebsmitteln bzw. Ersatzteilen zwischen einzelnen Werken
  • sichern (Mindest‐) Standards in Bezug auf Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit
  • erleichtern den Aufbau eines Produktionsstandortes und seine Integration in die Lieferkette

Nachteile:

  • bedürfen zentral, koordinierende Instanzen
  • bestehen aus Standards, deren Einhaltung und Weiterentwicklung vom Top‐Management ‐ über alle Hierarchieebenen hinweg ‐ eingefordert werden müssen (Bindung von Managementkapazität)
  • schränken den Handlungsspielraum vor Ort – auf Ebene von Werken – ein; lokale Anpassung nur begrenzt möglich

07

Worauf können sich Produktionstandards beziehen?

auf

  • Supply Chain
  • sämtliche Produktionswerke eines Unternehmens
  • einzelne Produktionswerke oder Arbeitssysteme

07

Was sind typische Anforderungen an Produktionssysteme?

  1. zuverlässig (Mengen, Termine, Qualität)
  2. wandlungfähig
  3. flexibel - "atmende Fabrik"
  4. produktiv
  5. sozial
  6. ökologisch (Energiemanagement)
  7. innovativ

07

Wie wird die Produktion in den Industriebetrieben eingeorndet?

Zusammenarbeit mit

  • der Unternehmensleitung, um die Gestalltung von Produktionssystemen an den strategichen Vorgaben der Leitung auszurichten.
  • der Funktion des Marketing, um Marktanforderungen bei der Gestalltung von Produktionssystemen zu berücksichtigen
  • der Funktion der Produktentwicklung, um eine produktionsgerechte Produktgestalltung zu gewährleisten und Anforderungen an die Produktionssystemgestaltung zu ermitteln
  • der Funktion des Controlling, um einerseits die Zielkosten für die zu gestaltenden Produktionssysteme und anderseits die geplanten Herstellkosten für einzelne Produkte einzuhalten

07

Wirtschaftliche Arbeits‐ und Produktionssystemgestaltung bedeutet insbesondere, dass...

  • die budgetierten Kosten und der Zeitrahmen für die Systemrealisierung eingehalten werden
  • die Arbeitsergebnisse des Systems (Output) den Kundenerwartungen (Effektivität) entsprechen
  • die Arbeitsergebnisse  des Systems (Output) mit möglichst geringem Einsatz an Ressourcen (Effizienz) erzielt werden
  • Arbeitssysteme an veränderte Kundenanforderungen angepasst werden können (Flexibilität, Wandlungsfähigkeit).

07

Was bedeutet Fertigungs- oder Produktionstiefe?

Grad der Eigenfertigung

07

Verschiedene Arten des Fertigungssystems

nach der Losgröße

  • Einzelfertigung
  • Serienfertigung
  • Massenfertigung

nach der Organisation der Fertigung

  • Werkstattfertigung
  • Gruppen-/ Inselfertigung
  • Fließfertigung

nach der Ortabhängigkeit der Fertigung

  • ortsgebundene Fertigung
  • ortsungebundene Fertigung

nach dem Herstell-/ Fertigungsverfahren

  • Fertigungsverfahren
  • Montage

07

Wodurch sind Werkstatt-, Fließ-, Gruppenfertigung gekenzeichnet?

  • Werkstattfertigung
    • Anordnung der Betriebsmittel und Arbeitsplätze nach dem Verrichtungsprinzip zu einzelnen Werkstätten
    • Anwendung: auftragsbezogene Fertigung mit spezifischen Kundenwünschen und in der Regel kleinen Losgrößen
  • Fließfertigung
    • Anordnung der Betriebsmittel und Arbeitsplätze nach dem Objektprinzip
    • keine oder nur kleine Puffer zwischen einzelnen Arbeits‐/ Fertigungsstationen
    • Anwendung: auftrags‐ oder prognosebezogene Fertigung von gleichen (Grund‐) Produkten (mit unterschiedlichen Varianten) in großen Losen
  • Gruppenfertigung
    • Anordnung der Betriebsmittel und Arbeitsplätze nach dem Objektprinzip für einzelne Teilabläufe (Baugruppen‐ oder Teilefamilie)
    • auftrags‐ oder prognosebezogene Fertigung von Baugruppen‐ oder Teilefamilien
    • Kombination aus Werkstatt‐ und Fließfertigung

07

Welche Prinzipien beinhaltet das Porsche/Toyota-Produktionssystem?

  • Fließ-Prinzip
    • verlangt kontinuierliche Wertschöpfung aus sicht des Produkts und des Mitarbeiters
  • Takt-Prinzip
    • verlangt die Produktion im Kundentakt und die Nivelierung der Verfügbaren Ressourcen
  • Pull-Prinzip
    • verlangt nur das zu produzieren, was vom Nachfolgeprozes bzw. vom Kunden gefordert wird
  • Null-Fehler-Prinzip
    • verlangt, keine Fehler zu produzieren, keine Anzunehmen und keine weiterzugeben

07

Wie wird die Zeit nach REFA gegliedert?

  • Mensch - Arbeitsproduktivität, Zeitgrad
  • Betriebsmittel - OEE (Overal Equipment Effictiveness)
  • Arbeitsgegenstand - Arbeitsflussgrad, Ø DLZ von Kunden-/Fertigungsaufträgen

07

Welche Verschwendungsarten gibt es nach Taichi Ono (Toyota)?

  • Überproduktion
  • hohe Lagerbestände
  • Wartezeit
  • Transport
  • Bewegung -> Bewegungsoptimiert
  • Fehler
  • Overprocessing (zuviel Technik, die nicht erforderlich)

08

Was sind Bestandteile eines Arbeitssystems?

  1. Arbeitsaufgabe (Sachziel), umfasst die Transformation von einem Ausgangs‐ in einen Zielzustand
  2. Eingaben (Informationen)
  3. Beschäftigte
  4. Arbeits- und Betriebsmittel
  5. Arbeitsablauf
  6. Ausgaben (erzielte Arbeitsergebnisse)

08

Was wird unter Art und Mengenteilung der Arbeit verstanden?

Art der Arbeitsteilung:

  • Arbeitsteilung nach dem Verrichtungsprinzip (Artteilung) (jeder macht einen bestimmten Teil der Arbeit)
  • Arbeitsteilung nach dem Objektprinzip (Mengenteilung) (jeder macht eine bestimmte Menge der Arbeit)

08

Wodurch unterscheidet sich Einstellenarbeit von der Mehrstellenarbeit?

Anzahl der Arbeitsstellen:

  • Einstellenarbeit ist die Ausführung einer Arbeitsaufgabe an einer Stelle durch eine oder mehrere Arbeitspersonen
  • Mehrstellenarbeit ist die Ausführung einer Arbeitsaufgabe an mehreren, gleichzeitig eingesetzten Betriebsmitteln oder an mehreren Stellen eines sehr großen Betriebsmittels durch eine oder mehrere Arbeitspersonen

08

Welche Arten der Zusammenarbeit können bei der Gestalltung der Arbeitsorganisation unterschieden werden?

  • Einzelarbeit: Erfüllung einer Arbeitsaufgabe durch eine Arbeitsperson
  • Job Rotation: planmäßiger Wechsel der Arbeitsstellen zwischen Arbeitspersonen (Vorstufe zur Gruppenarbeit)
  • Gruppenarbeit: Erfüllung einer gemeinsamen Arbeitsaufgabe durch eine Gruppe von Arbeitspersonen (Merkmale: mind. 3 Personen, idealerweise nicht mehr als sieben Personen; Wir‐Gefühl; festgelegter Tätigkeits‐ und Entscheidungsspielraum der Gruppe)

08

Welche Merkmale weist das Montagesystem Einzelplatzmontage auf?

Vorteile:

  • kein zeitlicher Abgleich der einzelnen Montagevorgänge notwendig (keine Taktung)
  • geringes Investitionsvolumen im Vergleich zur klassischen Montagelinie
  • einfache Skalierbarkeit des Systems, d. h. Mengenleistung kann durch einen oder mehrere weitere Arbeitsplätzeentsprechend gesteigert werden

Nachteil:

  • Anwendung auf einfache Montageaufgaben mit wenigen Vorgängen und kleinen Teilen bzw. Anwendung auf kleine Losgrößen beschränkt.

08

Welche Merkmale weist das Montagesystem "One Piece Flow" auf?

Merkmal:

Steh‐Geh‐Linie, bei der ein komplettes Produkt oder Teilprodukt (z. B. Baugruppe) ohne Zwischenlagerungen montiert wird, indem in der Regel ein Mitarbeiter das zu montierende (Teil‐) Produkt von einem Arbeitsplatz zum nächsten bewegt und an jedem Arbeitsplatz einen oder mehrere Montagevorgänge durchführt. 

Vorteile:

  • kein zeitlicher Abgleich der einzelnen Montagevorgänge notwendig (keine Taktung)
  • Skalierbarkeit des Systems, d. h. Mengenleistung kann durch einen weiteren Mitarbeiter innerhalb der Steh‐Geh‐Linie oder eine weitere Steh‐Geh‐Linie entsprechend gesteigert werden
  • im Vergleich zur Einzelplatzmontage ist Anwendung auch für (Teil‐) Produkte mit mittlerer Komplexität und Größe möglich

Nachteil:

  • nicht geeignet für Montage von komplexen Produkten in großen Mengen

08

Welche Merkmale weist das Montagesystem klassische Montagelinine auf?

Vorteil:

  • hohe Effizienz bei der Montage von komplexen Produkten in großen Mengen infolge von Spezialisierungsvorteilen (Teilung der Arbeit nach dem Verrichtungsprinzip)

Nachteile:

  • Taktausgleichszeit (Der Taktausgleich gibt an, wie viel Prozent des Kapazitätsangebots einer Montagelinie infolge der Taktung nicht genutzt werden)
  • Skalierbarkeit nur eingeschränkt möglich, da Taktzeitänderung mit erheblichen Planungsaufwänden verbunden ist
  • hohes Investitionsvolumen im Vergleich zur Einzelplatzmontage

08

Was sind betriebliche Verwendungszwecke von Zeitdaten?

  • Kostenrechnung (Vor-/und Nachkalkulation)
  • Investitionsplanung
  • Entgeltgestalltung
  • Arbeitsmethodengestaltung
  • Führung: Kennzahlen
  • PPS
    • Maschinenbelegungsplanung
    • Personalplanung
  • Simulationsmodelle

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