IBL

Grundlagen

Grundlagen


J. A.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Einblick in betriebswirtschaftliche Grundlagen und Methoden. Sie decken Themen wie Unternehmensstrategien, Kostenberechnung, Investitionsplanung und Finanzierung ab. Besonders nützlich für Studierende und Berufseinsteiger, die sich mit betriebswirtschaftlichen Konzepten vertraut machen möchten. Die Karteikarten erklären unter anderem die Merkmale von Produkten, die Aufgaben von Unternehmen und die Berechnung von Deckungsbeiträgen. Sie bieten auch Einblicke in die Analyse von Jahresabschlüssen und die verschiedenen Kalkulationsverfahren.
Flashcards
176
Students
6
Language
German
Category
Micro-Economics
Level
Other
Created / Updated
03.11.2013 / 01.04.2024

Flashcards

08

In welche Schritte lässt sich die Produktionsplanung und -steuerung gliedern?

Produktionsplanung (Stammdatenverwaltung)

  • Primärbedarfsplanung
  • Materialbedarfsplanung (Sekundärbedarfsplanung)
  • Auftragsplanung
  • Termin‐ und Kapazitätsplanung

Produktionssteuerung (Bewegungsdatenverwaltung)

  • Auftragsfreigabe
  • Auftragsverteilung
  • Kapazitäts‐ und Auftragsüberwachung

08

Was ist der Unterschied zwischen Vorwärts- und Rückwärtsterminierung?

Vorwärtsterminierung:

  • Bei der Vorwärtsterminierung wird vom frühestmöglichen Produktionsbeginn das frühestmögliche Produktionsende ermittelt.

Rückwärtsterminierung:

  • Bei der Rückwärtsterminierung wird vom spätestmöglichen Produktionsende der spätestmögliche Produktionsanfang ermittelt.

08

Was sind Vor- und Nachteile der Rückwärtsterminierung?

Vorteile:

  • höhere Flexibilität auf Auftragsänderung
  • geringere Bestandkosten

 

Nachteile:

  • geringere Flexibilität für kurzfristig eingehende Aufträge
  • höheres Risiko, Liefertermine nicht einzuhalten

09

Was sind Objekte der Beschaffung und Logistik?

  • Material
    • Werkstoffe
      • Rohstoffe
      • HIlfsstoffe
      • Betriebsstoffe
    • Unfertige Erzeugnisse
    • Fertige Erzeugnisse
    • Waren
  • Informationen
  • Personen
  • Anlagevermögen
  • Dienstleistungen

09

Was sind Ziele und Aufgaben der Beschaffung?

Ziele:

  • Kostenziele
    • Beschaffungskosten
      • unmittelbare Beschaffungskosten (Kosten für Material, Sachanlagen und Dienstleistungen
      • mittelbare Beschaffungskosten (z. B. Frachtkosten)
      • Lagerkosten (z. B. kalkulatorische Zinsen für Kapitalbindung, Miete für Lagerhalle etc.)
    • Materialkosten
  • Ergebnisziele
    • Güterqualität
    • Lieferbereitschaft

Aufgaben:

  • Strategische Beschaffung
    • Outsourcing-Entscheidung
    • Lieferantenzahl und -standorte
  • Operative Beschaffung
    • Bedarfsplanung
    • Bestandsplanung
    • Bestellplanung
    • Bestellpolitik
    • Lieferantenpolitik

09

Welche Typen von Lieferanten lassen sich unterscheiden?

siehe Bild

09

Welche strategischen Handlungsoptionen bestehen seitens der Beschaffung?

  • Produzent der Güter
    • Insourcing
    • Outsourcing
  • Komplexität der Zugekauften Güter
    • Systemsourcing
    • Componentensourcing
  • Anzahl der Lieferanten
    • Singlesourcing
    • Multiplesourcing
  • Standorte der Lieferanten
    • Globalsourcing
    • Domesticsourcing

 

09

Was ist unter Primär-, Sekundär- und Tertiärbedarf zu verstehen?

  • Primärbedarf
    • Fertigerzeugnisse
    • Waren
  • Sekundärbedarf
    • Unfertige Erzeugnisse
    • Rohstoffe
  • Tertiärbedarf
    • Hilfs- und Betriebsstoffe

09

Was sind Ziele und Aufgaben der Logistik?

Gestalltung der Logistsysteme

  • Transportsysteme
    • Ladehilfsmittel
    • Transportmittel
  • Lagersysteme
    • Lagerstanorte
    • Lagermittel
  • Steuerungssystem
    • Hol-Prinzip
    • Bring-Prinzip

Durchführung der Logistiksysteme

  • Basisfunktionen
    • Transportieren
    • Lagern
  • Ergänzende Funktionen
    • Umschlagen
    • Kommisionieren
    • Verpacken
    • Ladeeinheiten bilden

09

Was ist Zweck der "Total Cost of Ownership"- Methode?

Mittels TCO-Methode sollen sämtliche Kosten, die vor und während der Geschäftbeziehung mit einem Lieferanten (voraussichtlich) entstehen (werden), erfassen bzw.  geschätzt und mit den Kosten von  alternativen Geschäftsbeziehungen verglichen werden.

09

Welche Arten von Beschaffungskosten lassen sich unterscheiden?

offensichtliche Beschafungskosten

  • Einkaufspreis
  • Frachtkosten
  • Zoll- und Versicherungskosten
  • Lagerkosten
  • Kosten für Qualitätssicherung
  • Qualifizierungskosten
  • Kosten für Ersatzteile

nicht offensichtliche Beschaffungskosten

09

Was ist Zweck der ABC-Analyse?

Sie teilt eine Menge von Objekten in die Klassen A, B und C auf, die nach absteigender Bedeutung geordnet sind. Eine ABC-Analyse gibt an, welche Produkte am stärksten am Umsatz eines Unternehmens beteiligt sind (A) und welche am wenigsten (C).

10

Welche Ziele werden mit einzelnen Rechnungssystemen verfogt?

Was sind wesentliche Merkmale dieser Rechnungssysteme?

Aufgabe der Bilanzrechnung ist es:

  • die Vermögenssituation (Bilanz) darzustellen
  • den jährl. Periodenerfolg (GuV) zu ermitteln

Aufgabe der Kosten‐ und Erlösrechnung (KLR) ist es:

  • den monatl. Periodenerfolg zu ermitteln
  • Stückerfolg der erstellten Güter und Dienstleistungen zu ermitteln

10

Welche Zusammenhänge bestehen zwischen der Budgeplanung und einzelnen Rechnungssystemen?

S.6 Tabelle

10

In welche Teilbereiche gliedert sich die Kostenrechnung?

  • Kostenartenrechnung
  • Kostenstellenrechung
  • Kostenträger-
    • stückrechnung
    • zeitrechnung

10

Welche Grundfunktionen soll die KLR erfüllen?

  • Kalkulation -> Kostenträger
  • Erfolgsrechnungnen -> Geschäftsbereiche
  • Entscheidungsrechnungnen -> Entscheidungsalternativen
  • Kontrollrechnungen -> Kostenstellen, Projekte

10

Welche Ziele/Aufgaben werden mit der Kostenartenrechnung verfolgt?

  • Kostendifferenzierung
  • Kostenzuordnung auf Kostenstellen und -träger
  • Kostenartenorientierte Planung und Kontrolle
  • Informationsbasis für Entscheidungen zu schaffen

10

Wie ist die Vorgehensweise bei der Kostenrechnung?

  1. Ermittlung von Kosten
  2. Verteilung auf Kostenstellen
  3. Verteilung auf Endkostenstellen
  4. Verteilung auf Kostenträger
  5. Kostenrägerrechnung
  6. Erfolg-,Entscheidungs- und Kontrollrechnungen

10

Welche Kostenarten lassen sich unterscheiden?

  • Materialkosten
  • Personalkosten
  • Abschreibungen
  • Fremdleistungskosten
  • Wagniskosten
  • Zinsen
  • Steuern, Gebühren, Abgaben

10

Was sind Aufgaben der Kostenstellenrechnung?

  • Kosten auf die Stellen ihrer Entstehung zu verteilen
  • Leistungsbeziehung innerhalb des Unternehmens darzustellen
  • Kontrolle der Wirtschaftlichkeit an den Stellen
  • Genauigkeit der Kostenkalkulation (Umlegen der Kosten von Kostenstellen auf Kostenträger)
  • relevante Kosten für Planungszwecke zu filtern

11

Was wird unter Einzel- und Gemeinkosten sowie fixen und variablen Kosten verstanden?

  • Einzelkosten lassen sich direkt einer Bezugsgröße zuordnen
  • Gemeinkosten lassen sich nur indirekt zuordnen
  • Fixkosten sind unabhägig von der Produktionsmenge
  • variable Kosten sind abhägig von der Produktionsmenge

11

Wie werden jährliche Abschreibungsbeträge bei der linearen Abschreibung berechnet?

Abschreibungsbetrag = (Anschaffungskosten-Restwert) / Nutzungsdauer

11

Was sind Aufgaben der Kostenstellenrechnung?

Die Kostenstellenrechnung hat die Aufgabe, Kosten auf die Orte ihrerer Entstehung zu verteilen, um

  • die Leistungsbeziehung innerhalb der Unternehmens darzustellen
  • Wirtschaftlichkeitskontrolle an den Stellen durchzuführen
  • Genauigkeit der Kostenkalkulation zu verbessern
  • relevante Kosten für Planungszwecke zu ermitteln

11

Wodurch unterscheiden sich Vor- und Endkostenstellen?

  • Vorkostenstellen liefern Leistungen an andere Kostenstellen, keine direkte Herstellung der betrieblichen Produkte
  • Endkostenstellen dienen direkt der Herstellung und dem Vertrieb von Produkten (Material, Fertigung, Verwaltung, Vertrieb)

11

Wie ist die Vorgehensweise bei der Kostenstellenerrechnung über einen BAB?

  1. Verteilung der Kostenträgergemeinkosten auf die Kostenstellen nach dem Verursachungsprinzip
  2. Umlegen der Kosten der Kostenstellen auf die Endkostenstellen (Anbau-, Treppen- und Simulantenverfahren)
  3. Bildung von Kalkulationssätzen für die Endkostenstellen als Vorbereitung für die Kostenträgerrechnung

11

Welche Prinzipien der Kostenverrechnung lassen sich unterscheiden?

  • Verursachungsprinzip (wirklichkeitsgetreu)
  • Durchschnittsprinzip (nicht verursachunggerecht)
  • Tragfähigkeitsprinzip (nicht verursachunggerecht)

12

Welche Aufgaben hat die Kosenträgerrechnung?

Die Kostenträgerrechnung hat die Aufgabe, die Herstell- und Selbkosten der Kostenträger zu ermitteln, um insbesondere

  • die Bewertung der Bestände an Halb- und Fertigwaren (für Bilanz)
  • eine Basis (Selbstkosten)  für die Bestimmung des Verkaufspreises zu schaffen
  • die Notwendigkeit der Kostensenkung zu erkennen
  • alternative Produktvarianten während des Produktentwicklungsprozesses bewerten zu können
  • eine Vor-, Zwischen- oder Nachkalkulation vornehmen zu können

12

Welche Kalkulationsverfahren können unterschieden werden?

  • Divisionskalkulation
    • Divisionskalkulation i. e. S.
    • Äquivalenzziffernkalkulation
  • Zuschlagskalkulation
    • summarische Zuschlagskalkulation
    • differenzierende Zuschlagskalkulation
    • Bezugsgrößenzuschlagskalkulation

12

Was wird unter der einstufigen Divisionskalkulation i.e.S. verstanden?

  • Gegenstand: Berechnung der Selbstkosten
  • Berechnung: k=K/x
    • k=Selbstkosten pro Stück, K=Gesamtkosten, x=Leistungsmenge
  • Voraussetzung:
    • Einproduktbetrieb
    • keine Lagerbestandsveränderung an Halbwaren
    • keine Lagerbestandsveränderung an Fertigwaren

12

Was wird unter der zweistufigen Divisionskalkulation i.e.S. verstanden?

  • Gegenstand: Berechnung der Selbstkosten
  • Berechnung: siehe Bild
  • Voraussetzung:
    • Einproduktbetrieb
    • keine Lagerbestandsveränderung an Halbwaren

12


Was wird unter der mehrstufigen Divisionskalkulation i.e.S. verstanden?

  • Gegenstand: Berechnung der Selbstkosten
  • Berechnung: siehe Bild
  • Voraussetzung:
    • Einproduktbetrieb

12


Was wird unter der einstufigen Äquivalenzziffernkalkulation i.e.S. verstanden?

  • Gegenstand: Berechnung der Selbstkosten pro Stück
  • Berechnung: siehe Bild
  • Voraussetzung:
    • Mehrproduktbetrieb mit arverwandten Produkten
    • keine Lagerbestandsveränderung an Halbwaren
    • keine Lagerbestandsveränderung an Fertigwaren

12


Was wird unter der mehrstufigen Äquivalenzziffernkalkulation i.e.S. verstanden?

  • Gegenstand: Berechnung der Selbstkosten pro Stück
  • Berechnung: siehe Bild
  • Voraussetzung:
    • Mehrproduktbetrieb mit arverwandten Produkten

12

Wodurch unterscheiden sich Verfahren der Divisions- von Verfahren der Zuschlagskalkulation?

  • Die Divisionskalkulation ist dadurch gekennzeichnet, dass „stets die Gesamtkosten des Betriebes oder einzelner Betriebsbereiche ohne Differenzierung in Einzel‐ und Gemeinkosten durch die hergestellten oder abgesetzten Stückzahlen dividiert“ werden
  • Bei der Zuschlagskalkulation wird zwischen Einzel‐ und Gemeinkosten unterschieden. Dabei werden die Einzelkosten direkt einzelnen Kostenträgern zugeordnet, während die Gemeinkosten über Kalkulationssätze den Kostenträgern „zugeschlagen“ werden.

12

Wie ist der Aufbau der Zuschlagskalkulation?

siehe Bild

13

Was wird unter Investition und Finanzierung verstanden?

Investition: Verwendung finanzieler Mittel für Anlagegüter, die der Erwitschaftung finanfzieller Mittel dienen.

Finanzierung: Beschaffung und Rückzahlungfinanzieller Mittel (Kapital) an den Kapitalgeber

13

Welche Ziele der Finanzierung werden unterschieden?

  1. Liquidität (Vermeiden von Unterliquidität/Insolvenzrisiko)
  2. Rentabilität (Wahl der kostengünstigsten Finanzierung)
  3. Unabhägigkeit (Bewahren der Unabhägigkeit von Kapitalgebern)

13

Welche Finanzierungsformen kennen Sie?

siehe Bild

12

Wie ist der Deckungsbeitrag definiert?

Umsatzerlös-Variable Kosten=Deckungsbeitrag

13

Welche Investitionsarten lassen sich im Hinblick auf das Objekt und die Zielsetzung unterscheiden?

Objekt

  • Realinvestition
  • Finanzinvestition
  • Immaterielle Investition (Lizensen)

Zielsetzung

  • Errichtungsinvestition (erstmalige Beschaffung eines Betriebsmittels)
  • Erweiterungsinvestition (Ausbau der Kapazität)
  • Ersazuinvestion (Ersetzen der alten Betriebsmittel durch neue)
  • Rationalisierungsinvestion (Substitution menschl. Arbeitsk. durch Betriebsmittel)
  • Sozial/ und Sicherheitsinvestion

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