Hygienic Processing
Teil 1 - 10
Teil 1 - 10
-
- 1 / 120
-
Flashcards
Heating systems: Processing options
- Heating of the product after filling into the package
- Discontinuous Tradtitional autoclave
- Continuous Hydrostatic sterilisator Rotary autoclave
--> High heat load on the product due to long heating-up and cooling down ramps, low level of heat recovery
- Separate heating of the product before filling
- Direct Steam injection into the product Product infusion into a steam chamber
- Indirect Plate or tubular heat exchanger Scraped surface heat exchanger
--> Low heat load on the product due to rapid heating-up and rapid cooling down, high level of heat recovery
Thermische Inaktivierung in einem Produkt mit hoher Wasseraktivität
Erhitzungsregimes und Linien gleichen Effekts (Isoeffektlinien)
- Pasteurisation
- Alle Temperatur-Zeit-Kombinationen links der Sporeninaktivierungslinie für pathogene kroorganismen,
unabhängig vom Temperaturniveau
- Alle Temperatur-Zeit-Kombinationen links der Sporeninaktivierungslinie für pathogene kroorganismen,
- Sterilisation
- Alle Temperatur-Zeit-Kombinationen rechts der SPoreninaktivierungslinie, Unabhängig vom Temperaturniveau
Die Lage dieser Grenzlinien hängt von vielen Faktoren ab, die Grenze von steril zu unsteril wird jedoch immer von der jeweiligen hitzeresistenten SPorenbildung ab
Reaktionsgeschwindigkeit – Definition und Einflussgrößen
Abtötung „sämtlicher“ Mikroorganismen ?
- Verkeimungslevel und erzielbare Sterilitätsquote
Die Keimzahl muss um 4 log reduziert werden, wenn es bei einer Ausgangsverkeimung von 1
Keim/Verpackungseinheit das Ziel ist, eine Insterilitätsquote von 1 pro 10.000 Packungen zu
erzielen.
- Nachweisverfahren
• Direkter Nachweis: Um mit 95 %iger Sicherheit eine Defektrate von 1:10.000 festzustellen,
wären 30.000 Verpackungen zu untersuchen
• Indirekter Nachweis: Untersuchung der Entkeimungswirkung des eingesetzten Verfahrens und
Ableitung von reaktionskinetischer Berechnungsmethoden
Ziele, Objekte und Einflussfaktoren in der Aseptik- und Sterilprozesstechnik
- Ziele
- Inaktivierung bzw. Entfernung der Verderbniserreger von Produkt, Umgebung oder Oberfläche
- Inaktivierung von orgininären und mikrobiellen Enzymen, um Lagerstabilität zu gewährleisten
- Organismen
- Bakterien
- Hefen
- Schimmelpilze
- Viren und Phagen
- Einflussfaktoren
- Organismen: Anzahl, Spezies, Resistenz etc.
- Umwelt: Substrat, pH-Wert, Osmotischer Druck, Nährstoffe etc.
- Art des Prozesses: Thermisch, Hochdruck, Strahlung, Filtration etc.
- Prozessparameter: Temperatur, Druck, Haltezeit etc.
- Zusammensetzung des Mediums: Nährstoffgehalt, pH, osmot. Druck, Wasseraktivität etc.
Zusammenfassung PEF
- Stand der Technologie
- PEF als Sterilisationsverfahren für Lebensmittel
- Grenzen der Anwendung
- Alternative Anwendung
- Stand der Technologie
– Anlagen im Produktionsmaßstab existieren.
– PEF-behandelte Lebensmittel sind noch nicht auf dem Markt.
- PEF als Sterilisationsverfahren für Lebensmittel
– Vegetative Keime und Hefen können abgetötet werden.
– Eine Sterilisation bei moderaten Temperaturen ist nicht möglich.
– Enzyme werden nur zum Teil inaktiviert.
- Grenzen der Anwendung
– Zu behandelnde Produkte müssen pumpfähig sein, schwierig bei stark leitenden
Produkten und bei Gaseinschlüssen.
– Für frisches Fleisch und Fisch nicht geeignet.
– Partikelgröße limitiert (kleiner als Elektrodenabstand).
- Alternative Anwendung
– Permeabilisierung von pflanzlichen Zellmembranen zum Zweck der
Ausbeutesteigerung oder von mikrobiellen Zellen zum Transfer von Genmaterial.
Die Hauptmechanismen der MO-Inaktivierung durch PEF
- Elektro-Osmose
- Gerichteter Fluss von Elektrolyten in der Nähe einer geladenen Fläche in einer Membranpore unter dem Einfluss eines äußeren elektrischen Feldes (die Flussgeschwindigkeit ist direkt proportional zur Feldstärke; Größenordnung bei PEF: rund 1 m/s)
- Elektropolation
- Bildung und Vergrößerung von Poren in Membranen bei Überschreiten der kritischen Feldstärke
- Membranüberhitzung durch Joule‘sche Erwärmung:
- Der Fluss elektrischen Stroms durch ein leitendes Medium führt zu einer Erwärmung; Überschlagsrechnung: die Membranerwärmung bei E = 500 V/cm und t = 0,01 s beträgt etwa 26 K, die Erwärmung des Umgebungsmediums rund 0,8 K; nur sehr schwacher Einfluss dieses Effektes
- Der Fluss elektrischen Stroms durch ein leitendes Medium führt zu einer Erwärmung; Überschlagsrechnung: die Membranerwärmung bei E = 500 V/cm und t = 0,01 s beträgt etwa 26 K, die Erwärmung des Umgebungsmediums rund 0,8 K; nur sehr schwacher Einfluss dieses Effektes
Zusammenfassung HPP
- Stand der Technologie
- Ultrahochdruck als Pasteurisationsverfahren für Lebensmittel
- Strukturbildung durch Druckanwendung
- Stand der Technologie
– Anlagen im Produktionsmaßstab existieren.
– Hochdruckprodukte (hochpreisig, Nischenprodukte) sind auf dem Markt.
- Ultrahochdruck als Pasteurisationsverfahren für Lebensmittel
– Pathogene Keime können bei Raumtemperatur abgetötet werden.
– Sporen bleiben mehr oder weniger unberührt.
– Eine Sterilisation bei moderaten Temperaturen ist nicht möglich.
– Enzyme werden zum Teil oder vollständig inaktiviert.
– Farb- und Aromastoffe bleiben erhalten (wenige Ausnahmen).
- Strukturbildung durch Druckanwendung
– neue Strukturen (Partikel, Gele) lassen sich durch Denaturierung von
Proteinen erzeugen
– Verfahrensalternativen entstehen: Bsp. Hochdruck-Weichkäse
Druckinaktivierung von Mikroorganismen
- Druckinaktivierung von E.coli in Milch bei 400 MPa in Abhängigkeit von der Prozesstemperatur
- Allerdings: Der
Inaktivierungseffekt ist bei Sporenbildnern vergleichsweise gering Eine Sterilisation durch UHP ist daher kaum bzw. nur im Zusammenspiel mit Milieufaktoren (pH, EtOH, Ionenstärke) möglich
Eigenschaften des Hochdruckverfahrens
- Hydrostatischer Druck
im großtechnischen Maßstab zwischen 300 und 700 MPa,im Labor- bzw. Pilotmaßstab bis 1000 MPa (explorativ zum Teil noch höher)
- Isostatisches Prinzip: kein Druckgradient
--> Effekt unabhängig von Form und Stückigkeit des Produktes
- Prinzip von Le Chatelier: durch Druck beschleunigt werden Reaktionen, die mit einer Volumenverringerung einhergehen
-->kein Einfluss auf kovalente Bindungen
-->Erhalt von Vitaminen, Farbe, Aroma (meistens)
- „kaltes“ Verfahren
-->keine Bildung von Maillard-Produkten
-->keine maßgebliche thermische Schädigung von Inhaltsstoffen
Hochleistungsschwebstofffilter - Aufbau
- FIltermaterial
- Glasfaserpapier ca. 1 mm dick
- Aus Glasfasern im Durchmesserbereich 0,1-1µm
- Glasfasern bilden ein Wirrfaservlies
- Filterelement
- Rahmenkonstruktion
- Plissiertes Glasfaserpapierpaket
- Maximale Oberfläche (= Filterfläche)
- Bei minimaler Grundfläche
Wasserintrusionstest
für hydrophobe Materialien, Sterilgas- / Sterilluftfilter
• Umspülung der Unfiltratseite mit Wasser
• Wasser fließt nicht durch die Poren der
hydrophoben Membran
• Anlegen eines Drucks an der Unfiltratseite
• Wasser wird in die Membran gedrückt
• Wasser durchströmt Membran ab bestimmtem
(Benetzungs-) Druck
• Intrusionsdruck als Funktion der Hydrophobizität
und Porengrößenverteilung
• Fehlstellen lassen Wasser in flüssiger Form durch
den Filter treten
Luftdiffusion / Druckhaltetest
- Ermittlung der Gesamtporosität des Filters
- Keine direkte Korrelation zu Bakterienrückhaltung
(allerdings vorteilhaft bei Vergleich ein-/doppellagige Filter mit gleichem Bubble
Point)
- Abhängigkeit von
- Membran
- Benetzungsmedium
- Testgas
- Filterfläche
- Dicke der selektiven Schicht
- Temperatur
- Genauigkeit steigt mit zunehmender Filterfläche
- Geringe Filterfläche → geringe Diffusion
- Fehlerquellen
- Unvollständige Benetzung
- Temperatur (Diffusions- und Henrykonstante, Gasdichte)
Druckhaltetest
Alternative Variante des Gasdiffusionstests
• Anlegen eines Drucks an der Unfiltratseite
• Nach Erreichen des Drucks werden die Leitungen abgesperrt
• Ermittlung der Druckabnahme als Funktion der Zeit dP/dt an der Unfiltratseite
Vorteile
- Durchführung an der Unfiltratseite auch nach Sterilisation des Filters
- Keine Manipulation der Filtratseite
Gasdiffusions-(Forward Flow)-Test
Vollständige Benetzung der Membran
Anlegen eines Differenzdrucks (ca. 80 % des Bubble Points)
Gasdiffusion durch Flüssigkeitsschicht in den Poren
Ermittlung des Diffusionsstroms
--> Höhere Empfindlichkeit bei kleinen Fehlstellen
--> Für größere Filtersysteme geeignet
Bubble Point Test
- Genauigkeit sinkt mit zunehmender Filterfläche
- Abhängigkeit von
- Membran
- Benetzungsmedium
- Testgas
- Umgebungsfaktoren
- Temperatur
- Fehlerquellen
- Unvollständige Benetzung
- Temperatur (Oberflächenspannung)
Integritätstests für Sterilfilter
- direkte Methode
- Bakterienretentionstest: Gemäß ASTM-(American Society for Testing Material)-Methode F838-834 die zuverlässigste Methode, Testkeim Brevundimonas diminuta (Beaufschlagung mit N = 107 /cm2 => steriles Filtrat)
- Berücksichtigung von Filtrationszeit, Transmembrandruck, Fließgeschwindigkeit, Temperatur, Gesamtkeimzahl
- indirekte Methoden
- Kapillardrucktest (Bubble-point-Test)
- Diffusionstest (Druckbeaufschlagung bei ca. 80 % des Bubble points
- Druckhaltetest (Druckverlust aufgrund von Gasdiffusion)
- Wasserintrusionstest (Eindringen von Wasser in hydrophobe Gasfilter) vor (meist per Zertifikat des Herstellers) und nach der Produktion
Validierung von (Steril-)Filtern
= Dokumentierte Beweisführung
→ hoher Grad an Sicherheit, dass spezifischer Prozess durchwegs ein (steriles)
Produkt produziert, das den zuvor festgelegten (Qualitäts-)Anforderungen
entspricht
Untersuchungen im Rahmen der Filtervalidierung:
• Ermittlung von aus dem Filter extrahierbaren Substanzen
• Ermittlung der chemischen Kompatibilität
• Mikrobiologische Untersuchungen
• Integritätstests
unter Berücksichtigung produkt- und prozessspezifischer Parameter
(z.B. Durchfluss/Differenzdruck,thermischeBelastbarkeit/Sterilsierbarkeit)
Membrane filtration
- Prozess
- Vorteile
- Nachteile
- Prozess
- • Reverse Osmosis: “sterile”
• Ultrafiltration: Retention of smaller virus, bacteriophage, pyrogenes
• Microfiltration: Virus, thin bacteria cells can penetrate depending on
the pore size
- • Reverse Osmosis: “sterile”
- Vorteile
- • Surface effect (not in the filter depth)
• Continuous process
• High permeation, flux
• Adsorption of soluble substances and liquid is lo
- • Surface effect (not in the filter depth)
- Nachteile
- • Deposit formation, blocking of the membrane
• Bacteria can grow through the membrane
--> depending on operation cycle time
- • Deposit formation, blocking of the membrane
Depth/Biocide filtration
- Prozess
- Vorteile
- Nachteile
- Prozess
- Adsorption in the filter material and/or
- Release of the active substance
--> inactivation of microorganisms - Selective removal
- Second layer adsorbs the redundant active substance
- Vorteile
- Selective retention of particles by adsorption
- High load of bacteria and dirt possible
- Gentle product treatment
- Nachteile
- Discontinuous process
- Low permeation
- Adsorption of soluble substances and liquid
- Durchwachsen von Mikroorganismen
- Verblockung der Filter → geringe Standzeiten
Hochleistungsschwebstofffilter - Anforderungen
Notwendige Abscheideleistung:
- Klasse 10.000 erfordert mindestens Filterklasse EU 14, d.h. Abscheidewahrscheinlichkeit für ein Partikel der Grösse 0,1 µm beträgt 99,99% => HEPA-Filter (high efficiency-particular airfilter)
- Hochleistungsschwebstoff-Filter erreichen bei Partikelgrössen von 0,1 µm problemlos Abscheidewahrscheinlichkeiten von 99,999999%, d.h. von 100 Mio. Partikeln dringt nur ein Partikel durch den Filter
Kaskadierung von Filtern führt zur weiteren Steigerung der Abscheideleistung (Gesamtabscheidegrad der Kaskade = Produkt der Einzelabscheidegrade der Filter)
Eigenschaften von pharmazeutischen Reinräumen
- Klare Definition von Reinheitsklassen in Bezug auf zulässige Partikelzahlen in der Luft (in Ruhe bzw. in Bewegung)
- Filtration der Luft entsprechend der unterschiedlichen Reinheitsklassen
- Aufrechterhaltung von definierten Bedingungen (Partikelzahl, Keimzahl, Temperatur, Feuchte)
- Druckstufung zwischen Bereichen unterschiedlicher Reinheitsklassen (i.d.R. ansteigender Druck in Richtung höherer Reinheitsklassen; u.U. komplexere Druckkaskaden bei toxischen Produkten)
- Klar definierter Personal- und Materialfluss mit definierten Schleusen und Übergabebereichen
- Glatte, leicht zu reinigende Oberflächen
Tiefenfiltration - Abscheidemechanismen
• Sterische Rückhaltung im Inneren der Filtermatrix aufgrund der Partikelgröße
• Adsorption der Keime/Partikel an Filterfasern (v.a. durch elektrostatische und elektrokinetische Wechselwirkungen):
--> Retentionseffekt nicht nur abh. von der Größe, sondern ebenso abhängig von Filtermaterial und Oberflächeneigenschaften (Ladung, Hydrophobizität) der Keime/Partikel
Arten der Sterilfiltration
- Tiefenfiltration
- Membranfiltration
--> Filter als physikalische Barriere für Mikroorganismen
Anforderungen an Sterilfilter
- Hohe Abscheide- und Durchflussleistung
- Kompatibilität von Filter und Medium (physikalisch/chemisch)
- Optimierung adsorptiver Wechselwirkungen
- Vermeidung extrahierbarer Substanzen
- Thermische, mechanische und chemische Stabilität ( Reinigung, Sterilisierung)
Types of sterile pharmaceutical products
- Type 1 Terminal Sterilisation: If possible, preparation is executed under controlled conditions with subsequent terminal sterilisation by heat in an autoclave.
- Type 2 Sterile Filtration: Sometimes the final solution cannot be sterilised by heat (thermal sensible substances);
- Sterility of solutions is ensured filtration through a sterile filter (0,1µm pore size)
- Bottles and stoppers are sterilised by heat
- Type 3 Aseptic processing: Some complex substances (e.g. protein solutions)
For food products, the same considerations apply, however, the decision how to
design the process, is more driven by efficiency and energy consumption as criteria
cannot be sterilised by heat or by filtration due to sensitivity and/or size of the
molecules
- Solution components are handled under aseptic conditions
- Bottles and stoppers are sterilised by heat
Definition und Anwendungsgebiete der Sterilfiltratio
Ausschluss/Entfernen von (bestimmten oder sämtlichen) Mikroorganismen aus
- Luft/Gasen
- Raumatmosphären
- Abfüllbereich
- „Isolatoren“
- ganze Produktionsbereiche
- Lebensmitteln
- Hitzesensitiven Nährböden und „Servicemedien“
- Pharmazeutischen Flüssigkeiten
mittels Filtrationsprozess
„Kaltsterilisation“ als Alternative zu
- Inaktivieren/Abtöten
- Wachstumsinhibierung/-verlangsamung