Humanmedizin 5.Semester
Humangenetik: Definitionen und wichtige Krankheitsbilder
Humangenetik: Definitionen und wichtige Krankheitsbilder
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Lernkarten
Unterschiede zw. Eineiigen Zwillingen
- AK und T-Zell-Repetoire
- Mitochrondriale DNA
- somatische Mutationen
- Muster der X-Chromosom-Inaktivierung bei Mädchen
- Mikrobiom (Gesamtheit aller den Mensch besiedelnden Mikroorganismen)
Einteilung Repeatexpansionserkrankungen
1. Unterteilung nach Ort des Repeats:
- 5' oder 3' untranslatiertes Ende
- intronisch ....
2. Unterteilung nach Art des Repeats:
- Trinukleotidreapeats
- Tetranucleotidrepeats
- Pentanukleotidrepeats
Mechanismen der Repeat-Expansion
1. Slippage
- Reparaturfehler
- Replikationsfehler
2. Ungleiches Crossing-Over
- Rekombinationsfehler
Charakteristika von Repeatexpansionserkrankungen
- Meiotisch instabile Weitergabe (Expansion des entsprechenden Allel-Bereiches bei Vererbung)
- Somatische Instabilität
- Abhängigkeit des Erkrankungsalters von der Repeatlänge
- Klinisch: Antizipation (zunehmender Schweregrad oder frühere Manifestation bei folgenden Generationen)
Epigenetik
Erbliche Veränderungen insbesondere der Genexpression ohne Veränderungen der Nukleotidsequenz, meist durch Methylierungsänderungen oder Chromatinstrukturänderungen, die die Aktivtät ganzer Chromosomenabschnitte verändern kann.
Uniparentale Disomie = UDP
beide homologen Chromosomen stammen von nur einem Elternteil ab
Reziproke Translokation
-Austausch von Chromosomenabschnitten
nicht-homologer Chromosomen
-Nur dann phänotypische Auffälligkeiten,
wenn Gene in den Bruchpunkten liegen.
In diesen Fällen entspricht der Phänotyp
dem eines monogenen Erbleidens.
Risiko pro Bruchpunkt ca. 2%
Robertson‘sche
Translokation:
-Bei einer Robertson-Translokation fusionieren die langen Arme zweier akrozentrischer (13, 14, 15, 21, 22) Chromosomen unter Verlust der kurzen Arme beider Chromosomen
-spontan auftretende Robertson-Translokation hat keine Folgen für ihren Träger
-in Meiose können unbalancierte Translokationen entstehen
Inversionen
-2 Bruchereignisse in einem Chromosom--> Bruchstück wird verkehrt herum wieder eingebaut
--> z.T. veränderte Lage des Chromosoms, Probleme in der Meiose bei der Rekombination
(Gerade Zahl von Crossing-over-Ereignissen im invertierten Bereich: kein Problem
Ungerade Zahl von Crossing-over-Ereignissen innerhalb der Inversion: Rekombinanten)
Subtelomerveränderungen
-Bei idiopathischer geistiger Behinderung mit
weiteren phänotypischen Auffälligkeiten und
unauffälligem Karyotyp werden in 3 - 6%
telomernahe Chromosomenstörungen gefunden
-Aufwendiges Screening aller Telomerregionen
notwendig
Chromosomale Ursachen für Aborte
- Spontan entstandene numerische Chromosomenstörung
in der befruchteten Eizelle
-Eine elterliche balancierte Chromosomenstörung,
wie z.B. eine balancierte Translokation oder
Inversion, die unbalanciert weitergegeben wird
(Bei ca. 5-6 % der Paare mit 2 oder mehr
Aborten findet man bei einem der Partner eine
balancierte Chromosomenstörung !)
Myotone Dystrophie
Trinukleotidrepeaterkrankung (CTG)
Autosomal-dominant, Chr. 19
invasive Pränataldiagnostik
- Chorionzottenbiopsie (CVS) 11.-13. SSW
- Amniocentese (AC) 15.-18. SSW
- Nabelschnurblutpunktion ab 19. SSW
Quick-FISH
-Pränataler Schnelltest
-Methode, um innerhalb von 1-2 Tagen an nativen
Fruchtwasserzellen mithilfe von FISH eine Aussage zu
den häufigsten numerischen Chromosomenströrungen zu machen
Mosaik-Ursachen
-Einzelzellaberration
- Kulturartefakt (in vitro entstanden)
- aberrante Zellen extraembryonaler Herkunft, z.B.
Eihaut
- CPM (confined placental mosaicism)
- Echtes fetales Mosaik
n abgestorbener Zwilling
Polymorphismus
jede Basenpaarveränderung, die nicht unmittelbar zu einer genetisch (mit)bedingten Erkrankung führt und häufiger als 1% in der Bevölkerung vorkommt
Haplo-Insuffizienz
für die meisten Gene ist eine 50% Restaktivität ausreichend, für andere nicht, dort dieser Verlust zu einem dominanten Phänotyp
Compound Heterozygotie:
unterschiedliche Mutationen in einem Gen
führen zur Erkrankung, gilt nur für rezessive
Erkrankungen
Allelische Heterogenität
unterschiedliche Mutationen in
ein und demselben Gen führen zur phänotypisch
identischen Erkrankung (multiple Allelie)
Locus Heterogenität:
Mutationen in unterschiedlichen
Genen führen zum identischen Phänotyp
Klinische Heterogenität:
Mutationen in einem Gen führen
zu unterschiedlichen Erkrankungen
fragiles X-Syndrom Erbgang
X-chromosomal rezessiv