Humanmedizin 5.Semester

Humangenetik: Definitionen und wichtige Krankheitsbilder

Humangenetik: Definitionen und wichtige Krankheitsbilder


Youdid Fisch
Diese Karteikarten behandeln genetische Störungen und Chromosomenanomalien auf Universitätsniveau. Sie decken Themen wie Trisomien, Syndrome, Mutationen und deren Auswirkungen auf Kinder ab, wobei auch pränatale Diagnostik und Risikofaktoren behandelt werden. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem Set, um ihr Verständnis für genetische Erkrankungen und deren Diagnose zu vertiefen.
Cartes-fiches
62
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
22.05.2013 / 20.08.2018

Flashcards

Unterschiede zw. Eineiigen Zwillingen

  1. AK und T-Zell-Repetoire
  2. Mitochrondriale DNA
  3. somatische Mutationen
  4. Muster der X-Chromosom-Inaktivierung bei Mädchen
  5. Mikrobiom (Gesamtheit aller den Mensch besiedelnden Mikroorganismen)

Einteilung Repeatexpansionserkrankungen

1. Unterteilung nach Ort des Repeats:

  • 5' oder 3' untranslatiertes Ende
  • intronisch ....

2. Unterteilung nach Art des Repeats:

  • Trinukleotidreapeats
  • Tetranucleotidrepeats
  • Pentanukleotidrepeats

Mechanismen der Repeat-Expansion

1. Slippage

  • Reparaturfehler
  • Replikationsfehler

2. Ungleiches Crossing-Over

  • Rekombinationsfehler

Charakteristika von Repeatexpansionserkrankungen

  1. Meiotisch instabile Weitergabe (Expansion des entsprechenden Allel-Bereiches bei Vererbung)
  2. Somatische Instabilität
  3. Abhängigkeit des Erkrankungsalters von der Repeatlänge
  4. Klinisch: Antizipation (zunehmender Schweregrad oder frühere Manifestation bei folgenden Generationen)

Epigenetik

Erbliche Veränderungen insbesondere der Genexpression ohne Veränderungen der Nukleotidsequenz, meist durch Methylierungsänderungen oder Chromatinstrukturänderungen, die die Aktivtät ganzer Chromosomenabschnitte verändern kann.

Uniparentale Disomie = UDP

beide homologen Chromosomen stammen von nur einem Elternteil ab

Reziproke Translokation

-Austausch von Chromosomenabschnitten
nicht-homologer Chromosomen

-Nur dann phänotypische Auffälligkeiten,
wenn Gene in den Bruchpunkten liegen.
In diesen Fällen entspricht der Phänotyp
dem eines monogenen Erbleidens.
Risiko pro Bruchpunkt ca. 2%

Robertson‘sche
Translokation:

-Bei einer Robertson-Translokation fusionieren die langen Arme zweier akrozentrischer (13, 14, 15, 21, 22) Chromosomen unter Verlust der kurzen Arme beider Chromosomen

-spontan auftretende Robertson-Translokation hat keine Folgen für ihren Träger

-in Meiose können unbalancierte Translokationen entstehen

Inversionen

-2 Bruchereignisse in einem Chromosom--> Bruchstück wird verkehrt herum wieder eingebaut

--> z.T. veränderte Lage des Chromosoms, Probleme in der Meiose bei der Rekombination

(Gerade Zahl von Crossing-over-Ereignissen im invertierten Bereich: kein Problem
Ungerade Zahl von Crossing-over-Ereignissen innerhalb der Inversion: Rekombinanten)

Subtelomerveränderungen

-Bei idiopathischer geistiger Behinderung mit
weiteren phänotypischen Auffälligkeiten und
unauffälligem Karyotyp werden in 3 - 6%
telomernahe Chromosomenstörungen gefunden

-Aufwendiges Screening aller Telomerregionen
notwendig

 

Chromosomale Ursachen für Aborte

- Spontan entstandene numerische Chromosomenstörung
in der befruchteten Eizelle

-Eine elterliche balancierte Chromosomenstörung,
wie z.B. eine balancierte Translokation oder
Inversion, die unbalanciert weitergegeben wird

(Bei ca. 5-6 % der Paare mit 2 oder mehr
Aborten findet man bei einem der Partner eine
balancierte Chromosomenstörung !)

Myotone Dystrophie

Trinukleotidrepeaterkrankung (CTG)
Autosomal-dominant, Chr. 19

invasive Pränataldiagnostik

- Chorionzottenbiopsie (CVS) 11.-13. SSW
- Amniocentese (AC) 15.-18. SSW
- Nabelschnurblutpunktion ab 19. SSW

Quick-FISH

-Pränataler Schnelltest

-Methode, um innerhalb von 1-2 Tagen an nativen
Fruchtwasserzellen mithilfe von FISH eine Aussage zu
den häufigsten numerischen Chromosomenströrungen zu machen

Mosaik-Ursachen

-Einzelzellaberration
- Kulturartefakt (in vitro entstanden)
- aberrante Zellen extraembryonaler Herkunft, z.B.
Eihaut
- CPM (confined placental mosaicism)
- Echtes fetales Mosaik
n abgestorbener Zwilling

Polymorphismus

jede Basenpaarveränderung, die nicht unmittelbar zu einer genetisch (mit)bedingten Erkrankung führt und häufiger als 1% in der Bevölkerung vorkommt

Haplo-Insuffizienz

für die meisten Gene ist eine 50% Restaktivität ausreichend, für andere nicht, dort dieser Verlust zu einem dominanten Phänotyp

Compound Heterozygotie:

unterschiedliche Mutationen in einem Gen
führen zur Erkrankung, gilt nur für rezessive
Erkrankungen

Allelische Heterogenität

unterschiedliche Mutationen in
ein und demselben Gen führen zur phänotypisch
identischen Erkrankung (multiple Allelie)

Locus Heterogenität:

Mutationen in unterschiedlichen
Genen führen zum identischen Phänotyp

Klinische Heterogenität:

Mutationen in einem Gen führen
zu unterschiedlichen Erkrankungen

fragiles X-Syndrom Erbgang

X-chromosomal rezessiv

Study