HR Beratung 2012
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Cartes-fiches
Das Foto
Vermittelt den ersten Eindruck, Schwarzweiss-Fotos wirken zurückhaltender und interessanter. Lächeln ist die Basis für ein freundliches Gesicht.
Das Bewerbungsschreiben
Anzeigenbezogen, Klar, Fehlerfrei, Sachlich, Inhaltlich kurz und prägnant sein, Originell und möglichst viel Wesentliches über den Bewerber aussagen. Aufzeigen, weshalb in der angebotenen Funktion gearbeitet werden will (Motivation). Überzeugend wirkt, wenn nebst den geforderten Kompetenzen ein weiterer Nutzen (added value) aufgezeigt werden kann, Max. A4
Der Lebenslauf
Sollte wie folgt aufgebaut sein: Personalien, Professionelles Portraitphoto, Schulbildung, Studium, Berufsausbildung, Weiterbildung, Berufstätigkeiten, Besondere Kenntnisse oder Informationen (Sprachen, EDV, Auslandaufenthalte), Hobbys / Interessen
Chronologischer Lebenslauf:
Amerikanische Variante (aktuellste Information beginnend), Deutsche Variante (ältesten Informationen beginnend)
Funktionaler Lebenslauf:
Nach Kategorien oder Erfahrungen
Kreativer Lebenslauf
Nur für kreative Branchen geeignet (Werbetexter, Reporter, Schauspieler)
Die dritte Seite
Soll in wenigen kurzen Sätzen ein positives Bild vermitteln und relevante Informationen nochmals hervorheben. Zu meiner Bewerbung, Meine Motivation, Zu meiner Person, Was mich qualifiziert, Was Sie noch wissen sollten
Das Arbeitszeugnis
wahr, wohlwollend, klar, vollständig
Inhalt eines Arbeitszeugnisses:
Absender, Name AN, Dauer, Junktion, evtl. Beförderungen, Beurteilung der Leistung und Verhalten: kurzer Gesamteindruck, Arbeitsstiel, Leistung, Verhalten, Führungsaufgaben, Spezielles, Weggang, Austrittformel
Interpretation des Arbeitszeugnisses
Dauer der Anstellung: Umfang zur Anstellungsdauer? Beschreibung der Tätigkeit: Detailliert oder nur grob? Beurteilung der Leistung und des Verhaltens: Arbeitsstil, qualitativ/quantitativ, Verhalten gegenüber allen Parteien, eher kurz oder ausführlich beschrieben, passt Beurteilung zur Position, Formulierungen umfassend und individuell oder Standardtext
Die Referenzen
Stellt ein weiteres wichtiges Selektionsmittel dar. Die Referenzpersonen werden vorgängig vom Bewerber angefragt, ob sie bereit sind als Referenzperson auszusagen.
Segmentierung des Bewerbungseinganges
A weiterverfolgen, rascher Kontakt, einladen, B in Reserve halten, Vertrösterbrief und später einen weiteren Zwischenstandbericht, C keine Eignung, Absage
Aufbau und Gestaltung von Interviews
Aufwärmphase (Begrüssung, Kandidat stellt sich vor), Arbeitsphase (Gezielte Befragung, Fragerunde des Bewerbers, weitere offene Punkte), Abschlussphase (weiteres Vorgehen, Dank und Verabschiedung)
Instrumente zum Erfassen von Potentialen
Instrumente zum Erfassen von Potentialen im Rahmen der Personalauswahl sind nebst psychologische Testverfahren das Assessment Center.
Wissenschaftliche Testverfahren
Leistungstest, Persönlichkeitstest, Intelligenztest, Spezielle Funktions- und Eignungstests. Die Grafologie ist umstritten und nicht wissenschaftlich belegbar.
Güterkriterien von Test sind
Objektivität (mehrere unabhängige Auswerter), Reliabilität (Messgenauigkeit des Verfahrens; Wiederholung = gleiches Ergebnis) und Validität (es werden exakt diejenigen Fähigkeiten und Eigenschaften gemessen, die als Bewertungsmassstab vorgegeben werden):
Assessment-Center (AC)
AC werden hauptsächlich bei der Auswahl von Führungskräften eingesetzt. Simulation von verschiedenen Situationen, die dem zukünftigen Tätigkeitsbereich entsprechen.
Übungen im AC
Postkorb (Zeitmanagement, Entscheidungsverhalten), Präsentation oder Vortrag, Rollenspiele (Mitarbeitergespräch oder Kundengespräch)
Eigen PR von Stellensuchenden
Grundsätzlich sollten Stellensuchende ihre eigenen Fähigkeiten, Qualifikationen, Stärken und Schwächen kennen.
Formelle Kriterien bei Bewerbungsdossiers von Stellensuchenden
Vollständigkeit, Äussere Form, Inhaltiche Kriterien
Tipps zur richtigen Stellensuche
Inserate in Printmedien, online Jobbörsen, Networking, Personalvermittlung, Initiativbewerbungen
Tipps zum Vorstellungsgespräch
Eine gute Vorbereitung ist der Grundbaustein eines erfolgreichen Vorstellungsgesprächs. Stelleninserat und CV nochmals durchlesen, Gesprächspartner mit Namen ansprechen, aufmerksam zuhören, Interesse druch Fragen zeigen, offener und direkter Blickkontakt, auf Fragen kurz und bündig antworten, eigene Fähigkeiten geschickt präsentieren ohne zu übertreiben, auf unangenehme Fragen vorbereitet sein und ehrlich beantworten, authentisch bleiben,
In welchen Prozessen kann der Personalberater den Stellensuchenden unterstützen
aktuelle Situation klären, Standortbestimmung (Stärken/Schwächen), Bewerbungsunterlagen beurteilen, Suchstrategie definieren, Interviewtraining, berufliches Ziel formulieren.
Interkulturelle Kompetenz
Ist die Fähigkeit einen beidseitig zufriedenstellenden Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen herzustellen.
4 Dimensionen in welche sich Kulturen unterscheiden
Grosse oder kleine Macht-Distanz, Individualismus versus Kollektivismus, Starke oder schwache Unsicherheitsvermeidung, Maskulinität versus Femininität
Probleme bei interkulturellen Kommunikation
Angenommen wird, dass Gemeinsamkeiten vorhanden sind, Feine Sprachunterschiede nicht wahrgenommen werden, Die nonverbale Kommunikation missverstanden wird, Vorurteile und Stereotypen eine objektive Wahrnehmung verhindern, Tendenziell aufgrund von eigenen Wertvorstellungen bewertet wird, Aus Gründen von Verständigungsproblemen eine hohe Unsicherheit / Ängstlichkeit resultiert
Gesprächsarten in der Personalberatung
Verhandlungsgespräche, Feebackgespräche, Akquisitonasgespräche, Beratungsgespräche.
Gesprächsvorbereitung (Setting)
Teilnehmer, Termin, Ort, Raum einrichten, Sitzordnung
Gesprächsdurchführung
Einstieg (Vorstellung, Rollen, Dauer, Thema), Gesprächsführung (Dialog, sachlich bleiben, aktiv zuhören, Feedback), Abschluss (Inhalte zusammenfassen, Verbindlichkeiten schaffen)
Das Feedback hat folgende Funktionen
Hinweisfunktion, Lernfunktion, Motivationsfunktion
Feedbackregeln
Geben: Tatsachen/ Verhalten beschreiben, Zeitnah, Hilfreich, konkret und ehrlich, Ich Botschaften. Annehmen: Aktiv zuhören, nachfragen und klären, Nicht argumentieren, erklären, entschuldigen, rechtfertigen oder verteidigen, Nachdenken, evt. Verändern, Bedanken
Das Harvard-Prinzip
Als Instrument für lösungsorientierte Verhandlungen. Grundsatz: wenn etwas verstanden wird, heisst dies zwangsläufig heisst, damit auch einverstanden zu sein. Die Sache steht im Vordergrund - nicht die Beziehung, Die Interessen stehen im Mittelpunkt und nicht die Positionen, Ziel ist eine Win-Win Lösung.
Schwierige Gespräche
Das Wichtigste zuerst ansprechen, Die Feedbackregeln unbedingt anwenden, Beidseitige Gesichtswahrung, Argumente des Gesprächspartners ernste nehmen, Win-Win Lösungen schaffen