HP - Blut

Definitionen, Erklärungen und Lateinisch - Deutsch

Definitionen, Erklärungen und Lateinisch - Deutsch


Gabi Moeller
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über verschiedene Anämieformen und deren Diagnostik, mit Fokus auf Ursachen, Symptome und Blutbildveränderungen. Sie eignen sich besonders für Medizinstudenten und Ärzte, die ihr Wissen über Blutkrankheiten vertiefen möchten, indem sie die Zusammenhänge zwischen Anämietypen, Hämoglobinwerten und Therapieansätzen verstehen.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
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Autres
Créé / Mis à jour
20.03.2014 / 08.06.2014

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Was bedeutet (Zell-)Proliferation

proles = Nachwuchs, Sprößling
ferre = tragen

Zell-Liferation = Wachstum bzw. Vermehrung von Zellen, auch Gewebevermehrung

Was ist die Erythropoese?

Bildung der roten Blutkörperchen/ Erythrozyten.
Teil der Hämatopoese => Wachstumsfaktor

Was ist die Lymphopeose?

Bildung der Lymphozytenreihe.
Teil der Hämatopoese => Wachstumsfaktor.

Die Zellen wandern frühzeitig in den Thymus, die Milz oder die Lymphknoten aus, wo sie unter dem Einfluss humoraler (=Körpersäfte/ -flüssigkeiten betreffend) Faktoren in die verschiedenen Immunzellen differenzieren.

Was ist die Hämatologie?

Die die Lehre vom Blut.

Meist inkl. Blutbildungsorgane: rotes Knochenmark, Milz & Lymphknoten.

haima = Blut

Was ist der Unterschied zwischen Blutplasma und Blutserum?

Serum + Fibrin/ Fibrinogen = Plasma

Was ist der Hämatokrit?

 

Das Verhältnis von festen zu flüssigen Bestandteilen des Blutes.

Kürzel = Hkt

Wie groß ist das durchschnittliche Blutvolumen eines Erwachsenen?

ca. 7-8% bzw. 1/13 seines Körpergewichtes

Welche 3 zellulären Bestandteile findet man im Blut?

1. Erythrozyten

2. Leukozyten

3. Thromobozyten

Was ist die Hämatopoese?

Die Proliferation (Wachstum + Vermehrung) und Differenzierung der Zellen von Blut und Knochenmark.

Sie wird durch hämatopoetische Wachstumsfakroen gesteuert:

=> Myelopoese

=> Lymphopoese

=> Erythropoese

Was ist die Myelopoese?

Die Bildung der obligat (=unerläßlich, erforderlich, üblich) markgebundenen Zellreihen:

- Granulozyten

- Thromobozyten

- Monozyten

Teil der Hämatopoese => Wachstumsfaktor

Normalwerte Hämotokrit (Hkt) beim Erwachsenen?

 

Frau = ca. 36 - 45 %

Mann = ca. 40 - 52 %

Aufgaben des Blutes?

Die wichtigsten Aufgaben des Blutes sind:

Gastransport (Sauerstoff-/ Kohlendioxyd-)

Nährstofftransport

Abfallstoff- und Transport von sonstigen Stoffen z.B. Hormone, Enzyme

Abwehr gegen Krankheitserreger

Blutgerinnung bzw. Wundverschluß

Wärmeregulation

Steuerung des Wasser- und Elektrolythaushaltes

Wodurch wird Blut ungerinnbar (=> Blutsenkung)

Durch Zugabe von Citrat/ Zitronensäure

Was ist ein Mikroliter?

1 Mikroliter ist der 1.000ste Teil eines Milliliters.

1 Würfel mit der Kantenlänge von 1 Millimeter hat das Volumen eines Mikroliters.

Ein Blutstropfen sind wieviel Mikroliter?

ca. 50 Mikroliter

Wieviele Erythrozyten sind in 1 Mikroliter Blut eines gesunden Erwachsenen?

ca. 4,5 bis 5,5 Mio. Erys

Wieviele Leukozyten sind in 1 Mikroliter Blut eines gesunden Erwachsenen?

ca. 4.000 - 10.000 Leukos.

Wieviele Thrombozyten sind in 1 Mikroliter Blut eines gesunden Erwachsenen?

ca. 150.000 - 400.000 Thrombos

Was sind Erythrozyten?

Erys haben die Form einer Scheibe, die in der Mitte eingedellt ist.

Sie besitzen keinen Zellkern und keine weiteren Zellorganellen, diese würden sie an ihrer Aufgabe hindern.

Erys sind angefüllt mit Hämoglobin (ca. 300.000 Hämoglobinmoleküle je Ery) und dienen dem Gastransport.

Erkläre Hämoglobin.

In jedem Ery haben wir in etwa 300.000 Hämoglobinmoleküle.

Ein Hämoglobinmolekül besteht aus 4 einzelnen Eiweißketten. Es gibt jeweils 2 Alphaketten und 2 Betaketten, die miteinander verschlungen sind. Jede Kette kann 1 Sauerstoffmolekül binden.

Die Verbindungsstelle zwischen Sauerstoff und Hämoglobin ist ein Eisenatom.

Dieses Eisenatom kann sich jedoch nur dann mit einem Sauerstoffmolekül verbinden, wenn es nicht oxidiert, gerostet, ist.

Da die Eisenatome aber ständig oxidieren, müssen sie durch das Enzym Glutathion wieder reduziert, entrostet, werden.

Welche Arten von Leukozyten gibt es? In welchem Verhältnis liegen sie normalerweise vor?

 

  1. Granulozyten, ca. 62%
  2. Lymphozyten, ca. 34%
  3. Monozyten, ca. 4%

Erkläre Granulozyten

Ganulos = erste Angriffswelle der Immunabwehr. Eindringlinge, Viren, Bakterien usw., die als körperfremd erkannt wurden, werden von Granulos angegriffen und gefressen.

Die Granulos werden in 3 Gruppen unterteilt. Diese Unterteilung erfolgt nach der Möglichkeit der Anfärbung:

1. Neutrophile Granulos färben sich durch ph-neutrale Stoffe bläulich.

2. Basophile Granulos färben sich durch basische Stoffe violett.

3. Eosinophile Granulos färben sich durch Eosin = saurer Stoff rötlich.

Erkläre Lymphozyten

Lymphos haben die Aufgabe der gezielten, spezifischen Immunabwehr d.h. der Abwehr von bekannten Fremdkörpern. Sie bewirken die Immunität gegen Krankheitserreger.

Die Lymphos lassen sich in 2 Arten unterscheiden:
B-Lymphozyten und T-Lymphozyten

Erkläre Monozyten

Monos haben eine wichtige Funktion in der Immunabwehr. Sie phagozytieren (=fressen) eingedrungene Fremdkörper und präsentieren Bruchstücke von ihnen an ihrer Oberfläche. Dort können andere Zellen, B- und T-Lymphos, die Fremdkörper erkennen und Antikörper dagegen produzieren. => "antigenpräsentierende  Zellen" (=APZ).

Die meisten Monos befinden sich außerhalb des Blutes im Gewebe der verschiedenen Organe.

Woraus besteht das Blutplasma?

zu ca. 90% aus Wasser. Der Rest sind:

Proteine, Lipide und Elektrolyte.

Ein Teil der Proteine sind für die Blutgerinnung verantwortlich.

Wo wird das Blut gebildet?

Im roten Knochenmark und in der Milz. Beim ungeborenem auch in der Leber, sie verliert schnell die Fähigkeit zur Blutbildung. Die Milz behält sie ein lebenlang bei und kann bspw. bei einer Leukämie die Blutbildung übernehmen.

Das roten Knochenmark enthält pluripotente Mutterzellen, die sich je nach Hormonstimulation (z.B. Erythropoetin = EPO) in bestimmte Zelltypen entwickeln.

Normalwerte des Hämoglobin (=Hb-Wert)?

Frauen = ca. 11,7-15,7 Gramm je Deziliter.

Männer: ca. 13,3-17,7 gr./dl.

Der Hb-Wert ist besonders wichtig zur Diagnose einer Anämie.

Woraus besteht Das kleine Blutbild?

Es besteht aus Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten, Hb-Wert und Hkt

Normalwerte im Blutbild: Leukozyten?

WBC oder LEUK = 4-10 Tsd./µl (m/w).

 

Normalwerte im Blutbild: Erythrozyten?

RBC oder ERY

w = 4,3–5,2 Mio./µl

m = 4,8–5,9 Mio./µl

Welche Aussage bei erhöhten/ erniedrigten Werten der Erythrozyten im Blutbild?

Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) transportieren Sauerstoff zu Organen.

Erhöht bei Sauerstoffknappheit, Stress, Flüssigkeitsmangel.

Vermindert bei Blutarmut (Anämie) oder Blutverlust. Blutarmut kann durch Eisenmangel entstehen (Eisenmangelanämie). Referenzbereich ist höher bei Thalassämie.

Normalwerte im Blutbild: Thrombozyten?

PLT oder THRO

150–400 Tsd./µl  (m/w).

Die Thrombozyten (Blutplättchen) sind ein wichtiger Bestandteil der Blutgerinnung.

Normalwerte im Blutbild: Hämoglobin?

HGB oder HB

w = ca. 12–16 g/dl

m = ca. 14-18 g/dl

Der rote Blutfarbstoff bindet Sauerstoff. Wert verändert sich mit der Zahl der roten Blutkörperchen.

Normalwerte im Blutbild: Hämatokrit?

HCT oder HKT

w = ca. 37-47 %

m = ca. 40-54%

Volumenanteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblut.

Erhöht bei Vermehrung der Erythrozyten, Flüssigkeitsverlust, bei Rauchern.

Vermindert bei Blutarmut/-verlust, Schwangerschaft.

Normalwerte im Blutbild: MCV = durchschnittliches Volumen der Erys?

78-94 fl (m/w)

Dient der Differenzierung von Anämien. (MCV = Hämatokrit/Erythrozytenzahl).

fl = Femtoliter

MCV = mittleres Volumen der Erythrozyten: 80-96 Femtoliter

Normalwerte im Blutbild: MCH oder HBE = durchschnittliche Hämoglobin-Menge pro Ery?

28-34 pg (m/w)

Dieser Parameter dient ebenfalls der Differenzierung von Anämien. (MCH = Hämoglobin/Erythrozytenzahl).

HBE = durchschnittliche HB-Menge pro Erythrozyt: 28-33 Pikogramm.

Normalwerte im Blutbild: Mittlere Korpuskuläre Hämoglobinkonzentration (MCHC)?

30-36 g/dl (m/w).

Anteil des Hämoglobins am Gesamtvolumen der roten Blutkörperchen (= Hämatokrit). (MCHC = Hämoglobin/Hämatokrit, MCHC = MCH/MCV).

MCHC = mittlere zelluläre HB-Konzentration: 33-36 gr./ dl

Normalwerte im Blutbild: Retikulozyten?

7-15 Promille.

Vorläuferzellen der Erythrozyten. Im Normalfall sollten nur wenige Retikulozyten im Blut nachweisbar sein.

Eine Erhöhung spricht für eine verstärkte Blutneubildung (z. B. nach einem größeren Blutverlust).

Normalwerte im Blutbild: Erythrozytenverteilungsbreite (=RDW)?

11,9-14,5 % (m/w)

Erhöhte Werte sind ein Hinweis auf das Vorliegen verschiedener Anämieformen.

Wie wird das große Blutbild noch genannt?

Differenzialblutbild

Étudier