BMA Histologie Phase 4

Allgemein Histologie

Allgemein Histologie


C. N.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Überblick über die Histologie der Haut, Lunge, Milz und des Blinddarms, wobei der Fokus auf Strukturen, Zellen und Veränderungen liegt. Sie eignen sich besonders für Medizinstudierende und Biologen, die sich auf die mikroskopische Anatomie und Pathologie dieser Organe vorbereiten möchten. Die Karteikarten behandeln unter anderem die Versilberungstechniken nach Gomori, die Färbung von Pigmenten und Fasern sowie die histologischen Merkmale von Hautanhangsgebilden wie Haarfollikeln und Talgdrüsen.
Karten
81
Lernende
26
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
07.10.2016 / 31.10.2022

Lernkarten

Zuhause und Funktion Tonsillen:

= Mandeln, lymphatische Organe im Bereich von Mundhöhle und Rachen; Detektor schädlicher Organismen

Histologische Veränderungen Tonsillitis:

= Mandelentzündung; alles gefüllt, Reaktionszentren, Lymphocyten, viel Eiter in den Krypten, viele Makrophagen, wenig Bindegewebe

Tonsilläre Aktinomykose:

grampositive Stäbchen; Anarobier + Sporenbildner; da Struktur ähnlich wie Pilze -> Name Strahlenpilz;
 

Tonsillenkarzinom:

als PE-karzinom; Zellkerne untschiedlich + Mitosen vermehrt

Aufgaben Milz:

- Vermehrung der Lymphocyten (Abwehr)
- Speicherort für Monocyten
- dient Aussonderung überalteter Ec's
 

Aufbau Milz:

bindegewebigen, von Peritonalsepithel bedeckten Kapsel umgeben;
bälkchenartiges Bindegewebsgerüst (Trabekel)
und einige glatte Muskelzellen sowie elastische Fasern ins Parenchym einstrahlend

Probleme nach Splenektomie?

Abwehrschwäche vor allem für bekapselte Bakterien

Epithel Bronchien:

mehrreihiges Zylinderepithel mit Kinozilien und Becherzellen

Epithel Bronchiolen:

einreihiges Epithel, zylinder oder kubisch

Epithel Alveolen:

flache Plattenepithelzellen (Pneumocyten Typ I) + grosse Alveolarzellen (Pneumocyten Typ II)

Epithel Pleura:

ganze Lunge ist von einem flachen Plattenepithel überzogen (Mesothel)

histologische Veränderungen Lunge bei Herzinsuffizienz:

Blut staut sich an = viele Ec's; viele Makrophagen; Eisen positiv

histologische Veränderungen Lunge bei Tuberkulose:

Nekrose, Entzündungsherede i.d. Alveolen, Langhans-Riesenzellen

histologische Veränderungen Asthma bronchiales:

Einengung des Lumen durch schleimiges Material, vermehrte Becherzellen, Becherzellhyperplasie, Verdickung der Basalmembran des Epithels und schwere Entzündung des Bronchiolus

histologische Veränderungen Lungenemphysem:

Überblähung der Lunge; Überdehnung der Lungenbläschen -> reissen ein und verschmelzen mit benachbarten Alveolen
Achtung: braucht mehrere Gesichtsfelder, da durch Verarbeitung Gewebe und v.a. die Alveolen beschädigt werden können

Unterteilung Hautschichten:

- Epidermis (Oberhaut)
- Dermis (Lederhaut)
- Subcutis (Unterhaut)

Was beinhaltet die Epidermis der Haut?

- Hornschicht
- Mehrschichtiges verhorntes Plattenepithel (Kerationzyten)
- Langerhans-Zellen (Immunzellen)
- Merkel-Zellen (Tastzellen)
- Melanocyten
- Basalzellen auf der Basalmembran

Was beinhaltet die Dermis der Haut?

- feine Netze aus kollagenem Bindegewebe und elastischen Fasern
- kleinere Blutgefässe, Lymphgefässe, Nervenfasern
- Meissner Tastkörperchen
- Schweissdrüsen (Duftdrüsen)
- Talgdrüsen
- Haarfollikel
- M. arrector pili

Was beinhaltet die Subcutis der Haut?

- lockeres Bindegewebe mit kollagenen und elastischen Fasern
- grössere Nervenbündel und Blutgefässe
- Fettgewebe
- Vater Pacini Körperchen

Wieso ist ein Melanom so gefährlich?

ein rasch metastasierender Tumor; Leber und Lunge beliebt

Woraus entsteht ein Melanom?

Melanocyten

Woraus entsteht ein Spinaliom?

aus Plattenepithel = Keratinocyten; wächst meist rasch aber praktisch keine Metastasen

Woraus entsteht ein Basaliom?

aus Basalzellen; kann sich örtlich rasch ausbreiten aber selten Metastasen
 

Was ist mit weissem Hautkrebs gemeint?

Spinaliom und Basaliom, da sie nicht dunkel werden

Aufgaben der Haut:

- Schutz vor Umwelteinflüssen wie Strahlung, Hitze, Mikroorganismen
- Sinneswahrnehmung der Sensibilität
- Wärmeregulierung -> Ausscheidung Schweiss
- mechanischer Schutz
- Energiereserve (gespeichertes Fett)
- Resorption bestimmter Wirkstoffe

Felderhaut =

96% der Körperoberfläche; dreieckig, rhombisch & polygonal
aus Furchen wachsen Haare; in erhobenen Flächen münden Schweissdrüsen

Leistenhaut =

feine, paralelle Furchen; keine Haare; Haut ist rau und griffsicher;
an Handflächen und Fusssohlen

Hautanhangsgebilde:

- Haare
- Nägel
- Hautdrüsen wie Talg-, Schweiss- & Milchdrüsen

spezialisierte Gewebestrukturen, die sich aus Epithelzellen der Dermis sowie Epidermis entwickeln

Merkmale Langerhans-Zellen Haut:

Immunzellen; dendritische Zellen der Epidermis -> Abfangnetz für Antigene
können wandern, da sie nicht über Desmosomen verankert sind

Merkmale Merkel-Zellen:

Tastzellen; neuroendokrine Zellen; gibt Infos an Nerv

Merkmale Melanocyten:

produzieren Melanin; Schutz vor UV-Strahlung; durch Zytokine + Hormone reguliert; sitzen auf Basalmembran

Merkmale Basalzellen Haut:

Teilung Kerationcyten findet statt -> Nachschub wandert nach oben
(Mitosen finden ausschliesslich hier statt)

Merkmale Hornschicht mit Hornzellen: (Haut)

Ziel der Differenzierung; Aufrechterhaltung einer chemischen & mechanischen, widerstandfähigen Abdeckung
+ wasserdichte Diffusionsbarriere

Wozu feine Netze aus kollagenem Bindegewebe und elastischen Fasern? (Haut)

dehnfähig + Stützfunktion + Aufrechterhaltung Spannung bei Wundverletzung

Merkmale Meissner Tastkörperchen:

nur in der Leistenhaut; ovale Gebilde; Tastsinn

Merkmale Schweissdrüsen (Duftdrüsen) der Haut:

apokrine Sekretion; ab Pubertät

Merkmale Talgdrüsen Haut:

Zellen sterben ab und werden zu Talg = holokrine Sekretion

Merkmale Haarfollikel:

Haar entsteht daraus; oft Talgdrüse + Muskel zugeordnet; Anker für Haare

Merkmale M. arrector pili:

glatter Muskel; unterhalb Talgdrüsen; Haare aufrichten + Talgdrüsen auspressen (Sympathikus)

Merkmale Fettgewebe Haut:

- Wärme
- Fettdepot
- Schutz z.B. Fuss -> gehen nicht auf den Knochen

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