Herz-/Kreislaufsystem und Blut

Antatomie und Physiologie

Antatomie und Physiologie


T. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Herz-Kreislaufsystem und die Blutkomponenten, geeignet für die Berufslehre. Sie decken die Struktur und Funktion des Herzens, die verschiedenen Blutzellen wie Leukozyten und Thrombozyten, sowie die Blutgerinnung und deren Faktoren ab. Zudem werden die Aufgaben des Blutes, die Blutgruppen und deren Verträglichkeit, sowie die Mechanismen der Herzaktivität und des Kreislaufs erklärt. Diese Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Berufsleute, die ihr Wissen über das Herz-Kreislaufsystem vertiefen möchten.
Flashcards
85
Students
1
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
27.08.2016 / 02.03.2017

Flashcards

Fachbegriff roter Blutfarbstoff

Hämoglobin

Besonderheiten bei Erythrozyten im Aufbau und bei der Lebensdauer?

- besitzen keinen Zellkern und keine Zellorganellen

- sind nicht mehr teilungsfähig

- begrenzte Lebensdauer (ca. 120 Tage)

 

Was geschieht mit alten Erythrozyten

- verlieren ihre Verformbarkeit

- Filter in der Milz stoppen sie

- Abbau in der MIlz

Hauptaufgabe der Leukozyten?

bilden einen großen Teil der körpereigenen Abwehr

Wo befinden sich Leukozyten?

- nicht ständig im Blut!

- verlassen bei Bedarf die Kapillaren (Diapedese)

3 Gruppen von Leukozyten?

Monozyten

Granulozyten

Lymphozyten

Monozyten (2-6 % der Leukozyten): Besonderheit, Aufgabe, Lebensdauer

Besonderheit: zahlreiche Mitochondrien

Aufgabe: phagozytieren Krankheitserreger

Lebensdauer (wenn sie sich im Blut befinden): 1-3 Tage

Lebensdauer (ausdifferenziert im Gewebe): Wochen bis Monate

Granulozyten: Namensgebeung, 3 Gruppen?

Name: von feiner Körnung im Zytoplasma (durch spezifische Zellorganellen)

3 Arten von Granulozyten:

- neutrophile Gr. (60-70 % aller Leukozyten)

- eosinophile Gr. (1-5 % der Leukozyten)

- basophile Gr. (< 1% der Leukozyten)

Neutrophile Granulozyten: Aufgabe, Lebensdauer?

- phagozytieren Krankheitserreger

- Lebensdauer: einige Tage

- gehen nach einmaligem Einsatz zugrunde

- abgestorbene Neutrophile Granulozyten sind Hauptbestandteile von Eiter

Was bedeutet "Linksverschiebung" im Blutbild?

Wenn man bei schweren Infektionen statt reifer und ausgebildeter Neutrophiler Granulozyten (segmentkernige N.G.) viele jugendliche, noch nicht vollständig ausgebildete (stabkernige) N.G. findet

Eosinophile Granulozyten: Aufgabe, wann besonders im Einsatz?

- phagozytieren Antigen-Antikörper-Komplexe

- bei Parasitenbefall und bei allergischen Reaktionen findet man sie in erhöhter Konzentration

Basophile Granulozyten: Aufgabe?

- am Prozess der Blutgerinnung beteiligt (enthalten Heparin)

- enthalten Histamin (wird bei allergischen Reaktionen freigesetzt)

Lymphozyten (20-30% aller Leukozyten): wo findet man sie, woher stammen sie, welche 2 Arten gibt es?

- nicht nur im Blut

- zum größten Teil in den lymphatischen Organen (Thymus, Milz, Lymphknoten, Mandeln, Wurmfortsatz)

- stammen aus im Knochenmark gebildeten Lymphoblasten, diese werden in den lymphatischen Organen weiterentwickelt (im Thymus zu T-Lymphozyten oder zu B-Lymphozyten durch die Plasmazelle)

T-Lymphozyten: Aufgabe, Unterteilung in 3 Gruppen?

- Krankheitserreger identifizieren um dann die anderen Lymphozyten zur Abwehrleistung zu aktivieren

- Einteilung in

T-Killer-Zellen: töten virusinfizierte Zellen und Tumorzellen (auch auslösend bei einer Transplantatabstoßung)

T-Helfer-Zellen: fördern Antikörperbildung, aktivieren T-Killer-Zellen

T-Memory-Zellen (sog. Gedächtniszellen): reagieren sofort bei erneuter Infektion mit demselben Erreger

B-Lymphozyten: Aufgabe? Memoryzellen?

- Bildung von Antikörpern, die in den Körper eingedrungene Antigene unschädlich machen können

- weisen auch Memory-Zellen auf, die bei erneuter Infektion mit demselben Erreger aktiv werden

Thrombozyten: Lebensdauer, Besonderheiten Aufbau, wo Abbau, Aufgaben?

- ca. 10 Tage

- kernlos

- werden in der Milz abgebaut

- enthalten die zur Blutgerinnung notwendigen Enzyme

- können kleinere Undichtigkeiten im Gefäßsystem druch Aneinanderlagerung verschließen (Thrombozytenaggregation)

Was ist an der Blutgerinnung beteiligt?

- Enzyme aus den Thrombozyten

- Strukturen aus der Zellwand

- Strukturen aus dem Blutplasma (Gerinnungsfaktoren)

Was tritt bei der Herztätigkeit jeweils gleichzeitg in Aktion?

Jeweils entweder die Vorhöfe zusammen oder die Kammern zusammen.

Beschreibe die mechanischen Vorgänge der Herztätigkeit (2 Schritte).

1. Schritt:

- Zusammenziehen der blutgefüllten Vorhöfe (Systole der Vorhöfe)

- Druck öffnet Trikuspidal- und Mitralklappe

- Blut fließt in dei erschlafften Kammern

2. Schritt

- wenn bestimmter Füllungszustand der Kammern erreicht: Muskulatur der beiden Kammern kontrahiert

- Trikuspidal- und Mitralklappe werden geschlossen

- Pulmonal- und Aortenklappe öffnen sich

- Blut wird in Lunge und großen Kreislauf gepumpt

- jetzt Vorhöfe erschlafft

Welche 2 Herztöne sind mit dem Stetoskop unterscheidbar?

Erster Herzton: durch Schließen der Segelklappe und den Anspannungston der Herzmuskulatur

--> dumpfer

Zweiter Herzton: durch Schließen der Taschenklappen

--> heller, lauter, kürzer

Herzöne, wann ist es pathologisch?

- wenn dritter oder vierter Herzton hörbar ist (außer manchmal bei Kindern/Jugendlichen)

- bei akzidentellen Herzgeräuschen (z.B. durch Turbulenzen)

Wie hoch ist das Herzminutenvolumen (normal und beim Sport)?

normal: 5-7 Liter Blut pro Minute (70-100 ml pro Kammerkontraktion bei 70 Herzschlägen pro Minute)

bei Belastung: 25 Liter Blut pro Minute

Wie funktioniert die Erregungsleitung bei der Herztätigkeit?

Ausgangspunkt: Herzschrittmachergewebe (Sinusknoten) --> produziert Herzeigenrhythmus von ca. 60-80 Schlägen pro Minute

Weiterleitung zu einem zweiten Erregungsbildungszentrum (Atrioventrikularknoten, AV-Knoten) --> fällt der Sinusknoten aus, übernimmt der AV-Knoten mit einer Frequenz von 40-60 BPM

Weiterleitung über die gemeinsame Leitung (His-Bündel)

Weiterleitung über die getrennten Leitungen (Tawara-Schenkel) für die beiden Kammern

Aufzweigung der Tawara-Schenkel zu den Purkinje-Fasern, die die Erregung zu den einzelnen Herzmuskelzellen führen, welche dann eine Kontraktion der Kammern bewirken

Wie funktioniert eine Steigerung oder Senkung über/unter den Eigenrhythmus des Herzens hinaus?

Durch nervale Steuerung des veg. Nervensystems (Parasympathikus, Sympathikus) durch Impulse in den Sinusknoten

Wie heißen die einzelnen Teile der Kurve beim Elektrokardiogramm (EKG)? Wodurch werden sie jeweils gebildet?

P-Welle: Erregung in den Vorhöfen

Q-Zacke: Übergang der Reize auf die Papillarmuskeln

R-Zacke: wenn Erregung der Kammermuskulatur erreicht ist

S-Zacke: Erregung der Kammerwände

T-Welle: Rückgang der Erregung

Wo befindet sich das Kreislaufzentrum?

im verlängerten Rückenmark

Aus welchen Bereichen werden Informationen im Kreislaufzentrum im verlängerten Rückenmark (medulla oblongata) verarbeitet?

- aus Druck- und Chemorezeptoren/-sensoren im Aortenbogen und im Karotissinus (Infos über Blutdruck und chem. Zus.setzung des Blutes)

- aus Atemzentrum in Medulla oblongata (Atemfrequenz)

- aus Hirnrinde (bewusst Wahrgenommenes)

- aus Hypothalamus (unbewusst Wahrgenommenes)

Welche Aufgabe hat das Kreislaufzentrum in der Medulla oblongata?

- Verarbeitung der ankommenden Informationen

- Umsetzung der Informationen in nervale Impulse (diese wirken dann gefäßverengend oder -erweiternd auf Blutgefäße sowie beschleunigend oder hemmend auf Herzfrequenz)

Welche zwei Werte gibt man beim Blutdruck an?

1. Wert: Systole

2. Wert: Diastole

Mit welcher Methode erfolgt die Blutdruckmessung?

Methode von Riva-Rocci

Welche Pulsqualitäten gibt es?

- Pulsus durus

- Pulsus mollis

- Pulsus celer

- Pulsus tardus

- Pulsus regularis

- Pulsus irregularis

Welche Aufgaben hat das Blut?

- Transport von Sauerstoff, Kohlendioxid, Nährstoffen, Elektrolyten, Vitaminen, Eiweiß, Hormonen, Stoffwechselprodukten

- Blutgerinnung, Blutstillung

- Abwehr durch Leukozyten und Immunglobuline

- Puffer (Regulation des Säure-Basen-GG)

- Wärmeregulation

 

Das Blut setzt sich zusammen aus Plasma und Blutzellen. Was befindet sich in gelöster Form im Plasma?

- Bluteiweiße Albumin, Globulin, Fibrinogen

- Nährstoffe (KH, Eiweiße, Fett)

- Stoffwechselabbauprodukte (Harnstoff, Harnsäure, Kreatinin)

- Elektrolyte (Kalium, Calcium, Natrium)

- Spurenelemente (Zink, Selen)

- Vitamine

- Sauerstoff, Kohlendioxid

- Hormone

Welche 3 Hauptgruppen von Blutzellen gibt es?

- Erythrozyten

- Thrombozyten

- Leukozyten

5 Untergruppen der Leukozyten?

- Monozyten

- neutrophile Granulozyten

- eosinophile Granulozyten

- basophile Granulozyten

- Lymphozyten

Wodurch wird die Blutgruppe eines Menschen bestimmt?

von Antigenen, die sich auf der Oberfläche der Erythrozyten befinden

bzw. von Antikörpern, die sich im Blutplasma befinden

Wie ist Blutgruppe A gekennzeichnet?

Antigen A und Antikörper Anti-B

Wie ist Blutgruppe B gekennzeichnet?

Antigen B, Antikörper Anti-A

Wie ist Blutgruppe AB gekennzeichnet?

Antigene A und B, keine Antikörper!!

Universalempfänger!

Blutgruppe 0 Kennzeichen?

keine Antigene!!, aber Antikörper Anti-A und Anti-B

Universalspender!

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