Herzkreislauf und Lunge 9 + 10
9 Bewegungs und Sporttherapie bei HKL-Erkrankungen, Karamba + gsünder Basel 10 COPD Diagnostik, Therapie, Prävention
9 Bewegungs und Sporttherapie bei HKL-Erkrankungen, Karamba + gsünder Basel 10 COPD Diagnostik, Therapie, Prävention
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Flashcards
Gewichtung des Einflusses der Risikofaktoren auf KHK
30-30% Blutfette
20-35% Rauchen
10-20% Bewegungsmangel
Trainingsempfehlungen Ausdauer Primärprävention
5x/Woche
moderat
30min+
oder 3x/W intensiv (20min +)
Trainingsempfehlungen Kraft Primärprävention
2x/Woche
30% 1RM Steigerung auf 50-60%
6-8 Übungen, 10-15 Wdh
Primäre Ziele in der Sekundärprävention der Trainingstherapie
günstige Beeinflussung Verlauf und Prognose
Verbesserung der symptomfreien Belastbarkeit
nachgewiesene Effekte (Evidenz A) in der Sekundärprävention
weniger Rehospitalisation
raschere Arbeitsfähigkeit
Reduktion Mortalität und Morbidität um 30%
Haupteffekt der Trainingstherapie
verbesserte Endothelfunktion
Mechanismus: bessere Stickstoff-Bioverfügbarkeit > weniger oxidativer Stress
Wie wirkt Stickstoffoxid NO?
antiatherogen:
gefässerweiternd
entzündungshemmend
plättchenhemmend
gerinnungshemmend
proliferationshemmend
häufigste Ursache der Herzinsuffizienz
kornoare Herzkrankheit (Verstopfung der Koronararterien), v.a. bei Männern.
zweithäufigste Ursache Hypertensive Herzkrankheiten, bei Frauen häufiger als bei Männern
Ziele in der Sekundärprävention und Rehabilitation
Erfassen von Komplikationen
Modiikation von Risikofaktoren
Förderung von Krankheitsverständnis
Obligatorische Inhalte eines Programms in der Schweiz
medizinische Evaluation
kontrollierte körperliche Aktivität
Bekämpfung der kardiovaskulären Risikofaktoren
Anleitung zu herzgesundem Lebensstil
Stressmanagement
Psychosoziale Betreuung + Ratschläge für Rückkehr in Beruf
Was geschieht in der Vorbereitungsphase eines Trainingskonzepts bei KHK und chronischer Herzinsuffizienz?
initialeer Belastungstest > Ermittlung indiv. Leistungsfähigkeit.
Dauer zunächst ca. 5min, Verlängerung auf 10min
Was geschieht in der Aufbauphase eines Trainingskonzepts bei KHK und chronischer Herzinsuffizienz?
allmähliche Belastungssteigerung auf 50-80% VO2max, Borg 11-14
Was geschieht in der Stabilisationsphase eines Trainingskonzepts bei KHK und chronischer Herzinsuffizienz?
Stabilisierung und allmähliche Steigerung des Trainingsumfangs > Mehrzahl der Wochentage, 15-60 Minuten
Aufbau Karamba
5 Termine/Woche
Aufteilung in 4 Stärkeklassen
4-12 Wochen
ca. 300 Patienten/Jahr
Zielgruppe von Karamba
koronare Herzkrankheiten
Herzinsuffizienz
nach Herzklappenoperation
angeborener Herzfehler
Kardiomyopathien
nach überlebtem plötzlichem Herzinfarkt
Alter der Hauptteilnehmer Karamba
40-80 Jahre
Einteilung der 4 Stärkeklassen bei Karamba
sportlich, rüstig, komorbid, Herzinsuffizienz
Klassifikation nach Komorbiditäten, NYHA, Leistung Watt/kg, LV Funktion, Alter
Resultate und Effizienz von Karamba
27% Steigerung körperliche Leistungsfähigkeit
1 Jahr nach Karamba fast alles verbessert, aber immer noch hoher Nikotinkonsum
je mehr Trainingssessions, desto stärker verminderte kummulative Inzidenz auch noch 4 Jahre nach Reha
Beschreibung "gsünder Basel"
gemeinnütziger Verein
Region Basel
Erwachsene
Hauptziel: aktiver Lebensstil
Hauptfokus auf Kurse
seit >20 Jahren kein Herzinfarkt während Programm
6000 Personen erreicht
Angesprochene Personen durch "gsünder Basel"
90% Frauen, grösstenteils älter als 45
10-20% MigrantInnen
Pulmonale Symptome bei COPD
chronischer Husten
Auswurf
Atemnot
unspezifische Allgemeinsymptome
Trias der Physiologie (Voraussetzung für gute Lungenfunktion)
ausreichende Belüftung (Ventilation)
ungestörter Gasaustausch zw. Alveolen und Blutgefässen (Diffusion)
ausreichende Durchblutung der Lunge (Perfusion)
womit misst man die kleine Lungenfunktion?
Spirometrie
womit misst man die grosse Lungenfunktion?
Plethysmographie
Wann liegt eine Obstruktion vor?
wenn Tiffenau-Wert (FEV1/VC) <70%
wann liegt eine Restriktion vor?
Tiffeneau über 70%, FVC unter 80%
welche Werte kennzeichnen eine normale Lungenfunktion?
Tiffeneau >70%, FVC >80%
Hauptkriterium für Sauerstofftherapie
Sauerstoffpartialdruck unter 55 mmHG.
wird mit Blutgasanalyse gemessen
Definition COPD
schleimig-eitriger, produktiver Husten
in 2 aufeinander folgenden Jahren
über Zeitperiode von mind. 3 Monaten
an meisten Tagen
Welche Erkrankungen beinhaltet die COPD?
Kombination von
chronisch-obstruktiver Bronchitis
Lungenemphysem
was ist ein Lungenemphysem?
abnorm gesteigerter Luftgehalt der Lunge mit irreversibler Zerstörung des Lungengewebes
Hauptursachen von Lungenemphysem und chronischer Bronchitis
Inhalationsnoxen, Rauchen, Feinstaubexposition.
Kommt zu verminderten totalen Lungenkapazität
Diagnostische Möglichkeiten der COPD
Anamnese, klinische Untersuchung
Bildgebung: Thoraxbild, Computertomographie
Funktionsdiagnostik: Peak Flow, Spiro, Plethysmographie etc.
GOLD Guidelines 2010 Stadium 1
= leichte COPD
Tiffeneau <70%
FEV1 >80%
bereits ab hier schnell wirksame Bronchodilatatoren bei Bedarf
GOLD Guidelines 2010 Stadium 2
= mittelschwere COPD
Tiffeneau <70%
FEV1 zwischn 50-80%
--> schnell wirksame Bronchodilatatoren plus 1 oder mehreren langsamen
GOLD Guidelines 2010 Stadium 3
= schwere COPD
Tiffeneau <70%
FEV1 zwischen 30-50%
--> plus inhalative Steroide bei rezidivierenden Exazerbationen
GOLD Guidelines 2010 Stadium 4
= sehr schwere COPD
Tiffeneau <70%
FEV1 <50% und chronische respiratorische Insuffizienz (tiefer Sauerstoffpartialdruck)
--> plus Sauerstoff-Therapie, ev. chirurgische Therapie
Therapiemassnahmen bei unterschiedlichen COPD-Stadien nach GOLD Guidelines
1. schnell wirksame Bronchodilatatoren
2. + 1 oder mehrere langsame Bronchodil.
3. + inhalative Steroide
4. + Sauerstofftherapie, ev. chirurgische Therapie
Wie kann die COPD-Therapie unterteilt werden?
Langzeitbehandlung
Behandlung akuter Exazerbationen
Hauptgruppen medikamentöser Basistherapien bei COPD
Bronchodilatatoren (kurz-/langwirksame)
inhalative Steroide
Phosphodiesterasehemmer