01 APPP
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Lernkarten
Aufgaben vom Herz-Kreislaufsystem:
- Verteilung:
- Sauerstoff
- Substrate: z.B. Glukose
- Wärme
- Abtransport:
- Kohlendioxid
- Metaboliten
- Überschüssige Wärme
- Nachrichtenübermittlung:
- Hormone
- Immunreaktionen:
- Zellen
- Antikörper
- Flüssigkeitsverteilung:
- Blutkreislauf
- Interstitieller Raum
Herz Allgemein:
- Das Herz besteht aus vier Innenräumen mit zwei Herzhälften ein rechtes und ein linkes Herz, die wieder unterteils sind in; Einen muskelschwachen Vorhof (Atrium), eine muskelstarke Kammer (Ventrikel)
- Das rechte Herz ist von dem linken Herz duchr das Vorhofseptum und das Kammerseptum voneinander getrennt.
Vorhof
Atrium
Kammer
Ventrikel
Klappensysteme des Herzens:
- Segelklappen / AV-Klappen; Mitral und Tricuspidalklappe
- Taschenklappen; Aorten und Pulmonalklappe
Klappensystem:
- Mitralklappe liegt zwischen dem linken Vorhof und der linken Kammer(2.Flügel)
- Tricuspidalklappe liegt zwischen rechten Vorhof und rechten Kammer(3. Flügel)
- Aortenklappe liegt zwischen der linken Kammer und der Aorta
- Pulmonalklappe liegt zwischen der rechten Kammer und der Arteria Pulmonalis ( Truncus pulmonalis)
Aufbau der Herzwand:
- Wie jedes Hohlorgan besteht die Herzwand nicht nur aus Muskulatur, die Herzwand lässt sich von innen nach aussen in drei Schichten gliedern.
- Endokard ( Herzinnenschicht ca 1mm.)
- Myokard ( Herzmuskel, bis zu 11mm dick)
- Epikard ( Herzaussenhaut ca 1mm dick)
- Umschlossen wird das Herz vom Perikard ca. 1mm dick, das mit dem Epikard den Herzbeutel bildet.
Herz - Kreislauf
=> vena cava (o2arm)
rechter Vorhof, rechte Kammer
Aa pulmonales, Lunge (o2- Anreicherung), Lungenvene
linker Vorhof, linke Kammer
Aorta
Arterien, Arteriolen
Kapillaren
Venolen, Venen
(Allgemein: Vene, Vorhof, Ventrikel, Arterie. <=
Besonderheit: der kleine Kreislauf: Lungenkreislauf
Die Funktionen des Pulmonalkreislaufs sind:
- Atemgasaustausch, Oxygenierung des Blutes, Abatmung CO2
- Füllungsreserve für den linken Ventrikel
- ACE- Ausschüttung zur Aktivierung vn Angiotensin l
- Filterung venösen Blutes: Abbau von Gerinnseln, Fetttröpfchen (Knochenbrüche!) Gasbläschen...
Herzzyklus:
Bei einem gesunden Erwachsenen schlägt das Herz ca. 70 mal in der Minute. Mit jedem Herzschlag (Kontraktion) werden ca. 70ml Blut aus beiden Herzkammern(Ventrikel) in den Lungen- und Körperkreislauf gepumpt.
Herzmechanik:
Schlagvolumen:
Anteil des Blutes der enddiastolischen Füllung, das vom Ventrikel ausgeworfen wird.
Herzzeitvolumen:
Schlagvolumen mal Herzfrequenz
(z.B. 70 ml x 70 Hz = 4900ml/Minute)
(bei körperlichen Belastung bis zu 30L pro Minute)
Elekrophysiologie des Herzens:
Herzmuskelzellen sind spezialisiert auf:
- Kontraktion ( sogenanntes Arbeitsmyokard)
- Reizbildung
- Reizleitung
Elektrophysiologie des Herzens:
Reizleitungssystem:
- Alle Hermuskelzellen sind autonom(selbstständig) arbeitend
- Es gibt übergeordnete Schrittmacherzentren, die Ordnung schaffen
- Sinnusknoten: 60-80 Schläge/Minute
- AV-Knoten: 40-60 Schläge/Minute
- Hisbündel: 30-40 Schläge/Minute
- Tawara-Schenkel:30 Schläge/Minute
- Purkinje-Phasern: 30 Schläge/Minute
- Wird von Sinnusknoten jeweils weitergeleitet.
- Wenn der Sinnusknoten ausfällt springt der AV-Knoten ein. Der Pat. hat jedoch dann eine Bradykardie.
- Wenn auch nocht der AV-Knoten ausfällt, springt das Hisbündel ein. Bradykardie wird schlimmer, Pat. kann nicht mehr gehen => ev. Bewusstlosigkeit.
- Herz kann nicht ohne medulla oblangta (Kleinhirn) arbeiten.
- Solange der Sinnusknoten schlägt passiert bei den anderen nichts.
EKG- Elektro Kardio Gramm:
Bedeutung der einzelnen EKG-Abschnitte:
P-Welle: Vorhoferregung
PQ-Zeit: Überleitung im AV-Knoten
Q-Zacke: Septumerregung
QRS-Kpmplex: Kammererregung
QT-Zeit: Ende der Kammererregung
T-Welle: Erregungsrückbildung der Kammern
- Mit dem EKG misst man das einfliessen von den Elektrolyten.
Elekrolyte und ihre Bedeutung für die Herzaktion:
- Physiologische Herzaktion nur, wenn die Elektrolyte im Normalbereich (Blutserum) liegen, besonders wichtig sind Kalzium und Kalium.
- Kalzium (Ca), durch den Einstrom von Ca über spezielle Kalziumkanäle in die Zelle kommt es erst zur Muskelkontraktion, wenn eine genügend grosse Menge Ca in der Zelle sich befindet.
- Kalium ist lebenswichtig und eine Verschiebung, sowohl bei einem zu viel, als auch einem zu wenig Kalium kommt es zu Depolarisationsstörungen und damit im schlimmsten Fall zum Kammerflimmern oder Asystolie (Herztod).
- Hypokaliämie => Herzstillstand
- Hyperkaliämie => Vorhofflimmern
Asystolie:
Herztod
Herznerven:
- Vegetative Nervensystem:
- Sympathikus
- Der Sympathikus hat eine steigernde Wirkung auf das Herz, Puls und Herzkraft werden gesteigert, Transmitter ist Adrenalin
- Parasympathikus:
- Der Parasympathikus hemmt diese Wirkung, Transmitter ist Acetylcholin.
Sie sind Gegenspieler (Antagonisten)
AV-Knoten
Aschoff-Tawara-Knoten
Prinzip der Herzregulation:
- Barorezeptoren: Druckrezeptoren, Arterien, Aorta, Aortenbogen, Carotis
- Volumenrezeptoren: sind im Venösensystem, Hohlvene und rechter Vorhof wird das Volumen gemessen und wird ins Mittelhirn gemeldet.
z.B. Wenn etwas nicht stimmt, zu wenig Druck und wenig Volumen => erhöht die Frequenz und die Kraft durch das Adrenalin es wird der Sympatikus aktiviert => RAAS
- Reiz => Sensor, Barorezeptoren, Volumenrezeptoren => Regler Mittelhirn => Ist- Soll- Zustandvergleich, Reiz <=> Regler-Einstellung- Vergleich,
- Regler- Mittelhirn => Effekte auf Herzfrequenz, Herzkraft => Sensor, Barorezeptoren, Volumenrezeptoren.
Anwendungsbeispiel Herzregulation:
- Reiz, Schwitzen in der Sonne ohne zu trinken => Sensor, Barorezeptoren, Volumenrezeptoren => Regler => Ist- Soll- Zustandsvergleich, Reiz <=> Regler- Einstellung- Vergleich
- Regler => Effekte, Herzfrequenz hoch, Herkraft hoch => Sensor, Barorezeptoren, Volumenrezeptoren.
Kompensation an sich Veränderte Umstände:
- Ruhe: Herzfrequenz / min 70 x Schlagvolumen 70ml = ca. 5 Liter HZV
- Neuer Bedarf an Blutmenge HZV durch starkes Fieber = 25 Liter HZV
- Errechnen sie neu HF x Schlagvolumen
Frank - Starling - Mechanismus
- Durch eine grössere Vorspannung (Preload) der Herzmuskulatur erhöht sich das Schlagvolumen
Preload
Vorspannung
Anpassungsmechanismen des Herz - Kreislaufsystem
- Sympathikus versus und Parasympathikus (Vagus)
- Renin - Angiotensin - Aldosteron - System
- Adiuretin ( ADH, Antidiuretische Hormon)
- Parasympathikus auch als Vagusreflex bezeichnet
- Paroxysmalesupraventrikuläretachykardie => plötzliches Herzklopfen ohne Adrenalin
Sauerstoffversorgung des Herzens:
Arterien:
- Linke und rechte Herzkranzarterie
A. coronaria sinistra (links)
- R. circumflexus (RCX)
- R. interventricularis anterior (RIVA) bzw. left anterior descendens.
A. coronaria dexter (rechts)
Venen:
Laufen grösstenteils mit Arterien:
- V. cordis magna, media, parva
alle Venen münden in sinus coronarius, der in den rechten Vorhof mündet.
ACHTUNG:
Bei Missverhältnis zwischen O2-Angebot und Bedarf kommt es zur Angina pectoris bzw zum Myokardinfarkt.
Fachbegriffe zur Steuerung der kardialen Pumpfunktion:
Afterload:
Nachlast: Wiederstand in der Auswurfbahn(Arteriolen) der Ventrikel
Fachbegriffe zur Steuerung der kardialen Pumpfunktion:
Vorwärtsversagen:
Die Unfähigkeit des Herzens, gegen die Nachlast des Herzens (Wiederstand der Gefässe / Aoirtenklappe) ausreichend des Herzzeitvolumens zu fördern.
Fachbegriffe zur Steuerung der kardialen Pumpfunktion:
Preload:
Vorlast: enddiastolische Füllungzustand
Fachbegriffe zur Steuerung der kardialen Pumpfunktion:
Rückwärsversagen:
Die Unfähigkeit des Herzens, die Vorlast, d.h. die diastolische Füllung zu verkrafte (Frank-Starling)
Überblick Gefässystem:
- Windkesselgefässe:
- Aorta und grosse Arterien
- Arterielles System 15%
- Windkesselfunktion: sorgt für einen kontinuierlichen Blutfluss (Pulswelle)
- Widerstandsgefässe:
- Arteriolen
- Austauschgefässe:
- Kapillaren 5 %
- Kapazitätsgefässe:
- Venolen und Venen
- Venöses System 80 %
Vier wichtigsten Grössen der Kreislaufregulation:
- Blutdruck - wichtig für die Durchblutung (Perfusion) des ganzen Körpers
- Perfusion - einzelner Organe, z.B. des Gehirns
- Blutvolumen - Voraussetzung für das Funktionieren des Kreislaufs
- Zustand der Gefässe und des Herzens ( Anregung, Herzinsuffizient etc.)
Perfusion:
Durchblutung
Aorta:
- Die Aorta verteilt das Blut über die abzweigenden Arterien in den verschiedenen Körperbereiche.
Anatomie Gefässsystem: Makroskopischer Aufbau
- Arterien und Venen verlaufen i.R. parallel zu einander, das unterstützt den venösen Rückfluss duch die arterielle Pulswelle.
- Auch die umliegende Muskulatur unterstützt als Muskelpumpe den venösen Rückfluss
Gefässystem: Schichten
Intima:
- Gefässinnenschicht, die den Innenraum der Hauptschlagader, Arterien und Venen mit einer einfachen, glatten Zellschicht ausgekleidet (Endothel).
- Bei den Venen bildet sie auch die Venenklappen.
Gefässsystem: Schichten
Media:
- Mittlere Wandschicht, die elastische und kollagenhaltige Bindegewebsfasern sowie wenige Muskelfasern enthält.
- Die Wiederstandsgefässe haben den höchsten Muskelzellanteil.
Gefässsystem: Schichten
Adventitia:
- Äussere Wandschicht, die Bindegewebe enthält und für die Verankerung der Hauptschlagader im umgebenden Gewebe sorgt.
- Ihre Kapillaren versorgen die Gefässwand mit Blut ( Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr)
Gefässsystem: terminale Strombahn:
- Terminale Strombahn reguliert die Durchblutung von Organen:
- Metabolisch
- Nerval
- Humoral
Venöser Rückfluss wird gefördert durch:
- Venenklappen
- Pulsation der Arterien
- Muskelpumpe
- Abdomino - thorakaler Pumpenmechanismus
Orthostase:
- Unter Orthostase versteht man die aufrechte Körperhaltung.
- Als orthostatische Anpassung bezeichnet man, die Fähigkeit des menschlichen Körpers den Blutdruck und somit das Kreislaufsystem in aufrechter Lage (sitzen oder stehen) anzupassen.