01 APPP


D. S.
Diese Lernkarten behandeln die Pharmakologie des Herz-Kreislauf-Systems auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Blockern, Antagonisten, Wirkungen und Präparate, insbesondere ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker und Diuretika. Die Karteikarten decken Therapien für Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und arterielle Hypertonie ab, einschließlich der Verwendung von Herzglykosiden, Aldosteron-Antagonisten und Phosphodiesterasehemmern. Mediziner und Pharmazeuten profitieren von diesem Set, um ihr Verständnis der medikamentösen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vertiefen und zu erweitern.
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105
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
14.01.2016 / 22.10.2018

Flashcards

Diuretika:
Unerwünschte Wirkung: 

- Entleisung der Elektrolyte, K & MG tief, Ca hoch
- Harnsäure hoch
- Cholesterin hoch
- Diabetogene Wirkung
- Arterielle Hypotonie
- Muskelkrämpfe Waden 

Thiazid-Diuretika: Hydrochlorthiazid 

- Mässig starkt diuretisch wirkende Substanz 
- Langsamer Wirkungseintritt => aber lange Wirkungsdauer
- Als Monosubstanz: Esidrex(Hydrochlorthiazid)
- Kombination; Co-Reniten(Enalapril/Hydrochlorthiazid) 

Schleifendiuretika; Furosemid: 

- Sehr stark wirkdende Substanz
- Wirkt an der Henle-Schleife der Nieren => Förderung der Na- und Wasserausscheidung
- Wenn rasche Wirkung nötig ist(schwere HI/Lungenödem)
- Einziges Präparat, das bei Niereninsuffizienz eingesetzt werden kann!!!
- Lasix (Furosemid) 

Kalium-sparende Diuretika 

Aldosteron-Antagonist 

Aldosteron-Antagonisten:
Wirkung: 

- Diuretische Wirkung => Förderung der Na-Ausscheidung
- Hemmung der K-Ausscheidung am beginnenden Sammelrohr 

Aldosteron-Antagonisten:
Indikation: 

- Fortgeschrittene HI (als Zusatz zur Standarttherapie mit ACE-Hemmer, Beta-Blocker und weiteren Diuretika)
 

Aldosteron-Antagonisten
Kontraindikation: 

- Nierenfunktionsstörungen 

Aldosteron-Antagonisten
Interaktion: 

- (K-Präparate, ACE-Hemmer, NSAR) => Steigerung der Hyperkaliämie 

Aldosteron-Antagonisten:
Unerwünschte NW:

- Häufig Gynäkomastie bei Männer
- Laktation bei Frauen
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Impotenz
- Menstruationsbeschwerden 

Aldosteron-Antagonisten:
Präparate:

- Aldactone (Spironolacton) 

Aldosteron-Antagonisten 
Besonderes: 

- Aldosteron = Hormon aus der Nebennierenrinde zur Steuerung des Mineralhaushaltes 

Digitalis
Herzmuskel Befähigen (stärken) 

Eine Herzkraftsteigernde Wirkung ist auch durch Digitaispräperate möglich (positiv inotrop, negativ chronotop) mit Verlängerung der Diastole und besserer Füllung und damit effektivere Kraftauswirkung. 

Nachteilig sind häufige Vergiftungserscheinungen mit oft tödlich enden Herzrhythmusstörungen durch Überdosierung. Digitales wird über die Niere ausgeschieden und Pat. mit HI leiden sehr häufig wegen oder zusätzlich unter einer Niereninsuffizienz (Alter), was ohne engmaschige Kontrolle und gute Compliance, gefährlich ist. 

Herzglykoside / Digitalis
Wirkung: 

- Herzglykoside(Digoxin und Digitoxin verbessern die Herzarbeit 
- Steigerung der Kontraktionskraft des Herzens
- Verlangsamung der Herzfrequenz
- Verlangsamung der Erregungsleitung
- Erleichterung von Erregungsbildungsstörungen durch Senkung der Reischwelle
- Hemmender Effekt auf das Sympathikussystem 

Herzglykoside / Digitalis
Indikation: 

- Stark an Bedeutung verloren
- Bei therapieresistenter HI vor allem in Kombination mit Vorhofflimmern. 

Herzglykoside / Digitalis: 
Kontraindikation: 

- Schwere Hypokaliämie
- Av- Blockierungen
- Tachykardien
- Vorsicht bei älteren Menschen => Niereninsuffizienz 

Herzglykoside / Digitalis 
Unerwünschte NW: 

- Geringe therapeutische Breite => regelmässige Blutspiegel Messungen
- Übelkeit und Erbrechen
- Überdosierung; Farbsehen, Kopfschmerzen, Halluzinationen, Verwirrungen 

Herzglykoside / Digitalis: 
Präparate; 

Digoxin Sandoz
Digoxin Streuli 

Herzglykoside / Digitalis 
Besonderes: 

Nicht mehr Mittel der ersten Wahl auch nicht mehr zur Monotherapie 

Herzrhythmusstörungen: 

- Vorhofflimmern:
- Vorhofflimmern ist die häufigste Art von Herzrhythmusstörungen. Beim Vorhofflimmern schlagen die Herzvorhöfe nicht mehr regelmässig, sondern zu schnell, unregelmässig und unkoordiniert. Dies führt dazu, dass das Herz nicht mehr genügend Blut in den Kreislauf pumpen kann. Vorhofflimmern kann ernsthafte Beschwerden auslösen und muss daher abgeklärt und behandelt werden. 
Vorhofflimmern wird durch eine Art elektrisches Gewitter im Reizleitungssystem des Herzens verursacht. Die Pumpaktivitäten der Vorhöfe und der Herzkammern sind nicht mehr aufeinander abgestimmt - dadurch nimmt die Herzleistung ab. Kurzfristig können die Herzkammern diesen Lestungsrückgang kompensieren, doch wenn das Vorhofflimmern länger anhält, werden die Herzkammern überlastet und es kann sich eine HI entwickeln. 

Therapiebeispiel: Kardiogener Schock: 

- Symptome: 
- Periphere Minderdurchblutung => Kreislauf bleibt stehen
- Arterielle Hypotonie

- Therapie:
- o2 => über Maske zugeführt
- Dobutamin, Noradrenalin => unterstützen Herzfunktion
- Antiarrhythmika => verhindern bedeutsame Arrhythmien
- Phosphodiesterasehemmer => bewirken einen Anstieg des Herzzeitvolumens 

Therapie des Vorhofflimmerns: 

- Ziel ist der Sinusrhythmus, Unterschiede in den Ursachen, Auswirkungen und dementsprechend der Therapieform

- Elektrische Kardioversion
- Medikamentös
- Antikoagulation
- Betablocker, Ca-Antagonist
- Antiarrhythmika
- Amiodoron (Corderone) 

AV-Block: 

- Ein AV-Block kann je nach Ausprägung ( Verzögerung der Leitung, komplette Blockierung der Leitung) zu einem beträchtlichen Abfall der Herzfrequenz unter die vom Sinusknoten vorgegebene Frequenz bewirken. Dadurch kann die Pumpleistung des Herzens bedrohlich abfallen.

- Nach dem Ausmass der Blockierung werden verschiedene Grade des AV-Blocks unterschieden:
- AV-Block 1. Grades
- AV-Block 2. Grades
- Mobitz Typ l
- Mobitz Typ ll
- AV-Block 3. Grades 

AV-Block 3. Grades: 

- Therapie
- Notfallmässig: Atropin sc./i.v.
- Atropin blockiert teilweise die Rezeptoren und hemmt somit den Parasympathikus. Die Wirkung Acetylcholins sinkt. Der Einfluss des Parasympathikus sinkt, wodurch der Einfluss des Sympathikus überwiegt. 

- Bei nicht reversiblen AB-Bläcken, persistierender Symptomatik und ungünstiger Prognose (AV-Block Mobitz Typ ll, AV-Block 3. Grades) besteht grundsätzlich die Indikation zur Anlage eines permanenten Herzschrittmachers 

Kammerflimmern: 

- Beim Klammerflimmern schlägt das Herz mehr als 320-mal pro Minuten. Diese Frequenz ist so hoch, dass das Herz kein Blut mehr in den Kreislauf pumpen kann - es besteht ein Herz-Kreislauf-Stillstand (Plötzlicher Herztod, Sekond death). Wenn in einer solchen Situation nicht innerhalb von wenigen Minuten Wiederbelebungsmassnahmen erfolgen, stirbt die betroffene Person

- Symptome: Der Pat. wird plötzlich bewusstlos. Auf Ansprechen oder Schütteln reagiert er nicht. Die Atmung setzt aus und es ist kein Puls mehr spürbar.

- Behandlung: Sofortige Herz-Lungen-Wiederbelebung, BLS 

Akute Linksherzinsuffizienz / Kardiogener Schock: 

- Phosphodiesterasehemmer
- Bewirken einen zusätzlichen Einstrom von Calcium über zusätzliche Calciumkanäle, was die Kontraktionskraft der einzelnen Zelle erhöht 

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