01 APPP


D. S.
Diese Lernkarten behandeln die Pharmakologie des Herz-Kreislauf-Systems auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Blockern, Antagonisten, Wirkungen und Präparate, insbesondere ACE-Hemmer, Angiotensin-Rezeptor-Blocker und Diuretika. Die Karteikarten decken Therapien für Herzinsuffizienz, Vorhofflimmern und arterielle Hypertonie ab, einschließlich der Verwendung von Herzglykosiden, Aldosteron-Antagonisten und Phosphodiesterasehemmern. Mediziner und Pharmazeuten profitieren von diesem Set, um ihr Verständnis der medikamentösen Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vertiefen und zu erweitern.
Karten
105
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
14.01.2016 / 22.10.2018

Lernkarten

Angiotensin-ll-Antagonisten (AT1-Blocker)
Präparate:
 

- Atacand (Candesartan)
- Aprovel (Irbesartan)
- Cosaar (Losartan) 

Ca- Antagonisten
Wirkung: 

- Herz: Abnahme der Kontrakationskraft
- Arterielle Blutgefässe; Gefässerweiterung
=> Sauerstoffverbrauch tief und BD tief 

Ca- Antagonisten 
Indikation: 

Hypertonie
KHK 

CA- Antagonisten
Besonderes: 

Einige CA-Antagonisten haben auch antirrythmische Wirkung: Isoptin (Verpamil) 

Ca-Antagonisten:
Unerwünschte NW: 

- Absacken des Blutes => Knöchelödeme
- BD-Abfall => Schwindel => Tachykardie
- Kopfschmerzen, Flush 

Ca-Antagonisten
Präparate: 

- Adalat (Nifedipin)
- Norvasc (Amlodipin)
- Zanidip ( Lercindipin) 

Angina Pectoris: 

Die Stenosierung einer oder mehrer Herzkranzgefässe führt unter Anstrengung zur Thoraxschmerzen mit möglicher Ausstrahlung in Arm, Schultergürtel, Oberkörper und Unterkiefer. Durch die Ansrengung, beispielsweise durch das Laufen eines Berges hinauf, reicht die Durchblutung durch das verengte Herzkrankzgefäss nicht mehr um das nachfolgende Herzmuskelgewebe mit Sauerstoff zu Versorgen. Es entsteht ein heftiger Schmwerz, ein sogenannter ischämischer Schmerz 

Wirkung Nitraten: 

- Nitrate führen zu einer Vasodilatation der venösen und arteriellen peripheren Gefässe und der Koronararterien. 
- Durch die Vasodilatation der Koronargefässe erhöht sich die Durchblutung des Herzmuskels und damit die Sauerstoffversorgung des Herzmuskels. 
- Gleichzeitig bewirkt die Vasodilatation der Venen eine Reduktion des Preload und die Vasodilatation der Arterien eine Reduktion des Afterload und das Herz wird entlastet. 

Nitrate: 
Dauerapplikation: 

=> Nitrattoleranz (innerhalb 24h) => bei Therapie mit (TTS) => nitratfreise Intervall einhalten. 

Nitrate 
Unerwünschte NW: 

- Kopfschmerzen
- Blutdruckabfall
- Schwindel
- Übelkeit
- Schwächegefühl
- Gesichtsrötung 

Myokardinfarkt: 

- Der akute Myocardinfarkt ist definiert als ein über einen längeren Zeitraum bestehender Koronargefässverschluss mit einer Sauerstoffunterversorgung des nachfolgenden Areal und anschliessenden Zelltod (Myocardnekrose)

- Nach 4-6 Stunden ist der Untergang der Zellen unwiederruflich und führt zu Einschränkungen entsprechend des betroffenen Areal. Darum ist die schnellstmögliche Reperfusion notwendig. Dies kann durch eine PTCA oder Bypassoperation erreicht werden. Durch Medikamente können die Thromben auch wieder gelöst werden, der sogenannten Thrombolyse/Fibrinolyse. 

Fibrinolytika: 

- Fibringerinnsel (Thromben) werden durch ein körpereigenes System langsam aufgelöst. Bei akuten Situationen, wie LE und HI können akute Thromben mit Fibrinolytika direkt aufgelöst werden. 

- Medikamente dafür sint Streptokinase, Urokinase. Als Komplikation können überall im Körper Bluten / Massenblutungen ausgelöst werden, da alle bestehenden Thromben aufgelöst werden. 

Antikoagulantien: 

- Blutgerinnungshemmende Mittel
- Heparin intravenös bei akuten Koronarsyndrom. 

Antikoagulatioen: 
Coumarinderivate: 
 

- Vitamin K-Antagonisten
- Marcoumar (Phenoprocoumon)
- Sintrom (Acenocoumarol) 
=> Verdrängen Vitamin K aus dem Enzymstystem, welchses die Gerinnungsfaktoren produziert. Bereits produzierte Gerinnungsfaktoren werden nicht Beeinflusst => keine sofortige Gerinnungshemmung. 

Antikoagulation
Heparin: 

- Liquemin (Heparin (Standart) => hochmolekulär)
- Fragmin (Heparin => niedermolekulär)
- Fraxiparine (Heparin => niedermolekulär)
- Arixtra (Fondaparinux => Heparinanalog) 
=> Hemmen die Umwandlung von Fibrinogen in Fibrin 
=> sofortige Gerinnungshemmung 

Heparin: 

- Ist ein körpereigenes Antikoagulans: 
=> verhindert Thrombenbildung => Wirkung von Thrombin wird aufgehoben
=> hemmt Plättchenaggregation
=> Sofortiger Wirkungseintritt => aber Wirkung nimmt schnell ab! 

Hochmolekulare Heparine: 

- Liquemin i.v.
- Akutes Koronarsyndrom (akuter Herzinfarkt) 

Niedermolekulare Heparine (NMH) 

- Fraxiparin sc.
- Prophylaxe bei Risikopat. (Postop., Immobilität etc.)
- Thrombose
=> hemmen Faktor XA
=> doppelt so lange Halbwertszeit wie normales Heparin 

Heparin 
Indikation: 

- Thromboseprophylaxe
- Thrombosetherapie
- Herzinfarkt
- Vorhofflimmern
- Dialyse 

Heparin
NW: 

- Blutungen
- Thrombozytopenie
- Haarausfall 

Heparin 
Kontraindikationen: 

- Blutungsneigung bei Leber-, Nieren- und Pankreaserkrankungen 

Heparin 
Interaktionen: 

- NSAR
- Penicilline
- Cephalosporine
- Antihistaminika
- Herzglykoside
- Tetracycline 

Heparin
Antidot: 

Protamin 

Heparin 
Präparate: 

- Clexane
- Fragmin
- Fraxiparin 

Therapie nach Herzinfarkt: 

- Antikoagulation, wie bei KHK (Thrombozytenaggregation) oder Antikoagulation mit Cumarin

- Betablocker:
=> Wirkungsweise der Betablocker, die antiischämische Wirkung der Betablocker beruht vor allem auf ihrer Herzfrequenz- und Blutdrucksenkung. 
=> Weiter Behandlungsschritte nach Individuellen Gegebenheiten (ACE-Hemmer, Diuretika, Ca-Antagonisten) 

Antikoagulantien (=Blutgerinnungshemmende Mittel)
 

- Antikoagulantien dienen der Prophylaxe und der Therapie

- Thromboembolischer Erkrankungen:
- Thromboembolie
- Vorhofflimmern
- Künstlicher Herzklappenersatz
- Thromboseprophylaxe 

Cumarine: 

- Cumarine hemmen die Wirkung von Vitamin K und damit den Aufbau von Prothrombin und verschiedener Gerinnungsfaktoren => indirekte Antikoagulierende Wirkung. 

- Wirkungseintrirr nach 1-3 Tagen, wenn alle Gerinnungsfaktoren im Blut verbraucht sind!!

- Neu Plavix, soll Cumarine ersetzen können, stark in der Diskussion 

Cumarine 
Indikation: 

- Prophylaxe und Therapie von Thromboembolien => wegen peroraler Anwendung auch für Langzeitbehandlung geeignet. 

Cumarine:
NW: 

- Blutungen
- Hautnekrosen 

Cumarine
Kontraindikationen:

- Blutungsneigung
- Endokarditis
- Schwangerschaft
- präoperativ 

Cumarine:
Antidot: 

- Konakion MM (Vitamin K)
- Kohlgemüse 

Cumarine
Vorsicht: 

- Dosierung muss individuell angepasst werden
- Pat. sollten Ausweis auf sich tragen.
- Therapie durch regelmässige Quick-Messung (NR-Wert) überwachen
- Keine intramuskulären Injektionen machen während Cumarinetherapien!
 

Cumarine:
Interaktionen: 

- Viele wegen der starken Eiweissbindung der Cumarine... 

Cumarine:
Präparate: 

- Marcoumar ( Phenoprocoumon)
- Sintrom (Acenocoumarol) 

Herzinsuffizienz: Definition 

- Aus hämodynamischer Sicht kann die Herzinsuffizienz als das Unvermögen des Herzens, bei genügenden Volumenangebot und unter normaler Füllungsbedinungen, Blut mit genügend Druck in der für den Organismus notwendigen Menge zu fördern um den Erfordernissen des Energiehaushalt und Stoffwechselhaushalt im Körper genügen. 

Medikamentöse Stufentherapie bei HI 
 

NHYA-Stadium 1: ACE-Hemmer/AT1-Blocker
NHYA-Stadium 2: ACE-Hemmer/AT1-Blocker & Beta-Blocker
NHYA-Stadium 3: ACE-Hemmer/AT1-Blocker & Beta-Blocker & Diuretika & Aldosteronantgonisten
NHYA-Stadium 4: Wie Stadium 3 

Diuretika: 

- Steigerung der Flüssigkeit-Ausscheidung => Verminderung der Vor- und Nachlast (Pre- und Afterload) 

Diuretika
Wirkung: 

- Reduktion des Blutvolumens durch 
=> Steigerung der renalen Flüssigkeitsausscheidung und
=> Verminderung der Natriumchlorid- und damit der Wasserretention => BD-Senkung 

Diuretika:
Indikation: 

- Hypertonie
- Herzinsuffizienz
- Ödeme 

Diuretika;
Kontraindikationen: 

- Akutes Nierenversagen 

Lernen