Antiarrythmika, Antihypertonika etc.

Antiarrythmika, Antihypertonika etc.

Antiarrythmika, Antihypertonika etc.


N. K.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Pharmakologie von Herz-Kreislauf-Medikamenten auf Universitätsniveau. Sie behandeln verschiedene Wirkstoffe wie Nitrate, Betablocker, Calciumkanalblocker und Vasodilatoren, deren Mechanismen, Indikationen und Nebenwirkungen. Besonders hervorgehoben werden die Wirkungen auf Kanäle, die Hemmung spezifischer Prozesse und die Klassifizierung der Wirkstoffe. Medizinstudenten und Fachkräfte profitieren von diesen Karteikarten, um ihr Verständnis der Pharmakotherapie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu vertiefen und ihre klinischen Entscheidungen zu verbessern.
Flashcards
164
Students
2
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
30.07.2016 / 10.10.2017

Cartes-fiches

Endothelin-Antagonisten: WM, Wirkung

  • antivasokonstriktorisch
  • verringern den pulmonalen und den systemischen Gefässwiderstand
  • höheres Blutfördervolumen ohne Erhöhung der Herzfrequenz

Indikationen

Bosentan: Wirkung, struktureller Aufbau, Indikaton

Endothelin-Antagonisten

im zentralen Teil eine saure Funktion, polar, Heterozyklus, drumherum lipophil


Bosentan: Sulfonamid schwach azide, lipophil Drumherum

bindet an ETA und ETB

Mittel der Wahl zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie

Sitaxentan: Wirkung, struktureller Aufbau, Indikation

Endothelin-Antagonisten

 

im zentralen Teil eine saure Funktion, polar, Heterozyklus, drumherum lipophil

bindet nur an ETA 

Mittel der Wahl zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie

Ambrisentan: Wirkung, Indikation

Endothelin-Antagonisten

im zentralen Teil eine saure Funktion, polar, Heterozyklus, drumherum lipophil

bindet nur an ETA 

Mittel der Wahl zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie

Herzrhythmus: Ursprung, bla

Schrittmacherzellen am Sinusknoten bilden Aktionspotentiale aus, die sich über Myokard ausbreiten.
→ elektrische Erregung wird in mechanische Kontraktion umgesetzt

• Aktionspotentialdauer = QT-Zeit

• lang anhaltende Aktionspotentiale: langsamer Herzrhythmus

• kurz anhaltende Aktionspotentiale: schneller Herzrhythmus

Antiarrhythmika: Indikation, WM, Einteilung

• zur Normalisierung des Herzrhythmus bei Bradykardie und Tachykardie

• Einteilung in nach Vaughan Williams in 6 Klassen (IA, IB, IC, II, III, IV)

• Wirkung beruht vor allem auf Blockade von Na+- K+- und L-Typ-Ca2+Kanälen


Klasse IA: Na+-Kanäle + K+- und Ca2+-Kanäle 

Klasse IB: Na+-Kanäle (schnell)

Klasse IC: Na+-Kanäle (langsam) 

Klasse II: β-Rezeptoren

Klasse III: K+-Kanäle

Klasse IV: Ca2+-Kanäle

Phasen und Ionenströme beim Aktionspotential im Myokard

Phase 0: rasche Depolarisation; Na+-Einstrom

Phase 1: kurze (unvollständige) Repolarisation; transienter K+-Ausstrom

Phase 2: Plateauphase; Ca2+-Einstrom

Phase 3: Repolarisation zum Ruhezustand: K+-Ausstrom

Phase 4: Ruhemembranpotential; Auswärtsströme > Einwärtsströme

Antiarrhythmika der Klasse I: WM, strukturelle Eigenschaften

blockieren ähnlich wie Lokalanaesthetika Bildung und Fortleitung von Erregung

• Angriff an Na+-Kanälen

• verlängern Refraktärzeit

• amphiphile Eigenschaften (lipophil aromatisch / protonierbarer N)

• Unterklasse IB: nur hochfrequente, unregelmäßige Aktionspotentiale werden blockiert (kurze Bindung: Ablösung in der Diastole)
• Unterklasse IA und IC: binden länger; blockieren auch reguläre Aktionspotentiale (proarrhythmisch!)

Chinidin: WM, HWZ, strukturelle Eigenschaften

Antiarrhythmika Klasse 1A

• Diastereomer des Chinins

• blockiert Na+-, K+-, und Ca2+-Kanäle

• viele Interaktionen: CyP2C19 Hemmer, P-Glykoprotein-Hemmer

• HWZ: 7-18 Std.

gelb: Chinolin

gelb + blau : amphiphil

Lidocain als Antiarrhythmikum: HWZ, FPE, Applikation

Antiarrhythmika Klasse 1B (Na+-Kanäle, schnell)

• ausgeprägter first-pass-Effekt

• kurze HWZ: 1,5 – 4 Std.

• i.v. Applikation

Mexiletin: Applikation, WM

Antiarrhythmika Klasse 1B (Na+-Kanäle, schnell)

p.o. Applikation

Flecainid: Applikation, Indikation, WM

Antiarrhythmika Klasse 1C (Na+-Kanäle, langsam)

Indikation: supraventrikuläre Tachykardie

• sehr wirkungsstark!

• CAVE: Als Nebenwirkung: proarrhythmisch!

• i.v. oder p.o.

Lidocain ähnliche Struktur

Propafenon: Wirkung, HWZ, Applikation

Antiarrhythmika Klasse 1C (Na+-Kanäle, langsam)

• besitzt auch β-sympatholytische Aktivität

• ausgeprägter first-pass-Effekt

• CYP2D6 Substrat (genetische Polymorphismen: HWZ 2 - 32 Std.)

• i.v. oder p.o.

Ajmalin

Antiarrhythmika Klasse 1C (Na+-Kanäle, langsam)

• aus Rauwolfia serpentina

• nur i.v. Applikation, wegen schlechter Resorption.

• CYP2C19 Substrat.

Prajmalin

Antiarrhythmika Klasse 1C (Na+-Kanäle, langsam)

p.o.

WM Klasse II der Antiarrhythmika

Beta-Blocker

Metoprolol

Antiarrhythmika Klasse II und Antihypertensivum: Blockade von β1-Rezeptoren

Esmolol

Antiarrhythmika Klasse II und Antihypertensivum: Blockade von β1-Rezeptoren

wird schnell durch Plasma-Esterase gespalten: Metabolit kaum aktiv

Antiarrhythmika Klasse III (K+-Kanäle): Angriffsort

• blockieren hERG-Kanäle (spannungsabhängige K+-Kanäle)

• verlängern Aktionspotentiale und verlangsamen Herzschlag

• human Ether-A-Go-Go-Related Gene

• verhindern schnellen K+-Ausstrom

• Problem: viele Arzneistoffe binden an hERG und verlängern die QT-Zeit: Herzrhythmusstörungen!
• Verantwortlich für Arzneistoffbindung sind Tyr652 und Phe655: gehen π-πI nteraktionen mit Aromaten u. Kation-π-Interaktionen mit basischen Zentren ein.
• Terfenadin: H1-Antihistaminikum, bindet und blockiert hERG (Marktrücknahme wegen QT-Zeitverlängerung)

Terfenadin Bindung an hERG-Kanal

pi-pi WW von Phe655 und pi-Kation-WW mit quart. Ammonium

hERG-Kanal Blocker und deren IC50

Sotalol: BV, HWZ, PPB

Antiarrhythmika: Klasse III

• Phenylethylaminstruktur, β-Blocker

• Sulfonamidstruktur bedingt β-sympatholytische Aktivität 

• K+-Kanalblocker (Antiarrhythmikum)

• polar, geringe Plasmaproteinbindung

• geringer first-Pass-Effekt

• BV = 75-90%

• HWZ= 15 Std.

• einzige Substanz der Klasse

• nahe verwandt mit Isoprenalin bzw. Dichlorisoprenalin

Amiodaron: Wirkung, NW, PPB, Löslichkeit, HWZ

Antiarrhythmika: Klasse III

• iodiert! CAVE: NW auf Schilddrüsenfunktion

• sehr lipophil: schlechte Löslichkeit, ausgeprägter first-pass-Effekt, starke Gewebeverteilung
• 90% Plasmaproteinbindung

• sehr lange HWZ (20-100 Tage)!

Dronedaron: HWZ

Antiarrhythmika: Klasse III

• geringere Lipophilie als Amiodaron

• kürzere HWZ als Amiodaron: 25 Std.

• weniger NW als Amiodaron

Verapamil: WM, Wirkung, FPE, Metabolismus

Antiarrhythmika Klasse IV: L-Typ-Ca2+-Kanalblocker (Phenylalkylamin)

• vermindern Depolarisationsgeschwindigkeit langsamer Aktionspotentiale

• Verlangsamung des Herzschlags

• keine vaskuläre Präferenz, d.h. keine reflektorische Sympathikusaktivierung (wie bei DHP)

• als Racemat; S-Form jedoch wirksamer und nicht dromotrop

• First-Pass-Effekt (sehr lipophil), CYP3A4; Metabolismus der S-Form bevorzugt
• ausgeprägte Hemmung auf Sinus- und AV-Knoten (Risiko der Asystolie): negativ-chronotrop und dromotrop

Dopamin-Teilstruktur

Diltiazem: WM, Wirkung, Struktur, FPE

Antiarrhythmika Klasse IV: L-Typ-Ca2+-Kanalblocker (Benzothiazepin-Derivat)

• vermindern Depolarisationsgeschwindigkeit langsamer Aktionspotentiale 

• Verlangsamung des Herzschlags

• keine vaskuläre Präferenz, d.h. keine reflektorische Sympathikusaktivierung (wie bei DHP)
• ausgeprägte Hemmung auf Sinus- und AV-Knoten (Risiko der Asystolie): negativ-chronotrop und dromotrop

• 2,3-cis (+)-Derivat wird therap. genutzt

• hoher First-Pass-Effekt

Welche Herzglykoside werden zur Therapie von Herzrhythmusstörungen genutzt? Wie wirken sie?

Digitoxin, Digoxin

sensibilisieren Barorezeptoren-Reflex

Adenosin als Antiarrhythmikum: Wirkung, Applikation, HWZ

Nicht klassifizierte Antiarrhythmika

•via A1-Rezeptor wird G1-Protein-modulierter K+-Kanal aktiviert und dadurch Erregungsleitung verlangsamt
• Als Bolusinjektion i.v.

•HWZ: wenige Millisekunden

Magnesium als Antiarrhythmikum

• Wirkungsmechanismus unbekannt

• meist als MgSO4

Positiv inotrope Wirkstoffe: Indikation, Wirkung

• zur Behandlung der akuten und chronischen Herzinsuffizienz → Wirkstoffe, die die Herzarbeit ökonomisieren und gleichzeitig negative humorale Kompensationsmechanismen aufheben

- steigern Kontraktionskraft und Kontraktionsgeschwindigkeit des Myokards

- erhöhen Verfügbarkeit von Ca2+ pro Kontraktion

- verbessern Empfindlichkeit kontraktiler Proteine gegenüber Ca2+

Positiv inotrope Wirkstoffe: verschiedene Klassen und deren Wirkweise

1. Herzwirksame Glykoside: blockieren Na+/K+-ATPase: Erhöhung der Na+- Konz. und damit geringerer diastolischer Ca2+-Austransport.
2. PDE3-Inhibitoren und Catecholamine: erhöhen cAMP und damit Aktivierung der PKA, die Ca2+-Kanäle phosphoryliert und damit öffnet.
3. Ca2+-Sensitizer: erhöhen Sensitivität des Myosins und Aktins in Kardiomyozyten gegenüber Ca2+.

Elektromechanische Kopplung an einer Herzmuskelzelle

Catecholamine: WM, Indikation

positiv inotrope Wirkstoffe

• stimulieren β-Rezeptoren (Gs) und aktivieren dadurch Adenylatcyclase (AC) → cAMP-Anstieg → PKA-Aktivierung und Phosphorylierung von L-Typ-Ca2+-Kanälen → Öffnungswahrscheinlichkeit der L-Typ-Ca2+-Kanäle erhöht.
• Phosphorylierung von Phospholamban (hemmt Ca2+-ATPase des SR): schnellerer Rücktransport von Ca2+ in SR → Erschlaffungsgeschwindigkeit erhöht.
• Adrenalin und Dopamin in der Klinik bei kardiogenem Schock und schwerer Herzinsuffizienz.

Phosphodiesterase-3-Inhibitoren: Wirkung, welche Subtypen an PDE-3 Inhibitoren gibt es und wo sind diese lokalisiert?

positiv inotrope Wirkstoffe

a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen


Zwei Substypen PDE-3:

a) PDE-3A: in Kardiomyozyten, glatten Gefäßmuskelzellen und Thrombozyten

b) PDE-3B: in Hepatozyten und Fettgewebe

Cilostazol

Phosphodiesterase-3-Inhibitor

a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen

Amrinon

Phosphodiesterase-3-Inhibitor

a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen

Enoximon

Phosphodiesterase-3-Inhibitor

a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen

Milrinon

Phosphodiesterase-3-Inhibitor

a) positiv-inotroper Effekt: selektive Hemmung der PDE-3 in Myokardzellen → erhöhten cAMP-Spiegel und PKA zur Phosphorylierung spannungsabhängiger Ca2+-Kanäle: Ca2+-Einstrom beim Aktionspotential verstärkt.
b) vasodilatierender Effekt: PDE-3 Hemmung in glatten Muskelzellen

Bindung von Cilostazol an PDE3B

Levosimendan

Ca2+-Sensitizer

•zur Kurzzeitbehandlung der akut dekompensierten schweren chron. Herzinsuffizienz
• in D. nicht zugelassen

• erhöht Sensitivität des Myosins und Aktins in Kardiomyozyten gegenüber Ca2+.

• gleichzeitig hoch-potenter PDE3 Inhibitor (IC50 = 7,5 nM)

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