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T. A.
Diese Lernkartei deckt die komplexen Aspekte der Herpesviridae-Infektionen ab, insbesondere auf Universitätsniveau. Sie konzentriert sich auf die Pathogenese, Epidemiologie, Klinik und Bekämpfung von Herpesvirus-Infektionen bei verschiedenen Tieren, einschließlich Pferden, Rindern und Hunden. Die Karteikarten behandeln spezifische Krankheiten wie das bösartige Katarrhalfieber (BKF) und das Welpensterben, sowie diagnostische Methoden und therapeutische Ansätze. Tiermediziner und Studierende profitieren von diesem umfassenden Überblick, um Infektionen besser zu verstehen und zu behandeln.
Karten
68
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
21.02.2016 / 26.12.2022

Lernkarten

041 Herpesviridae

Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) - Immunologie, Bekämpfung

041 Herpesviridae

Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) - Immunologie, Bekämpfung

  • Infektion führt zu kurzer Immunität
    • ca. 3-6 Monate
    • vermittelt durch virusspezifische CTL
    • Kreuzreaktion EHV-1/EHV-4
  • Impfung*:
    • inaktiviert (EHV-1/4) oder lebend (EHV-1)
    • Grundimmunisierung
      • 5. LM, 6. LM
    • Auffrischung nach jeweils sechs Monaten
    • trächtige Stuten im 4-5. und 8. Trächtigkeitsmonat (Lebendvak.) oder 5 + 7 + 9 TM (inaktivierte Vak.)
    • Herdenimmunität
      • alle Tiere eines Bestandes sollten geimpft werden
        -> Verminderung der Virusausscheidung 
  • Hygienemanagement, Stressvermeidung, Separation trächtiger Stuten
    • Bildung und Erhaltung von kleineren stabilen Gruppen innerhalb der gefährdeten Population
    • Stressvermeidung
      • Transporte, Neugruppierung, Turniersport, schlechte Ernährung, Parasitenbefall...
    • Quarantäne für Zukäufe
      • 21 Tage

*kein Schutz gegen EHM

042 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Allgemeines

042 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Allgemeines

  • Erreger
    • Equides HV-4 (EHV-4)
    • seltener EHV-1
  • 1980 Nachweis, dass EHV-1 und EHV-4 distinkte Virusspezies darstellen
    • EHV-1 in der Regel Virämie nach Primärinfektion
    • EHV-4 üblicherweise keine systemische Verbreitung
      • Infektion meist beschränkt auf Respirationstrakt
      • selten Aborte und neurologische Verlaufsformen 

043 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Epidemiologie

043 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Epidemiologie

  • Infektion von Fohlen in sehr jungem Alter durch Stuten oder Gruppengenossen
  • produktive Infektion Respirationstrakt
    -> latente Infektion im Trigeminalganglion
  • Reaktivierung durch Stress
    • z.B. bei Rennpferden im Training oder im Wettkampf
  • EHV-4-Infektionen scheinen häufiger als EHV-1- Infektionen zu sein und stellen die häufigste virale Infektionskrankheit des Atmungsapparates des Pferdes dar 

044 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Pathogenese, Klinik

044 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Pathogenese, Klinik

  • primären Virusvermehrung im Epithel des Respirationstrakts
  • i.d.R. keine virämische Phase
  • bakterielle Sekundärinfektionen können zu schweren klinischen Erscheinungen vor allem bei jungen Pferden führen
    -> Todesfälle
  • Symptome
    • Nasenausfluss
    • Tränen
    • unter Umständen Husten, Fieber 

045 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Labordiagnostik

045 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Labordiagnostik

  • Virusnachweis
    • Material
      • Nasentupfer (mit NaCl Lösung angefeuchtet, Antibiotikum(?!))
    • Anzucht in Zellkultur (zpE)
    • PCR (Diskriminierung EHV-1/4)
  • Ak-Nachweis
    • Serumneutralisationstest (SNT)
    • ELISA
    • -> beide gepaarte Serumproben 

046 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Immunologie, Bekämpfung

046 Herpesviridae

Equine Rhinopneumonitis - Immunologie, Bekämpfung

  • Nach Infektion kurze refraktäre Phase gegenüber einer erneuten Infektion mit EHV-4 (oder EHV-1)
  • Impfung
    • Inaktiviert Kombinationsvakzine gegen Infektionen mit EHV-1, EHV-4
    • unmittelbar vor Absetzen 2-malige Impfung im Abstand von 3 Wochen, Auffrischung 6 Monate
    • Impfung verhindert nicht Infektion, Latenz oder EHM
      -> Verminderung der klinischen Symptome 

047 Herpesviridae

Koitalexanthem

047 Herpesviridae

Koitalexanthem

  • Erreger
    • Equides HV-3 (EHV-3)
      • Alphaherpesvirinae, Simplexvirus
  • Bläschen, Pusteln und Erosionen im Scheidenvorhof und an der benachbarten Haut bei Stuten sowie an Penis und Präputium beim Hengst
  • Übertragung hauptsächlich durch Deckakt, enge Kontakte oder rektale und vaginale Untersuchungen
  • infizierte Tiere
    • lebenslang Virusträger
      • klinisch gesunde Stuten und Hengste können andere Tiere anstecken (Reaktivierung)
    • bei Stuten Trächtigkeit nicht gestört 
  • Heilung spontan 1 – 3 Wochen
    • Sekundärinfektionen möglich
    • farblose Narben in Form weißer Flecken (Krötenflecken) persistieren
  • Koitalexanthem tritt in Deutschland nur sporadisch auf
  • EHV-3 keine Kreuzimmunität zu EHV-1 oder EHV-4
  • Nachweis über Virusanzucht (equine Zellen) oder PCR
  • Die Bekämpfung durch Ausschluss infizierter Tiere von der Zucht 

048 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis)

048 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis)

  • Erreger
    • Felines HV-1 (FeHV-1) = felines Rhinotracheitis-Virus
      • Alphaherpesvirinae, Varicellovirus
  • Katzenschnupfenkomplex
    • zusammen mit dem feliden Calicivirus (FCV) und Chlamydien (C. felis)
  • weltweit verbreitet
    • auch Geparden und Löwen
  • Krankheiten überwiegend bei jungen Katzen
    • Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt
    • Ausscheidung bis zu 3 Wochen
  • Einmal infizierte Tiere bleiben lebenslang infizierte Virusträger, potenzielle Virusausscheider und Ansteckungsquelle für empfängliche junge Katzen 
  • oronasale Aufnahme
    • -> Vermehrung in Schleimhautepithelien der oberen Luftwege und den Konjunktiven
    • -> Übergang zu Trachea und Bronchien
  • Virämie selten und schwach ausgebildet; keine Manifestation des Virus im restlichen Organismus
  • selten Enzephalitis (Löwen)
  • Latenz des Virus in den Trigeminusganglien 
  • Inkubationszeit < 3Tage
  • Betroffene Katzen sind meist 4 bis 12 Wochen alt
    • Verschwinden maternaler Ak
  • Symptome
    • Niesen, Schniefen, Exsudation aus Nase und Konjunktivitis (serös bis eitrig)
    • kaum Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens
  • Komplikationen
    • Pneumonie mit tödlichem Ausgang
    • chronische Sinusitis, Korneaulzeration 

049 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Labordiagnostik

049 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Labordiagnostik

  • Virusnachweis
    • Material
      • Nasentupfer, Augentupfer (mit NaCl Lösung angefeuchtet)
    • Anzucht in Zellkultur (zpE)
    • PCR
  • Ak-Nachweis
    • Serumneutralisationstest (SNT) 

050 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Bekämpfung

050 Herpesviridae

Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Bekämpfung

  • Immunität nach Infektion schützt vorübergehend gegen klinische Manifestation
  • Impfstoffe aus attenuierten oder inaktivierten Viren
    • Kombinationsimpfstoffe gegen den Katzenschnupfen
    • Impfung 8. oder 9. Lebenswoche
    • Wiederholung nach 3 bis 4 Wochen
    • jährliche Auffrischung (außer Wohnungskatzen)
  • Impfung schützt nur vor ernster Erkrankung, nicht aber vor einer Infektion
    • systemische Immunität aber kein zuverlässiger Schleimhautschutz 

051 Herpesviridae

Welpensterben

051 Herpesviridae

Welpensterben

  • Infektiöses Welpensterben
  • Erreger
    • Canides HV-1 (CaHV-1)
      • Alphaherpesvirinae, Varicellovirus
  • Erstmals 1964 in den USA beschrieben
  • Hämorrhagische, oft tödliche Allgemeinerkrankung der Welpen in den ersten Lebenstagen (Welpensterben)
  • Bei älteren Hunden milde respiratorische Symptome
    • Zwingerhustenkomplex
  • auch andere Kaniden für CHV empfänglich
    • Rotfüchse, Wölf, Kojoten

052 Herpesviridae

Welpensterben - Epidemiologie

052 Herpesviridae

Welpensterben - Epidemiologie

  • weltweit verbreitet
    • bes. Hundezuchten, Zwinger und Tierheime
  • serologische Prävalenz 0,5 – 88% (!)
    • Deutschland:
      • 39,1% (128 Hunde aus Zuchten; Bibrack & Schaudrin 1976)
      • 18,8% (1666 Hunde aus Zwingern, König et al., 2004)
  • Hunde aller Altersstufen lassen sich infizieren
    • schwere Erkrankungen nur bei Welpen < 4 Wochen
  • Übertragung durch direkten Kontakt
    • oronasale Infektion; bei Welpen über Muttertier (peripartal) oder Geschwister (meist ganzer Wurf betroffen)
    • Ausscheidung über Körpersekrete
      • nasal, oral, vaginal, Augensekret
    • Diaplazentare Übertragung bei naiven Hündinnen möglich
      • Resorption, Mumifikation, Aborte - ohne klinische Symptome bei Hündin möglich
  • Einmal infizierte Hunde bleiben Virusträger und scheiden intermittierend aus
    • Reaktivierung durch Stress 

053 Herpesviridae

Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie

053 Herpesviridae

Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie

  • Inkubationszeit 1 bis 3 Tage
  • oronasale Infektion
    • initiale Virusvermehrung im Epithel der respiratorischen Schleimhäute und in Tonsillen
    • -> zellgebundene Virämie (Makrophagen und Lymphozyten) lymphatische Organe
    • -> Virusausbreitung im Organismus (~4 Tage)
      • u.a. Leber, Niere, Lunge, Herz, Thymus, Darm, Blase, Auge und ZNS
  • multifokale Nekrosen und hämorrhagische Läsionen
    • chronische Organschäden bei Rekonvaleszenten möglich 
  • ausgeprägte Altersresistenz
    • Hunde > 4 Wochen
    • Zusammenhang zwischen mangelnder Regulation der Körpertemperatur bei Welpen und bevorzugter Vermehrung des Virus bei Temperaturen unterhalb der Körperkerntemperatur (?)
  • Welpen ohne maternale Ak erkranken überwiegend tödlich
    • ab der zweiten Lebenswoche selten tödliche Ausgänge
  • Tiere > 4 Wochen respiratorische Erkrankungen mit Rhinitis und Pharyngitis (ohne ausgeprägte Virämie), rekurrente Augeninfektionen (bilateral)
  • Symptome Welpen
    • Anorexie, weicher Kot (grün-gelblich bis grau), Durchfall, Erbrechen, Speichel- und Nasenausfluss, Atembeschwerden, anhaltendes Schreien
    • Körpertemperatur der Welpen sinkt ab -> Verenden 24 – 72 h nach Auftreten klin. Symptome 

054 Herpesviridae

Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie - Übersicht

054 Herpesviridae

Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie - Übersicht

055 Herpesviridae

Welpensterben - Labordiagnostik

055 Herpesviridae

Welpensterben - Labordiagnostik

  • Virusnachweis: (direkt)
    • geeignetes Material
      • Tupferproben, Organe von verendeten Welpen
    • Virusanzucht in Zellkultur (Hundenierenzellen) zpE
    • PCR
    • Antigennachweis an Organschnitten
  • Ak-Nachweis: (indirekt)
    • Serumneutralisationstest (SNT)
    • ELISA
    • Identifikation von latent infizierten Hunden 

056 Herpesviridae

Welpensterben - Immunologie, Bekämpfung

056 Herpesviridae

Welpensterben - Immunologie, Bekämpfung

  • CHV-1 induziert niedrige Ak Titer (schützend für Welpen)
    • Immunität besonders durch CTL
  • Bekämpfungsmaßnahmen:
    • Impfstoff
      • Immunisierung der trächtigen Hündinnen
        • 7 – 10 Tage vor dem Belegen / 2 Wochen vor dem Werfen
        • inaktivierte Subunit-Vakzine gegen Welpensterben
        • -> Verbesserung der maternalen Immunität
    • Applikation von Immunserum bei Welpen (?)
    • Vermeidung von Untertemperatur bei Welpen (!) 

057 Herpesviridae

Gammaherpesvirinae

057 Herpesviridae

Gammaherpesvirinae

  • Tropismus: Zellen des Immunsystems
  • induzieren Proliferation von Lymphozyten
  • langsame Vermehrung (Zellkultur 7 – 14 Tage)
  • Latenz in Lymphozyten
  • Gammaherpesvirinae
    • Lymphocryptovirus (HHV4,...)
    • Percavirus* (EHV2, EHV5,...)
    • Rhadinovirus (BoHV4, HHV8,...)
    • Macavirus (malignant catarrhal fever virus) 

*Perissodactyla und Carnivoren

058 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF)

058 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF)

  • Bösartiges Katarrhalfieber (BKF)
    • malignant catarrhal fever (-> Macavirus)
  • Götze und Liess 1930
    • „Ohne Schaf kein BKF“
  • Hauptwirte: (Schaf / Gnu)
    • klinisch meist unauffällig
    • Überträger
  • Indikatorwirte: (diverse)
    • klinische Erkrankung möglich
    • z.T. tödlich
    • Endwirt
  • Klassisches BKF:
    • „Schaf-assoziierte Form“
      • Ovines HV-2 (OvHV-2)
    • „Gnu-assoziierte Form“
      • Alcelaphines HV-1 (AlHV-1) 

059 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Epidemiologie

059 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Epidemiologie

  • Weltweit verbreitet (OvHV-2)
  • Hauptwirte bilden Erregerreservoir
    • intermittierende Ausscheidung
  • Übertragung direkter Kontakt
    • Ausscheidung über Nasensekret
    • AlHV-1
      • Reaktivierung durch Geburt, Infektion der Gnukälber innerhalb der ersten Lebenswochen
    • OvHV-2
      • Unregelmäßiges Ausscheidungsmuster
      • kurze Ausscheidungsphasen ~24h ohne klinische Symptome
      • besonders bei Lämmern 6-9 Mon.
      • Infektion von Lämmern innerhalb der ersten Lebensmonate (Nasensekret)
  • Indikatorwirte i.d.R. keine Virusausscheidung

060 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Pathogenese

060 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Pathogenese

  • Pathogenese weitgehend unklar
    • BKF – virales Genom in Blutzellen und in zahlreichen Organen nachweisbar
    • Infektion von Lymphozyten, überwiegend latente Infektion (zirkuläres Genom, keine Expression von Strukturproteinen)
    • Aktivierung von T-Lymphozyten bei gleichzeitiger Runterregulierung von IL2
      • -> Dysregulation der T-Zell- Antwort (keine Apoptose autoreaktiver CTLs) 

061 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Klinik, Pathologie

061 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Klinik, Pathologie

  • Inkubationszeit bis 4 - 9 Monate
  • meist akute generalisierte Einzeltiererkrankung mit hoher
  • Letalität
  • Verlaufsformen
  • perakut, Kopf-Augen-Form, Hautform, Darmform
  • Symptome
    • perakuteTodesfälle, Depression, hohes Fieber, Nasenausfluss
    • Augenveränderungen (Trübung der Kornea Konjunktivitis, Keratitis, Iridozyklitis,)
    • ausgeprägte diphtheroid-nekrotisierende Schleimhautläsionen an Flotzmaul und Maul-SH
    • Bronchopneumonie
    • tw. blutige Diarrhoe
    • Hautveränderungen
    • vergrößerte Lymphknoten, zentralnervöse Störungen
  • Pathologie
    • Nichteitrige Meningoenzephalitis, Erosionen und Hämorrhagien, Vaskulitis 

062 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) bei Ziegen - Pathologie

062 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) bei Ziegen - Pathologie

  • Ziegen erkranken an dem OvHV relativ selten aber es kann auch vorkommen
  • Pathologie (TiHo Hannover)
    • Multifokale grauweiße Herde in Leber und Niere
    • Hepatosplenomegalie
    • Lymphknotenvergrößerung
    • lymphohistiozytäre Meningitis
    • ulzerative Ösophagitis, interstitielle Nephritis, Granulomatöse Pneumonie
  • Pathohistologie
    • lymphohistiozytäre Vaskulitis
    • teilweise fibrinoider Gefäßwandnekrose 

063 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Labordiagnostik

063 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Labordiagnostik

  • Virusnachweis: (direkt)
    • Virusvermehrung in Kulturzellen bisher nur für AlHV-1
    • Histo-Pathologie (Vaskulitis)
    • Genomnachweis mittels PCR
      • Realtime PCR aus EDTA-Blut, Organen, Nasentupfer, Augentupfer
      • Hauptnachweis, allerdings schwer bei latent infizierten Tieren
  • Antikörpernachweis: (indirekt)
    • Serumneutralisationstest
      • AlHV-1
  • DD: Mucosal Disease, IBR/IPV, MKS, Rinderpest, Blauzungenkrankheit, EHD 

064 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Immunologie, Bekämpfung

064 Herpesviridae

Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Immunologie, Bekämpfung

  • Rekonvaleszenten sind gegen eine Reinfektion jahrelang geschützt
    • basiert vermutlich auf zellvermittelter Immunität
  • Impfungen nicht verfügbar
  • Bedeutung vor allem in Bison- und Hirschfarmen sowie Zoos und Tierparks
    • Mischhaltungen, Streichelzoos
  • Trennung von Haupt- und Indikatorwirten
  • Aufbau virusfreier Bestände
    • mutterlose Aufzucht

065 Herpesviridae

BoHV-4

065 Herpesviridae

BoHV-4

  • Isoliert im Zusammenhang mit:
    • subklinische Mastitiden
    • postpartale Metritis (Virusisolierung aus Lochialsekret möglich)
    • möglicherweise respiratorische Symptomatik
    • Peritonitis
    • Fruchtbarkeitsprobleme
    • Kälberdurchfall
    • Abort
  • Koch'sche Postulate ???
    • nicht anzüchbar
    • kaum nachweisbar im Zusammenghang mit den Symptomen

066 Herpesviridae

EHV-2

066 Herpesviridae

EHV-2

  • Gammaherpesvirus
  • ubiquitär, weltweit verbreitet
  • Ähnlichkeit zu EBV (Epstein-Barr Virus)
  • inapparente, latente Infektionen
    • regelmäßig bei gesunden Pferden nachgewiesen
  • Isokiert im Zusammenhang mit:
    • Keratokonjunktivitis
    • respiratorische Erkrankungen
    • Fieber
    • vergrößerte Lymphknoten
    • chron. follikuläre Pharyngitis
    • granulomatöse Dermatitis
    • Immunsuppression beim Fohlen
    • Abort

067 Herpesviridae

EHV-5

067 Herpesviridae

EHV-5

  • Gammaherpesvirus
  • hohe Prävalenz in klinisch gesunden Fohlen und Jährlingen
  • gemeinsam mit EHV-2 Wegbereiter für andere Erreger resp. Erkrankungen
  • Erreger der Equine multinodular pulmonary fibrosis (EMPF) ?
    • regelmäßiger Nachweis von EHV-5
    • therapieresistent
    • interstitielle Lungenfibrose
    • neutrophile Granulozyten und Makrophagen
    • Einschlusskörperchen 

068 Herpesviridae

Gamma HV-Infektionen der Equiden - Diagnostik

068 Herpesviridae

Gamma HV-Infektionen der Equiden - Diagnostik

  • Nachweis aus:
    • Augentupfer, Nasentupfer
    • EDTA-Blut
    • Organen
  • Nachweis durch
    • PCR
    • Virusanzucht (RK-13 Zellen)
    • Serologie (gepaarte Proben) 

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