Herpesviridae
Vetmed
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Cartes-fiches
041 Herpesviridae
Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) - Immunologie, Bekämpfung
041 Herpesviridae
Equine Herpesvirus-Myeloenzephalopathie (EHM) - Immunologie, Bekämpfung
- Infektion führt zu kurzer Immunität
- ca. 3-6 Monate
- vermittelt durch virusspezifische CTL
- Kreuzreaktion EHV-1/EHV-4
- Impfung*:
- inaktiviert (EHV-1/4) oder lebend (EHV-1)
- Grundimmunisierung
- 5. LM, 6. LM
- Auffrischung nach jeweils sechs Monaten
- trächtige Stuten im 4-5. und 8. Trächtigkeitsmonat (Lebendvak.) oder 5 + 7 + 9 TM (inaktivierte Vak.)
- Herdenimmunität
- alle Tiere eines Bestandes sollten geimpft werden
-> Verminderung der Virusausscheidung
- alle Tiere eines Bestandes sollten geimpft werden
- Hygienemanagement, Stressvermeidung, Separation trächtiger Stuten
- Bildung und Erhaltung von kleineren stabilen Gruppen innerhalb der gefährdeten Population
- Stressvermeidung
- Transporte, Neugruppierung, Turniersport, schlechte Ernährung, Parasitenbefall...
- Quarantäne für Zukäufe
- 21 Tage
*kein Schutz gegen EHM
042 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Allgemeines
042 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Allgemeines
- Erreger
- Equides HV-4 (EHV-4)
- seltener EHV-1
- 1980 Nachweis, dass EHV-1 und EHV-4 distinkte Virusspezies darstellen
- EHV-1 in der Regel Virämie nach Primärinfektion
- EHV-4 üblicherweise keine systemische Verbreitung
- Infektion meist beschränkt auf Respirationstrakt
- selten Aborte und neurologische Verlaufsformen
043 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Epidemiologie
043 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Epidemiologie
- Infektion von Fohlen in sehr jungem Alter durch Stuten oder Gruppengenossen
- produktive Infektion Respirationstrakt
-> latente Infektion im Trigeminalganglion - Reaktivierung durch Stress
- z.B. bei Rennpferden im Training oder im Wettkampf
- EHV-4-Infektionen scheinen häufiger als EHV-1- Infektionen zu sein und stellen die häufigste virale Infektionskrankheit des Atmungsapparates des Pferdes dar
044 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Pathogenese, Klinik
044 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Pathogenese, Klinik
- primären Virusvermehrung im Epithel des Respirationstrakts
- i.d.R. keine virämische Phase
- bakterielle Sekundärinfektionen können zu schweren klinischen Erscheinungen vor allem bei jungen Pferden führen
-> Todesfälle - Symptome
- Nasenausfluss
- Tränen
- unter Umständen Husten, Fieber
045 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Labordiagnostik
045 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Labordiagnostik
- Virusnachweis
- Material
- Nasentupfer (mit NaCl Lösung angefeuchtet, Antibiotikum(?!))
- Anzucht in Zellkultur (zpE)
- PCR (Diskriminierung EHV-1/4)
- Material
- Ak-Nachweis
- Serumneutralisationstest (SNT)
- ELISA
- -> beide gepaarte Serumproben
046 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Immunologie, Bekämpfung
046 Herpesviridae
Equine Rhinopneumonitis - Immunologie, Bekämpfung
- Nach Infektion kurze refraktäre Phase gegenüber einer erneuten Infektion mit EHV-4 (oder EHV-1)
- Impfung
- Inaktiviert Kombinationsvakzine gegen Infektionen mit EHV-1, EHV-4
- unmittelbar vor Absetzen 2-malige Impfung im Abstand von 3 Wochen, Auffrischung 6 Monate
- Impfung verhindert nicht Infektion, Latenz oder EHM
-> Verminderung der klinischen Symptome
047 Herpesviridae
Koitalexanthem
047 Herpesviridae
Koitalexanthem
- Erreger
- Equides HV-3 (EHV-3)
- Alphaherpesvirinae, Simplexvirus
- Equides HV-3 (EHV-3)
- Bläschen, Pusteln und Erosionen im Scheidenvorhof und an der benachbarten Haut bei Stuten sowie an Penis und Präputium beim Hengst
- Übertragung hauptsächlich durch Deckakt, enge Kontakte oder rektale und vaginale Untersuchungen
- infizierte Tiere
- lebenslang Virusträger
- klinisch gesunde Stuten und Hengste können andere Tiere anstecken (Reaktivierung)
- bei Stuten Trächtigkeit nicht gestört
- lebenslang Virusträger
- Heilung spontan 1 – 3 Wochen
- Sekundärinfektionen möglich
- farblose Narben in Form weißer Flecken (Krötenflecken) persistieren
- Koitalexanthem tritt in Deutschland nur sporadisch auf
- EHV-3 keine Kreuzimmunität zu EHV-1 oder EHV-4
- Nachweis über Virusanzucht (equine Zellen) oder PCR
- Die Bekämpfung durch Ausschluss infizierter Tiere von der Zucht
048 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis)
048 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis)
- Erreger
- Felines HV-1 (FeHV-1) = felines Rhinotracheitis-Virus
- Alphaherpesvirinae, Varicellovirus
- Felines HV-1 (FeHV-1) = felines Rhinotracheitis-Virus
- Katzenschnupfenkomplex
- zusammen mit dem feliden Calicivirus (FCV) und Chlamydien (C. felis)
- weltweit verbreitet
- auch Geparden und Löwen
- Krankheiten überwiegend bei jungen Katzen
- Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt
- Ausscheidung bis zu 3 Wochen
- Einmal infizierte Tiere bleiben lebenslang infizierte Virusträger, potenzielle Virusausscheider und Ansteckungsquelle für empfängliche junge Katzen
- oronasale Aufnahme
- -> Vermehrung in Schleimhautepithelien der oberen Luftwege und den Konjunktiven
- -> Übergang zu Trachea und Bronchien
- Virämie selten und schwach ausgebildet; keine Manifestation des Virus im restlichen Organismus
- selten Enzephalitis (Löwen)
- Latenz des Virus in den Trigeminusganglien
- Inkubationszeit < 3Tage
- Betroffene Katzen sind meist 4 bis 12 Wochen alt
- Verschwinden maternaler Ak
- Symptome
- Niesen, Schniefen, Exsudation aus Nase und Konjunktivitis (serös bis eitrig)
- kaum Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens
- Komplikationen
- Pneumonie mit tödlichem Ausgang
- chronische Sinusitis, Korneaulzeration
049 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Labordiagnostik
049 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Labordiagnostik
- Virusnachweis
- Material
- Nasentupfer, Augentupfer (mit NaCl Lösung angefeuchtet)
- Anzucht in Zellkultur (zpE)
- PCR
- Material
- Ak-Nachweis
- Serumneutralisationstest (SNT)
050 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Bekämpfung
050 Herpesviridae
Katzenschnupfen (feline Rhinotracheitis) - Bekämpfung
- Immunität nach Infektion schützt vorübergehend gegen klinische Manifestation
- Impfstoffe aus attenuierten oder inaktivierten Viren
- Kombinationsimpfstoffe gegen den Katzenschnupfen
- Impfung 8. oder 9. Lebenswoche
- Wiederholung nach 3 bis 4 Wochen
- jährliche Auffrischung (außer Wohnungskatzen)
- Impfung schützt nur vor ernster Erkrankung, nicht aber vor einer Infektion
- systemische Immunität aber kein zuverlässiger Schleimhautschutz
051 Herpesviridae
Welpensterben
051 Herpesviridae
Welpensterben
- Infektiöses Welpensterben
- Erreger
- Canides HV-1 (CaHV-1)
- Alphaherpesvirinae, Varicellovirus
- Canides HV-1 (CaHV-1)
- Erstmals 1964 in den USA beschrieben
- Hämorrhagische, oft tödliche Allgemeinerkrankung der Welpen in den ersten Lebenstagen (Welpensterben)
- Bei älteren Hunden milde respiratorische Symptome
- Zwingerhustenkomplex
- auch andere Kaniden für CHV empfänglich
- Rotfüchse, Wölf, Kojoten
052 Herpesviridae
Welpensterben - Epidemiologie
052 Herpesviridae
Welpensterben - Epidemiologie
- weltweit verbreitet
- bes. Hundezuchten, Zwinger und Tierheime
- serologische Prävalenz 0,5 – 88% (!)
- Deutschland:
- 39,1% (128 Hunde aus Zuchten; Bibrack & Schaudrin 1976)
- 18,8% (1666 Hunde aus Zwingern, König et al., 2004)
- Deutschland:
- Hunde aller Altersstufen lassen sich infizieren
- schwere Erkrankungen nur bei Welpen < 4 Wochen
- Übertragung durch direkten Kontakt
- oronasale Infektion; bei Welpen über Muttertier (peripartal) oder Geschwister (meist ganzer Wurf betroffen)
- Ausscheidung über Körpersekrete
- nasal, oral, vaginal, Augensekret
- Diaplazentare Übertragung bei naiven Hündinnen möglich
- Resorption, Mumifikation, Aborte - ohne klinische Symptome bei Hündin möglich
- Einmal infizierte Hunde bleiben Virusträger und scheiden intermittierend aus
- Reaktivierung durch Stress
053 Herpesviridae
Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie
053 Herpesviridae
Welpensterben - Pathogenese, Klinik, Pathologie
- Inkubationszeit 1 bis 3 Tage
- oronasale Infektion
- initiale Virusvermehrung im Epithel der respiratorischen Schleimhäute und in Tonsillen
- -> zellgebundene Virämie (Makrophagen und Lymphozyten) lymphatische Organe
- -> Virusausbreitung im Organismus (~4 Tage)
- u.a. Leber, Niere, Lunge, Herz, Thymus, Darm, Blase, Auge und ZNS
- multifokale Nekrosen und hämorrhagische Läsionen
- chronische Organschäden bei Rekonvaleszenten möglich
- ausgeprägte Altersresistenz
- Hunde > 4 Wochen
- Zusammenhang zwischen mangelnder Regulation der Körpertemperatur bei Welpen und bevorzugter Vermehrung des Virus bei Temperaturen unterhalb der Körperkerntemperatur (?)
- Welpen ohne maternale Ak erkranken überwiegend tödlich
- ab der zweiten Lebenswoche selten tödliche Ausgänge
- Tiere > 4 Wochen respiratorische Erkrankungen mit Rhinitis und Pharyngitis (ohne ausgeprägte Virämie), rekurrente Augeninfektionen (bilateral)
- Symptome Welpen
- Anorexie, weicher Kot (grün-gelblich bis grau), Durchfall, Erbrechen, Speichel- und Nasenausfluss, Atembeschwerden, anhaltendes Schreien
- Körpertemperatur der Welpen sinkt ab -> Verenden 24 – 72 h nach Auftreten klin. Symptome
055 Herpesviridae
Welpensterben - Labordiagnostik
055 Herpesviridae
Welpensterben - Labordiagnostik
- Virusnachweis: (direkt)
- geeignetes Material
- Tupferproben, Organe von verendeten Welpen
- Virusanzucht in Zellkultur (Hundenierenzellen) zpE
- PCR
- Antigennachweis an Organschnitten
- geeignetes Material
- Ak-Nachweis: (indirekt)
- Serumneutralisationstest (SNT)
- ELISA
- Identifikation von latent infizierten Hunden
056 Herpesviridae
Welpensterben - Immunologie, Bekämpfung
056 Herpesviridae
Welpensterben - Immunologie, Bekämpfung
- CHV-1 induziert niedrige Ak Titer (schützend für Welpen)
- Immunität besonders durch CTL
- Bekämpfungsmaßnahmen:
- Impfstoff
- Immunisierung der trächtigen Hündinnen
- 7 – 10 Tage vor dem Belegen / 2 Wochen vor dem Werfen
- inaktivierte Subunit-Vakzine gegen Welpensterben
- -> Verbesserung der maternalen Immunität
- Immunisierung der trächtigen Hündinnen
- Applikation von Immunserum bei Welpen (?)
- Vermeidung von Untertemperatur bei Welpen (!)
- Impfstoff
057 Herpesviridae
Gammaherpesvirinae
057 Herpesviridae
Gammaherpesvirinae
- Tropismus: Zellen des Immunsystems
- induzieren Proliferation von Lymphozyten
- langsame Vermehrung (Zellkultur 7 – 14 Tage)
- Latenz in Lymphozyten
- Gammaherpesvirinae
- Lymphocryptovirus (HHV4,...)
- Percavirus* (EHV2, EHV5,...)
- Rhadinovirus (BoHV4, HHV8,...)
- Macavirus (malignant catarrhal fever virus)
*Perissodactyla und Carnivoren
058 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF)
058 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF)
- Bösartiges Katarrhalfieber (BKF)
- malignant catarrhal fever (-> Macavirus)
- Götze und Liess 1930
- „Ohne Schaf kein BKF“
- Hauptwirte: (Schaf / Gnu)
- klinisch meist unauffällig
- Überträger
- Indikatorwirte: (diverse)
- klinische Erkrankung möglich
- z.T. tödlich
- Endwirt
- Klassisches BKF:
- „Schaf-assoziierte Form“
- Ovines HV-2 (OvHV-2)
- „Gnu-assoziierte Form“
- Alcelaphines HV-1 (AlHV-1)
- „Schaf-assoziierte Form“
059 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Epidemiologie
059 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Epidemiologie
- Weltweit verbreitet (OvHV-2)
- Hauptwirte bilden Erregerreservoir
- intermittierende Ausscheidung
- Übertragung direkter Kontakt
- Ausscheidung über Nasensekret
- AlHV-1
- Reaktivierung durch Geburt, Infektion der Gnukälber innerhalb der ersten Lebenswochen
- OvHV-2
- Unregelmäßiges Ausscheidungsmuster
- kurze Ausscheidungsphasen ~24h ohne klinische Symptome
- besonders bei Lämmern 6-9 Mon.
- Infektion von Lämmern innerhalb der ersten Lebensmonate (Nasensekret)
- Indikatorwirte i.d.R. keine Virusausscheidung
060 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Pathogenese
060 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Pathogenese
- Pathogenese weitgehend unklar
- BKF – virales Genom in Blutzellen und in zahlreichen Organen nachweisbar
- Infektion von Lymphozyten, überwiegend latente Infektion (zirkuläres Genom, keine Expression von Strukturproteinen)
- Aktivierung von T-Lymphozyten bei gleichzeitiger Runterregulierung von IL2
- -> Dysregulation der T-Zell- Antwort (keine Apoptose autoreaktiver CTLs)
061 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Klinik, Pathologie
061 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Klinik, Pathologie
- Inkubationszeit bis 4 - 9 Monate
- meist akute generalisierte Einzeltiererkrankung mit hoher
- Letalität
- Verlaufsformen
- perakut, Kopf-Augen-Form, Hautform, Darmform
- Symptome
- perakuteTodesfälle, Depression, hohes Fieber, Nasenausfluss
- Augenveränderungen (Trübung der Kornea Konjunktivitis, Keratitis, Iridozyklitis,)
- ausgeprägte diphtheroid-nekrotisierende Schleimhautläsionen an Flotzmaul und Maul-SH
- Bronchopneumonie
- tw. blutige Diarrhoe
- Hautveränderungen
- vergrößerte Lymphknoten, zentralnervöse Störungen
- Pathologie
- Nichteitrige Meningoenzephalitis, Erosionen und Hämorrhagien, Vaskulitis
062 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) bei Ziegen - Pathologie
062 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) bei Ziegen - Pathologie
- Ziegen erkranken an dem OvHV relativ selten aber es kann auch vorkommen
- Pathologie (TiHo Hannover)
- Multifokale grauweiße Herde in Leber und Niere
- Hepatosplenomegalie
- Lymphknotenvergrößerung
- lymphohistiozytäre Meningitis
- ulzerative Ösophagitis, interstitielle Nephritis, Granulomatöse Pneumonie
- Pathohistologie
- lymphohistiozytäre Vaskulitis
- teilweise fibrinoider Gefäßwandnekrose
063 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Labordiagnostik
063 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Labordiagnostik
- Virusnachweis: (direkt)
- Virusvermehrung in Kulturzellen bisher nur für AlHV-1
- Histo-Pathologie (Vaskulitis)
- Genomnachweis mittels PCR
- Realtime PCR aus EDTA-Blut, Organen, Nasentupfer, Augentupfer
- Hauptnachweis, allerdings schwer bei latent infizierten Tieren
- Antikörpernachweis: (indirekt)
- Serumneutralisationstest
- AlHV-1
- Serumneutralisationstest
- DD: Mucosal Disease, IBR/IPV, MKS, Rinderpest, Blauzungenkrankheit, EHD
064 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Immunologie, Bekämpfung
064 Herpesviridae
Bösartiges Katarrhalifiber (BKF) - Immunologie, Bekämpfung
- Rekonvaleszenten sind gegen eine Reinfektion jahrelang geschützt
- basiert vermutlich auf zellvermittelter Immunität
- Impfungen nicht verfügbar
- Bedeutung vor allem in Bison- und Hirschfarmen sowie Zoos und Tierparks
- Mischhaltungen, Streichelzoos
- Trennung von Haupt- und Indikatorwirten
- Aufbau virusfreier Bestände
- mutterlose Aufzucht
065 Herpesviridae
BoHV-4
065 Herpesviridae
BoHV-4
- Isoliert im Zusammenhang mit:
- subklinische Mastitiden
- postpartale Metritis (Virusisolierung aus Lochialsekret möglich)
- möglicherweise respiratorische Symptomatik
- Peritonitis
- Fruchtbarkeitsprobleme
- Kälberdurchfall
- Abort
- Koch'sche Postulate ???
- nicht anzüchbar
- kaum nachweisbar im Zusammenghang mit den Symptomen
066 Herpesviridae
EHV-2
066 Herpesviridae
EHV-2
- Gammaherpesvirus
- ubiquitär, weltweit verbreitet
- Ähnlichkeit zu EBV (Epstein-Barr Virus)
- inapparente, latente Infektionen
- regelmäßig bei gesunden Pferden nachgewiesen
- Isokiert im Zusammenhang mit:
- Keratokonjunktivitis
- respiratorische Erkrankungen
- Fieber
- vergrößerte Lymphknoten
- chron. follikuläre Pharyngitis
- granulomatöse Dermatitis
- Immunsuppression beim Fohlen
- Abort
067 Herpesviridae
EHV-5
067 Herpesviridae
EHV-5
- Gammaherpesvirus
- hohe Prävalenz in klinisch gesunden Fohlen und Jährlingen
- gemeinsam mit EHV-2 Wegbereiter für andere Erreger resp. Erkrankungen
- Erreger der Equine multinodular pulmonary fibrosis (EMPF) ?
- regelmäßiger Nachweis von EHV-5
- therapieresistent
- interstitielle Lungenfibrose
- neutrophile Granulozyten und Makrophagen
- Einschlusskörperchen
068 Herpesviridae
Gamma HV-Infektionen der Equiden - Diagnostik
068 Herpesviridae
Gamma HV-Infektionen der Equiden - Diagnostik
- Nachweis aus:
- Augentupfer, Nasentupfer
- EDTA-Blut
- Organen
- Nachweis durch
- PCR
- Virusanzucht (RK-13 Zellen)
- Serologie (gepaarte Proben)