Handelschule VWL 1
Fragen aus dem Buch Volkswirtschaft und Staat
Fragen aus dem Buch Volkswirtschaft und Staat
-
- 1 / 121
-
Flashcards
Was weisst du über die Strukturelle Arbeitslosigkeit?
Strukturelle Arbeitslosigkeit entsteht wenn eine Branche nicht mehr gebraucht wird (sie verlieren wirtschaftlich an Bedeutung) oder immer mehr Rationalisiert wird. Die Arbeitnehmer die diesen Beruf ausübten braucht es also einfach nicht mehr. Diese finden nicht genug schnell eine andere Arbeit.
Wann spricht man von struktureller Arbeitslosigkeit?
Man spricht einerseits von struktureller Arbeitslosigkeit, wenn die Arbeitnehmer sich nicht umschulen oder weiterbilden lassen möchten oder können andererseits wenn sie die örtlichen Distanzen an denen sie noch gebraucht werden können nicht überwinden können/möchten.
Was weisst du über die Konjunkturelle Arbeitslosigkeit?
Konjunkturelle Arbeitslosigkeit entsteht, wenn es der Wirtschaft/Konjunktur schlecht geht (= Rezession). Da die Leute nicht mehr konsumieren, wird nicht mehr die Beschäftigung von Arbeitsnehmer investiert. Bei dieser Arbeitslosigkeit sind meisten alle Branchen betroffen.
Was weisst du über die saisonale Arbeitslosigkeit?
Von saisonaler Arbeitslosigkeit spricht man, wenn jemand in einer bestimmten Jahreszeit keine Beschäftigung findet. Bsp. Bademeister im Winter, Skilehrer im Sommer
Was weisst du über die Formen von Arbeitslosigkeit?
Neben den Gründen für Arbeitslosigkeit unterscheiden wir auch die Formen von Arbeitslosigkeit. Es gibt Teilzeitarbeitslosigkeit, Langzeitarbeitslosigkeit und Ausgesteuerte.
Was weisst du über die Teilzeitarbeitslosigkeit?
Von Teilzeitarbeitslosigkeit spricht man, wenn einer Person eine Kurzzeitarbeitsstelle hat (Bsp. 50%) jedoch 100% Arbeiten möchte.
Was weisst du über die Langzeitarbeitslosen?
Langzeitarbeitslose sind Personen die länger als ein Jahr keine Arbeit gefunden haben.
Was weisst du über die Ausgesteuerten?
Ausgesteuerte sind Personen die nach Ablauf der ihnen zustehenden Arbeitslosengelder immer noch keine Arbeit haben. Sie erhalten kein Arbeitslosengeld mehr und müssen aufs Sozialamt.
Wer kann alles etwas gegen die Bekämpfung von Arbeitslosigkeit machen?
Der Staat, die Unternehmen, die Schweizerische Nationalbank und normale Bürger können etwas zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit beitragen.
Was kann der Staat der gegen die Arbeitslosigkeit machen? (3 Punkte)
Vergabe von Öffentlichen Aufträgen
Exportsubventionen und Importzölle auf ausländische Sachgüter
Senkung des Rentenalters.
Was weisst du über die Vergabe von Öffentlichen Aufträgen? (saatliche Massnahme gegen Arbeitslosigkeit)
Vergabe von Öffentlichen Aufträgen (Finanzspritzen)
o Allgemeines: Setzt voraus das der Staat genügen Reserven hat, die er in guten Zeiten gebildet hat.
o Positives: Viele Leute bekommen eine Arbeit, wirtschaft wird angekurbelt, es gibt einen Investionsschub
o Negatives: es kann eine Staatsverschuldung entstehen
Was weisst du über die Exportsubventionen und Importzölle auf ausländische Sachgüter? (saatliche Massnahme gegen Arbeitslosigkeit)
Exportsubventionen und Importzölle auf ausländische Sachgüter
o Allgemeines: Die Exporte werden subventioniert und damit verbilligt. Importe müssen besteuert werden und werden dadurch teurer. Beides durch die Mitgliedschaft der WTO und den bilateralen Verträgen nur beschränkt machbar.
o Positives: inländische Wirtschaft wird gestützt
o Negatives: unsere Importware wird deutlich teurer.
Was weisst du über die Senkung des Rentenalters? (saatliche Massnahme gegen Arbeitslosigkeit)
Senkung des Rentenalters
o Allgemeines: Das Rentenalter wird gesenkt.
o Positives: es werden Arbeitstellen für jüngere Arbeitnehmer frei
o Negatives: Lohnprozenten reichen nicht aus um AHV zu bezahlen es müssen entweder die AHV-Renten gesenkt werden, die Beiträge erhöht werden oder die Mehrwertsteuer erhöht werden.
Was weisst du über die Ausweitung der Geldmenge? (Massnahme der SNB gegen Arbeitslosigkeit)
SNB weitet die Geldmenge aus
o Positives: Kredit werden billiger, Investitionen steigen, dadurch können neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der CHF wird schwächer wodurch der Export gestärkt wird. (Produkte werden konkurrenzfähiger)
o Negatives: kann der Anfang einer Inflation sein, Schweizer müssen im Ausland mehr bezahlen, da CHF nicht viel Wert hat
Was weisst du über die flexibilisieren die Arbeitszeiten? (Massnahme der Unternehmen gegen Arbeitslosigkeit)
Arbeitgeber flexibilisieren die Arbeitszeiten
o Positives: Es kann mehr produziert werden (Bspw. Auch in der Nacht), Export wird gestärkt (Produkte werden konkurrenzfähiger), neue Arbeitsmodelle bieten U.a. Chancen für Arbeitnehmer
o Negatives: unregelmässige Arbeitszeiten führen zu schlechtem Sozialkontakt, schlechter Gesundheit, und sehr hohen Organisationsaufwand für die Unternehmen.
Was weisst du über die Unterstützung von Aus- und Weiterbildung sowie Umschulungsprogrammen? (Massnahme der Unternehmen, des Staates und der Privaten gegen Arbeitslosigkeit)
Unterstützung von Aus- und Weiterbildung sowie Umschulungsprogrammen
o Positives: Chancen auf einen Job steigen, psychische Belastung wegen Arbeitslosigkeit vermindert sich
o Negatives: hohen Kosten für den einzelnen (1. Kosten der Ausbildung, 2. Lohnausfall während der Ausbildungszeit) Der Saat muss ebenfalls viel investieren.
Was kann die SNB für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit tun?
SNB weitet die Geldmenge aus
Was können die Arbeitgeber für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit tun?
Arbeitgeber flexibilisieren die Arbeitszeiten
Was können die Arbeitgeber, der Staat und die Bürgger für die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit tun?
Unterstützung von Aus- und Weiterbildung sowie Umschulungsprogrammen
Was weisst du über den Produktionsfaktor Wissen?
Der Produktionsfaktor Wissen wird auch Humankapital, Fähigkeitskapital oder Know-How genannt. Er umfasst das Wissen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer (Wie macht man etwas) und das Können dieses Wissen erfolgreich auszuführen. Bsp. Bäckerei: Einstellen von Arbeitskräften mit dem notwendigen Wissen und Können sowie die Gewährung von Aus- und Weiterbildung.
Was weisst du über den Produktionsfaktor Arbeit?
Der Produktionsfaktor Arbeit nennt man auch Sachkapital, Investionsgüter, Produktionsgüter oder Produktivgüter. Er umfasst das Geld und alle Sachgüter und Dienstleistungen, die eingesetzt werden um Sachgüter und Dienstleistungen zu erstellen. Bsp. Bäckerei: Backstube, Backmaschienen, Laden, Ladeneinrichtung, Grundprodukte (Mehl, Zucker, usw.), Arbeitskleider, Putzgeräte.
Was weisst du über die Produktionsfaktoren Wissen und Arbeit zusammen?
Die Produktionsfaktoren Arbeit und Wissen kann man kaufen, dafür muss zuerst aber gespart werden.
Was weisst du über das Sparen?
Sparen heisst vorübergehend auf einen Teil des Konsums (Verbrauch des Geldes) zu verzichten. Dafür erhält man Zins.
Was weisst du über den Zins?
Zins ist der Preis für das Zurverfügungstellen von Kapital. Die Höhe des Zinses wird durch Nachfrage und Angebot bestimmt. Volkswirtschaftlich ist Zins die Belohnung dafür, dass man vorübergehend auf den Konsum verzichtet.
Wie kann Sparen unteteilt werden?
Sparen kann in freiwilliges Sparen und Zwangssparen unterteilt werden.
Was weisst du über freiwilliges Sparen?
Freiwillig gespart wird wenn, die privaten Haushalte: Banksparen (Bankkonto), Versicherungssparen (Lebensversicherungen), Wertpapiersparen (Aktien) oder Sachwertsparen (Auto). Sowie wenn die Unternehmen Gewinne zurückhalten um Investitionsgüter zu kaufen (Selbstfinanzierung).
Was weisst du über zwangs Sparen?
Unter Zwangssparen versteht man Sparen mittels Gesetzten (vom Staat) oder Verträgen. Beispielsweise:
- Bezahlung von Steuern
- Bezahlung der Krankenkasse
- Bezahlung der Unfallversicherung
- Bezahlung der Pensionskasse
- Bezahlung von Raten für Kredite
Was weisst du über das Investieren?
Investieren bedeutet mit dem ersparten Geld werden Produktionsfaktoren gekauft. Man unterteilt in Ersatzinvestitionen und Neuinvestitionen.
Was weisst du über die Ersatzinvestitionen?
Ersatzinvestitionen oder Re-Investitionen ersetzen nur eine Anlage. Es erfolgt kein Wirtschaftswachstum, da die Produktionsmöglichkeiten gleich bleiben.
Was weisst du über die Neuinvestitionen?
Neuinvestitionen oder Nettoinvestitionen erweitern die Produktionsmöglichkeiten durch den Kauf zusätzlicher Produktionsmittel. Es erfolgt ein Wirtschaftswachstum.
Wie hängt Sparen und Investieren zusammen?
Sparen und Investieren hängen unmittelbar zusammen. Wenn nicht gespart wird kann nicht investiert werden. Und wenn nicht investiert wird macht das Sparen keinen Sinn (Banken können keinen Zins zahlen, weil sie das Geld niemandem ausleihen können.) Und ohne Investitionen haben wir kein Wirtschaftswachstum und somit wird der Wohlstand nicht grösser.
Was passiert wen weniger gespart wird?
Wenn weniger gespart wird können nicht alle Investitionen gemacht werden. Der Zins steigt an.
Was passiert wen mehr gespart wird?
Wenn mehr gespart wird und nicht alle gesparten Gelder für Investitionen gebraucht werden sinkt der Zins.
Was kann man an der Aufteilung der Erwerbstätigen in die Wirtschafssektoren erkennen?
Die Aufteilung der Erwerbstätigen in die Wirtschafssektoren lässt Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Struktur eines Landes zu.
Was weisst du über die Agrarwirtschaft?
Von einer Agrarwirtschaft wird gesprochen wenn der grösste Teil der Arbeitnehmer im 1.Sektor arbeitet. Dies ist ein Entwicklungsland. Hier sind die Arbeiter fast ausschliesslich damit beschäftigt ihren Nahrungsmittelbedarf zu decken.
Was weisst du über die Industriewirtschaft?
In der Industriewirtschaft wird durch die Mechanisierung der Landwirtschaft, die Fortschritte bei der Düngung und der Schädlingsbekämpfung die Arbeitsproduktivität erhöht. Der 1.Sektor setzt Arbeitnehmer zugunsten des 2. Und 3. Sektors frei. Je mehr das passiert desto industrialisierter ist ein Staat.
Was weisst du über die Dienstleistungswirtschaft?
Von einer Dienstleistungswirtschaft wird gesprochen wenn der grösste Teil (über 50%) der Arbeitnehmer im 3.Sektor arbeitet. Dies ist ein Industrieland (hochentwickeltes Land). Der Einsatz von viel hochwertigem Sachkapital (Maschinen, PC, usw.) erhöht die Arbeitsproduktivität im 2. Sektor. Der 2. Sektor setzt Arbeitnehmer zugunsten des 3. Sektors frei.