BB Pflege HF


M. F.
Diese Lernkarten behandeln entzündliche Erkrankungen und Hämaturie, mit Fokus auf Symptome, Ursachen und Therapien. Sie decken Themen wie Prostatahyperplasie, Pyelonephritis, Glomerulonephritis und Harnwegsinfektionen ab, einschließlich spezifischer Behandlungen wie TURP und pflegerische Maßnahmen. Besonders nützlich für Medizinstudenten und Pflegekräfte, die sich auf die Diagnose und Behandlung von urologischen Erkrankungen vorbereiten.
Karten
46
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
23.04.2014 / 09.03.2020

Lernkarten

Es gibt 2 Formen der Hämaturie, wie heissen diese und was sind deren Merkmale?

Makrohämaturie (mit dem Auge sichtbar)

  • Ab 1 ml blut pro 100 ml Urin
  • Eingeteilt nach Symptomatik, Farbe und Blutanteil
  • Frische oder alte Blutung
  • Gefahr: wenn eine gewisse Blutbeimengung überschritten wird, kommt es zur Blutgerinnung und zur Blasentamponade

 

Mikrohämaturie (mit blossen Auge nicht erkennbar)

  • Nachweis via quantitativer und qualitativer Laboruntersuchung
  • Ab 2 Erythrozyten pro ul Urin

Wie ist Hämturie eingeteilt?

  • Schmerzlose Hämaturie (weist meistens auf einen Tumor hin)
    • Tumorerkrankungen der Harnwege
    • Prostatakarzinom
    • Benigne Prostatahyperplasie
    • Gerinnungsstörungen
    • Chronische Entzündungen der Harnwege
    • Chronische Urolithiasis
    • Medikamentöse Ursachen
    • Nephrologische Ursachen
    • Hämatologische Ursachen
  • Schmerzhafte Hämaturie
    • Urolithiasis
    • Entzündliche Erkrankungen der Harnwege
    • Traumatische Harnwegsverletzungen
    • Evtl. Tumorerkrankungen der Harnwege
  • Hämaturie mit Infektzeichen
  • Traumatische Hämaturie
  • Sonstige Ursachen 
  • Rotfärbung des Urins durch andere Ursachen

Wie wird eine Hämaturie diagnostiziert?

  • Miktionsanamnese
  • Schmerzanamnese
  • Vorerkrankungen
  • Gynäkloische Anamnese
  • Medikamentenanamnese (Gerinnungshemmer)
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Kleines Blutild, CRP, Harnstoff, Kreatinin, Gerinnungsstatus
  • Urinstatus, Urinkultur

Was ist eine Urolethiasis?

  • Urolethiasis ist der medizinische Begriff für Steine im Harntrakt, Begriffe wie Harnsteinleiden oder Nephrolithiasis werden aber auch häufig verwendet
  • Wird ein Nierenstein in den Harnleiter geschwemmt und verbleibt dort, so wird als Ortsangabe auch von einem Harnleiterstein oder (Ureterolithiasis) gesprochen
  • Die häufigsten Steinarten enthalten Calcium in Verbindung mit Oxalate oder Phosphat

Was sind die Symptome der Urolethiasis?

  • Kollikartige Schmerzen vom Nierenbecken ausgehend
  • Typisch: in Verbindung mit Übelkeit und Erbrechen
  • Ausstrahlende Schmerzen in Rücken und in die Genitalien
  • Fieber mit Schüttelfrost (Pyelonephritis, obstruktiv)
  • Miktionsbeschwerden (Dysurie oder Pollakisurie)
  • Hämaturie durch Läsion des Urothels

Wie wird eine Urolethiasis diagnostiziert?

Anamnese:

  • Schmerzen: Art und Lokalisation
  • Fieber, Schüttelfrost
  • Vegetative Begleitsymptome: Nausea& Emesis, Meteorismus (Blähungen), Darmatonie
  • Frühere Steinepisode?
  • Niereninsuffizienz
  • Einzelniere?

Klink

  • Kolik, Infekt- Temperaturmessung, Mikro- evtl. Makrohämaturie
  • Kreislaufsymptome (BD, P)
  • Schmerzassessement

Labor

  • Kreatinin, Harnstoff, CRP, Blutbild, Gerinnung, Urinstatus, Urinkultur

Bildgebende Verfahren

  • Abdomenleeraufnahme im Liegen
  • Sonographie
  • Computertomographie (nativ)

Wie wird eine Urolethiasis therapiert?

Medikamentöse Therapie:

  • Basis: Rasche und adäquate Schmerzbehandlung mit NSAR, Pethidin
  • Reserve: Behandlung von Nausea und Emesis
  • Reserve: Behandlung von Pollakisurie und Dysurie bei distalen Steinen mit Buscopan
  • Reserve: Behandlung bei distalen Steinen zur Förderung des Spontanabgangs mit Tamsuloin (z.B. Omix, Ccas)

Bei obstruktiver Pyelonephritis bzw. Urosepsis

  • Sofort Einlage eines Ureterkatheters oder via perkutaner Nephrostomie

 

ESWL- Extrakorporelle Stosswellenlithotripsie

  • Häufigste Behandlungsart im gesamten Bereich der ableitenden Harnwege
  • Unter Epiduralanästhesie durchgeführt
  • Durch fokussierte Stosswellen werden Harnsteine in kleinste Partikel desintegriert, welche dann mit dem Urin ausgespült werden
  • Zur Sicherung des Harnabflusses -> Einlage eines JJ- Katheters (Harnleiterschiene) bei 1/3 der Patienten

Kontraindikation

  • Schwangerschaft, Gerinnungsstörungen, febriler Pyelonephritis

 

Endoskopische Entfernung

Was ist von der pflegerischen Seite her zu beachten bei einer Urolethiasis?

  • Vitalzeichenkontrolle
  • Viel Trinken
  • Sieben des Urins vor und nach der Operation (Schulung durch PP)
  • Obstipationsprophylaxe (speziell bei Labraskopisch, wegen Nähte)

Wie kann einer  Urolethiasis vorgebeugt werden?

  • Wenn das Nierensteinleiden in der Familie gehäuft auftritt oder man selbst schon mehrfach Steine gebildet, hat man ein erhöhtes Risiko zu bilden
  • Ein erster Schritt um die Bildung jeglicher Art Steine zu verhindern, ist täglich reichlich Flüssigkeit zu sich zu nehmen am besten Wasser
  • Wenn man zur Risikogruppe gehört kann es sinnvoll sein die Steinbildenden Faktoren durch Tests zu untersuchen um eine Präventionsstrategie zu entwickeln
  • Wenn die Personen entdeckt wird das ein chronischer Harnwegsinfekt auf die Blockade durch einen Stein zurückführen ist so sollte nach Entscheidung des Arztes der Stein entfernt werden. Der Patient muss danach sorgfältig überwacht werden bis sicher ist das der Infekt kuriert ist

Welche Nahrungmittel enthalten Oxalat? 

Auf welche Kostform sollte bei Harnsäuresteinen geachtet werden?

  • Spinat
  • Randen
  • Mangold
  • Schokolade
  • Kakao
  • Nüsse
  • Rhabarber
  • Erdbeeren
  • Kaffee
  • Cola
  • Rüben
  • Tee (Schwarztee)
  • Weizenkleie

Bei Harnsäuresteine Purinarmekost

Was für Harnwegsinfektionen gibt es?

  • Unkomplizierte untere Harnwegsinfektionen
  • Unkomplizierte Pyelonephritis
  • Komplizierte Harnwegsinfektion mit oder ohne Pyelonephritis
  • Urosepsis
  • Urethritis
  • Prostaitits
  • Epididymitis und Orchitis
  • Katheterinduzierte Harnwegsinfektionen

Was sind grundlegende Fakten bezogen auf Harnwegsinfektionen?

  • Infektion durch Bakterienmigration über die Urethra
  • Es kann zur Mikro- oder Makrohämaturie kommen
  • Vorliegen von Miktionsbeschwerden wie Pollakisurie, Dysurie oder Strangurie
  • Schmerzen
  • Infektzeichen- Fieber, Asthernie (Schwäche) oder Schüttelfrost
  • Schwangere und immunsuppremierte Patienten sind Risikogruppen

Was ist eine Urethritis?

Schleimhautentzündung der Harnröhre

Was sind die Symptome  einer Urethritis?

  • Bakterielle Infektion
  • Gekennzeichnet durch die Algurie (Schmerzen beim Wasserlassen), Dysurie (erschwertes Wasserlösen) und eitrigen Ausfluss aus der Harnröhre
  • Meist ohne Zeichen einer Harnblaseninfektion

Wie wird eine Urethritis diagnostiziert?

  • Sexuelle Anamnese
  • Erststrahlurin
  • Urin auf Gonokokken und Chlamydien

Was ist eine Prostatitis?

Bakterielle Infektion der Prostata

Bei der Prostatitis gibt es eine akute und chronische Form, was sind deren Symptome und Therapie?

Akut:

Einhergehend mit hohem Fieber, Algurie und schmerzhafter Prostataschwellung

  • Antibiotika und alpha- blocker

Chronisch:

Blasenreizsymptome im Vordergrund, Fieber ist ungewöhnlich, gelegentlich klagen die Patienten über Schmerzen bei der Ejakulation und Blut im Ejakulat

  • Antibiotika und alpha- Blocker

Was ist eine Epididymitis?

Bakterielle Infektion der Nebenhoden

Was sind die Symptome und Therapie einer Epiidymitis?

Symptome

  • Schwellung
  • Schmerz
  • Fieber

Therapie

  • Antibiotika

Was ist eine Orchitis?

Bakterielle Infektion der Hoden

Was sind Symptome und die Therapie einer Orchitis?

Symptome

  • Heftige Schmerzen im betroffenen Hoden, Schwellung der Hoden, evtl. der Nebenhoden, Berührungs- und Druckempfindlichkeit, starke Rötung und Wärmeempfinden des Skrotum, oft sehr hohes Fieber und starkes Krankheitsgefühl

Therapie:

  • Antibiotika

Wie wird die Zystitis eingeteilt und was sind deren Symptome?

Akut:

  • Bakterielle Infektion der Harnblase meist mit E. coli Bakterien
  • Dysurie und Algurie
  • Suprapubische Schmerzen
  • Hämaturie
  • i.d.R. nicht mit Fieber

chronisch:

  • persistierende Blaseninfektion oder
  • mehr als 3 Zystitiden in einem Jahr

WAs sind mögliche Riskikofaktoren Geschlechtsunabhängig bei einer Frau und bei einem Mann?

Geschlechtsunabhängig:

  • Restharnbildung
  • Blasenverweilkatheter – weniger Einmalkatheter
  • Ureterperistaltikstörungen
  • Geringer renaler Blutfluss
  • Harnsteine
  • Anatomische Fehlbildungen
  • Vesikoureteraler Reflux (Urinrückfluss- Blase- Ureter- Nierenbecken)
  • Reduzierte Immunabwehr
  • Stoffwechselerkrankung- Diabetes mellitus

Frau

  • Kurze Urethra
  • Gesteigerte sexuelle Aktivität
  • Verwendung von Diaphragma
  • Verwendung von Spermiziden
  • Schwangerschaft
  • Östrogendefizit
  • Stuhlinkontinenz
  • Geschlechtsverkehr

Mann

  • Chronische Prostatitis
  • Fehlende Zirkumzision
  • Hohes Alter
  • Stuhlinkontinenz

Wie wird eine Zystitis diagnostiziert?

  •     Urinsediment („Stäbchentest“, Comburstreifen)
  • Urinkultur = Goldstandard (mittels Einmalkatheter von Vorteil)

Weiter bei rezidivierenden Harnwegsinfektionen u.a.: 

  • Sonographie der Blase und der Nieren
  • CT- Urographie
  • Zystoskopie
  • Urodynamik (Blasendruck)
  • Uroflowmetrie (Harnstrahlvolumen pro Zeiteinheit der Miktion)

Wie wird eine Zystitis therapiert?

  • Einfache Blasenentzündungen bei der gesunden Frau (vor den Wechseljahren) bedürfen keiner genaueren Abklärung. Durch Erhöhung der Trinkmenge und Miktions- und Sexualhygiene verschwinden die Symptome spontan inkl. Kurzzeittherapie (3 Tage) mit Antibiotika
  • Rekurrente Harnwegsinfekte müssen abgeklärt werden
  • Frauen im Kilimakterium oder nach der Menopause benötigen evtl. ein Östrogenersatztherapie
  • Bei Männern mit isolierter Blaseninfektion ist eine siebentägige Antibiotikagabe erforderlich

Wie kann einer Zystitis vorgebeugt werden?

  • Erhöhung der Trinkmenge
  • Regelmässiger Genuss von Cranberrysaft (2x tägl.)
  • Auf übertriebene Genitalhygiene ist zu verzichten
  • Obstipationsprophylaxe
  • Urin nicht zu lange halten, bei Harndrang
  • Beim Harn lassen – dies gilt insbesondere für die Frau- eine besonderes entspannte Haltung einzunehmen
  • Nach dem Stuhlgang von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen
  • Alle Männer sollten täglich die Vorhaut bzw. die Eichel bis zur Kranzfurche reinigen
  • Vermeidung von Analverkehr, Verzicht von Diaphragma und Spermaziden

Was ist speziell bei Kinder, Schwangeren oder DK trägern anders bei einer Zystitis?

  • Bei Schwangeren werden auch asymptomatische Harnwegsinfekte mindestens 7 Tage behandelt
  • Bei Kindern gibt es eine verlängerte Behandlungsdauer von 7-10 Tage
  • Katheterinduzierte Harnwegsinfektion nur behandeln bei systemischen Infektionszeichen

Was sind bei DK- Trägern mögliche Infektionsprophylaxen?

  • Sorgfältige aseptische Technik bei der Einlage
  • Stets für freien Urinfluss sorgen
  • Positionierung des Urinbeutels unter Blasenniveau
  • Aseptisches Arbeiten bei Manipulationen am geschlossenen System
  • Einmalkatheterisierung als Alternative der Dauerkatheterisierung
  • Harnansäuerung mit Ziel ph 5,7- 6,2 (Norm 4,6- 7,5)
  • Katheterwechsel nach Verschmutzungsgrad und Material

Hinweis:

Nach Beginn der antibiotischen Therapie muss der DK gewechselt werden

Was sind Ursachen einer aktuen Pyelonephritis?

  • Bakterielle Infektion des Nierenbeckens und des Nierenparenchyms
  • Durch aufsteigende Harnwegsinfektionen
  • Reflux (VUR) mit Pendelurin
  • 75% der Patienten haben vorher eine Harnwegsinfektion
  • Frauen mehr als Männer betroffen
  • In 60% der Fälle benötigt es eine Hospitalisation

Was sind Symptome einer Pyelonephritis?

  • Plötzliches Fieber und Schüttelfrost
  • Konstante Flankenschmerzen, bei Kindern Bauchschmerzen
  • Bakterieurie
  • Pollakisurie, Dysurie
  • Abwehrspannung
  • Nausea und Emesis
  • Diarrhoe
  • Tachykardie und Hypotonie

Wie wird eine Pyelonephritis diagnostiziert?

  • TRIAS: Fieber- Flankenschmerzen- Pyurie
  • CT- Urographie (mit Kontrastmittel)
  • Sonographie (Ausschluss einer Harnabflussstörung)
  • Labor (Leukozytose, CRP erhöht, evtl. Kreatinin erhöht)
  • Blutkulturen bei Fieber
  • Urin ist flockig- trübe
  • Mikro- oder Makrohämaturie
  • Urinkultur

Wie wird ein Pyelonephritis therapiert?

  • Bettruhe
  • Analgetika
  • Infusionstherapie zur Steigerung der Diurese
  • Antibiotikatherapie
  • Systemische Therapie mit Antimykotikum bei Pilzinfektion
  • Bei fehlender Besserung innerhalb von 48 bis 72h -> Hospitalisation
  • Bei infizierter Harnstauungsniere -> Sofortige Entlastung des Harntrakts mittels Katheter (z.B. JJ) oder perkutane Nephrostomie

Wie wird ein Pyelonephritis therapiert?

  • Bettruhe
  • Analgetika
  • Infusionstherapie zur Steigerung der Diurese
  • Antibiotikatherapie
  • Systemische Therapie mit Antimykotikum bei Pilzinfektion
  • Bei fehlender Besserung innerhalb von 48 bis 72h -> Hospitalisation
  • Bei infizierter Harnstauungsniere -> Sofortige Entlastung des Harntrakts mittels Katheter (z.B. JJ) oder perkutane Nephrostomie

Was ist eine Glomerulonephritis?

Die Glomerulonephritis ist eine in der Regel beide Nieren befallende abakterielle Entzündung der Glomeruli.

  • Die Glomerulonephritis ist eine der häufigsten Ursachen für die Entwicklung einer terminalen Niereninsuffizienz
  • Glomerulonephritiden sind bei Patienten in jedem Lebensalter anzutreffen. Auffällig oft sind zum einen jugendliche Patienten (postinfektiös) und Patienten höheren Lebensalters (Rapid progressive Glomerulonephritis) betroffen.

Was sind Pflegerische Massnahmen einer Glomerulonephritis?

  • Vitalzeichenkontrolle (Hypertonus)
  • Gewichtskontrolle (Ödeme)
  • Bilanz
  • Thrombosenprophylaxe (Gerinnungsfaktoren gehen verloren)
  • Infektionsprophylaxe (Vorsichtsmassnahmen z.B. Menschenansammlung- Schnupfen)
  • Immunsystem stärken

 

  • Chronischer Krankheitssituation – Beratung, Unterstützung, Information

Was ist die Funktion der Prostata?

  • Die Hauptaufgabe der Prostata ist die Sekretbildung
  • Das sind Eiweisse mit wichtigen Aufgaben wie die saure Prostata- Phosphatase und das PSA (prostata- spezifisches Antigen), das das Sperma, den Samen, verflüssigt
  • Die Prostata unterstützt auf Grund der Lage den Blasenhals und damit den Verschluss der Harnblase
  • Zugleich sorgt die Muskulatur von Prostata und Blasenhals dafür, dass das Sperma, das aus den jetzt miteinander vermischten Flüssigkeiten besteht, nicht in die Harnblase gelangt.
  • Auch am Hormonstoffwechsel ist die Prostata beteiligt: Sie wandelt das männliche Geschlechtshormon Testosteron in seine biologisch aktivste Form um, das Dihydrotestosteron (DHT)

Für was ist das Geschlechtshormon Androgen gut und was ist deren Aufgabe?

  • Androgene sind männliche Geschlechtshormone, ihr Hauptvertreter ist Testosteron
  • Sie werden über verschiedene Zwischenschritte aus Cholesterin gebildet
  • Beim Mann hauptsächlich in den Leydig- Zwischenzellen der Hoden, geringe Mengen auch in den Nebennieren
  • Zielzellen der Androgene befinden sich an zahlreichen Stellen des Körpers, zum Beispiel in der Prostata und den Samenblasen, in der Haut (z.B. Bartwuchs) und der Muskulatur (Aufbau)
  • Im Gehirn sorgen sie unter anderem für die Libido (den Geschlechtstrieb) und die Regulation ihres eigenen Blutspiegels
  • Eine weitere wichtige Aufgabe, die Förderung der Spermienbildung

Was sind mögliche Krankheitszeichen bei Erkrankungen der Prostata?

  • Miktionsstörungen (Harnverhalten)
  • Harninkontinenz (Überlaufblase)
  • Erektile Dysfunktion
  • Hämaturie/ Hämospermie
  • Erektive Dysfunktion

Was sind mögliche Ursachen für die Vermehrung von Prostatazellen?

  • Erhöhte DHT- Spiegel in der Prostata und vermehrte Bindungsstellen für Androgene auf den Prostatazellen
  • Vermehrte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren in der Prostata
  • Zu starke Vermehrung von Prostata Stammzellen
  • Verlängerte Lebensdauer der Prostatazellen wegen vermindertem Zelltod

Was sind Zeichen und Symptome einer Prostatahyperplasie?

  • LUTS (Lower Tract Symptoms)

Stadium I: Reizstadium (Restharn, abgeschwächter Harnstrahl, verzögerter Beginn der Entleerung, Pollakisurie und Nykturie)

Stadium II: Restharnstadium (Blase kann Abflusshinderung nicht mehr kompensieren ca. 100 ml Restharn evtl. Infektion/ Steinbildung und Dranginkontinenz)

Stadium III: Dekompensation (Überlaufblase)

  • Es kann zu Harnweg- und Prostataentzündungen kommen

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